3. August 2015

Finger weg vom Realismus!

Wenn das Theater den realistisch gepolten Erzählweisen von Film und TV hinterherhechele, meint Simon Strauß in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, könne es immer nur verlieren. Stattdessen fordert er "das radikale Bekenntnis zum Unrealistischen und Gegenweltlichen des Theaters", damit die Bühnenkunst "in einer immer rationaleren, realistischeren und vorhersehbaren Kulturwelt seinen besonderen Platz" behalte. Mehr in der Zusammenfassung.

3. August 2015. Alle betrauern den großen Verlust durch den plötzlichen Tod von Bert Neumann. Wie sich die Kollegen von Radio und Zeitungen an den am 30. Juli verstorbenen Bühnenbildner und Volksbühnen-Miterfinder Bert Neumann erinnern, steht hier – in den gesammelten Nachrufen.

1. August 2015: Ein lesenswertes taz-Interview mit ZpS-Frontmann Philipp Ruch

In einem langen, lesenswerten Interview in der tageszeitung erklärt Philip Ruch, Gründer des Zentrums für Politische Schönheit, das "gesellschaftliche Schauspiel", das das ZPF zu inszenieren versucht: Im Medium der Kunst könne das stattfinden, "was wir eigentlich 'Gesellschaft' nennen". Mehr in der Zusammenfassung.

1. August 2015: Ein taz-Porträt der Dramatikerin Constanze Behrends

Die tageszeitung porträtiert Constanze Behrends, Erfinderin des Prime Time Theaters in Berlin Wedding und aktuelle Trägerin des Jürgen Bansemer & Ute Nyssen Dramatikerpreises. Hier der Link.

31. Juli 2015: Frank Castorf sagt nichts (im SZ-Magazin)

Good old Sigmund Freud hat den Frauen ja seinerzeit einen Penis-Neid unterstellt. Ob dieses Phänomen, dass ein Geschlecht dem anderen seine primären Merkmale neidet, auch umgekehrt, also bei Männern auftritt? Über die hochgradig sexualisierten Castorf-Chics ist auf dieser Seite schon geschrieben worden. Das aktuelle SZ-Magazin präsentiert nun ein psychologisch höchst aufschlußreiches Dokument.

27. Juli 2015: ARTE-Produktion über internationale Gastspiele von Ostermeiers Volksfeind

Thomas Ostermeiers Inszenierung Ein Volksfeind ist ein Welterfolg. 2012 an der Schaubühne herausgekommen, hat diese Ibsen-Aktualisierung inzwischen 17 Länder auf allen 5 Kontinenten bereist. Für den TV-Sender ARTE haben Matthias Schellenberger und Andreas Nickl eine Mini-Serie über die Gastspielreisen gedreht. Die Live-Debatte am Schluß gibt der Inszenierung an jedem Gastspielort eine ganz eigene Färbung, wie die Aufzeichnungen aus Istanbul, Moskau oder den indischen Megacities Delhi und Kalkutta zeigen. Hier geht's zur ARTE-Seite, auf der die vier fünfzehnminütigen Filme zu sehen sind.

25. Juli 2015: Ein Porträt des jungen Tenors und Bayreuth-Debütanten Tansel Akzeybek

Alles Wagner im Feuilleton: Drei Seiten widmet die Süddeutsche Zeitung den Bayreuther Festspielen, die heute beginnen. Katharinas Wagners Neuinszenierung von "Tristan und Isolde" ist Thema oder der Neubau des Richard-Wagner-Museums. Online lesbar und lesenwert ist der Text über den jungen türkischen Tenor Tansel Akzeybeks, der im "Tristan" debütiert. Hier der Link.

24. Juli 2015: Abschiedsinterview mit Johan Simons in der SZ

Am Samstag endet mit der Vorstellung von "Hiob" Johan Simons' Intendanz an den Kammerspielen München. Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung zieht er eine kleine Bilanz und spricht über Herzensdinge. Mehr in der Zusammenfassung.

23. Juli 2015: Katharina Wagner im Interview auf BR Klassikradio

Am Samstag eröffnen die Bayreuther Festspiele mit Katharina Wagners Inszenierung von Tristan und Isolde. Und auch das Vorberichts-Vorspiel hat begonnen, etwa mit einem Interview der Regisseurin und Festspielleiterin auf BR Klassikradio, in dem sie intellektuell preisgibt, was ihr am "wahnsinnig aktuellen" Tristan am meisten gefällt: "Die Musik". Hier der Link.

22. Juli 2015: Die SZ über Urheberrechtsdebatte um Baal

Die Süddeutsche Zeitung setzt die Urheberrechts-Debatte um Frank Castorfs "Baal"-Bearbeitung nach Brecht hausintern fort. Christopher Schmidt spricht sich für die Autorenrechte aus. Mehr in der Zusammenfassung.

22. Juli 2015: Katharina Wagner in der Welt

Die "Welt" hat Katharina Wagner im Vorfeld ihrer Inszenierung von Tristan und Isolde (Premiere kommenden Samstag in Bayreuth) getroffen. "Abstrakt" soll es werden, gibt die Urenkelin von Richard Wagner zu Protokoll. Mehr auf welt.de.

20. Juli 2015: Die Spielzeit-Bilanz des Theaters Ulm

Die Südwest Presse zieht mit der Verwaltungsdirektorin des Theaters Ulm eine Bilanz der Spielzeit.

20. Juli 2015: Ein Deutschlandradio-Gespräch über das Theaterhaus Jena

Deutschlandradio Kultur unterhält sich über das Theaterhaus Jena mit dessen Geschäftsführer Marcel Klett. Zum Nachhören hier.

19. Juli 2015: Porträt der Dramatikerin Marianna Salzmann

Die Berliner Morgenpost bringt ein lesenswertes Porträt der Dramatikerin Marianna Salzmann, die auch das Studio des Maxim Gorki Theaters leitet. Bitte hier entlang.

19. Juli 2015: SZ-Resümee des Urheberrechtsstreits um Frank Castorfs Baal

Die Süddeutsche Zeitung rekapituliert noch einmal das Verbot von Frank Castorfs "Baal"-Inszenierung am Residenztheater. Wir fassen zusammen.

19. Juli 2015: Radiobericht über eine Frankfurter Edward-Snowden-Konferenz

Das Deutschlandradio Kultur berichtet über die Frankfurter Konferenz Edward Snowden – der Sicherheitsstaat und das Theater. Nachzuhören hier.

18. Juli 2015: Die New York Times über den Anteil weiblicher Dramatik

Feministische Theatermacher*innen in den USA wollen den Anteil weiblicher Dramatik an den aufgeführten Theaterstücken zählen, berichtet die New York Times. Wir fassen zusammen.

18. Juli 2015: Die FAZ porträtiert den Regisseur und Schauspieler Milan Peschel

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung probt mit Milan Peschel und geht mit ihm vietnamesisch essen. Wie war das?  Bitte hier entlang.

17. Juli 2015: Die SZ interviewt Salzburger-Festspiele-Präsidentin Helga Rabl-Stadler

Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung spricht Helga Rabl-Stadler, Präsidentin der Salzburger Festspiele, über ihre Erwartungen an den neuen Intendanten Markus Hinterhäuser (der nächstes Jahr antritt) und sagt, wie lange er idealerweise bleiben sollte.

15. Juli 2015: Ein neuer Preis für Musical-Macher in Trier

In Trier setzten sie jetzt auf Musicals und loben den Ersten Musical Award Trier für junge Regie aus. Das berichtet der Trierer Volksfreund, hier kurz zusammengefasst.

10. Juli 2015: Die NZZ über Claus Peymann und das BE

In der Neuen Zürcher Zeitung blickt Dirk Pilz auf die vergangene Saison voller Erfolgsmeldungen am Berliner Ensemble zurück und findet dabei viel Überraschungsarmes und wenig Irritierendes. Bald aber wird sich das ändern, denn: "Anders als polternd wird Claus Peymann seine Intendantenbühne kaum verlassen." Hier geht's zur NZZ.

10. Juli 2015: Krise am Jungen Schauspiel Ensemble München

Im oberbayrischen Haar bei München ist seit zehn Jahren das Junge Schauspiel Ensemble München zu Hause – und nun von der Insolvenz bedroht. Warum und welche Möglichkeiten es noch gibt, ist nachzulesen in unserer Zusammenfassung des Berichts der Süddeutschen Zeitung.

9. Juli 2015: Die Tino Sehgal-Ausstellung in Berlin

Eine unvollständige Linksammlung zu Kritiken zur auch von uns besprochenen Tino Sehgal-Ausstellung im Martin-Gropius-Bau Berlin gibt es hier.

9. Juli 2015: Der SRF über Shakespeare, unseren Zeitgenossen

"Heute würde Shakespeare vielleicht 'Tatort'-Folgen schreiben", mutmaßt Andreas Klaeui im Schweizer Radio und Fernsehen und legt dar, warum Shakespeare aus seiner Sicht "immer unser Zeitgenosse bleiben wird" – nachzulesen hier auf www.srf.ch.

8. Juli 2015: Thomas Martin über die Volksbühne

Thomas Martin, der Hausautor der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin, erzählt von seinem Theater: "In der Kombination von gepflegtem DDR-Kleinbürgertum und Avantgardeanspruch auf der Bühne, in Mischung von Proletkult und Bohème, ist das Besondere der Volksbühne angelegt." Ein mehrteiliges Interview in der Berliner Gazette.

8. Juli 2015: Lob des Abonnenten, des Garanten fürs Experiment, in der FAZ

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung fragt sich, was aus der neuen Musik (eigentlich aber auch aller innovativen Darstell-Kunst) werden soll, wenn die Abonnenten und ihr guter Wille, auch einmal Neues auszuprobieren, schwinden.

8. Juli 2015: Die FR über die Moskauer Freie Theaterszene

Die Frankfurter Rundschau (6.7.2015) schreibt über die Schwierigkeiten der Freien Theaterszene in Moskau.

slider=8. Juli 2015. Die Welt porträtiert die Dramatikerin Marianna Salzmann|closed}"Mich interessiert dieses ganze Formgetue an deutschen Bühnen nicht", sagt die Dramatikerin und Leiterin des Studios des Maxim Gorki Theaters in Berlin Marianna Salzmann. Die Welt bringt ein Porträt.

6. Juli 2015: Die Neue Zürcher Zeitung besucht die Volksbühne in Berlin

In der Neuen Zürcher Zeitung macht Barbara Villiger Heilig einen Stimmungscheck an der Berliner Volksbühne, zwei Jahre vor der Übergabe des Intendanten-Staffelholzes von Frank Castorf an Chris Dercon. Weltberühmt zu werden jedenfalls, so kommt dabei heraus, interessiert die Volksbühnen-Leute nicht, denn das sind sie schon. Hier geht's zum NZZ-Artikel.

5. Juli 2015: Das Berliner Foreign Affairs-Festival im Pressespiegel

Zu den Bestandsaufnahmen hier entlang

4. Juli 2015: Die SZ porträtiert Philipp Ruch vom ZpS als neuen Schlingensief

In der Süddeutschen Zeitung schreibt Evelyn Roll ein Portrait über Philipp Ruch, Mastermind des "Zentrums für Politische Schönheit". Wir geben Blitzlichter.

4. Juli 2015: Gerhard Weber blickt zurück auf 11 Jahre Intendanz in Trier 

Auf volksfreund.de nimmt Gerhard Weber per Interview Abschied von elf Jahren Intendanz am Theater Trier.

3. Juli 2015: Die Zeit macht sich Gedanken über die Fallen politischer Kunst

In der Zeit macht Hanno Rauterberg sich aus gegebenen Anlässen (Zentrum für politische Schönheit: Die Toten kommen, Milo Rau: Das Kongo Tribunal) Gedanken über "Artivismus" und die Fallen, in die politische Kunst heutzutage gehen kann. Es sind nach seinen Rechnungen sechs. Hier ist die Zusammenfassung.

3. Juli 2015: Perlentaucher-Debatte über Literaturkritik im Netz

Der Literatur- und Filmkritiker Wolfram Schütte hat im Perlentaucher seinen Vorschlag veröffentlicht, eine Zeitung für Literaturkritik im Netz zu etablieren. Seitdem läuft die Debatte zur Zukunft der Literaturkritik im Netz. Wir fassen zusammen.

3. Juli 2015: Das ist Rostock.de schreibt über den Zuschauer-Rückgang in Rostock

Die Internet-Zeitung Das ist Rostock.de war bei der Jahres-Pressekonferenz des Volkstheaters Rostock und schreibt über den Zuschauerrückgang am Volkstheater Rostock.

3. Juli 2015: Radiosendung in SRF 2 über Milo Raus Kongo-Tribunal

Der Schweizer Journalist und Theaterkritiker Andreas Tobler war im Auftrag des Schweizer Radios im Kongo, um von den Hearings zu Milo Raus Kongo-Tribunal zu berichten. Die Sendung auf SRF 2 kann die geneigte Leserin hier nachhören.

3. Juli 2015: Die taz spricht mit dem Pop-Kurator des HAU

Im Interview mit der taz spricht der scheidende Pop-Kurator des HAU Christoph Gurk u.a. über die Beziehung von Theater und Popmusik und sagt, warum es "verrückt" sei, "wenn nun behauptet wird, die Volksbühne soll zur Eventbude umgewidmet werden". Weiterlesen auf taz.de

2. Juli 2015: der Freitag interviewt Jonathan Meese

Im Interview für den Freitag läuft Jonathan Meese zu großer Form auf, als er auf seinen Rauswurf aus Bayreuth zu sprechen kommt. Kerniges gegen Kulturschleimer in der Zusammenfassung.

1. Juli 2015: Die SVZ hat Neuigkeiten zur Personalie Sewan Latchinian in Rostock

Am Volkstheater Rostock wurde nun der neue Spielplan vorgestellt – nachdem Intendant Sewan Latchinian aufgrund eines IS-Vergleiches vom Oberbürgermeister rausgeworfen und auf Druck der Bürgerschaft wieder eingesetzt wurde. Wie der Intendant nun die Sparmaßnahmen umsetzt ist nachzulesen auf svz.de.

1. Juli 2015: Peter Laudenbach gegen den Brachialnaturalismus des Dokumentartheaters

Theater müsse die Wirklichkeit umformen, verdichten, überhöhen. Und nicht einfach nur abbilden. Das Mantra wiederholt nun einmal mehr Peter Laudenbach in der Süddeutschen Zeitung. Milo Rau, Markus & Markus, Machina Ex: sie alle hätten zur Wirklichkeit "eher ein parasitäres als ein an Aufklärung interessiertes Verhältnis". Zur Zusammenfassung.

29. Juni 2015: Peter Kümmel über die Zukunft mit Frank Castorf

In der ZEIT sieht Peter Kümmel dem Ende der Volksbühne von Frank Castorf gelassen entgegen, denn: Die Zukunft gehört Castorf.

26. Juni 2015: Ausblick auf Milo Raus Kongo Tribunal in Berlin

In der Frankfurter Rundschau bereitet Dirk Pilz auf Milo Raus Kongo Tribunal in den Berliner Sophiensaelen vor und schreibt: "Es wird ein heikles Wochenende."

24. Juni 2015: K.West über ein drohendes Defizit am Schauspielhaus Bochum

Schon seit längerem sind am Theater Bochum Stimmen zu hören, die davor warnen, dass das Geld bald knapp wird. Personal wurde bereits abgebaut, nun stehen weitere Tariferhöhungen an. Sollten die von Seiten der Stadt nicht ausgeglichen werden, drohe ein Defizit von einer halben Million Euro, so Honke Rambow und Sascha Westphal auf K.West.

23. Juni 2015: Das Darmstädter Echo über die Krise am Staatstheater

Vergangene Woche wurde bekannt, dass Schauspieldirektor Jonas Zipf das Staatstheater Darmstadt verlassen wird. Ein weiterer Weggang aus den Leitungspositionen des Theater, über den mittlerweile heiß debattiert wird. Im Darmstädter Echo beteuern die Verantwortlichen, dass das Theater an seinem Kurs festhalten werde. Mehr in der Zusammenfassung.

22. Juni 2015: Presseschau zur Aktion Die Toten kommen

Der Zaun fiel und eine bunte Menschenmenge fand sich auf dem grünen Rasen vor dem Berliner Reichstag wieder, um im Geiste des Zentrums für politische Schönheit symbolisch Gräber für die toten Flüchtlinge an den EU-Grenzen auszuheben. Nicht minder bunt ist das Bild, das die Medien von der Aktion geben. Hier die große Presseschau zu #dietotenkommen.

22. Juni 2015: Der NDR über den bevorstehenden Umbruch am Theater Schwerin

Über den bevorstehendenden künstlerischen und personellen Umbruch am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin berichtet der Norddeutsche Rundfunk.

20. Juni 2015: Wandel der Theaterlandschaft in Europa

Der Deutschlandfunk setzt sich mit dem Wandel der Theaterlandschaft in Europa weg von festen Ensembles hin zu Produktions- und Kooperationshäusern auseinander. Und kommt natürlich auch auf Chris Dercon und die Berliner Volksbühne zu sprechen. Zur Zusammenfassung.

20. Juni 2015: Freie Szene nicht die Avantgarde des Neoliberalismus

What? Die Projektkultur der Freien Gruppen soll die Speerspitze des Neoliberalismus sein? Da ist Tobi Müller auf Deutschlandradio Kultur angesichts des Festivals Impulse aber ganz anderer Meinung. Hier geht's zur Zusammenfassung.

20. Juni 2015: Anselm Webers und Marion Tiedtkes Pläne für das Schauspiel Frankfurt

Die Frankfurter Rundschau berichtet davon, wie Anselm Weber und Marion Tiedtke das Schauspiel Frankfurt steuern wollen. Sie planen "eine Netzwerkarbeit mit anderen Frankfurter Kulturinstitutionen". Mehr auf fr-online.de.

