Dienstag, 21. Mai 2013

Anzeige

    

test

Anzeige

    

test
archiv

# | 0-9 |A |B |C |D |E |F |G |H |I |J |K |L |M |N |O |P |Q |R |S |T |U |V |W |X |Y |Z

archiv » Braunschweig

Ergebnisse 1 - 10 von 18



umfragepopup

Braunschweig/Staatstheater Braunschweig

Identitätspiraten

von André Mumot

Braunschweig, 23. September 2010. Bevor dieser Abend zu sich finden kann, bevor er sich mit Wucht in seine Identitäts-Zerrüttungen wirft, will er erst einmal auf ziemlich fürchterliche Weise komisch sein. Vielleicht, weil sich seine Grundidee schon einmal als Komödienstoff bewährt hat: In "50 erste Dates" war es Drew Barrymore, die, mitten im goldigen Hollywood-Mainstream, ständig ihr Gedächtnis verlor, und um die Adam Sandler wieder und wieder neu werben musste.

In Anne Nathers Auftragswerk fürs Staatstheater Braunschweig, mit dem die neue Intendanz von Joachim Klement ihre erste Spielzeit eröffnet, geht es dem jungen, vom eigenen Werk angeekelten Schriftsteller Georg (Oliver Simon) nicht anders. Nach einer Preisverleihung, auf der er die ein oder andere Auster zu viel geschlürft hat, kommt ihm jedenfalls alle paar Minuten sein Kurzzeitgedächtnis abhanden. Und damit auch die Fähigkeit, zu schreiben.




Donnerstag, 23. September 2010 | Drucken | Report | weiter ...
Braunschweig/Staatstheater Braunschweig

Hinter der Fassade

von Alexander Kohlmann

Braunschweig, 6. April 2013. In Braunschweig entpuppt sich die glorreiche Vergangenheit beim näheren Hinsehen manchmal als eine bloße Illusion. Ganz zu Beginn dieses langen Abends sehen wir auf der Bühne das alte Braunschweiger Stadtschloss. Irgendwann vor dem Zweiten Weltkrieg muss das Sepia-Dia aufgenommen worden sein, vor den verheerenden Zerstörungen und dem umstrittenen Abriss der immer noch ansehnlichen Ruine in den Nachkriegsjahren.




Samstag, 06. April 2013 | 2 Bemerkungen | Drucken | Report | weiter...
Braunschweig/Staatstheater Braunschweig

Geschichtsreise aus der Music-Box

von Michael Laages

Braunschweig, 18. Januar 2013. Kein Stück ist das, nur ein Gedanke, nur der Entwurf davon, was ein Stück Theater werden kann. Das ist der entscheidende Charme, den "Das Ballhaus" nach einer Spiel-Idee von Claude Penchenat, Mitbegründer des Theatre du Soleil Mitte der 1960er Jahre und zehn Jahre später Leiter des Théâtre du Campagnol, des "Wühlmaus-Theaters" in Paris, besitzt.




Freitag, 18. Januar 2013 | 1 Bemerkung | Drucken | Report | weiter...
Braunschweig/Staatstheater Braunschweig

Karl der Käfer wurde nicht gefragt

von Jan Fischer

Braunschweig, 8. Dezember 2012. Braunschweig ist nicht Berlin. Was in diesem Fall wahrscheinlich auch nicht das schlechteste ist. Denn aus Berlin hört man ja – wie man eben immer diese Sachen aus Berlin hört –, dass alles schon wieder eine Stufe extremer ist, dass die Anti-Gentrifizierungsbewegung sich mittlerweile radikalisiert.




Samstag, 08. Dezember 2012 | Drucken | Report | weiter...
Braunschweig/Staatstheater Braunschweig

Der Clown ist fort

von Christian Rakow

Braunschweig, 6. Oktober 2012. Die Baubranche bringt sie alle auf Touren: Die Arme hochgekrempelt, packen ma's an, Jungs! Und Mädels! Mit Hochdruckreinigern säubern sie minutenlang den Leim von den Wänden, die eben noch durch schwarze Plastikbahnen verdunkelt waren (eine finstere Sackgasse hat Bühnenbildnerin Susanne Dieringer auf eine steil abfallende Spielfläche gebaut). Jetzt sollen die bunten Panoramalandschaftstapeten darunter wieder blühen, leuchten.




Samstag, 06. Oktober 2012 | 1 Bemerkung | Drucken | Report | weiter...
Braunschweig/Staatstheater Braunschweig

Das ist also Theaterspielen?

von André Mumot

Braunschweig, 8. Juni 2010. Wenn jemand im Publikum auch nur das leiseste Geräusch von sich gibt, unterbricht sich Bianca van der Schoot und schaut auf eine Weise auf, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Angeblich können Blicke ja nicht töten. Aber diese vielleicht schon, und deshalb halten alle Anwesenden vorsorglich den Atem an.




