Eine Vollblutkomödiantin

19. März 2017. Die Schauspielerin und Kabarettistin Ingeborg Krabbe ist tot. Das berichten diverse Medien, darunter die Leipziger Volkszeitung. Krabbe galt als eine eine der bekanntesten Film- und Theaterschauspielerinnen der DDR und war auch nach der Wende als Fernsehschauspielerin sehr populär.

Ingeborg Krabbe wurde 1931 in Leipzig geboren und wurde ab 1949 an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Leipzig ausgebildet. 1954 gründete sie mit jungen Schauspielern des "Theaters der Jungen Welt" das legendäre Kabarettensemble Leipziger Pfeffermühle. Von 1954 bis 1964 gehörte sie zum Ensemble des Berliner Theaters der Freundschaft, dem heutigen Theater an der Parkaue.

Als Filmschauspielerin spielte Krabbe in über 300 Produktionen des DDR-Fernsehens, aber auch in bedeutenden DEFA-Produktionen mit, darunter Joachim Kunterts Film "Die Abenteuer des Werner Holt" (1965), zu dessen Mitwirkenden auch Manfred Karge, Angelika Domröse und Wolfgang Langhoff gehörten. 2007 gab sie mit 76 Jahren in der Uraufführung des Udo-Jürgens-Musicals Ich war noch niemals in New York in Hamburg ihr Debüt als Musicaldarstellerin und sang das Titellied.

Auf der Bühne war Ingeborg Krabbe in den letzten Jahren besonders im Theater am Kurfürstendamm und dem Schlossparktheater in Berlin zu sehen. In Berlin ist die Schauspielerin, die der MDR in seinem Nachruf als "Vollblutkomödiantin" beschreibt, am Freitag im Alter von 86 Jahren gestorben.

(LVZ / MDR / sle)

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