20. Juni 2015: Charles Joris und das Théâtre Populaire Romand

Die Neue Zürcher Zeitung blickt ein bisschen wehmütig auf die große Zeit des Théâtre Populaire Romand unter Charles Joris zurück. Mehr auf nnz.ch.

19. Juni 2015: Wo sind die POC auf französischen Bühnen, fragt die NZZ

Nach der Süddeutschen Zeitung berichtet nun auch Marc Zitzmann für die Neue Zürcher Zeitung  über jüngste Diskussionen in Frankreich zu der Frage: "Warum sind die Bühnen der institutionellen Häuser im ganzen Land fast nur von weißen Schauspielern bevölkert?" Hier die Zusammenfassung.

19. Juni 2015: Michael Schindhelm in der SZ über Kulturplasma

In der Süddeutschen Zeitung sucht Theatermanager Michael Schindhelm nach einem neuen Verständnis von Kulturpolitikund findet das Kulturplasma.

19. Juni 2015: Über Trierer Theaterförderung als Wirtschaftsförderung

Der TriererVolksfeund rechnet durch, was das Theater die Stadt kostet: "Wenn die Stadt Trier also 6,7 Millionen Euro in den Betrieb des Theaters investiert, in die insgesamt 350 von dort ausgehenden Veranstaltungen, dann erfüllt sie damit nicht nur den staatlichen Bildungsauftrag, sondern sie tut sich womöglich auch in Sachen Wirtschaftsförderung selbst ein Gutes." Mehr auf volksfreund.de.

19. Juni 2015: Shermin-Langhoff-Porträt auf deutschland.de

Till Briegleb stellt auf deutschland.de das Berliner Gorki Theater und seine Leiterin Shermin Langhoff (eine "Expertin für herzliche Aufsässigkeit") vor. "Dass dieses neue Volkstheater manchmal ein bisschen laut, simpel oder didaktisch daherkommt, führt zwar dazu, dass viele Kritiker das Gesamtprojekt weit besser finden als seine einzelnen Produkte. Aber die Zuschauer fühlen sich abgeholt und strömen ins postmigrantische Theater." Mehr auf deutschland.de.

18. Juni 2015: Bühnenvereinschefin Barbara Kisseler im SZ-Interview

Die Süddeutsche Zeitung stellt im Interview die neue Präsidentin des Deutschen Bühnenvereins, Hamburgs Kultursenatorin Barbara Kisseler, vor. Es gibt Balsam auf die Seelen der gerupften Theaterlandschaft und Breitseiten gegen das Livestreaming und Chris Dercons Pläne für die Berliner Volksbühne. Mehr in der Zusammenfassung.

18. Juni 2015: John von Düffel über die Autorentheatertage am DT Berlin

Autor und Dramaturg John von Düffel spricht im rbb-Interview über die Autorentheatertage am DT Berlin und über den Eklat bei der Eröffnung. Was war da gleich noch mal?

18. Juli 2015: Der Freitag resümiert die Ruhrfestspiele

Im Freitag blickt Hans-Christoph Zimmermann auf die diesjährigen Ruhrfestspiele zurück: "Ein Besucherrekord jagt den nächsten. Die Kritik des Feuilletons am Programmmix aus Hochkultur, Glamour und Populismus ist weitgehend verstummt." Mehr auf freitag.de.

17. Juni 2015: Die FAZ über ein Theaterfestival gegen Terrorismus in Bagdad

17. Juni 2015: Die FAZ berichtet über das Bagdader Theaterfestival gegen Terrorismus. Hier kurz zusammengefasst.

15. Juni 2015: Jossi Wielers Laudatio auf Anna Viebrock

Die Bühnenbildnerin und Regisseurin Anna Viebrock hat den Preis der Zürcher Festspiele bekommen. Jossi Wieler hielt die Ladatio, die Neue Zürcher Zeitung macht sie zugänglich. Zur NZZ hier entlang.

13. Juni 2015: Die Berliner Zeitung spricht mit Ferdinand Schmalz

Am Samstag begannen die Autorentheatertage am Deutschen Theater in Berlin. Zur Eröffnung präsentierte das DT "Dosenfleisch", das neue Stück des Grazer Dramatikers Ferdinand Schmalz. Über Lebensmittel, das Brecht-Regal in der Bibliothek und einiges andere, sprach mit Schmalz die Berliner Zeitung.

12. Juni 2015: Sozialversicherung bedroht Existenz eines freien Kindertheaters

Hohe Forderungen durch Sozialversicherungsbeiträge stehen ins Haus: Das Berliner Atze-Musiktheater ist deshalb von einer Schließung bedroht ist. Nachzulesen auf tagesspiegel.de.

11. Juni 2015: Bericht aus dem Kongo über das neue Milo-Rau-Projekt

Drei Tage lang trafen sich Ende Mai/Anfang Juni Protagonisten aus dem echten Leben und der echten Politik im kongolesischen Bukavu, um im Rahmen von Milo Raus Kongo-Tribunal die jüngere Geschichte ihres Landes an exemplarischen Fällen zu verhandeln. Am Ende war der globale Kapitalismus schuld – und vor dem Verhandlungsgebäude riefen Demonstranten nach einem echten Tribunal. Die Schweiz-Ausgabe der Zeit hat den Schweizer Theaterkritiker Andreas Tobler als Reporter nach Bukavu geschickt, wir fassen seinen heute erschienenen Bericht hier zusammen.

11. Juni 2015: Tim Renner und der Digitalbeauftragte Dieter Gorny im Gespräch

Die Süddeutsche Zeitung hat mit Berlins Kulturstaatssekretär Tim Renner und dem Digitalbeauftragten des Bundeswirtschaftministeriums Dieter Gorny gesprochen, unter anderem auch über das Theater der Zukunft, die Zusammenfassung steht hier.

11. Juni 2015: Porträt des Wuppertaler Theater am Engelsgarten

Ein Jahr lang hat Patrick Bauer für das SZ-Magazin das Wuppertaler Schrumpf-Theater am Engelsgarten dabei beobachtet, wie dort versucht wird, mit Minibudget und Miniensemble noch Theater zu machen. Zu der sehr lesenswerten Reportage geht es hier.

11. Juni 2015: Claus Peymann lästert über seine Intendantenkollegen

"Meine Berliner Intendantenkollegen sehen alle aus wie Bänker. Jetzt haben sie den Kulturstaatssekretär, den sie verdienen", sagt Claus Peymann in der Sendung "Im Gespräch" auf Deutschlandradio Kultur, in der er auch auf 60 Jahre Theatermachen zurückblickt.

10. Juni 2015: Radio-Interview mit dem Leiter des Freie-Szene-Festivals Impulse

Im Interview mit André Mumot kritisiert Florian Malzacher, Chef des Festivals der Freien Szene "Impulse", dessen diesjährige Ausgabe am Donnerstag in Mülheim eröffnet wird, auf Deutschlandradio Kultur Bernd Stegemanns Repräsentations-Thesen in dem Buch "Lob des Realismus". Hier die Zusammenfassung.

10. Juni 2015: Daniel Ris über Kommerzialisierungsdruck und Arbeitsverhältnisse

Auf Deutschlandradio Kultur denkt Daniel Ris über den Kommerzialisierungsdruck und die Arbeitsverhältnisse im deutschen Theaterwesen nach. Zum Nachhören.

10. Juni 2015: Die taz über das Hamburger Live-Art-Festival

Die tageszeitung berichtet über das Hamburger Live-Art-Festival auf Kampnagel. Zur taz hier entlang.

6. Juni 2015: Lukas Bärfuss' Rede zum Schluss des Schweizer Theatertreffens

"Es ist wahr : Theater ist umständlich, und deshalb ist es teuer", hat der Dramatiker Lukas Bärfuss heute in seiner Rede zum Abschluß des Schweizer Theatertreffens gesagt. "Nicht wegen der Bühnenbilder oder Kostüme. Teuer sind am Theater die Menschen." Weiter geht es hier.

5. Juni 2015: Die SZ über den ins Amt zurückgekehrten Sewan Latchinian

Die Süddeutschen Zeitung porträtiert den Rostocker Intendanten Sewan Latchinian, der jetzt wieder als Chef des Volkstheaters amtiert. Und erklärt, warum Latchinian sich so verbissen gegen den Spartenabbau wehrt. Zur Zusammenfassung hier entlang.

5. Juni 2015: Ein Porträt der Regisseurin Susanne Kennedy

Für die Berliner Zeitung hat sich Susanne Lenz mit Susanne Kennedy in einem Café in Berlin-Neukölln zum Gespräch getroffen. "Soll ich vielleicht in Castorfs Fußstapfen treten?"

4. Juni 2015: Claus Peymann über Bochum, Tim Renner und sich selbst

"Ich bin ab 2017 frei. Ich komme nach Bochum zurück und bringe den Hausmann und den Hartmann mit," sagt Claus Peymann im Interview mit dem Online-Portal Der Westen. "Dann kommen drei Männer und retten das Bochumer Schauspielhaus vor dem Untergang." Mehr hier.

4. Juni 2015: Digitale Zukunftspläne deutscher Theater und Opernhäuser

Inspiriert von der Jahreshauptversammlung des Deutschen Bühnenvereins berichtet dpa über digitale Zukunftspläne deutscher Theater und Opernhäuser. Der Bericht wird vielfältig aufgegriffen. Auf heise.de zum Beispiel.

4. Juni 2015:  Das Berliner Festival Russischer Frühling

Die Berliner Zeitung bringt heute einen Bericht über das Schaubühnen-Festival Russischer Theaterfrühling. Und zwar hier.

3. Juni 2015: Der Deutschlandfunk über Milo Raus Kongo-Tribunal

Für den Deutschlandfunk berichtet Simone Schlindwein aus Bukavo im Ost-Kongo über die Ergebnisse und Erträge von Milo Raus Kongo-Tribunal am 1. Juni und am 2. Juni. Über sein Projekt sprach Milo Rau mit dem Deutschlandfunk am 20. Mai.

3. Juni 2015: Radiobericht zum Darmstädter Datterich-Festival

Deutschlandradio tut das einzig Richtige: Es berichtet über das Datterich-Festival der Datterologischen Gesellschaft zu Darmstadt. Häh? Datterich? Ja, kommt von Tatterich, Zittern, und ist eine Darmstädter Kultfigur: "ein Quell von Lumperei und Freiheit", sagt Ernst Bloch. Und jetzt, nach dem Aufstieg von SV Darmstadt 98, muss man so etwas kennen. Also bitte ...

3. Juni 2015: Fragen dem Auftrag einer Berliner Volksbühne unter Chris Dercon

In den 90er Jahren setzte die Volksbühne von Frank Castorf so fulminant wie niemand anderes die "deutsch-deutsche Spannung" in Szene. Für wen wird sie spielen, für wen da sein unter Chris Dercon?, fragt die Kulturwissenschaftlerin Tanja Bogusz in der Berliner Gazette.

3. Juni 2015: Über ein drohendes Volksbegehren für die Schließung der Oper Bonn

In Bonn diskutierten Bürger und Kulturleute über ein drohendes Volksbegehren für die Schließungder Oper, über kriselnde Stadtfinanzen und das schlechte Image des städtischen Theaters: Der Letzte macht das Licht aus – hier geht es zum Bericht im Bonner General-Anzeiger.

2. Juni 2015:  Die FAZ über den prekären Beruf des Schauspielers

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung stellt fest, dass der Beruf des Schauspielers ein ziemlich prekärer ist. Als Beispiele müssen etliche prominente TV-Gesichter herhalten. Aber es gibt auch Facts & Figures. Zur Zusammenfassung.

1. Juni 2015: Die SZ über multikulturelle Besetzungspolitik in Frankreich

In der Süddeutschen Zeitung beschreibt Joseph Hanimann die Auseinandersetzung um die keineswegs "farbenblinde" Besetzungspolitik im französischen Theater. Zur Zusammenfassung.

1. Juni 2015: Der Guardian über Unterschiede von deutschem + britischem Theater

In Auseinandersetzung mit dem kanadischen Theaterwissenschaftler Holger Syme versucht Andrew Haydon im Guardian die überkommene ästhetische Unterscheidung von britischem und deutschem Theater als Unterschied zwischen einer "writer-led" und einer "director-led" Kultur zu differenzieren.

30. Mai 2015: Joachim Meyerhoff spricht über antike Figuren

"Die alten Griechen waren mir immer eine Nummer zu groß. Jetzt aber bin ich überwältigt von der monumentalen Fallhöhe, die dieser König Kreon durchmacht", sagt Joachim Meyerhoff im Interview mit der Presse zur Premiere von "Antigone", in der er den Kreon spielt. Hier der Link zur Presse.

30. Mai 2015: Zeitungsstimmen zu Mette Ingvartsen und ihrer neuen Arbeit 69 Positions

Mette Ingvartsens Die TAZ stellte bereits vor zwei Tagen die Choreographin Mette Ingvartsen vor, die ab 2017 im Leitungsteam der Berliner Volksbühne und – so das Porträt – in der Lage ist, "schillerschen Spieltrieb mit formaler Intelligenz zu kombinieren, forschendes Interesse mit Sinnlichkeit, eine eigene Signatur mit Offenheit". Mehr auf taz.de. Heute legen Berliner Zeitung und Tagesspiegel anlässlich einer HAU-Premiere von Ingvartsens "69 Positions" nach.

29. Mai 2015: Zum Streik am Berliner Staatsballett

Seit einiger Zeit streiken die Tänzer des Berliner Staatsballetts, doch niemand weiß so richtig, worum es geht. "Ballett-Streik ist bizarrer als GDL-Ausstand" titelt denn auch die Berliner Zeitung, für die Birgit Walter, die Causa aufgeschrieben hat. Hier der Link zum Text.

28. Mai 2015: Kritische Vorabberichte zu Angela Richters Supernerds

Heute Abend feiert in Köln das Überwachungstheater Supernerds von Angela Richter Premiere, das im WDR sowie per Livestream im Netz übertragen wird. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erzählt Andreas Rossmann die Geschichte einer Frau, die übers Internet eine Karte für die Aufführung erwarb und daraufhin mit anonymen Postkarten, SMS und Anrufen traktiert wurde. "Dass das 'Spiel', das sie inszeniert, bei Zuschauern, die sich 'akkreditiert' haben, auf Lebenssituationen treffen kann, so dass aus den fiktiven Schrecken reale werden, hat Angela Richter offenbar nicht reflektiert", kritisiert Rossmann. Die Produktion "reproduziert, was sie zu attackieren vorgibt". Ausführliches auf Faz.net. Auch Thomas Gehringer berichtet auf Zeit online vom begleitenden Sudden Life Gaming, das manchem Teilnehmer "doch kurz das Herz stehen" lässt. Ein Interview mit der Regisseurin Angela Richter haben vorab das Deutschlandradio Kultur, der SWR2 und das uMag geführt. Vorberichte zu "Supernerds" gibt es außerdem auf Sueddeutsche.de, in der Welt kompakt und noch einmal auf Deutschlandradio Kultur.

27. Mai 2015: Was sagen die Volksbühnen-Mitarbeiter zum Wechsel Castorf/Dercon?

Was sagen eigentlich die Mitarbeiter derVolksbühne dazu, dass Frank Castorf gehen wird und Chris Dercon kommen wird? Die Berliner Zeitung hat vor Ort nachgefragt und ist vor allem auf Unterschriftenlisten und Verständnislosigkeit getroffen. Zum Artikel.

26. Mai 2015: Über den Boom von Dostojewski-Adaptionen

Das Deutschlandradio Kultur hat ein Gespräch mit dem Hamburger Dramaturgen Christian Tschirner (auch bekannt als Dramatiker Sören Voima) im Angebot, in dem es um den anhaltenden Boom der Dostojewski-Adaptionen auf deutschsprachigen Bühnen geht. Zum Nachhören hier entlang.

22. Mai 2015: Die NZZ über die Ruhrfestspiele in Recklinghausen

In der Neuen Zürcher Zeitung blickt Hans-Christoph Zimmermann auf den Start der Ruhrfestspiele in Recklinghausen zurück und erzählt dabei auch einiges über das, was dieses Festival ausmacht: ein "Gemischtwarenladen", getrieben vom eigenen Erfolg. Hier geht's zur NZZ.

22. Mai 2015: Die SZ mit einem Lagebericht zum Kinder- und Jugendtheater

In der Süddeutschen Zeitung baut Luise Checchin ihre Zuschau-Erfahrungen bei den "Kinderstücken" der diesjährigen Mülheimer Theatertage zu einem Lagebericht übers deutschsprachige Kinder- und Jugendtheater aus und lässt am Ende Sibylle Berg fordern: Elfriede Jelinek, schreib ein Kinderstück! Hier geht's zur SZ.

22. Mai 2015: Der Guardian vergleicht deutsches und englisches Theater

Für den Guardian hat Andrew Haydon das Berliner Theatertreffen besucht – und vergleicht das deutsche mit dem englischen Theater. Hier geht's zum Original.

22. Mai 2015: Die SZ über den Regisseur Oliver Frljić

In der Süddeutschen Zeitung porträtiert Petra Hallmayer den bosnischen Regisseur Oliver Frljić, der zum Beispiel erklärt: "Ich glaube nicht an die parlamentarische Demokratie."Sie ist nur eine andere Form der Unterdrückung und ökonomischen Ausbeutung." Mehr Thesen auf sueddeutsche.de.

21. Mai 2015: Die taz über Rainer Werner Fassbinder

Einen sehr lesenswerten Text über Rainer Werner Fassbinder von Dimitri Belkin bringt heute die taz.  In Zeiten heutiger Erinnerungswellness fehle einer wie Fassbinder, der schmerzhafte Diskursräume öffne. Die Debatte um das Stück "Der Müll, die Stadt und der Tod" zb, habe zumindest erreicht, dass sich die Juden selbst zu Wort gemeldet hätten. Zum ersten Mal seit 1945. Das nur entschärft uraufgeführte, berüchtigte Stück sähe Belkin in Zukunft gerne an Chris Dercons Volksbühne neu inszeniert, wo man auch auf Tanz setzen werde: "Die manchmal faschistoide, fäkale, pornografische und gleichzeitig unendlich lyrische Sprache des Stücks wird wohl auch heute zum Teil ausgespart werden müssen. Aber vielleicht kann sie getanzt werden." Hier geht's zum ganzen Text auf taz.de.

