Es brodelt

25. November 2016. In einer Sitzung des Stadtrats von München wurde gestern die Neuausrichtung der Kammerspiele diskutiert. Es berichten u.a. die tz und die Süddeutsche Zeitung (SZ). Zunächst wird die leidenschaftlich geführte Debatte, über die wir ausführlich berichteten, zusammengefasst, dann der sozialdemokratische Kulturreferent Hans-Georg Küppers (in der tz) zitiert: "Krise? Nein! Die Kammerspiele sind in einem Veränderungsprozess. Das braucht Zeit. (...) Ich glaube, der Funke wird irgendwann überspringen." 

Die CSU habe Matthias Lilienthal in die gestrige Stadtratssitzung zitiert, weil sie das anders sieht, so die Zeitungen. Lilienthal habe einige Zahlen präsentiert; dass die durchschnittliche Auslastung während seiner ersten Spielzeit 73 Prozent betragen habe und damit über dem statistischen Mittel der Kammerspiele in den vergangenen 13 Jahren liege, sei für ihn ein Erfolg. Darüber hinaus habe Lilienthal argumentiert, dass zwar 18 Prozent der Abo-Kunden gekündigt hätten, aber "dafür sei der freie Verkauf gestiegen, unter anderem habe sich der Anteil der Studenten unter den Besuchern von 13 auf 20 Prozent erhöht."

Stadtrat Richard Quaas von der CSU habe zwar betont, er betrachte die Kammerspiele "mit Gelassenheit" und wolle "keinen Kulturkampf vom Zaun brechen", andererseits angemerkt: "Ein Großteil des Publikums fühlt sich in den Kammerspielen nicht mehr zu Hause", weiß die SZ. FDP, SPD und Grüne hätten sich hinter Lilienthal gestellt.

(sae / TZ / SZ) 

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