Identitätspiraten
von André Mumot
Braunschweig, 23. September 2010. Bevor dieser Abend zu sich finden kann, bevor er sich mit Wucht in seine Identitäts-Zerrüttungen wirft, will er erst einmal auf ziemlich fürchterliche Weise komisch sein. Vielleicht, weil sich seine Grundidee schon einmal als Komödienstoff bewährt hat: In "50 erste Dates" war es Drew Barrymore, die, mitten im goldigen Hollywood-Mainstream, ständig ihr Gedächtnis verlor, und um die Adam Sandler wieder und wieder neu werben musste.
In Anne Nathers Auftragswerk fürs Staatstheater Braunschweig, mit dem die neue Intendanz von Joachim Klement ihre erste Spielzeit eröffnet, geht es dem jungen, vom eigenen Werk angeekelten Schriftsteller Georg (Oliver Simon) nicht anders. Nach einer Preisverleihung, auf der er die ein oder andere Auster zu viel geschlürft hat, kommt ihm jedenfalls alle paar Minuten sein Kurzzeitgedächtnis abhanden. Und damit auch die Fähigkeit, zu schreiben.