21. Mai 2015: Lukas Bärfuss' Rede "Die Abwesenden"

Die NZZ dokumentiert die Rede "Die Abwesenden", die der Schriftsteller Lukas Bärfuss zur Eröffnung der Solothurner Literaturtage gehalten hat. Und zwar hier.

20. Mai 2015: Presseschau mit Theatertreffen-Resumees

Theatertreffen-Resümees in Zeitungen und Radio: Die Kolleg*innen sind sich erfrischend uneinig in ihren Bilanzen des am Sonntag zuende gegangenen Theatertreffens. Die Presseschau.

20. Mai 2015: Amelie Deuflhard meldet sich in Sachen Berliner Volksbühne zu Wort

Im Berliner Theaterstreit um die neue Leitung der Volksbühne meldet sich nun – nach einem Übergewicht an Männerstimmen – Kampnagel-Intendantin Amelie Deuflhard zu Wort. Sie preist ihr Haus, äußert Unverständnis über Intendantenkollegen und schüttelt den Kopf. Zur Zusammenfassung.

19. Mai 2015: Ein Nicolas-Stemann-Interview im Cicero

Beim Theatertreffen war Nicolas Stemanns Inszenierung Die Schutzbefohlenen neuen Angriffen ausgesetzt. Wagner Carvalho von der Künstlerischen Leitung des Berliner Ballhaus Naunynstraße verließ die Inszenierung frühzeitig, weil er das darin praktizierte Blackfacing als rassistisch empfand. Stemann äußerte sich nun auf Cicero online zu den Vorwürfen. Mehr in der Zusammenfassung.

19. Mai 2015: Ein Christopher-Rüping-Porträt in der SZ

In der Süddeutschen Zeitung porträtiert Tobias Krone den Regisseur Christopher Rüping, der sein "Fest" zum Manifest gemacht, "gegen das Illusions- und Repräsentationstheater, gegen die Konzeptdiktatur der Regie - und für ein vollständiges Involvieren seiner Darsteller". Hier der Link zum Text.

14. Mai 2015: Peter von Becker im Tagesspiegel über das Theatertreffen

Für Theaterkritiker Peter von Becker will das Theatertreffen zwar gerne "aktuell, politisch, welthaltig" sein. Bleibt aber in Wirklichkeit "sonderbar welt- und wesenlos." Ausführlich nachzulesen auf tagesspiegel.de.

12. Mai 2015. Die Ostseezeitung sprach mit Sewan Latchinian

Die Rostocker Ostseezeitung traf den wieder berufenen Volkstheater-Intendanten Sewan Latchinian, der seinen Zustand wie folgt beschreibt: "Als ich schockgefroren war, wurde die Welt verändert." Alles weitere in der Zusammenfassung.

11. Mai 2015: Bernd Stegemann im Berliner Stadtmagazin tip gegen Dercon-Berufung

Der Dramaturg Bernd Stegemann positioniert sich im Berliner Stadtmagazin tip deutlich gegen die Berufung Chris Dercons an die Berliner Volksbühne und stellt das Kuratorenmodell fürs Theater überhaupt in Frage. Hier zur Zusammenfassung.

11. Mai 2015: Deutschlandradio Kultur spricht mit She She Pop über ihr neues Stück

Wie der Einzelne sich zur Gemeinschaft stellt, wollten She She Pop von Mitarbeitern aus allen Abteilungen des Staatstheaters Stuttgart wissen. Eine der Fragen, aus denen die Produktion Einige von uns entsteht. Premiere Donnerstag. Das Gespräch von André Mumot mit der She She Popienne Ilia Papatheodorou auf Deutschlandradio Kultur. 

11. Mai 2015: Frank Castorf und Volker Schlöndorff in der BZ über Brechts Baal

Das Boulevardblatt BZ hat Frank Castorf und Volker Schlöndorff zum Gespräch über Brecht und das Verbotenwerden mit Brecht durch die Brechts getroffen. War schön, bisschen sentimental auch, nachlesen kann man hier.

11. Mai 2015: Der DF über das Thema Flüchtlinge beim Theatertreffen

Der Deutschlandfunk berichtet über den Umgang mit Flüchtlingen und dem Thema Flucht auf dem Theatertreffen. "Wir brauchen Räume, in denen Leute ohne Rechte selber agieren." Hier geht es zum Beitrag von Hartmut Krug.

Unsere Chronik des Berliner Theaterstreits versammelt die weitgefächerte Debatte in den Medien.

9. Mai 2015: Nachdenken über Dercon-Satz: Ich bin ein Moderator der Veränderung

Anhand des Satzes: "Ich fühle mich nicht als Revolutionär, ich bin ein Moderator der Veränderung", den Chris Dercon vergangenen Woche in einem Interview gesagt hat, denkt Dirk Knipphals in der taz darüber nach wie man intellektuell überhaupt mit Veränderungen umgeht, im Theater und darüber hinaus. Hier der Link zu dem sehr lesenswerten Text.

9. Mai 2015: Die Berliner Zeitung über den Theatertreffen-Blog

Seit sechs Jahren gehört zur Nachwuchsförderung des Theatertreffens nicht mehr die Festivalzeitung, sondern das Theatertreffen-Blog. Dessen Mentor Dirk Pilz schreibt in der Berliner Zeitung über wache Sinne statt Zuspitzungen.

8. Mai 2015: Matthias Lilienthal im Interview in der SZ

Matthias Lilienthal hat gestern seine Pläne für die Münchner Kammerspiele vorgestellt. Im Interview mit Christine Dössel in der Süddeutschen Zeitung - ganzseitiger Feuilleton-Aufmacher - konkretisiert er, wie er Theater in einer verwöhnten Stadt machen will. Mehr in der Zusammenfassung.

8. Mai 2015: Das britische Theater und der Wahlkampf in der NZZ

Großbritannien hat gewählt. Wie die britischen Theater während des Wahlkampfs reagiert haben - ziemlich rege und erkundungsfreudig nämlich -, beschreibt Marion Löhndorf in einem Text in der NZZ. Hier der Link.

7. Mai 2015: Clemens Meyer verteidigt auf Zeit online die Theater-Provinz

Auf Zeit online ballt der Schriftsteller Clemens Meyer die Faust und schüttelt sie zur Verteidigung der Theater-Provinz. Dabei kriegen u.a. die Rostocker Kulturpolitik sowie der Leipziger Intendant Enrico Lübbe ein paar Schläge ab – zur Zusammenfassung der "Wutrede".

7. Mai 2015: Zeit Online schreibt über die Causa Rostock

Auf Zeit Online wird auch noch einmal die merkwürdige Geschichte der Intendanz Latchinian am Rostocker Volkstheater beschrieben. Hier geht es zum Text.

7. Mai 2015: Deutschlandradio telefoniert mit Sewan Latchinian

Deutschlandradio hat nach der Wiedereinsetzung von Sewan Latchinian mit dem Intendanten telefoniert und gefragt: Wie geht's jetzt weiter?" Hier ist ein Excerpt des Gesprächs.

7. Mai 2015: Der Freitag über die Eco-Favela auf Kampnagel

"Refugees brauchen nicht die Kunst, damit wir auf sie aufmerksam werden. Es ist genau umgekehrt: Die Kunst braucht die Refugees, um relevant zu sein. Sie auf Theaterbühnen zu holen, ist zu wenig", findet Christoph Twickel im Freitag und kann sich aber dann doch für ein Theater-Projekt begeistern, und zwar für die "Eco-Favela" auf Kampnagel in Hamburg. Twickels Beschreibung, wie sie "einen Nerv trifft", ist nachzulesen auf freitag.de.

6. Mai 2015: Die SZ porträtiert Thom Luz

Neben den üblichen Verdächtigen tauchen auch zwei junge neue Regisseure beim Theatertreffen auf, darunter Thom Luz mit "provokant in sich ruhenden, musikalisch spleenigen Inszenierungen". In der Süddeutschen Zeitung porträtiert ihn Cornelia Fiedler. Mehr in der Zusammenfassung.

6. Mai 2015: Ein William-Forsythe-Porträt in der taz

Der Choreograf William Forsythe gibt Ende dieser Spielzeit die Leitung seiner Compagnie ab, ein Kapitel Tanzgeschichte geht dann zu Ende. Esther Boldt porträtiert seine Arbeit in der taz, hier der Link.

2. Mai 2015: Interview mit Martin Wuttke in der Welt

Ein unterhaltsames Gespräch hat Matthias Heine für die Welt mit Martin Wuttke geführt. Hier nachzulesen.

1. Mai 2015: Carl Hegemann über die feindliche Übernahme der Volksbühne

Im aktuellen Freitag scheint der langjährige Volksbühnen-Dramaturg Carl Hegemann noch nicht daran glauben zu wollen, dass die Zukunft der Volksbühne fix und fertig beschlossen ist. Er empfiehlt Chris Dercon, die "feindliche Übernahme" noch einmal zu überdenken. Zur Zusammenfassung.

30. April 2015: Spex-Interview mit Annemie Vanackere über die zukünftige Volksbühne

Die Zeitschrift Spex hat mit Annemie Vanackere, der künstlerischen Leiterin des Berliner HAU über den Berliner Theaterstreit gesprochen. Mögliche Konkurrenz durch eine erneuerte Volksbühne sei kein Problem.

30. April 2015: Die Welt hält der Castorf-Gemeinde masochistische Unterwerfungslust vor

Die größten Krawall-Tanten sitzen wirklich bei der Welt. Tilman Krause schreibt, dass kritisches Denken bei der Castorf-Gemeinde nicht gefragt sei, dafür aber "masochistische" Unterwerfungslust unter die Kunstexerzitien des Meisters.

30. April 2015: Der Tagesspiegel über Tim Renner und den kulturellen Wandel

Kein Wunder, dass Tim Renner, ein früherer Musikmanager den kulturellen Wandel vorantreibe, schreibt Moritz Schuller auf Tagesspiegel.de. Die Musikindustrie proftiere vom Wandel, das Theater verliere mit dem Verlust des öffentlichen Raumes an Bedeutung.

29. April 2015: Alexander Kluge über seine Beziehungen zu Castorf und Dercon

Alexander Kluge spricht mit der Stuttgarter Zeitung über sein Verhältnis zu Frank Castorf und Chris Dercon. Zusammengefasst hier.

29. April 2015: Peter Kümmel schreibt in der Zeit über den Typus Chris Dercon

Das Postheroische zieht es uns hinan oder hinab? So ganz klar wird das nicht aus dem, was Peter Kümmel über Chris Dercon formuliert. Zur Zusammenfassung

29. April 2015: Tobi Müller über die Ursachen des Berliner Theaterstreits

Fünf Ursachen für die Heftigkeit des Berliner Theaterstreits findet der Journalist Tobi Müller auf frieze.de.

29. April 2015: Wie welthaltig ist die Gegenwartsdramatik?

Die Wahrheit über neue Stücke und ihre neue Welthaltigkeit hat Christine Wahlfür den Tagesspiegel aufgeschrieben.

29. April 2015: Mateja Meded und Jasmina Music spielen in Common Ground

Mateja Meded und Jasmina Music spielen beide in Common Ground, das Stück des Gorki Theaters ist zum Theaterteffen eingeladen. Der Vater der einen, hat in dem Konzentrationslager gearbeitet, in dem der Vater der anderen Gefangener war.Susanne Lenz  beschreibt die Begegnung mit den beiden Schauspielerinnen in der Berliner Zeitung.

29. April 2015: Portrait der Schauspielerin Stefanie Reinsperger

Über die Wiener Schauspielerin Stefanie Reinsperger, die beim Theatertreffen in zwei Inszenierungen zu sehen sein wird, hat Christine Wahl ein schönes Porträt geschrieben.

29. April 2015: Über das Theater in Berlin spricht Oliver Reese

Mit der Frankfurter Rundschau spricht der künftige Intendant des Berliner EnsemblesOliver Reese über das Theater in Frankurt und Berlin: "Wir müssen Autoren für das Theater begeistern, die in letzter Zeit lieber für den Film, für das Fernsehen oder Prosa geschrieben haben."

29. April 2015: Portrait des Berliner Kulturstaatssekretärs Tim Renner

Der Tagesspiegel liefert ein kleines Portrait des Berliner Kulturstaatssekretärs Tim Renner anlässlich seines Amtsantritts vor einem Jahr. Und Deutschlandradio steuert zum gleichen Anlass launige Betrachtungen  und der Deutschlandfunk ein weiteres Portrait bei.

28. April 2015: Thomas Oberender zum Wechsel an der Volksbühne

Wir wollen Theater, die ein "anderes Regime von Zeit, Ressourcen und Bewusstsein" erlauben, schreibt der Chef der Berliner Festspiele Thomas Oberender. Bei allem Respekt, ob sich solche Hoffnungen ausgerechnet mit Chris Dercon verwirklichen ließen? 

27. April 2015: Kunst- und Kulturstreit in der Welt

Der Theaterstreit geht weiter. ln der Welt fordert der stellvertretende Chef Ulf Poschardt ein Ende aller Subventionen und er meint Kunst- und Kulturförderung. Matthias Heine zeigt dem Mann einen Vogel und sagt auch warum. Zur Zusammenfassung dieses Binnen-Theater-Streites bei Springers.

27. April 2015: Chris Dercon gibt Auskunft über seine Pläne

Detaillierte Auskünfte gibt Chris Dercon in Interviews mit dem Monopol-Magazin, der Süddeutschen Zeitung, dem Tagesspiegel und Deutschlandradio. Zur Zusammenfassung geht's hier lang.

27. April 2015: Pressestimmen zum Berliner Theaterstreit aus Westeuropa

Europa-West schaut dem Berliner Theaterdebattentreiben interessiert zu. Ein Eindruck.

24. April 2015: Tagesspiegel-Bericht zur Dercon-Verkündung in der Plenarsitzung

Frederik Hanssen berichtet im Tagesspiegel, wie Michael Müller in der donnerstäglichen Plenarsitzung des Abgeordnetenhauses Chris Dercons Umzug von der Tate Modern an die Volksbühne bestätigt habe – und die Emotionen dabei hochkochten. Zur Zusammenfassung.

24. April 2015: Die Berliner Zeitung porträtiert Chris Dercon als postheroischen Manager

In der Berliner Zeitung schreiben Harald Jähner und Kerstin Krupp über den Epochenwechsel im Berliner Theaterwesen. Die "Erzcharaktere" gehen, die "alerten", "virtuosen Kosmopoliten" kommen. Zur Zusammenfassung.

24. April 2015: Die taz hegt gegenüber Dercon durchaus auch Hoffnungen

Der Verdacht, er werde "dem Neoliberalismus in die Hände spielen", muss sich in den Augen Katrin Bettina Müllers von der tageszeitung nicht bestätigen. Schließlich könne man lesen, "wie er als Leiter der Tate Modern die dortige Gehaltsstruktur kritisiert hat". Zur Zusammenfassung.

24. April 2015: Kann Chris Dercon auch Theater? fragt die Süddeutsche

Und ist sich der Antwort nicht sicher. Aber die Zeitung weiß, dass Chris Dercon den Filmemacher Romuald Karmakar, den Tänzer Boris Charmatz, die Regisseurin Susanne Kennedy und Alexander Kluge mitbringen will. Zur Zusammenfassung der Texte von Andrian Kreye und Jens Bisky.

24. April 2015: Rechtsanwalt Peter Raue rät, Chris Dercons Konzepte abzuwarten

Im Berliner Tagesspiegel ruft die graue Eminenz des West-Berliner Kulturlebens, Rechtsanwalt Peter Raue, dazu auf, erst einmal Chris Dercons Konzepte abzuwarten, bevor man ihn una voce als Unglück für die Berliner Theaterlandschaft hinstelle. Zur Zusammenfassung.

24. April 2015: Gerhard Stadelmaier schießt satirisch gegen Renner, Dercon, Castorf & Co.

Gerhard Stadelmaier ätzt in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gegen Tim Renner, Castorfs Jetzt-schon-Eventschuppen und seine protestierenden "Intendanten-Brüder" sowie den Unfug mit Dercon. Zur Zusammenfassung.

24. April 2015: Ist Dercon eine gute Idee? Was sagen Kolleg*innen?

Die Berliner Zeitung hat Stimmen gesammelt. dpa auch. Zur Zusammenfassung.

23. April 2015: Eva Behrendt sagt in der taz die Wahrheit über die Volksbühne

Zur Zusammenfassung.

23. April 2015: Der Tagesspiegel porträtiert den künftigen Volksbühnenintendanten

Zur Zusammenfassung.

23. April 2015: Auf Deutschlandradio kritisiert Joachim Lux die Berliner Kulturpolitik

Joachim Lux, Intendant des Thalia Theaters Hamburg, kritisiert die "kulturpolitische Absicht" in Berlin, die Volksbühne als "Ensemble-Theater" aufzulösen. Zur Zusammenfassung.

23. April 2015: Die Berliner Zeitung porträtiert Kulturstaatssekretär Tim Renner

Zur Zusammenfassung.

23. April 2015: Die Berliner Zeitung interviewt Kulturstaatsministerin Monika Grütters

Zur Zusammenfassung.

22. April 2015: Jürgen Flimm feiert im Tagesspiegel die alte Theater-Buddy-Connection

Zur Zusammenfassung.

21. April 2015: Pro und Contra zu Chris Dercon In der Süddeutschen Zeitung

In der Süddeutschen Zeitung gibt der Offene Brief der Großstadt-Intendanten an Tim Renner Anlass für ein Pro und Contra zweier Redakteur*innen zum Thema Chris Dercon und Volksbühne. Nebenher skizziert Christine Dössel auch noch die ganze Krise der deutschen Theaterlandschaft. Zur Zusammenfassung.

