Donnerstag, 09. September 2010

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Freitag, 03. September 2010 Deutsches Schauspielhaus Hamburg Wenn Ihr Euch totschlagt, ist es ein Versehen – Oliver Bukowskis Kleist-Reflexion

Donnerstag, 02. September 2010 Schauspiel Bremen Was ihr wollt − mit Shakespeare in die Post-Frey-Ära

Donnerstag, 02. September 2010 Haus der Kulturen der Welt Berlin Rue Princesse – Gintersdorfer und Klaßen holen ihr ivorisches Festival nach Berlin

Mittwoch, 01. September 2010 Zürcher Theater Spektakel 2010 La cérémonie − 400asa brachte chinesische Freunde mit auf die Landiwiese

Freitag, 27. August 2010 20. Internationales Ibsen Festival Oslo 2010 Nora oder Ein Puppenheim (Et Dukkehjem) – Laurent Chétouane inszeniert Ibsens Emanzipationsstück

Donnerstag, 26. August 2010 20. Internationales Ibsen Festival Oslo 2010 Ibsenmaschine - Sebastian Hartmanns Eröffnungsinszenierung am Nationaltheatret Oslo

Sonntag, 22. August 2010 Edinburgh International Festival Caledonia – Alistair Beatons neues Stück uraufgeführt

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Heidelberg/Theater Heidelberg

Wer hat die Kokosnuss geklaut?

von Ralf-Carl Langhals

Heidelberg, 10. November 2007. "Die Affen rennen durch den Wald, der eine macht den andern kalt, die ganze Affenbande brüllt: Wer hat die Kokosnuss geklaut?" Wer kennt es nicht, das Kinderlied, in dem alle nur das eine wollen, die Kokosnuss, die Köstlichkeit, die Macht. Doch leider ist sie verschwunden, auch auf der Städtischen Bühne, der so schmucken wie maroden Hauptspielstätte des Heidelberger Theaters, wo Peter Spuhlers drittes schwungvolles Leitungsjahr das "Streben nach Glückseligkeit" untersucht.

Sonntag, 11. November 2007 | Drucken | Report | Weiterlesen
Heidelberg/Heidelberger Stückemarkt

Dem Frieden sein endloser Krieg

von Anne Richter

Heidelberg, 2. Mai 2009. Da sitzen sie nun mit dem Opfer ihrer Hilfsbereitschaft und wissen nicht weiter. Die Kneipe ist leer und steril. Die schlagkräftige Wirtin Yvonne sitzt gefesselt und geknebelt zwischen ihnen. Die beiden Männer waren nur auf ein Bier vorbeigekommen, als sie Streit mit ihrem Freund bekam. Der hockt jetzt im Keller eingesperrt. Dabei will Yvonne nur sich und ihn wieder frei bekommen, Hilfe braucht sie keine. Weil: Ehe ist für sie – frei nach Trotzki - "eine permanente Revolution".

Samstag, 02. Mai 2009 | Drucken | Report | Weiterlesen
Heidelberg/Theater Heidelberg

Das ist einfach nicht sein Beat

von Otto Paul Burkhardt

Heidelberg, 17. Dezember 2009. Dieser Mann ist ein Ungeheuer. Ein schwarzes Loch. Er saugt die Zuneigung, die ihm Verwandte und Freunde entgegenbringen, restlos auf. Statt irgendwann mal satt zu sein, wird er immer gieriger: "Der Mann der die Welt aß". Mit diesem Erstling gewann der 28-jährige Autor Nis-Momme Stockmann zwei Preise beim Heidelberger Stückemarkt und den Werkauftrag beim Stückemarkt des Berliner Theatertreffens.

Donnerstag, 17. Dezember 2009 | Drucken | Report | Weiterlesen
Heidelberg/Theater Heidelberg

Varieté der Vergangenheitsbewältigung

von Harald Raab

Heidelberg, 31. März 2010. Als Hannah Arendt 1963 ihr Buch "Eichmann in Jerusalem: A Report on the Banality of Evil" herausbrachte, gab es einen Sturm der Entrüstung: Wie könne man für ein Monster einen Platz unter Menschen einfordern? Auch Heinar Kipphardts "Bruder Eichmann" begegnete man 20 Jahre später mit dem gleichen Vorbehalt. Man wollte die Banalität des Bösen nicht wahrhaben, weil sie auf die Disposition zur Unmenschlichkeit in jedem von uns verweist.