Dienstag, 08. Juni 2010 | Drucken | Report | weiter ...
Braunschweig/Staatstheater Braunschweig

Sumpf der großen Themen

von Stephanie Drees

Braunschweig, 14. März 2013. Plötzlich tauchen sie auf, erheben sich gemeinschaftlich aus ihrem nassen Grab. Da stehen sie nun und triefen. Ihr Meister Prospero ist aus seiner Lethargie befreit, hat seine Geister gerufen. Zwölf Jahre der aufgestauten Frustration hat er hinter sich und dürstet nach Taten. Der große Intellektuelle und Strippenzieher – auf einer abgelegenen Insel ist er in Hinsicht Machtausübung völlig unterfordert. Das äußere Erscheinungsbild des Zauberers und Phantasten Prospero aus Shakespeares "Sturm" kommt auf der Braunschweiger Staatstheaterbühne eher einem sozialverwaisten Bibliothekar als einem großen Herrscher nahe: Die Strähnen des lichten Haares eine Glatzendecke, die Hände in der Buntfaltenhose. So steht er am Rande, Herrscher über alle, die nun verschreckt aus dem Wasser ragen. Die Spiele können beginnen.




Donnerstag, 14. März 2013 | 1 Bemerkung | Drucken | Report | weiter...
Braunschweig/Staatstheater Braunschweig

Widersachertortenschlacht

von Tim Schomacker

Braunschweig, 11. November 2012. Im Grunde erfüllen die Texte von Elfriede Jelinek den mildernden Umstand der Notwehr. Was aus dem großen Da-Draußen an Schreck- und Wirrnissen heranschwappt an die stellvertretende Rezeptorin, ist in erster Linie Bild und Sprache. Und das muss sprachlich in Mangel und Schwitzkasten genommen werden. Darum auch die Kabarettismen im Wortwitz, derer man sich, zuschauend, gelegentlich mit einem leise gezischten "Autsch!" erwehren muss. Im Falle der "Kontrakte des Kaufmanns" müsste man sogar von Putativnotwehr sprechen. Denn das Trumm schreibt sich zwar von zwei österreichisch-finanziellen Real-Skandalen her, weist jedoch voraus auf reichlich Haupt- und Staatskrisen von Lehman Brothers bis Griechenland, von denen wir bisweilen glauben, sie lägen hinter uns. Nach einem Text über Förderungen (die von Öl nämlich, und wie man sie militärisch sichert: "Bambiland", 2003) entstand 2009 dieser über Forderungen. Fordern und Fördern.




Sonntag, 11. November 2012 | 1 Bemerkung | Drucken | Report | weiter...
Braunschweig/Staatstheater Braunschweig

Denkmalsockel unterm Arm

von Hartmut Krug

Braunschweig, 26. September 2008. Die Aufführung beginnt im Foyer mit einem seebärigen und zottelbärtigen Mann, der sich lautstark Gehör verschafft mit der Aufforderung, wir "Braven, Jungen, Kraftvollen" müssten stärker werden. Wenn er seine Pulloverärmel hinauf- und sein Hosenbein hochkrempelt, um stramme Bizeps und feste Waden zu zeigen, um gegen "labbriges Franzosenzeug" zu schimpfen und nach "Burschen, die Deutschlands Mönche sind, frisch, fromm, fröhlich und frei" zu rufen, dann ist dieser Streiter gegen Fürstenmacht vor allem eines: eine komische Figur.




Freitag, 26. September 2008 | Drucken | Report | weiter...
Braunschweig/Staatstheater Braunschweig
alt

Traumnovelle auf Speed

von Alexander Kohlmann

Braunschweig, 17. Dezember 2011. "Bitte achten Sie auf ihr Gepäck", schallt es zu Beginn immer wieder aus den Lautsprechern. Ein zurückgelassener Koffer an der Rampe hat die Aufmerksamkeit der Sicherheitsorgane erregt. Und mit unbeaufsichtigtem Gepäck spaßt man nicht in einer Zeit, in der gerne mal Bürgerrechte gegen die innere Sicherheit aufgerechnet werden. Das kann schnell teuer werden – weshalb Hans Adamski (Tobias Beyer), ein junger Yuppie-Unternehmer aus dem Hochglanzmilieu, sich dann beeilt, seinen Besitzanspruch durch zärtliches Streicheln deutlich zu markieren. Doch dass es in Marc Beckers neuem Stück bald nur noch am Rande um den Übergriff des allgegenwärtigen Sicherheitswahn auf unser Privatleben geht, zeigt sich spätestens, wenn wir erfahren, was sich im Inneren des Koffers verbirgt.




Samstag, 17. Dezember 2011 | 2 Bemerkungen | Drucken | Report | weiter...

Seite 1 von 2


Powered by AlphaContent 4.0.18 © 2005-2013 - All rights reserved