20. April 2015: FAS-Gespräch mit Tim Renner

Wer sagt denn, dass irgendjemand vorhätte, die Volksbühne ensemblelos zu betreiben, fragt Berlins Kulturstaatssekretär Tim Renner in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Was er sonst noch zur Gerüchteküche und zu Berlins interdisziplinärem Theater sagt, findet sich hier zusammengefasst.

18. April 2015: Tobi Müller über den Neoliberalismus bei Frank Castorf und Tim Renner

Der Neoliberalismus im Theater, der jetzt Tim Renner vorgeworfen werde, sei doch in der Volksbühne unter Frank Castorf erfunden worden, schreibt der Journalist und frühere Theatertreffen-Juror Tobi Müller. Es wäre an der Zeit, ein großes Berliner Haus mit der entsprechenden Ausstattung der Freien Szene zur Verfügung zu stellen. Zur Zusammenfassung.

18. April 2015: Volksbühnen-Miterfinder Bert Neumann im Gespräch

Ein umtriebiger Theaterkritiker hat sich an Bert Neumann erinnert, den Miterfinder der Marke Volksbühne und Austattungschef am Rosa-Luxemburgplatz in Berlin. Zur Zusammenfassung

18. April 2015:  Die SZ mischt wieder in der Volksbühnen-Debatte mit

An der Berliner Volksbühne drohe die "Zerschlagung eines gewachsenen Ensembles zugunsten neoliberaler Events" schreibt Christine Dössel in einem Kommentar auf SZ.de. Zur Zusammenfassung.

17. April 2015: Matthias Lilienthal zur Diskussion um die Berliner Theater

In die Diskussion um die Volksbühnen-Nachfolge und die Personalie Chris Dercon schaltet sich jetzt auch der designierte Intendant der Münchner Kammerspiele Matthias Lilienthal ein. Hier geht's zu O-Ton und Zusammenfassung.

17. April 2015: Interessanter Vergleich zwischen Bildender Kunst und deutschen Theater

Auf Zeit Online vergleicht Felix Stephan die hoch internationalisierte Bildende Kunst mit dem deutschen Theaterwesen. Zur Zusammenfassung: hier lang.

16. April 2015: Günter Grass' letztes Interview

In der aktuellen Zeit gibt es ein zweiseitiges Gespräch zwischen Luk Percval und Günter Grass. Es soll sich um Grass letztes Interview handeln, vermeldet das Wochenblatt. Hier geht's zur Zusammenfassung.

16. April 2015: In der Zeit antwortet Tim Renner auf Peymann

Die Diskussion um die Berliner Theaterlandschaft reißt nicht ab. In der Zeit antwortet der Berliner Kulturstaatssekretär Tim Renner auf die Attacken von BE-Intendant Claus Peymann und umreißt seine Vorstellungen für die Berliner Kultur und die Volksbühne nach Castorf. Mehr in der Zusammenfassung.

16. April 2015: Warnung vor dem Dercon in der SZ

In der Süddeutschen Zeitung warnt Peter Laudenbach vor dem Paradigmenwechsel, der dem deutschen Theaterbetrieb bevorstünde, wenn man Chris Dercon zum Volksbühnenchef machen würde.  Zur Zusammenfassung.

16. April 2015: Zürichs Intendantin Barbara Frey im Gespäch mit dem Wiener Standard

Im Wiener Standard graut es der Intendantin des Zürcher SchauspielhausesBarbara Frey  vor der "wirtschaftspositivistischen Effizienzkulturstrategie", die sie überall um sich greifen sieht. Ihr kulturpolitischer Horror findet sich am Ende des Gespräches.

16. April 2015: Fritz Kater über Armin Petras in der SZ

Auf SZ.de gibt der Autor Fritz Kater Auskunft über sein Verhältnis zum Theater und der Regisseur Armin Petras über sein Verhältnis zum Autor Fritz Kater und dessen Stücken.

15. April 2015: Der Berliner Tagesspiegel besingt das Ensembletheater

Lob des Ensembletheaters – im Kontext der Castorf-Nachfolge-Diskussion|closed}Anlässlich der Nachfolgedebatte um die Berliner Volksbühne wartet der Tagesspiegel heute mit einem großen Lob des Ensembletheaters auf. Hier die Zusammenfassung.

15. April 2015: OZ-Interview mit dem Rostocker Ex-und-Wieder-Chef Sewan Latchinian

Im Interview mit der Ostseezeitung spricht der zunächst geschasste und jetzt zurückbeorderte Intendant des Volkstheaters Rostock Sewan Latchinian über die aktuelle Lage. Mehr in der Zusammenfassung.

15. April 2015: Spiegel online über den "letzten aufrechten Despoten" Claus Peymann

In seiner Kolumne auf Spiegel Online findet Jan Fleischhauer die Kapitalismuskritik eines Claus Peymann zwar etwas verlogen, preist den ewigen Theatermacher und Leiter des Berliner Ensembles ansonsten aber als vergnüglichen Alten und als "letzten aufrechten Despoten". Mehr auf Spiegel.de.

13. April 2015: Pressestimmen zur Neugestaltung der Berliner Theaterlandschaft

Wir haben unsere Presseumschau ergänzt: Heute schreibt die Berliner Morgenpost zur Auseinandersetzung um die künftige Ausrichtung der Berliner Theater. Die MoPo hat sogar mit dem im Schwedischen weilenden Kulturhausmeier Tim Renner telefonieren können. Was dabei herauskam? Bitte hier entlang.

13. April 2015: Ein Wolfram-Lotz-Porträt in der taz

In der taz portraitiert heute Luise Checchin den dramatischen Shooting-Star und passionierten Listenschreiber Wolfram Lotz. Kann man hier nachlesen.

11. April 2015: Der Spiegel spricht mit Peter Stein über Russland

Die Alten schimpfen weiter. Im aktuellen Spiegel reiht sich Peter Stein ein, sagt aber auch einige kluge Dinge über Russland und spricht sich deutlich gegen politische Zensur aus. Mehr in der Zusammenfassung.

10. April 2015: Streit um die Berliner Kulturpolitik

Der Streit um die Berliner Kulturpolitik, die Personalien Tim Renner, Peymann und Castorf sowie um die zukünftige Ausrichtung der Häuser tobt weiter. Die Welt ruft: "Der Peymann muss weg". Seine "Verachtung für Berlin als 'Hip-Hop-Hauptstadt' erinnert an den Gegenwartsekel der AfDler." Der Tagesspiegel meint, dass ohnehin im Moment eher der Bund, also Monika Grütters, die Kulturpolitik für die Hauptstadt mache. Die Berliner Zeitung wiederum hat aus der Gerüchteküche vernommen, dass der mögliche Castorf-Nachfolger Dercon schon mit Tanzgrößen à la Boris Charmatz und Anne Teresa de Keersmaeker verhandelt ... Mehr in der Zusammenfassung.

10. April 2015: Interviews mit Sewan Latchinian

Die Erregung über die Causa Sewan Latchinian ebbt nicht ab. Am nächsten Montag berät die Bürgerschaft darüber, ob seine Entlassung als Intendant des Rostocker Volkstheaters womöglich rückgängig gemacht werden soll. Für die Süddeutsche Zeitung hat Mounia Meiborg  den nach nur einem halben Jahr geschassten Theaterchef befragt. Zur Zusammenfassung. Für nachtkritik.de hatte Christian Rakow am Tag nach der Entlassung mit Lachinian gesprochen.

9. April 2015: Peter Kümmel interviewt Claus Peymann zu Tim Renner in der Zeit

"Warum dieser Wutausbruch?", richtet Peter Kümmel in der Zeit seine Fragen an Claus Peymann und greift damit dessen Brief an den Berliner Regierenden Bürgermeister Michael Müller auf, in dem er Tim Renner als "völlig überfordert" und als "größte Fehlbesetzung des Jahrzehnts" bezeichnete. Jetzt legt Peymann im Interview nach, und wie! Mehr in der Zusammenfassung.

9. April 2015: Theater gegen Genitalverstümmelung

In Ägypten kämpfen Aktivisten gegen die Genitalverstümmelung von Mädchen – mit Theater. Hier geht's zum Artikel in der tageszeitung.

9. April 2015: Die SZ portätiert "Elser"-Hauptdarsteller Christian Friedel

Die Süddeutsche Zeitung stellt zum Filmstart von "Elser" Hauptdarsteller Christian Friedel vor, der im Ensemble des Dresdner Staatsschauspiels zum Beispiel als Hamlet für Furore sorgt. Zum vollständigen Artikel geht's hier.

9. April 2015: Zeit Online über die Causa Volkstheater Rostock

Zeit online fasst noch einmal die Vorgänge in der Causa Volkstheater Rostock rund um die Entlassung von Sewan Latchinian zusammen. Mehr auf zeit.de.

8. April 2015: Der Tagesspiegel verspottet die Werbung der Hochkulturinstitutionen

Die Werbung unserer Hochkulturinstitutionen? Gnadenlos überdesignt und für die eigentliche Zielgruppe unverständlich. Falls eine Zielgruppe überhaupt in Erwägung gezogen wurde. Diesen Befund gibt heute der Berliner Tagesspiegel zu Protokoll und wir wollen ihn nicht vorenthalten.

7.  April 2015: Die FAS registriert einen Opern-Boom

Während Sprechtheater in den Siebzigern den Diskurs dominierte, sei es heute die Oper, die im Aufschwung ist. So beobachtet von Ralph Bollmann in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Was sind die Gründe für den Opern-Boom? Und wer geht eigentlich hinein, in die prachtvollen Bauten? Zur Zusammenfassung.

7. April 2015: Die SZ umreißt das Phänomen Bürgerbühne

Laien auf der Bühne, aber unter professioneller Leitung: Das ist das Konzept der Bürgerbühne. Am Dresdner Staatstheater erstmals als eigene Sparte gegründet, hat die theatrale Bürgerbeteiligung inzwischen einen Erfolgszug hingelegt, wie die Süddeutsche Zeitung resümiert. Zur Zusammenfassung.

6. April 2015: Franz-Xaver Kroetz im Interview

Für die Wochenzeitung Der Freitag hat deren stellvertretender Chefredakteur Michael Angele ein pointenreiches, aber auch von bitteren Einsichten geprägtes Gespräch mit dem Dramatiker, Schauspieler, Regisseur und Verleger Franz-Xaver Kroetz geführt, dessen Stücke einmal Auflagen in sechsstelliger Höhe hatten. Hier ein paar Auszüge mit Link zum kompletten Gespräch.

4. April 2015: Chris Dercon spricht in der FAZ über die Gerüchte zu seiner Person

Chris Dercon, der derzeitige Leiter der Tate Modern in London, nimmt in der heutigen Frankfurter Allgemeinen Stellung zu den Gerüchten, dass er Nachfolger von Frank Castorf als Intendant der Volksbühne werden solle. Hier eine kurze Zusammenfassung.

4. April 2015: Leander Haußmann schimpft über unfähige Kulturpolitiker

Der Regisseur Leander Haußmann bringt in der heutigen Ausgabe der Welt die Entlassung des Rostocker Intendanten Sewan Latchinian in einen Zusammenhang mit dem Brief, den Claus Peymann an den Berliner Regierenden Bürgermeister geschrieben hat. Ein Kondensat gibt's hier.

31. März 2015: Spekulationen über Chris Dercon als möglichen Volksbühnen-Intendanten

Die Feuilletons von Berliner Zeitung und Welt reagieren auf die Spekulationen des Tagesspiegels, dass Tate-Leiter Chris Dercon Frank Castorf als "Intendant" der Volksbühne Berlin beerben soll. Einer mahnt zur Sachlichkeit, ein anderer hat ganz neue Ideen. Heute tippt die SZ wieder auf Dercon und lotet Risiken und Chancen der Personalie aus. Mehr in der Zusammenfassung.

27. März 2015: Der taz-blog über Hermann Nitsch

Im taz-Blog erinnert Wolfgang Koch anlässlich der Eröffnung einer neuen "Langzeitausstellung zum komplexen Theaterwerk von Hermann Nitsch" im Theatermuseum Wien an einen kulturpolitischen Skandal um Nitsch im Wien der 1990er Jahre, den die Ausstellung komplett unterschlage – mehr auf taz.de.

26. März 2015: Die SZ besucht die Küste der Ahnungslosen, wo auch Rostock liegt

Die Süddeutsche Zeitung besuchte Rostocks Volkstheater und die Politiker, die es kleinsparen wollen  ein Besuch an der Küste der Ahnungslosen, hier auszugsweise wiedergegeben.

24. März 2015: Rainer Kohlmayer fordert Schmerzensgeld für Übersetzer

Der FAZ-Rezensent Andreas Rossmann schrieb über die Münsteraner Corneille-Inszenierung Der extravagante Liebhaber, dass eine "hemdsärmelige Übersetzung hergestellt" wurde. Nun meldet sich der gemeinte Übersetzer, Rainer Kohlmayer, zu Wort. In einem Leserbrief an die FAZ widerspricht er der "Hemdsärmeligkeit", denn das Theater habe seinen Text um zwei Drittel gestrichen. Mehr in der Zusammenfassung.

22. März 2015: Michael Laages im D-Radio über das deutsche Theater

Das Theater ist am Ende titelte jüngst die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Quatsch, das Theater ist quicklebendig, hält jetzt Michael Laages im Deutschlandradio dagegen. Hier eine kurze Zusammenfassung.

22. März 2015: Helene Hegemann in der FAS über Autismus als gültigen Gegenentwurf

In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung sieht Helene Hegemann das (Internet-)Zeitalter des Felix Krull gekommen (wir sind alle Hochstapler) und preist Autismus als gültigen Gegenentwurf. Role-Model ist die Asperger-Kommissarin Saga Norén aus der Krimiserie "Die Brücke": "Man wird süchtig nach ihrer Entrücktheit und ihrem viel zu niedrigen EQ. Denn ihr mangelnder Ehrgeiz, sich als Individuum zu behaupten, scheint das Einzige auf der Welt zu sein, auf das man sich noch verlassen kann." Mehr auf faz.net.

21. März 2015: Dem epochalen Regisseur Peter Brook zum Geburtstag

Auch die Zeitungen gratulieren Peter Brook zum 90. Geburtstag. Zwei kleine Ausrisse hier.

20. März 2015: Das Theatertreffen ist keine elitäre Veranstaltung, findet seine Leiterin

Im aktuellen Freitag nimmt Martin Eich die umstrittene Aussage des TT-Jurors Till Briegleb auf, es habe ja überhaupt keinen Sinn, in die Provinz zu gehen – und trägt sie u.a. zu TT-Chefin Yvonne Büdenhölzer, die Briegleb entschieden widerspricht. Mehr hier.

19. März 2015: Frank Castorf-Interview in der Zeit

"Soll nach 25 Jahren schon Schluss sein?", so ist das Interview übertitelt, das Peter Kümmel mit Frank Castorf geführt hat und mit dem die Zeit ihr Feuilleton aufmacht. Um "Baal" geht es natürlich auch. Mehr in der Zusammenfassung.

19. März 2015: Die SZ porträtiert den Dramatiker Wolfram Lotz

In der Süddeutschen Zeitung porträtiert Mounia Meiborg den Dramatiker Wolfram Lotz, der sich selbst einen "Mittelschichtsburschi" nennt und Stücke von sagenhaftem Größenwahn schreibt. Mehr in der Zusammenfassung.

18. März 2015. Die Süddeutsche Zeitung porträtiert das Theater Dortmund

Die Süddeutsche Zeitung lobt das Theater Dortmund für seine digitale Agenda. Mehr in der Zusammenfassung.

17. März 2015: Bühnenbild-Quadriennale in Prag erstmals ohne deutsche Beteiligung?

Das weltweit wichtigste Festival für Bühnenbildner, die Quadriennale in Prag, droht aus Geldmangel erstmals ohne Deutschland stattzufinden, berichtet Stefan Hochgesand in der taz. Hier der Link zum Text.

16. März 2015: Hans Ulrich Gumbrecht in der FAS über das Ende des Theaters

In einem langen Beitrag für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hat der Literaturwissenschaftler Hans Ulrich Gumbrecht dargelegt, warum das Theater am Ende ist, warum es trotzdem weiterlebt, ihm aber eine andere Art von öffentlichem Ereignis den Rang als "zentrale Form des Schauspiels" abgelaufen hat: hier die Zusammenfassung.

15. März 2015: Sibylle Berg verteidigt die Brecht-Erben

Autorin Sibylle Berg setzt auf Spiegel Online ihr PS zum Urheberrechtsstreit um Frank Castorfs Baal-Inszenierung. Hier kurz zusammengefasst, was sie sagt.

14. März 2015: Thomas Ostermeiers Volksfeind-Inszenierung in Indien

Die Süddeutschen Zeitung hat ein Gastspiel der Berliner Schaubühne in Indien begleitet. Gespielt wird Thomas Ostermeiers Inszenierung von Henrik Ibsens "Ein Volksfeind". Besonders spannend: Wie reagiert das Publikum auf den Mitmach-Teil? Mehr in der Zusammenfassung.

12. März 2015: Bildungsminister verteidigt Strukturreform in Mecklenburg-Vorpommern

Bildungsminister Mathias Brodkorb hat die umstrittene Theaterreform in Mecklenburg-Vorpommern verteidigt. In einer Rede, die der Nordkurier zugänglich macht, betont er, dass Mecklenburg-Vorpommern je Einwohner deutlich mehr Geld für die Theater und Orchester ausgebe als andere Länder. Zur Zusammenfassung hier entlang.