Mittwoch, 31. März 2010 | Drucken | Report | Weiterlesen
Heidelberg/Heidelberger Stückemarkt

Die dünne Schicht über den Abgründen

von Andreas Jüttner 

Heidelberg, 13. Mai 2007. Die Chronik eines allmählichen Idyllenzerfalls im Vorort-Speckgürtel einer Großstadt ist der große Gewinner beim Heidelberger Stückemarkt. Gestern erhielt Volker Schmidt für "Die Mountainbiker" sowohl den Publikums- als auch den Hauptpreis, der mit einer Uraufführung verbunden ist.

Sonntag, 13. Mai 2007 | Drucken | Report | Weiterlesen
Heidelberg/Theater Heidelberg

Heiles Leben zwischen Markise und Brustkrebs

von Hartmut Krug

Heidelberg, 24. November 2007. Albert, Werbefilmregisseur, sichtet mit Kostümbildnerin Franziska Arbeitsdias. Das ganze: ein banales Arbeitsgespräch, das in in einen lockeren Anmachversuch des Manns und eine lockende Abwehrreaktion der Frau mündet. Doch wie Anne Rathsfeld und Victor Calero das spielen, wie sie sich hier gegenüber stehen, während sie sich eigentlich umkreisen, wie sie sich hinter Gleichgültigkeit zu verstecken suchen, während sie doch auf der Suche sind, wie die Körper mehr sagen als die Worte, das treibt die Grundsituation von Volker Schmidts Stück in die Sichtbarkeit.

Samstag, 24. November 2007 | Drucken | Report | Weiterlesen
Heidelberg/Heidelberger Stückemarkt

"Wenn ich einmal reich wär'. . ."

von Harald Raab

Heidelberg, 4. Mai 2010. Tatsächlich steigt da einer gleich zu Beginn auf das Dach eines Spielzeughauses und mimt in grotesk-verzerrten Verrenkungen den Fiddler on the Roof aus dem Musical Anatevka. Ist etwa jiddische Folklore angesagt? Die Story vom armen aber glücklichen Milchmann Tewje, dem Juden im Shtetl, das kitschig-verlogene Abziehbild, das nur die Kehrseite der Plakette Antisemitismus ist.

Dienstag, 04. Mai 2010 | Drucken | Report | Weiterlesen
Heidelberg/Theater Heidelberg

Bouleva ...  Boule-voulez-vous? Buuh!

von Ralf-Carl Langhals

Heidelberg, 18. April 2008. Selten war ich so in Rage. Aber halt! "Ich" ist unjournalistisch. Kritiker sollen ja die Konventionen wahren, um dem Kunstprozess die nötige Stille und Würde zu geben. Dabei möchte man auch gerne mal aufmucken, politisch Unkorrektes in den Saal brüllen und sich unmöglich machen – etwa mit den Worten: "Mareike Mikat sollte man bei Wasser und Brot einsperren, zehn Jahre nichts als Stanislawski und Brecht zu lesen geben, zehn weitere Jahre nur bei Peymann assistieren lassen, zehn Jahre nur Peter Steins "Wallenstein" in Dauervideoschleife vorsetzen und nach 30 Jahren allenfalls 'Peterchens Mondfahrt' mit einem Etat von 200 Euro inszenieren lassen."

Freitag, 18. April 2008 | Drucken | Report | Weiterlesen
Heidelberg/Theater Heidelberg

Wie bei Neureichs privat

von Harald Raab

Heidelberg, 25. Juni 2010. Er ist ein Nach-Regisseur, dieser Simon Solberg. Er inszeniert seine Stücke nach Goethe, nach Schiller und nun wieder einmal nach Shakespeare: Hamlet als Freilichtproduktion im Hof des Heidelberger Schlosses. Wie noch immer geriet auch dieser Solberg-Hamlet zu einem Theater-Ereignis/-Ärgernis, bejubelt von den Jungen, weil ihre Seh- und Erlebnisgewohnheiten bedient werden, bestenfalls mit Achselzucken bedacht von den Älteren: Was soll's.

Freitag, 25. Juni 2010 | Drucken | Report | Weiterlesen
Heidelberg/Theater Heidelberg

Immer diese Tschechows aus der Wundertüte

von Ralf-Carl Langhals

Heidelberg, 20. Dezember 2008. Gotscheff, Hartmann, Niemeyer, Zandwijk haben's getan, doch ansonsten ist Tschechows "Iwanow" keine Aufgabe, um die sich Regisseure reißen. Wenig Handlung, viel Befindlichkeit mag einer der Gründe sein, einen Bogen um Tschechows erstes abendfüllendes Stück zu machen. Schade eigentlich, denn "Iwanow" atmet zwar schon die für Tschechow so typische Gutsherrenmelancholie des untergehenden alten Russland, nimmt sich aber mehr Zeit für die Psychologie der Figuren.