11. März 2015: Dieter Wedels Pläne für die Hersfelder Festspiele.

Auf seiner ersten Pressekonferenz kündigte Dieter Wedel als neuer Intendant der Hersfelder Festspiele an, er wolle eine Art Volkstheater machen. Jetzt hat er die Pläne konkretisiert und Namen vorgelegt, wie die HNA berichtet. Vor allem Film- und Fernsehstars sind darunter. Mehr in der Zusammenfassung.

10. März 2015: Die taz über das Festival Return to Sender

Anlässlich des Festivals Return to sender im Berliner HAU setzt sich Astrid Kaminski in einem klugen Text in der taz mit dem Fehlen eines angemessenen Postkolonialen Diskurses hierzulande und den in der Folge verhärteten Fronten zwischen "Schwarz" und "Weiß" auseinander.

10. März 2015: René Pollesch und Dirk von Lowtzow im Interview in der SZ

Die Süddeutsche Zeitung veröffentlicht heute ein Gespräch (Interview: Kathleen Hildebrand) mit René Pollesch und dem Tocotronic-Sänger Dirk von Lowtzow. Die beiden machen in Berlin gemeinsam eine Oper: "Von einem, der auszog, weil er sich die Miete nicht mehr leisten konnte". An diesem Donnerstag feiert das Stück Premiere an der Berliner Volksbühne. Hier eine auszugsweise Zusammenfassung.

9. März 2015: Die NZZ porträtiert die Regisseurin Yael Ronen

Ebenso begeistert wie berührt, kehrte Barbara Villiger Heilig von einer Begegnung mit Yael Ronen, Ronens Ensemble und Berliner Inszenierungen an ihren Zürcher Schreibtisch zurück. Villiger Heiligs Porträt von Yael Ronen steht heute in der Neuen Zürcher Zeitung.

9. März 2015: Bibiana Beglau im SZ-Gespräch

"Die liebevollsten Figuren im Theater sind Verräter: Judas, der Teufel, Richard III.", sagt Bibiana Beglau im großen Gespräch im SZ-Magazin vom vergangenen Freitag. Und: "Ich fühle gar nicht so viel. Ich habe eher Spaß daran, seltsame Gedanken zu entwickeln", und: "Ich bin aber jemand, der versucht, sich öffentlich zu verbrauchen...". Eine Zusammenfassung des Gespräches gibt es hier.

5. März 2015: Der Freitag zur Afrika-Konferenz der Berliner Volksbühne

Im Freitag konstatiert Matthias Dell angesichts der Afrika-Konferenz in der Berliner Volksbühne: 2003 habe man vor der Volksbühne noch "gegen die aufs N-Wort verknappte Werbebanderole für eine Bernard-Marie-Koltès-Inszenierung" demonstriert, "nun hat das Haus am Rosa-Luxemburg-Platz einem marginalisierten Diskurs auf kluge Weise Raum verschafft." Mehr im aktuellen Freitag, im Deutschlandfunk sowie in der taz, die auch auf das Afrika-Festival "Return to sender" des Berliner HAUs vorausschaut.

5. März 2015: Der Tagesspiegel fragt: Wieviel Geld für Kultur?

"Ein Proteststurm fegt durch München", schreibt der Berliner Tagesspiegel. Ei, warum denn? Weil die Stadt und der Freistaat keinen neuen Konzertsaal bauen wollen: "Wieder einmal steht zur Debatte, wie viel Geld eine Gesellschaft für Kultur ausgeben soll", mehr dazu hier.

5. März 2015: Armin Müller-Stahl kritisiert Rostocker Kaputtsparer

Auch Armin Müller-Stahl kritisiert die Kaputtsparung des Rostocker Volkstheaters scharf und zitiert Rolf Liebermann: "Die Kunst ist kein Geschenk der Regierung, sondern ein Recht des Volkes." In dem Beitrag für den NDR kommt auch Intendant Sewan Latchinian zu Wort.

4. März 2015: Das SZ-Magazin spricht mit Autorin Yasmina Reza

Yasmina Reza schreibt ein neues Stück. Für Thomas Ostermeier. Premiere im Mai, Schaubühne Berlin. Also wird's Zeit für eine Werbekampagne. Die startet heute im Magazin der Süddeutschen Zeitung.

4. März: Welt und taz über die letzte Ausgabe des Berliner 100-Grad-Festivals

Es war die letzte Ausgabe des Berliner 100-Grad-Festivals, das nach zwölf Jahren zugunsten anderer Präsentationsformen eingestampft wird. Die Tageszeitung Die Welt stolperte staunend über den Parcours – die taz schon vorige Woche.

4. März 2015: Buch Sebastian Urbanskis vom Berliner RambaZamba-Theater

Geistig behinderte Schauspieler wissen genau, was sie tun. Einer hat darüber ein Buch geschrieben: Sebastian Urbanski vom Berliner Theater RambaZamba. Hier geht's zum Vorabdruck in der Berliner Zeitung.

27. Februar 2015: Das SZ-Magazin über Matthias Lilienthal

Seit einem halben Jahr arbeitet Matthias Lilienthal in München und bereitet seine Intendanz an den Münchner Kammerspielen vor, die im Herbst beginnen wird. Dem Süddeutsche Magazin hat er schonmal Einblicke in Leben und Arbeiten gegeben. Zur Zusammenfassung.

25. Februar 2015: Die "Zeit" über den Dramatiker Tom Stoppard

Seit heute ist das Porträt von Peter von Becker online, das vor zwei Wochen in der gedruckten Zeit schien und eine Lanze für den englischen Dramatiker und Filmautor Tom Stoppard bricht. Einem Dichter des Denkens, in dessen Stücken immer die Demokratie des Geistes herrsche. Mehr auf zeit.de.

22. Februar 2015: Leander-Haußmann-Thesen über Brecht in der Welt

Nach dem Münchner Castorf-Prozess geht die Diskussion ums Urheberrecht jetzt erst richtig los. In der Welt schlägt sich Regisseur Leander Haußmann auf die Seite seines Freundes Frank Castorf und fragt: Was haben Autoren am Theater zu suchen? Mehr in der Zusammenfassung.

19. Februar 2015: Eklat ums Rostocker Volkstheater

Die Diskussion um die Zukunft des Rostocker Volkstheaters scheint weiter zu eskalieren. Heute berichtet die Ostseezeitung über eine politische Gesprächsrunde zur Zulkunft des Theaters – ohne Politiker jener Parteien, die sich für den Erhalt aller vier Sparten starkmachen. Mehr in der Zusammenfassung.

19. Februar 2015: Ein "Così fan tutte"-Gastspiel mit syrischen Flüchtlingen

Der Tagesspiegel berichtet von einem "Così fan tutte"-Gastspiel, bei dem vor und hinter der Bühne syrische Flüchtlinge mitwirken. Mehr auf tagesspiegel.de.

18. Februar 2015: Zwei gegensätzliche Meinungen zum "Baal"-Verbotsantrag

Heute fällt das Urteil im Urheberrechtsverfahren gegen Frank Castorfs Münchner "Baal"-Inszenierung, das die Brechterben angestrengt haben. In der Südwestpresse wettert Brecht-Biograf und -herausgeber Jan Knopf. Im Deutschlandradio Kultur sagt Christian Gampert seine Meinung: Mit Castorf träfe ein Verbot der Inszenierung "nicht den Falschen". Hier zur Zusammenfassung.

17. Februar 2015: Der Tagesspiegel über den neuen Theatertrend Artivism

Theater kann die Welt nicht retten. Oder doch? Christine Wahl sieht im Tagesspiegel ein Aufkeimen des "Artivism": weg von ästhetisch-symbolischen Akten, hin zum realen Eingreifen. Warum und wie lange das nötig sei, ist in unserer Zusammenfassung nachzulesen.

13. Februar 2015: Die Süddeutsche porträtiert das Theaterhaus Jena

Die Süddeutsche Zeitung würdigt das Theaterhaus Jena als soziokulturelle Plattform für die Stadt. Mehr in der Zusammenfassung.

13. Februar 2015: WAZ-Porträt des neuen Ruhrtriennale-Chefs Johan Simons

Im Porträt der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung stellt sich der neue Chef der Ruhrtriennale Johan Simons als geerdeter Anpacker vor: "Ich bin ein Mann aus einfachen Verhältnissen. Ich habe ein Gespür für die Bevölkerung hier." Mehr auf derwesten.de.

12. Februar 2015: Der Freitag über den "interessantesten Regisseur Deutschlands"

Für Martin Eich ist Dortmunds Kay Voges der "derzeit interessanteste Regisseur des deutschen Theaters", weshalb er ihn und sein filmisch inspiriertes Theater im Wochenblatt "Der Freitag" in höchsten Tönen preist. Mehr auf freitag.de.

11. Februar 2015: Düsseldorfs designierter Intendant Wilfried Schulz im Interview

"In Dresden waren Sie Grünkohlkönig, wie wäre es hier mit Karnevalsprinz?" fragt die Westdeutsche Zeitung aus Düsseldorf den designierten Intendanten des Schauspielhauses Wilfried Schulz zur Rolle, die er in Düsseldorf in Zukunft spielen will. Das ganze Interview hier.

11. Februar 2015: Die dpa interviewt Kinder- und Jugendtheatermacher

Interessantes aus dem Kinder- und Jugendtheater verbreitet die Deutsche Pressesagentur, die sich mit Protagonisten der Szene unterhalten hat. So ist zu lesen, dass die Jugendsparte von allen Theatersparten die höchste Auslastung hat, aber am wenigsten Geld bekommt. Mehr hier.

11. Februar 2015: Rockmusiker im Theater

Über Rockmusiker im Theater kann man hier etwas erfahren.

10. Februar 2015: Keine Theaterkunst in der Provinz? Trubel um TT-Juroren-Interview

Den Provinztheatern mangele es an künstlerischer Qualität, die gäbe es letztlich nur an großen und wohlhabenden Häusern, glaubt Theatertreffen-Juror Till Briegleb. Gegen diese Auffassung regt sich Widerspruch. Nicht nur in der Provinz. Wir fassen zwei Positionen zusammen.

7. Februar 2015: Bericht über Tagung Pop & Theater der Dramaturgischen Gesellschaft

Im oberösterreichischen Linz an der Donau traf die Dramaturgische Gesellschaft zusammen und debattierte über das Verhältnis von Pop und Theater. Wussten die Dramaturg*innen genau was Pop eigentlich ist? Susanne Burkhardt (hier zum Nachlesen) berichtet auf Deutschlandradio, hier zum Nachhören.

6. Februar 2015: Porträt der Theatergruppe We are here

In der Neuen Zürcher Zeitung porträtiert Peter Michalzik die Amsterdamer Theatergruppe aus Asylsuchenden "We are here". "Hier ergreifen die Flüchtlinge von vornherein selbst das Wort, der Theaterregisseur ist nicht mehr der Meister der Aufführung, sondern assistiert sozusagen nur noch in Fragen der ästhetischen Einpassung in den Öffentlichkeitsbetrieb", schreibt Michalzik. Das schaffe eine ungeahnte Sichtbarkeit dieser Menschen und ihres Themas. "Sieht man diesen Flüchtlingen und Schauspielern bei ihrer Arbeit zu, bekommt das Flüchtlingsproblem eine Sichtbarkeit, die es sonst nirgends hat."

4. Februar 2015: Die Welt interviewt Luc Bondy

Im November war Luc Bondy in Berlin mit Kultursenator Tim Renner zum Essen verabredet. Es ging um die Nachfolge von Claus Peymann am BE. Aber dann kam alles anders. Darüber und über Paris nach den Anschlägen im Januar spricht Luc Bondy mit Welt-online.

4. Februar 2015: Gespräch mit Burgtheaterdirektorin Karin Bergmann

"Ich wage nicht zu prognostizieren, ob er als Regisseur je ins Haus zurückkehren wird", sagt BurgtheaterdirektorinKarin Bergmann im Interview mit der dpa über ihren Vorgänger Matthias Hartmann. "Ich bin davon überzeugt, hätte er sich in der Krise zu einer Mitverantwortung bekannt, wäre er noch im Amt."

4. Februar 2015: Interview mit Wilfried Schulz über die Düsseldorfer Zukunft

"Vor zwei Jahren hatte ich hier zunächst abgesagt. Und auch jetzt hat mich niemand gezwungen. Die Aufgabe interessiert mich", sagt der designierte Düsseldorfer Intendant Wilfried Schulzim Gespräch mit Welt-online über seine Pläne für das krisengeschüttelte Schauspielhaus.

4. Februar 2015: Vorberichte zur Berliner Richard-III.-Premiere

Auf faz.net gibt es heute ein großes Gespräch mit Lars Eidinger über seinen kommenden Richard III. (die Inszenierung feiert am Samstag in der Berliner Schaubühne Premiere), über die Kunst böse Menschen zu spielen und über seine nette, "unzerrissene" Wirkung. Lesen Sie selbst. Sowohl Eidinger als auch Richard-Regisseur Thomas Ostermeier kommen außerdem Interview mit dem Berliner Tagesspiegel zu Wort, nämlich hier.

2. Februar 2015: Die Süddeutsche kommentiert das drohende Baal-Verbot

"Tatsächlich fragt man sich, wie der Suhrkamp-Verlag und die Rechteinhaberin Barbara Brecht-Schall bei einem Regisseur wie Castorf von einer auch nur annähernd werktreuen 'Baal'-Inszenierung ausgehen konnten", kommentiert Christine Dössel in der Süddeutschen Zeitung die Urheberrechtsauseinandersetzungen um Castorfs Münchner Baal-Inszenierung. Und zwar hier.

1. Februar 2015: Die FAS interviewt Jürgen Trittin über Politik und Theater

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung spricht mit Ex-Umweltminister und Theaterfan Jürgen Trittin. Naheliegender Weise auch über den Zusammenhang von Politik und Theater – und seine Erfahrungen damit, auf der Bühne sein Fett wegzukriegen. Mehr in der Zusammenfassung.

1. Februar 2015: Der Tagesspiegel über die Urheberrechtsklage gegen Castorfs Baal

Im Berliner Tagesspiegel verteidigt Peter Laudenbach Castorfs Münchner Baal-Inszenierung gegen die Urheberrechtsklage des Suhrkamp-Verlags: "Man kann Castorf vieles vorwerfen – nicht aber, dass er Brechts Radikalität durch gedankenfaule Traditionspflege verraten hätte." Mehr auf tagesspiegel.de.

29. Januar 2015: Dramaturg Carl Hegemann preist die Berliner Volksbühne

Die Volksbühne Berlin feierte just ihren 100. Geburtstag, und im Interview mit dem "Freitag" erklärt Carl Hegemann ihre Bedeutung als Gegenbild in den 90er Jahren, warum man Castorf nicht entlassen kann und der Intendant das Theater wieder als Teil seines Lebens akzeptiert habe. Hier der Link.

29. Januar 2015: Zeitungsspekulationen über Kandidaten für das Theatertreffen

Die Berliner Morgenpost spekuliert über mögliche Theatertreffen-Kandidaten aus Berlin. Mit dabei: Yael Ronens Common Ground und der frisch gekürte nachtkritik-Theatertreffen-Gewinner Spiel des Lebens. Mehr auf morgenpost.de.

29. Januar 2015: Über die Konferenz Theater. Frauen in Berlin

Unter dem Titel Theater. Frauen wird am Samstag an der FU Berlin diskutiert, warum Frauen im Theater immer noch so furchtbar unterrepräsentiert sind. Die beiden Organisatorinnen Christina Gassen und Maria Sophie Nübling fassen ihre Sicht schon mal für Edition F zusammen. Mehr auf editionf.com.

28. Januar 2015: Die Welt über Grabenkämpfe beim Augsburger Brechtfestival

Die "Welt" weiß heute von komplizierten Grabenkämpfen ums Augsburger Brechtfestival und seinen Leiter Joachim Lang zu berichten. Hier die Zusammenfassung.

28. Januar 2015: SVZ-Interview mit dem Rostocker Intendanten Sewan Latchinian

In der Schweriner Volkszeitung beklagt der Intendant des Volkstheaters Rostock Sewan Latchinian ein "sehr kulturfernes Klima" in der Hansestadt und erteilt den Forderungen des Landeskulturministeriums nach Strukturreformen an seinem Vier-Spartenhaus eine Absage. Das Interview auf svz.de.

27. Januar 2015: Das Volksbühnen-Tagebuch einer Hospitantin

Schöne Castorf-O-Töne finden sich bei Annika Krump, die 1992 als Regiehospitantin an der Volksbühne Tagebuch führte, das jetzt veröffentlicht und im Tagesspiegel in Auszügen vorabgedruckt wird, z.B. zu den Schauspielern: "Wir kleben noch an der Logik des Stücks, obwohl das schon lange nicht mehr funktioniert... Mir fehlt 'ne Rotzigkeit... Manchmal denk ick, ihr sehnt euch noch nach 'ner Tür, die man richtig zumachen kann, und nach 'nem Sessel und 'nem Diener, der kommt und fragt: 'Frau Gräfin, möchten Sie eine Tasse Mocca?'" Mehr auf tagesspiegel.de und im Buch.

25. Januar 2015: Wie Theater sich der Flüchtlingsproblematik annehmen

"Die Theater haben ihre Schotten angesichts der Flüchtlingsproblematik weit aufgemacht", konstatiert Christine Dössel in der Süddeutschen Zeitung (24.1.2015) innerhalb einer Serie über Kultur und Einwanderung. "Schluss mit ironisch-zynisch-lustig. Das Theater – eines der letzten öffentlichen Foren im Zentrum einer Stadtgesellschaft – profiliert sich wieder als moralische, politisch agile Anstalt." Mehr auf sueddeutsche.de.

25. Januar 2015: Was kostet das Stadttheater? – Zahlenspiele in Winterthur

Was kostet das Stadttheater wirklich? Der im schweizerischen Winterthur erscheinende Landbote (24.1.2015) unternimmt am Beispiel des dortigen Gastspieltheaters Zahlenspiele, die zeigen wie relativ die Aussagen über Subventionshöhen sind. Mehr auf landbote.ch.

24. Januar 2015: Der Tagesspiegel kritisiert Pläne zum Livestreaming im Theater

Der Tagesspiegel nimmt sich des Themas Theater und Netz an. Für die Anregung des Berliner Kulturstaatssekretärs Tim Renner, Theatervorstellungen zu streamen, kann er sich ebenso wenig erwärmen wie fürs Twittern aus dem Theater. Mehr in der Zusammenfassung.

23. Januar 2015: Widerstand gegen die Fusionspläne in MV

In Mecklenburg-Vorpommern regt sich Widerstand gegen die Fusionspläne des Landes für ein Staatstheater Nordost. Hier die Zusammenfassung.

23. Januar 2015: Finanzierungsprobleme eines Theaterneubaus für Schleswig

Die Stadt Schleswig benötigt einen Theaterneubau, aber die Finanzierung ist aktuell mehr als fraglich, wie die Schleswiger Nachrichten berichten. Hier die Zusammenfassung.

23. Januar 2015: Interview mit dem Hamburger Thalia-Intendanten Joachim Lux

Vor Beginn der Lessingtage am Hamburger Thalia Theater beschreibt Intendant Joachim Lux im Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt, wie er gegen die "Wagenburg-Mentalität" nach PEGIDA und den Pariser Anschlägen auf Charlie Hebdo anarbeitet. Mehr auf abendblatt.de.

21. Januar 2015: Der Tagesspiegel über das bedrohte Theater Neustrelitz

Am Beispiel des Theaters im ehemaligen Residenzstädchen Neutrelitz fasst der Tagesspiegel die desolate Lage der Theaterlandschaft Mecklenburg-Vorpommerns zusammen, falls die Fusionspläne der Landesregierung umgesetzt werden. Hier geht's zur Zusammenfassung.

21. Januar 2015: DT-Intendant Ulrich Khuon über die Kunstform Theater

"Theater ist die sozialste, die lebendigste Kunstform. Im Theater wird danach gefragt, wie sich die Gesellschaft wahrnimmt, welches Interesse sie an sich selbst hat", sagte Ulrich Khuon als Vorsitzender der Intendantengruppe im Deutschen Bühnenverein in Dortmund. Was er sonst noch sagte, fasst come-on.de zusammen, das Onlineportal des Märkischen Zeitungsverlags.

15. Januar 2015: Ilan, Michael und Yael Ronen im Tagesspiegel-Interview

Der Tagesspiegel hat die in Berlin anwesenden Teile der Familie Ronen zu einem Gespräch zusammengetrommelt: Yael, Michael und ihren Vater Ilan, der in der kommenden Woche in der Komödie am Kurfürstendamm sein Berlin-Debüt geben wird. Wie die drei Regisseure sich, einander und Theater verstehen und was "Ronen" eigentlich bedeutet, lesen Sie hier.

15. Januar 2015: Die taz interviewt Rabih Mroué

Katrin Bettina Müller von der taz hat mit dem libanesischen Theatermacher Rabih Mroué, dessen Performance Riding on a cloud ab heute im HAU gastiert, gesprochen – auch über den Anschlag von Paris: "Es ist ein Krieg gegen die Freiheit des Ausdrucks, gegen Intellektualität, gegen alles, was mit den Gedanken zusammenhängt. Für mich ist es sehr wichtig, dafür zu kämpfen und sich zu wehren, um diese Freiheit zu erhalten." Das Interview gibt's auf taz.de.

15. Januar 2015: Premieren-Vorgespräche mit Karin Henkel und Frank Castorf

Vor der Premiere von "Roberto Zucco" hat Alexandra Kedves vom Zürcher Tagesanzeiger die Regisseurin Karin Henkel getroffen und porträtiert sie und ihre Beziehung zum (Stadt-)Theaterbetrieb hier. Und in München hat Michael Stadler sich mit Frank Castorf zusammengesetzt, der am Residenztheater Brechts "Baal" inszeniert – und in der Münchner Abenzeitung u.a. Castorfs Skepsis zur "Je suis Charlie"-Solidarität notiert. Voilà.

14. Januar 2015: Trotz Gegenwind herrscht Opern-Aufbruchstimmung in Rostock

In Rostock herrscht unter Sewan Latchinian Aufbruchstimmung – doch der politische Gegenwind bläst dem Volkstheater Rostock weiterhin ins Gesicht. Manuel Brug hat sich zwei Opern vor Ort angesehen und fasst die Lage zusammen. Mehr auf welt.de.

14. Januar 2015: #jesuischarlie am DT Berlin

#jesuischarlie am DT Berlin: Die tageszeitung war im Berliner Deutschen Theater bei den Lesungen anlässlich der Pariser Terroranschläge. Hier "fand das statt, was Kultur leisten kann in solchen Momenten: Texte wurden hierarchiefrei nebeneinandergestellt, sie öffneten neue Denkräume." Mehr auf taz.de.

14. Januar 2015: Pariser Theater sagt nach Terroranschlägen Gastspiel ab

Apropos #jesuischarlie: Das kleine Pariser Theater Ciné13 hat ein Schweizer Gastspiel über die Liebe zwischen einer Niederländerin und einem Jemeniten abgesetzt. Aus Angst um die Mitarbeiter. Schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

13. Januar 2015: Ist der Dramatiker tot?, fragt The Guardian

"There has been a shift of opinion against playwriting, in favour of collective methods of theatre," zitiert die britische Theaterkritikerin Lyn Gardener eine Äußerung des Dramatikers David Edgar."The very activity of playwriting has been attacked as individualistic, undemocratic and even immoral." Aber heißt das wirklich, dass der Dramatiker tot ist? Hier geht es zum ganzen Text in Lyn Gardeners Blog auf www.theguardian.com.

12. Januar 2015: Armin Petras im Berliner Tagesspiegel über die DDR als Truman-Show

Im Interview mit dem Tagesspiegel spricht Armin Petras über Christia Wolfs Roman "Der geteilte Himmel" (den er morgen an der Berliner Schaubühne herausbringen wird), über die DDR als "Truman-Show" mit gefährlichen Witzfiguren an der Politspitze und über seine neuesten Erkenntnisse nach dem Wechsel von Berlin nach Stuttgart: "In der einen Stadt gibt es viele Parties und Touristen. In der anderen Stadt wird vor allem sehr viel gearbeitet." Mehr auf tagesspiegel.de.

11. Januar 2015: Auch Schauspiel-Maestro Ulrich Matthes guckt das Dschungelcamp

Bald geht das große Würmerfressen und Kakerlakenbaden wieder los, im RTL-Dschungelcamp. Vor dem Fernseher wird dann auch Schauspieler Ulrich Matthes sitzen, wie wir heute in der FAS erfahren. Warum er den Dschungel für "hochtheatral" hält, hat Matthias Dell ihm entlockt. Zur Zusammenfassung.

10. Januar 2015: Die FAZ über Bücher u.a. von Hans-Thies Lehmann

Unter der Überschrift "Maßlos muss Theater sein" hat Thorsten Jantschek in der FAZ die jüngst erschienenen Theaterbücher von Rüdiger Schaper und Hans-Thies Lehmann rezensiert, in denen die Autoren die Bühnenkunst jeweils gegen ihre Verächter und gegen ihre voreiligen Liebhaber verteidigen. Mehr in der Zusammenfassung.

9. Januar 2015: Das "Börsenblatt" über Romanadaptionen auf Theaterbühnen

Die Verbühnisierung von klassischen oder zeitgenössischen Prosawerten erfreut sich anhaltender Beliebtheit. Wolfgang Herrndorfs Road-Trip-Novel "Tschick" verzeichnete laut Bühnenvereins-Statistik in der Spielzeit 2012/13 sogar mehr Aufführungen als jedes andere Werk. Demnächst soll Lutz Seilers "Kruso" in verschiedenen Versionen auf die Bretter gestemmt werden. Warum Romanadaptionen für die Theater so attraktiv sind, und dass dabei neben inhaltlichen auch ökonomische Gründe eine Rolle spielen, hat Nils Kahlefendt für das Börsenblatt des Deutschen Buchhandels aufgedröselt und dabei u.a. mit Suhrkamp-Verleger Frank Kroll und Turbo-Dramatisierer John von Düffel gesprochen. Zur Zusammenfassung.

9. Januar 2015: Stefan Grund in der "Welt" über Beinfreiheit im Theater

Gedankenfreiheit? Bewegungsfreiheit! Wie es die deutschen Theater damit halten, ist Stefan Grund in der "Welt" nachgegangen und hat ausgemessen, wieviel Platz man als Zuschauer in deutschen Theatern eigentlich hat. Hier geht es zum ganzen Artikel.

7. Januar 2015: Die SZ über das Abschiedsbuch der Kammerspiele-Intendanz Simons

Egbert Tholl stellt in der Süddeutschen Zeitung "Mitten in der Welt", das leicht verfrüht erscheinende Abschiedsbuch der Intendanz von Johan Simons an den Münchner Kammerspielen vor: "Ein Weh in vielen Schattierungen, in allen Formen, Tanz, Musik, dazu viele Scherze. Und immer wieder Reflexionen über Religion, Gesellschaft, Kunst." Mehr am Zeitungskiosk.

6. Januar 2015: SPON über private Schauspielschulen

Spiegel-online hat herausgefunden, dass private Schauspielschulen oft schlecht sind und ihr primäres Interesse nicht darin besteht, gute Schauspielerinnen und Schauspieler auszubilden, sondern Geld zu verdienen. Hier geht es zum ganzen Artikel.

6. Januar 2015: Großbritannien fördert Diversity im Theater

Auch in Großbritannien diskutiert die Theaterszene über mehr Diversity. Die Debatte hat im Dezember Fahrt aufgenommen, weil der Arts Council England (ACE) für seine Fördervergabe Strategien angekündigt hat, die zu mehr Vielfalt ermutigen sollen. Mehr darüber schreibt heute die Theaterkritikerin Lyn Gardner im Guardian.

6. Januar 2015: Gorki-Intendantin Shermin Langhoff im Interview

Hier reichen wir noch den Link zu einem Gespräch mit Shermin Langhoff nach, das die Berliner Zeitung (2. Januar) mit der Intendantin des Maxim Gorki Theaters geführt hat: "Das Theater muss sagen, was Sache ist."

5. Januar 2015: Die SZ über den Konflikt um das Zürcher Theater Neumarkt

Das Theater Neumarkt in Zürich sieht sich unerwarteter Kritik konfrontiert: Die Zuschauerzahlen seien zu stark gesunken, und das obwohl "experimentelles Theater" sogar in den Verträgen der Leitung stehe. Die Süddeutsche Zeitung widmet sich dem Konflikt. Zur Zusammenfassung.

5. Januar 2015: Die Welt über die jahresendzeitliche kleine Regietheaterdebatte

In der Welt wünscht sich Manuel Brug fürs neue Jahr ein Ende der Regietheaterdebatte. Dem Wunsch können wir uns nur anschließen. Zum Artikel auf welt.de.

4. Januar 2015: Anna Badora, künftige Intendantin des Volkstheaters Wien, im Interview

Der Burgtheaterskandal habe trotz aller negativen Begleitumstände auch gezeigt, welch großen Stellenwert Theater in Österreich habe, sagt Anna Badora, die designierte Intendantin des Wiener Volkstheaters im Interview mit dem österreichischen Nachrichtenmagazin Profil. "Positiv an diesem unwürdigen Skandal war auch, dass über die fehlende Valorisierung endlich öffentlich diskutiert wurde." Das ganze Interview ist auf profil.at zu lesen.

4. Januar 2015: Wie am Theater Bonn Sparvorgaben umgesetzt werden

Stellenabbau, Preiserhöhung, mehr Aufführungen und strengere Ausgabenkontrolle: So will Generalintendant Bernhard Helmich die bisherigen Sparvorgaben für Oper und Schauspiel in Bonn erfüllen, berichtet der Bonner Generalanzeiger. Die Ratsmehrheit heißt es auch, will den Zuschuss für das Theater ab 2020 um weitere 3,5 Millionen Euro kürzen und stellt zwei Theaterstandorte in Frage. Zum ganzen Artikel geht es hier.

3. Januar 2015: Die Berliner Zeitung über das Festival Tanztage Berlin

In der Berliner Zeitung stellt Michaela Schlagenwerth die Tanztage in den Berliner Sophiensälen vor – ein erfolgreiches kleines Festival vor allem für junge Choreographen, sich hier per Video selbst bewerben können. "Queeres" Programm sei dort im Januar zu erwarten, u.a. mit einer Choreographin, die in Melbourne acht Jahre lang als Stripperin arbeitete und dabei – laut eigener Rechnung – 30.000 (!) Lapdances absolvierte. Mehr auf berliner-zeitung.de.

3. Januar 2015: Die FAZ über Günther Rühles Nachkriegstheatergeschichtsbuch

Dem "großartigen neuen Werk" von Günther Rühle ("Theater in Deutschland 1945–1966") widmet Irene Bazinger in der FAZ eine online nachzulesende Besprechung.

3. Januar 2015: Die taz über die Berliner Kinder- und Jugendtheatergruppe Eukitea

Für die taz besuchte Saskia Hödl die seit zehn Jahren für Kinder und Jugendliche inszenierende Theatergruppe Eukitea, die in Berlin-Neukölln ihre neues Stück über Cybermobbing herausgebracht hat. Mehr auf taz.de.

2. Januar 2015: Die laue Jubiläumsfeier 100 Jahre Volksbühne Berlin

Für die Süddeutsche Zeitung besuchte Christine Dössel das Festbankett zum 100. Geburtstag der Berliner Volksbühne mit Wodka gratis, cooler Mucke von Alexander Scheer und laschen Reden u.a. von einem "nuschelnd improvisierenden" Intendanten Frank Castorf, der Leander Haußmann "neckisch" seinen "Nachfolger" nannte. Eindruck des Abends: "Man sieht dem Intendanten und seinem Haus die Bürde der eigenen Legende an." Online berichten von der Party der Tagesspiegel und die Berliner Zeitung.

2. Januar 2015: Das Häftlingstheater in der JVA Lenzburg, Schweiz

Sieglinde Geisel hat für die Neue Zürcher Zeitung Proben zu "Die Geschworenen" in der Justizvollzugsanstalt Lenzburg gesehen. "Gefängnistheater hat nichts mit Kuschel-Vollzug zu tun, im Gegenteil: Es dürfte das riskanteste und anspruchsvollste Freizeitangebot sein, das den Häftlingen zur Verfügung steht." Mehr auf der Onlineseite der NZZ.

2. Januar 2015: Das kleine Düsseldorfer Flin-Theater muss umziehen

Die Rheinisch Post stellt das Düsseldorfer Flin-Theater vor, ein winziges Unternehmen, das durch die Gentrifizierung aus seiner Ein-Raum-Spielstätte vertrieben wird. Mehr auf rp-online.

30. Dezember 2014: FAZ-Abrechnung mit Castorfs Ring des Nibelungen

Nein, das ist keine Philippika gegen das Regietheater. In der FAZ rechnet der Musikwissenschaftler und Wagner-Experte Martin Geck mit aus seiner Sicht schlampigen Wagner-Inszenierungen wie Frank Castorfs Bayreuther Ring ab. Hier geht es zur Zusammenfassung.

29. Dezember 2014: Das Zentrum für Politische Schönheit beim Kongress des CCC

Das Zentrum für Politische Schönheit, das zuletzt mit der Aktion "Der Europäische Mauerfall" für Aufsehen sorgte, war Gast beim 31. Chaos Communication Congress des Chaos Computer Clubs, der noch bis morgen in Hamburg tagt. "Mit Kunst die Gesellschaft hacken" hieß die Lecture-Performance von Stefan Pelzer und Philipp Ruch am 1. Konferenztag. Hier geht es zu einem Videomitschnitt.

27. Dezember 2014: Starpianist András Schiff leidet in der NZZ am Berliner Theater

Zwei Monate weilte der ungarische Starpianist András Schiff in Berlin. Dort hätten seine Frau und er, wie er in der heutigen Neuen Zürcher Zeitung zu Protokoll gibt, ausgiebig vom reichhaltigen Kulturangebot Gebrauch gemacht. "Wir hörten herrliche Konzerte, erlebten Opernaufführungen, besichtigten wunderschöne Museen und sahen einige gelungene und aussagekräftige Filme. Unsere Theaterbesuche hinterliessen hingegen äusserst zwiespältige oder gar negative und verstörende Eindrücke." Hier die stilblütenreiche Schilderung seiner Verstörung.

27. Dezember 2014: Ein taz-Interview mit Johan Simons

"Es ist so, wie Lenz es in der Deutschstunde beschreibt: Die Geschichte kann noch so groß sein, der Weltkrieg oder die deutsche Geschichte. Die Natur, das Wasser verwischt alle Spuren," sagt Johan Simons, der Siegfried Lenz' Roman in Hamburg auf die Bühne brachte. "Vielleicht kommt immer wieder die Zeit, die Geschichte vom Grund des Meeres noch einmal nach oben zu holen." Das ganze Interview in der taz.

26. Dezember 2014: Die Welt beobachtet das Verhalten der Kultureinrichtungen

Wie verhalten sich Opern und Theater angesichts der verschiedenartigen Demonstrationen, die vor ihren Türen stattfinden? Manche halten sich bedeckt, andere rufen umso lauter, konstatiert Manuel Brug. Mehr auf welt.de.

23. Dezember 2014: Was der Berliner Zeitung auf der Liste der HKF-Projekte 2015 fehlt

In der Berliner Zeitung beschäftigt Ulrich Seidler sich damit, wie es dazu gekommen ist, dass auf der Liste der 2015 zu fördernden Projekte des Hauptstadtkulturfonds auf einmal eines fehlt – und zwar ein potentiell politisch brisantes. Unsere Zusammenfassung.