Samstag, 20. Dezember 2008 | Drucken | Report | Weiterlesen
Heidelberg/Theater Heidelberg

Fortschrittszweifel, leicht gekürzt

von Otto Paul Burkhardt

Heidelberg, 7. November 2008. Komisch. Über Philipp Löhle wird selten gestritten. Vielleicht, weil seine Stücke eher leise daherkommen. Unschreihalsig sozusagen, unangestrengt, hintersinnig, unaufgeregt. Und dennoch loten seine Szenarien tiefer, kratzen unauffällig, aber beharrlich an scheinbar sicheren Grundfesten des Denkens, des Lebens.

Samstag, 08. November 2008 | Drucken | Report | Weiterlesen
Heidelberg/Theater Heidelberg

Friedhof der Träume

von Anne Richter

Heidelberg, 14. Februar 2009. Die Frau scheint schon sehr lange an dieser endlosen, leeren Tafel zu sitzen. Das raumbreite Möbel auf der Bühne trennt sie vom Publikum ebenso wie vom sozialen und künstlerischen Leben, vor dem sie sich hier offenbar verbarrikadiert hat. Zuvor hat sie drei Monate am Sterbebett ihres Sohnes gesessen, bis der den Kampf gegen einen bösartigen Hirntumor verlor. Ihre Karriere als gefeierte Pianistin hat sie beendet. Da tritt ihr Ex-Mann an den Tisch. Entschieden meint er, ihren Alltag neu organisieren zu müssen und stellt ihr sogar eine Schülerin in Aussicht, um sie aus der Depression zu holen.

Samstag, 14. Februar 2009 | Drucken | Report | Weiterlesen
Heidelberg/Theater Heidelberg

In fernem Land unnahbar euren Schritten

von Ralf-Carl Langhals

Heidelberg, 21. Januar 2010. Fünf Sekunden Stille. Etwa genau diesen Zeitraum braucht es im internationalen Smalltalk, bis im Kleinhirn die politische Korrektheits- wie historische Bewusstseins- und Gewissenschleife durchlaufen ist, nachdem die Frage "Where do you come from?" mit "Israel" oder "Germany" beantwortet wurde. Ob man will oder nicht, die Art und Weise, wie Israelis und Deutsche fast 65 Jahre "danach" einander begegnen, kommt ohne diese fünf Sekunden Stille nicht aus. SS-Opas, KZ-Omas, Geschichtsunterricht und Aussöhnungspolitik tanzen in dieser Zeit auf beiden Seiten einen verkrampften Ringelreihen auf möglichst politisch-korrektem und dennoch glattem Parkett.

Freitag, 22. Januar 2010 | Drucken | Report | Weiterlesen
Heidelberg/Theater Heidelberg

Selbstbilder aus Mehrheitskroatien

Von Ralf-Carl Langhals

Heidelberg, 8. Mai 2008. Seit einiger Zeit leistet sich der Heidelberger Stückemarkt die Präsentation eines europäischen Gastlandes. Mit einem kleinen Autorenwettbewerb, Podiumsdiskussionen sowie Gastspielen mit Stücken von Gegenwartsautoren. Mit dem Gastland Kroatien und der als Stücke- und Autoren-Scout fungierenden Suhrkamp-Autorin Jagoda Marinić taten Intendant Peter Spuhler und Schauspieldirektor Axel Preuß heuer einen besonders guten Griff.

Donnerstag, 08. Mai 2008 | Drucken | Report | Weiterlesen
Heidelberg/Heidelberger Stückemarkt

Schlaflos in Tel Aviv

von Harald Raab

Heidelberg, 30. April 2010. Sie ist in jeder Hinsicht eine Laborsituation, die israelisch-deutsche Koproduktion "Undercover Tel Aviv". Die verwendeten Sprachen sind Ivrit (Hebräisch), Englisch und Deutsch. Fiktion und Dokumentation sind ineinander verwoben. Ein deutsches und ein israelisches Schauspielerpaar mit wechselnden Identitäten, zwei doch recht unterschiedliche Bühnenkulturen. Und dann noch ein Stoff, der auf gemeinsamen Recherchen vor Ort beruht.

Freitag, 30. April 2010 | Drucken | Report | Weiterlesen
Heidelberg/Heidelberger Stückemarkt

Sprengen mit Rammstein, Schwimmen mit Bob

von Andreas Jüttner

Heidelberg, 12. Mai 2007. "Fang mit einem Erdbeben an und steigere dich dann stetig." Dieses Prinzip gilt nicht nur für das Krawallkino von Jerry Bruckheimer, für das es erfunden wurde. Es funktioniert auch mit rumänischem Powertheater.

Samstag, 12. Mai 2007 | Drucken | Report | Weiterlesen



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