22. Dezember 2014: Über die Zukunft des Theaters Plauen-Zwickau

Im Vorfeld der Gespräche über die Zukunft des Theaters Plauen-Zwickau mit den Oberbürgermeister*innen beider Städte, legt das Theater positive Zahlen vor: In den ersten elf Monaten des Jahres 2014 seien die Eigeneinahmen aus Eintrittsgeldern um 130.000 Euro gegenüber 2013 gesteigert worden, die Besucherzahlen erhöhten sich um rund 3000 auf 153.000 Besucher. Mehr auf der Website der Neuen Presse.

22. Dezember 2013: Rezension der "Theatergeschichte" von Günther Rühle

Im Berliner Tagesspiegel rezensiert Peter von Becker den zweiten Band der monumentalen Theatergeschichte von Günther Rühle, der ihm in seiner tiefschürfenden Archivarbeit als "Mischung aus Sisyphos und Herkules" bzw. als ein "Alexander von Humboldt der deutschen Bühnenhistorie" erscheint. Mehr auf tagesspiegel.de.

20. Dezember 2014: Interview mit Kulturvermittlerin Birgit Mandel in der taz

Manchmal denke sie: Kreativität entsteht aus Mangel, sagt Birgit Mandel, Professorin für Kulturmanagement und Kulturvermittlung an der Universität Hildesheim, im Interview mit der taz. "Und es ist interessant, dass in Griechenland, das in der Staatspleite steckt, die Kulturschaffenden aktiver denn je sind." Allerdings: Wenn man in Deutschland sage, wir kürzen bei allen Institutionen 30 Prozent, damit sie in die Pötte kommen, werde das nicht passieren. "Denn die Häuser sind so personalintensiv, dass sie dann nicht mehr arbeiten können", so Mandel. Sie wäre eher für "einen Prozess, in dem die bestehenden Einrichtungen darin begleitet werden, sich zu verändern". Außerdem lobt und tadelt Mandel den Protest gegen die von ihr vor einem Jahr mitorganisierte Konferenz Mind the gap zu "Zugangsbarrieren bei kulturellen Angeboten" (mehr hier). Das ganze Interview auf www.taz.de.

19. Dezember 2014: Interview mit neuem Dessauer Intendanten Johannes Weigand

"Es ist natürlich immer gut, genügend Mittel zu haben, um Theater zu machen", sagt der neue Intendant des Anhaltischen Theaters Dessau Johannes Weigand und übt sich auch sonst im Interview mit der Mitteldeutschen Zeitung in Diplomatie.

17. Dezember 2014: Arte gratuliert der Volksbühne Berlin zum Hundertsten

Fünf Filmschnippsel, mit denen arte der Berliner Volksbühne zum 100. Geburtstag gratuliert – darunter auch einen Moment wütigen Probens bei Frank Castorf –, können Sie, geneigte Leser*in, hier beschauen.

16. Dezember 2014: Schweizer Theaterkritiker erwägen Radikalkur

Im Tagesanzeiger machen Christoph Fellmann und Andreas Tobler sich anlässlich des auch bei uns schwelenden Zürcher Theaterstreits grundlegende Gedanken über die Schweizer Theaterpolitik und kommen zu radikalen Schlüssen – hier unsere Zusammenfassung.

16. Dezember 2014: Der griesgrämige Berliner Theaterkritiker zeigt sich milde

In der Süddeutschen Zeitung wundert sich Christine Dössel über die untypische vorweihnachtliche Milde ihrer Berliner Kritikerkolleg*innen. Wie sie sich die erklärt, lesen Sie in unserer Zusammenfassung.

16. Dezember 2014: Der Künstler als Modell westlicher Ökonomie?

Für den Bayerischen Rundfunk machte die Schauspielerin, Regisseurin, Dozentin und Trainerin Gesche Piening sich bereits im Juni ausführliche Gedanken über den "Künstler als ideales Arbeitsmodell westlicher Ökonomien?" Der Deutschlandfunk hat ihr Feature nun im Rahmen seiner Themenwoche "Ware Welt" noch einmal gesendet und macht es als Audio und Manuskript hier zugänglich.

15. Dezember 2014: Die Morgenpost porträtiert Michael Gwisdek

Die Berliner Morgenpost ist mit dem wunderbaren Schauspieler Michael Gwisdek im Brandenburgischen herumgelaufen. Lesen Sie selbst.

13. Dezember 2014: Letztes Wetten, dass und Samuel Koch

Heute Abend läuft zum letzten Mal "Wetten dass" im Fernsehen. Einer der Gäste: Samuel Koch, der in der Sendung einst live verunglückte und gerade den Prinz von Homburg in Darmstadt spielt. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung denkt in ihrem Porträt beide Ereignisse zusammen.

10. Dezember 2014: Kay Voges über Livestreaming von Theaterinszenierungen

Im Vorfeld der heute stattfindenden Diskussion über Theater-Streaming in der Heinrich Böll Stiftung Berlin hat der hierzu eingeladene Regisseur und Dortmunder Intendant Kay Voges gestern im Deutschlandfunk über Livestreaming gesprochen. Er hat die Hoffnung, dass dadurch die "Hemmschwelle", ins Theater zu gehen, gesenkt werden könnte und stellt sich vor, dass man sich zukünftig beim Livestream "von zu Hause aus in die Inszenierung einschalten" oder vielleicht "auch neue Perspektiven auswählen" kann. Zur Zusammenfassung.

10. Dezember 2014: Ein Interview mit dem Dramatiker Ewald Palmetshofer

Wer schreibt heute noch in Jamben? Der Dramatiker Ewald Palmetshofer zum Beispiel. In seinem neuen Stück "die unverheiratete" geht es um eine Frau, die kurz vor Kriegsende einen Wehrmachtssoldaten denunziert, der daraufhin hingerichtet wird. Dazu studierte er das Aktenmaterial – und stieß auf lauter Protokolle in indirekter Rede: "Diese eigenartige Sprachlichkeit des Materials zwingt die unterschiedlichen Sprecher in ein einheitliches Sprachkorsett. Man hat keine O-Töne. Der Ton geht immer ums Eck." Mehr im Interview mit dem Wiender Standard.

8. Dezember 2014: Ulrich Matthes über die nachtkritik.de-Kommentarkultur

Schauspieler Ulrich Matthes spricht im neuen Spiegel über Journalismus als Kunst und die Bedrohungen durch die neue Meinungskultur im Internet. Also auch über nachtkritik.de. Hier seine Thesen in der Zusammenfassung.

7. Dezember 2014: Ein Radio-Gespräch mit Aktrice Constanze Becker

Ein knapp einstündiges Radio-Gespräch mit der Frankfurter Schauspielerin können Sie hier nachhören. Ob Becker mit ihrem derzeitigen Intendanten Oliver Reese 2017 nach Berlin zurückkehren wird, weiß sie noch nicht.

7. Dezember 2014: Eine Abschiedswürdigung für Intendant Hansgünther Heyme

Hansgünther Heyme gehört zu derselben Generation großer Regisseure wie Peter Stein, Claus Peymann und Jürgen Flimm. Aus Anlass seines Rückzugs von der Intendanz des Ludwigshafener Pfalzbau-Theaters sendete der Südwestrundfunk ein Gespräch mit dem 79Jährigen.

7. Dezember 2014: Gorki-Akteurin Suna Gürler im Tageswoche-Porträt

Auf tageswoche.ch wird die junge Regisseurin, Theaterpädagogin und Sebastian Nübling-Schauspielerin Suna Gürler vom Berliner Gorki Theater porträtiert.

6. Dezember 2014: Porträt der Nachwuchsschauspielerin des Jahres Anna Drexler

Sie suche "nach der Schönheit in den Dingen" erzählt Anna Drexler, Nachwuchsschauspielerin des Jahres, dem Journalisten Stefan Grund. Ein Porträt kurz vor ihrem Debüt am Deutschen Theater Berlin.

6. Dezember 2014: Gespräch mit dem Dortmunder Dramaturgen Alexander Kerlin

In den Ruhrnachrichten spricht der Dortmunder Dramaturg Alexander Kerlin über das Verhältnis seines Theaters zu den neuen Medien. Mehr auf ruhrnachrichten.de.

4. Dezember 2014: Oliver Reese im FR-Interview über seinen Wechsel ans BE

Die Journalisten der Frankfurter Rundschau trauern ein wenig um ihren örtlichen Schauspielintendanten Oliver Reese und fragen, wieso es ihn unbedingt von der Mainmetropole ans Berliner Ensemble zieht. Hier seine Gründe in der Zusammenfassung.

4. Dezember 2014: Die SZ über den neuen alten Kurs beim TT-Stückemarkt

Als "weitgehende Zurücknahme des neuen Kurses" interpretiert Jürgen Berger die Neuerungen beim nächsten Theatertreffen-Stückemarkt in der Süddeutschen Zeitung – und hat auch TT-Chefin und Ex-Stückemarktleiterin Yvonne Büdenhölzer dazu befragt. Hier die Zusammenfassung.

4. Dezember 2014: Kommentare zum Peymann-Nachfolger Oliver Reese am BE

Die Berliner, aber auch die überregionalen Zeitungen schreiben alle über die Kür Oliver Reeses zum Nachfolger als Intendant des Berliner Ensembles ab 2017. Und zwar mit durchaus einander widerstreitenden Bewertungen. Hier geht's zur Zusammenfassung.

3. Dezember 2014: Porträt von Susanne Kennedy in der taz

Dreizehn Jahre lang hat Susanne Kennedy in Holland gearbeitet. Seit "Fegefeuer in Ingolstadt" kann sie sich aussuchen, was sie machen will. Für die taz hat Annette Walter die Regisseurin porträtiert. Mehr in der Zusammenfassung.

2. Dezember 2014: Gratulation zum Volksbühnen-Geburtstag

Die Berliner Volksbühne wird dieser Tage 100 Jahre alt. Im Tagesspiegel gratuliert heute Rüdiger Schaper.

1. Dezember 2014: Die Presse über den Prozess Stantejsky vs. Burgtheater

Heute ging der Prozess in der Causa Silvia Stantejsky gegen das Burgtheater in Wien mit der Zeugenvernehmung des ehemaligen Burgtheaterdirektors Matthias Hartmann weiter, die Wiener Tageszeitung Die Presse hat Protokoll geführt.

1. Dezember 2014: Deutschlandradio porträtiert den Eggenfeldener Intendanten Sibelius

Klappern gehört zum Geschäft, erst recht, wenn man Theaterchef in der so genannten Provinz ist. Jetzt hat als Deutschlandradio Kultur den Eggenfeldener Intendanten Karl Sibelius entdeckt (den wir vor Monaten hier porträtierten), nachzuhören auf der Radio-Homepage.

30. November 2014: Die Presse interviewt Burg-Schauspieler Johannes Krisch

Am Wiener Burgtheater habe eine "Tempelschändung" stattgefunden, sagt Burg-Schauspieler Johannes Krisch in einem Interview mit der Wiener Presse.

30. November 2014: Das Hamburger Abendblatt porträtiert Birte Schnöink

Birte Schnöink, Schauspielerin am Thalia Theater Hamburg, wurde heute der Boy-Gobert-Preis verliehen." Eim  Porträt im Hamburger Abendblatt.

30. November 2014: Die FAZ resümiert das Festival Politik im Freien Theater

In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung lässt Helene Hegemann das Festival Politik im Freien Theater Revue passieren, die Kurzzusammenfassung.

27. November 2014: Der Sänger Thomas Stimmel über Rassismus im Opernbetrieb

"Besonders als Künstler darf man doch das Thema Diskriminierung und Rassismus nicht totschweigen. Wir müssen offen damit umgehen. Die Kultur sollte Denkanstöße geben und die Menschen anregen, über den Tellerrand hinauszusehen", sagt Thomas Stimmel, der seine Diplomarbeit über "Apartheid im klassischen Gesang" geschrieben hat, der Süddeutschen Zeitung im Interview über sein Arbeitsleben als schwarzer Opernsänger.

27. November 2014: Eine neue Folge des Burgtheaterfortsetzungsromans

Die Wiener Tageszeitung Die Presse meldet, dass der österreichische Kulturminister Josef Ostermayer heute vormittag die neuen bzw. neuen alten Aufsichtsräte der Bundestheater-Holding, des Burgtheaters, der Volksoper, der Staatsoper und der Art for Art benannt hat. "Alles beim Alten gilt ausgerechnet für das Kontrollgremium der Burg", schreibt Judith Hecht. Ostermayer wünsche trotz der Skandale des letzten Jahres dort keinerlei personelle Veränderung.

27. November 2014: Porträt der Theaterfotografin Birgit Hupfeld

Die Welt porträtiert die in Frankfurt/Main ansässige Theaterfotografin Birgit Hupfeld.

26. November 2014: Doppel-Interview mit Ulrich Matthes und Ulrich Khuon

Der Berliner Tagesspiegel ist ins Deutsche Theater aufgebrochen, um mit Intendant Ulrich Khuon und Schauspielstar Ulrich Matthes zu sprechen. Matthes hält die die Hauptstadt-Theaterkritik für "hart, sehr selbstbewusst und manchmal ein bisschen zu kulturpolitisch. In der Mehrzahl aber okay". Und Khuon erklärt, warum das Theater von seiner gesamtgesellschaftlichen Bedeutung eingebüßt hat. Zur Zusammenfassung.

26. November 2014: Interview mit dem designierten Trierer Intendanten Sibelius

Zur kommenden Spielzeit übernimmt Karl Sibelius die Leitung des Theaters in Trier. "Alle sollen im Theater erfahren, was sonst eher verdrängt wird. Das Theater muss für alle ein Ort der gesellschaftlichen wie der Selbstreflexion sein", so stellt der künftige Intendant in der Saarbrücker Zeitung seine Visionen vor.

25. November 2014: Die taz stellt den Performancekünstler Dieudonné Niangouna vor

Der kongolesische Künstler, der zur Zeit am Mousonturm in Frankfurt zu sehen ist, schreibt laut Hauschef Matthias Pees "wie Jelinek und inszeniert wie Schlingensief". Mehr auf taz.de.

20. November 2014: Österreichs Presse über den neuen Leiter der Wiener Festwochen

Naturgemäß beschäftigen sich die österreichischen Medien heute mit der Personalie Tomas Zierhofer-Kin, der ab 2016 die Wiener Festwochen leiten wird. Konkrete Pläne gibt's noch nicht, heilige Kühe allerdings auch nicht. Mehr in der Zusammenfassung.

20. November 2014: Der Zürcher Tagesanzeiger stellt in der Schweiz Toshiki Okada vor

Während Japan in eine Rezession rutscht, porträtiert der Tagesanzeiger Toshiki Okada, der in Basel gerade sein Stück Super Premium Soft Double Vanilla Rich präsentiert und spricht mit ihm über die Krise. Mehr hier.

18. November 2014: Porträt der Performance-Gruppe Gob Squad

Anlässlich des 20. Bühnenjubiläums von Gob Squad porträtiert der Berlin Tagesspiegel das Kollektiv aus Gießen und Nottingham und würdigt es als Beweis dafür, dass der "britische und der deutsche Humor durchaus kompatibel sind". Mehr auf tagesspiegel.de.

17. November 2014: Interview mit Wilfried Schulz zur Intendanz in Düsseldorf

"Eine Eröffnung in Ersatzspielstätten oder Interimslösungen wird es mit mir nicht geben", sagt Wilfried Schulz, designierter Intendant des Düsseldorfer Schauspielhauses (hier unsere Meldung mit Presseschau), im Interview mit der Rheinischen Post, und: Er glaube nicht, dass der Düsseldorfer ein merkwürdiges, westeuropäisches  Sonderwesen ist, das Theater nicht braucht. "Ich halte die These vom schwierigen Publikum für Quatsch." Er denke nun darüber nach, "was die Leute interessiert, und wie das Theater ein sinnvoller Spiegel der Stadtgesellschaft werden kann".

12. November 2014: Die SZ kritisiert den Faust-Theaterpreis

Den Machern des Faust-Theaterpreises hat Till Briegleb von der Süddeutschen Zeitung im Anschluss an die Preisverleihung kräftig in die Festtagssuppe gespuckt. Hier die Zusammenfassung.

12. November 2014: Die NZZ sieht Reza, Houellebecq und Thalheimer in Paris

Über Pariser Theaterereignisse berichtet Barbara Villiger Heilig in der Neuen Zürcher Zeitung: Yasmina Rezas französische Erstaufführung von "Ihre Version des Spiels" (in Eigenregie der Autorin!), Julien Gosselins Adaption von Michel Houellebecqs "Elementarteilchen" und Michael Thalheimer mit Heiner Müllers "Der Auftrag". Mehr auf der Website der NZZ.

7. November 2014: Der Deutsche Bühnenverein pro Livestreaming

"Wir bekommen sehr viel öffentliches Geld. Und je mehr Öffentlichkeit wir über solche Möglichkeiten herstellen können, umso besser ist es für das Publikum". Mit "Möglichkeiten" ist das momentan heiß diskutierte Livestreaming von Theateraufführungen im Netz gemeint, zu dem das RBB-Kulturradio Bühnenvereins-Direktor Rolf Bolwin interviewt hat. Hier geht's zur Presseschau.

7. November 2014: Die Zürcher Weltwoche attackiert das öffentlich geförderte Theater

In der Weltwoche attackiert der Kultur-Ressortleiter die öffentlich geförderten Theater der Schweiz für schrumpfende Wirtschaftlichkeit, schrumpfende Relevanz, aber wachsende Postdramatik. Hier die Zusammenfassung.

7. November 2014: Die Berliner Zeitung deckt auf: Das BE twittert nicht!

Da hat man ein paar Tage lang an das Unmögliche geglaubt. Nämlich daran, dass das Berliner Ensemble, diese aufrecht den neumodischen Netzspielereien anderer Häuser trotzende Bühnenbastion, sich in die Sphäre der Social Media vorgewagt hätte – und dann das! In der Berliner Zeitung deckt der Kollege Ulrich Seidler auf, dass das BE neuerdings doch keinen Twitterkanal betreibt. Zitat Presseabteilung: "Wir twittern nicht, heißt, dass wir nicht twittern. Oder glauben Sie, wir wären auf einmal modern geworden?" Ach nein, wie konnten wir nur!

7. November 2014: Christian Friedel über sein Shakespearealbum Woods of Birnham

Dresdens Christian Friedel spielt nicht nur auf der Bühne (Don Carlos) und im Film (den Lehrer in Hanekes "Das weiße Band"), sondern schreibt auch Popsongs mit seiner Band Woods of Birnam. Einige davon gab's jüngst im "Hamlet" zu hören. Jetzt kommt das erste Album raus, mit Shakespeare-Anleihen selbstverständlich, wie Friedel im Promo-Interview mit dem Münchner Merkur erzählt.

5. November 2014: Die Mauerkreuzklau-Aktion des Zentraums für Politische Schönheit

Bazon Brock, emeritierter Professor für Ästhetik und einer der Väter der Aktionskunst in Deutschland, hat in einem Interview im Deutschlandradio Kultur scharfe Kritik an der Aktion des Künstlerkollektivs Zentrum für Politische Schönheit "Erster Europäischer Mauerfall" geübt. Nachdem die Aktion auch von Vertretern der Berliner und Brandenburger Landespolitik u.a. als "dumm und geschmacklos" bezeichnet worden war, hat die Intendantin des veranstaltenden Maxim Gorki Theaters Berlin Shermin Langhoff sich hinter das Zentrum für politische Schönheit gestellt. Zur Zusammenfassung der unterschiedlichen Reaktionen.

5. November 2014: Porträt von Charly Hübner im Tagesspiegel

Anlässlich seines Auftrittes als grenzöffnender NVA-Soldat heute Abend in der Glotze bringt der Berliner Tagesspiegel ein lesenswertes Porträt des Schauspielers und Rostocker Fernsehkommissars Charly Hübner. Wir reichen eine Teilzusammenfassung.

3. November 2014: Die taz über das Thema Erster Weltkrieg an den Theatern

Krieg werde hier nicht historisch erzählt, "im großen Rauschen des Kriegs rückt das Leid des Einzelnen nach vorn", schreibt Simone Kaempf in der taz über Remarque-Inszenierungen bzw. das Thema des Ersten Weltkriegs an den Theatern.

3. November 2014: Der Tagesspiegel über den Berliner Schauspieler Moritz Gottwald

Unverschämt begabt, auch dramaturgisch denkend, mit wahnsinnig schneller Auffassungsgabe - großes Lob bekommt der Schauspieler Moritz Gottwald in dem Porträt, das Patrick Wildermann vor der Premiere von "Kasimir und Karoline" an der Berliner Schaubühne über ihn im Tagesspiegel geschrieben hat.

1. November 2014: Joachim Lottmann / Gerhard Stadelmaier über Theater-Livestreams

In der Tageszeitung "Welt" befasste sich gestern der Schriftsteller Joachim Lottmann mit dem Vorschlag des Berliner Kulturstaatssekretärs Tim Renner, Theaterpremieren per Livestream in den virtuellen Zuschauerraum zu übertragen – mit spitzen Fingern. Gerhard Stadelmaier rechnet heute in der FAZ noch drastischer mit Renners Vorschlag ab und setzt Livestreaming mit Theatervernichtung gleich. Die Zusammenfassung.

31. Oktober 2014: Burgtheaterehrenmitglied Elisabeth Orth im Interview

Im Interview mit der Wiener Tageszeitung Der Standard erzählt die Schauspielerin Elisabeth Orth, der heute die Burgtheater-Ehrenmitgliedschaft verliehen wird, unter anderem, dass sie Schwierigkeiten mit Elfriede Jelineks Textkaskaden hat und eigentlich gerne mal das Gretchen gespielt hätte.

30. Oktober 2014: Ein Kongress zur Energieeffizienz in hessischen Theatern

Die Frankfurter Rundschau berichtet über einen Kongress zu Energieeffizienz in hessischen Theatern, der neue Erkenntnisse und Forderungen apropos energiesparendes Lichtdesign hervorgebracht hat. Die Zusammenfassung.

30. Oktober 2014: Die Welt interviewt Berlins Kultursenator Tim Renner

"Die Kultur wird überall an die Seiten gedrängt. Da müssen wir gegenhalten", sagt Berlins Kulturstaatssekretär Tim Renner im Interview mit der "Welt". Berlin könne zum ersten Mal in seiner Geschichte "dauerhaft Vorbild sein". Renner gewährt außerdem Einblicke in seinen Politiker-Alltag und erklärt, warum er eine ironische Distanz dazu für unabdingbar hält.

28. Oktober 2014: Die NZZ interviewt Romeo Castellucci

"Glauben oder nicht glauben ist eine private Angelegenheit. Das Theater jedoch ist etwas Religiöses", sagt Romeo Castelluci im Gespräch mit Barbara Villiger Heilig von der NZZ. "Nicht wegen der Inhalte. Sondern wegen der Struktur: Menschen versammeln sich vor einem Bild. Diese Begegnung ermöglicht einen Kontakt. Es passiert etwas, was über Worte hinausgeht."

25. Oktober 2014: Die Zeit über das Hamburger Stadtteiltheaterprojekt New Hamburg

"Schlingensief wühlte in Wunden, aber seine Kunst kam über die Provokation nicht hinaus. Bicker, Jelden und Graessner provozieren nicht. Sie helfen." Und zwar mit dem Hamburger Stadtteilprojekt New Hamburg. Das zumindest schreibt Ulrich Stock in der Zeit, und schildert das Besondere dieses Projekts.

24. Oktober 2014: Dries Verhoeven spricht über sein umstrittenes Projekt Wanna play?

Im Interview mit der taz erläutert der für sein Dating-App-Projekt Wanna play? scharf kritisierte Künstler Dries Verhoeven, was er mit der Aktion hatte erreichen wollen und welche Erfahrungen er selbst in den drei Jahren als aktiver Grindr-Nutzer gemacht hat. Dabei fragt er unter anderem, "was passiert, wenn man immer die Cruising Area dabei hat und eben nicht nur zweimal die Woche in den Darkroom geht." Mehr in der Zusammenfassung.

24. Oktober 2014: Die Stuttgarter Zeitung befragt die Regisseurin Andrea Breth

"Ich bin sehr erleichtert, dass sie es geworden ist", sagt Andrea Breth über die alte, neue Burgtheater-Intendantin. Aber auch, was sie vom zeitgenössischen Theater, Videos und Romanen auf der Bühen hält, erfährt man im Interview mit der Stuttgarter Zeitung. Zur Zusammenfassung.

24. Oktober 2014: Die FR erklärt die Bedeutung von Foyer-Floskeln

Neulich hatten wir in unserem Dienstags-Diagramm die schönsten Sätze aus Pausengesprächen zusammengetragen. Jetzt geht die Frankfurter Rundschau in ihrer Glosse Times Mager einen Schritt weiter: Was wollen die Foyer-Floskeln wirklich sagen? Judith von Sternburg erklärt es uns.

23. Oktober 2014: Sanierung von Oper und Schauspiel Köln wird erheblich teurer

Die Sanierung der Oper und des Schauspiels in Köln wird offenbar erheblich teurer als geplant – von gut zehn Prozent spricht der Kölner Stadtanzeiger, auf deren Webpräsenz alles weitere nachzulesen ist.

19. Oktober 2014: Die Basler Zeitung über Theater und Livestreaming

In der Baseler Zeitung gibt Theaterkritiker Andreas Tobler einen Überblick über Livestreaming- und DVD-Angebote der Theater und zeigt sich skeptisch, was deren ästhetische Möglichkeiten angeht. Mehr in der Zusammenfassung.

18. Oktober 2014: Der Tagesspiegel über Theater-Zensur in der Türkei

Von Zensur bzw. Zensurversuchen der türkischen Regierung im Theaterbereich berichtet heute der Tagesspiegel. Der Direktor der türkischen Staatstheater, Mustafa Kurt, ist aus Protest gegen das Vorgehen des Kulturministeriums sogar zurückgetreten. Mehr in der Zusammenfassung.

17. Oktober 2014: Roger Behrens über Dries Verhoevens Wanna Play

"Dass er eine neue Sozialtechnologie rückübersetzt in eine Situation, die ausstaffiert ist nach dem alten Vergesellschaftungsmodell der Intimität des Privaten", sei der Skandal an Dries Verhoevens vom HAU Berlin an- und wieder abgesetzter Aktion Wanna Play (mehr dazu hier), schreibt Roger Behrens in der Jungle World und schließt eine Reflektion über die gesellschaftlichen Auswirkungen der Kommunikationsvermarktung an. Nachzulesen auf jungle-world.com.

13. Oktober 2014: Ärger um Völkerkunde-Show von Das Helmi

Die Berliner Knautschpuppen-Combo Das Helmi wurde zum Humboldt-Lab gebeten, um die Geschichte der Völkerkunde umzusetzen. Und jetzt gibt es Ärger, wie die Berliner Zeitung berichtet. Mehr in der Zusammenfassung.

13. Oktober 2014: Berlins Kulturstaatssekretär Tim Renner will höhere Opernpreise

Berlins neuer Kulturstaatssekretär Tim Renner hat im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung nicht nur ausgiebig das kreative Umfeld in Berlin gepriesen, sondern auch angedeutet, dass der Opernbesuch in der Hauptstadt künftig ein gutes Stück teurer werden könnte. Mehr dazu in der Zusammenfassung.

10. Oktober 2014: Thomas Ostermeier spricht über sich und andere Regisseure

Die Berliner Morgenpost hat anlässlich der heutigen Buchvorstellung des Gesprächsbandes "Ostermeier backstage" (Buchkritik hier) noch einmal mit dem Schaubühnen-Chef Thomas Ostermeier gesprochen – über sein Theater und das der anderen und die Überflüssigkeit von Regisseuren. Zur Zusammenfassung.

9. Oktober 2014: Der Tagesspiegel über ein Moskau-Gastspiel der Berliner Schaubühne

Die Schaubühne Berlin ist mit ihrer Ibsen-Inszenierung Der Volksfeind nach Moskau gereist, nicht ohne zu diskutieren, ob man angesichts der politischen Lage eine Einladung nach Russland annehmen sollte. In der zweiten Vorstellung enterten dann Zuschauer im Monolog-Mittelteil solidarisch die Bühne, berichtet Patrick Wildermann im Tagesspiegel.

8. Oktober 2014: Jan Linders auf dradio über Ensemble-Zusammensetzungen

"Wir haben einen Nachholbedarf", gesteht Jan Linders, Schauspielchef in Karlsruhe – und meint die doch recht "biodeutsche" Zusammensetzung seines Ensembles. "Schauspielschulen nehmen jetzt türkischstämmige auch andere migrantische Schauspielschüler auf, weil sie wissen: Diese haben jetzt auch eine Chance an den Bühnen. Sie werden nicht nur als Drogendealer oder Gangster oder als Klischee besetzt. Und wir als Stadttheater müssen da jetzt auch einen Schritt machen." Mehr im Interview mit Elske Brault auf Deutschlandradio Kultur.

6. Oktober 2014: Live-Ticker vom Prozess Stantejsky vs. Burgtheater

Sehr lohnend zu lesen: Der Live-Ticker des Wiener Standard vom Prozess, den Silvia Stantejsky gegen ihre Entlassung aus dem Burgtheater vor dem Arbeitsgericht führt. Hier geht es längs.

6. Oktober 2014: Ein Ulrich-Tukur-Porträt im Zeit-Magazin

Im Zeit-Magazin der letzten Woche (2.10.2014) hat Stefan Willeke ein sehr ausführliches und sehr anschauliches Portrait des Schauspielers Ulrich Tukur veröffentlicht.

6. Oktober 2014: NZZ und SZ besuchen Les Nègres von J. Genet und R. Wilson in Paris

Neue Zürcher Zeitung und Süddeutsche Zeitung berichten heute von einer Aufführung von Jean Genets Les Nègres, inszeniert von Robert Wilson am Pariser Odéon-Theater. Hier geht es zu einem Excerpt der Artikel.

3. Oktober 2014: Gespräch mit MV-Kulturminister in Rostocker Internetzeitung

Die Internetzeitung für die Hansestadt Das ist Rostock.de führt ein ausführliches Gespräch mit dem Kulturminister von Mecklenburg-Vorpommern Mathias Brodkorb über die Theater im Land, besonders in Rostock. Fazit: Im Theater sind unsere Ausgaben je Einwohner doppelt so hoch wie etwa in Bayern oder Schleswig-Holstein. Und das geht nicht. Hier geht es zum Artikel, in dessen Kommentarbereich Brodkorb und Geschäftsführer Stefan Rosinski die Debatte mittlerweile weiterführen.

1. Oktober 2014: Die FAZ besucht den Auftakt der Wuppertaler Theatersaison

Die FAZ hat den Auftakt der Wuppertaler Theatersaison besucht. Sechs Herren, drei Damen um einen Flügel, singen Die schöne Müllerin. Halb entsetzt, halb verzweifelt der Besucher. Hier geht es zum Artikel.

28. September 2014: Das Magazin Profil befragt Ex-Burggeschäftsführerin Silvia Stantejsky

Zum ersten Mal seit ihrer Entlassung im Januar 2014 äußert sich die Ex-Vizedirektorin und -kaufmännische Geschäftsführerin des Wiener Burgtheaters Silvia Stantejsky zu all den Skandalen, die ihren ehemaligen Arbeitsort umwölken und von manchen ihr in die Schuhe geschoben werden. Wir haben Stantejskys Interview mit dem Nachrichtenmagazin Profil hier zusammengefasst.

27. September 2014: Dieter Wedels Einstands-Pressekonferenz in Bad Hersfeld

Das lokaljournalistische Internetportal osthessen-news.de berichtet ausführlich in Wort, Bilder und Bewegtbild von Dieter Wedels Einstands-Pressekonferenz als neuer Intendant der Bad Hersfelder Festspiele. Hier die Zusammenfassung.

26. September 2014: Porträt: Philipp Ruch vom Zentrum für politische Schönheit

Das Schweizer Migros Magazin porträtiert den studierten Philosophen und Gründer der Aktionsgruppe Zentrum für Politische Schönheit, Philipp Ruch, der sagt: "Theater und Film im klassischen Sinne sind scheintote Medien. In der Aktionskunst liegt die Zukunft des Theaters." Mehr auf migrosmagazin.ch.

26. September 2014: Die Süddeutsche Zeitung zu Peter Turrinis 70. Geburtstag

Als "Kumpel" und Arbeiterdichter, der stets "Kontakt zum sogenannten kleinen Mann" gehalten habe, porträtiert die Süddeutschen Zeitung den Dramatiker Peter Turrini zu dessen 70. Geburtstag. Online leider nicht verfügbar.

25. September 2014: Die Süddeutsche Zeitung über inklusives Stadttheater in Darmstadt

In Darmstadt sitzen zwei Schauspieler des Staatstheater-Ensembles im Rollstuhl. Sie sollen sein wie alle anderen. Kann das funktionieren, fragt sich Mounia Meiborg in der Süddeutschen Zeitung. Mehr in der Zusammenfassung.

25. September 2014: Das Wirtschaftsversagen der deutschen Theatermacher

Anlässlich Andreas Kriegenburgs Inszenierung von "Glaube Liebe Hoffnung" in Frankfurt macht sich Der Freitag so seine Gedanken, warum die großen deutschen Theater und die Theatermacher vor der Darstellung der großen wirtschaftlichen Zusammenhänge so kläglich versagen.

24. September 2014: Die Burgtheaterchronik des Wiener Standard

Der Standard aus Wien schreibt eine eigene BurgtheaterchronikDer Thriller um das Burgtheater in 13. Kapiteln, ein sehr schönes Stück journalistischer Arbeit.

24. September 2014: Die FR über Dieter Wedels Ernennung zum Hersfelder Festivalchef

Die Regierenden der Stadt Bad Hersfeld "haben eindrucksvoll Zeugnis davon abgelegt, dass sie ein Event wollen", schreibt Judith von Sternburg in einem Kommentar zur Ernennung Dieter Wedels als Festspielmufti in Bad Hersfeld.

23. September 2014: Markige Frank Castorf-Sprüche neueste Lieferung

Der Berliner Tagesspiegel (23.9.2014) rollt Frank Castorf, dessen Vertrag an der Volksbühne 2016 ausläuft, den roten Teppich für ein paar markige Sprüche aus. Im Interview mit Peter Laudenbach lästert er über Tim Renner, den ernährungsbewussten Prenzlauer Berg, die Lauheit von Berlin im Allgemeinen und wünscht sich für die Zukunft der Volksbühne etwas, "das stärker ist als ich".

22. September 2014: Helene Hegemann rehabilitiert Jette Steckels Romeo und Julia

Man freue sich von Szene zu Szene auf den "nächsten bahnbrechenden Regie-Einfall", Theater werde wieder ein "gesellschaftliches Ereignis": Helene Hegemann rehabilitiert in der FAS Jette Steckels teils verrissene Inszenierung von Romeo und Julia, die vor Kurzem in Hamburg herauskam. Die Kritiker "fortgeschrittenen Alters" erhalten eine "Abhandlung über die falsche Wahrnehmung von Pop im Allgemeinen". Zur Zusammenfassung.

20. September 2014: Johanna Wokaleks Trauerrede für Gert Voss

"Jedes Mal glaubte ich auf der Leseprobe: Der Gert hat alles, er ist schon fertig." Im Juli starb der Schauspieler Gert Voss. Im Burgtheater wurde nun eine Trauerfeier auf ihn abgehalten, bei der seine Schauspielkollegin Johanna Wokalek eine bewegende Rede hielt; nachzulesen in der Neuen Zürcher Zeitung.

19. September 2014: Format-Interview mit Burg-Interimschefin Karin Bergmann

Im Interview mit dem österreichischen Nachrichtenmagazin Format dementiert Burgtheater-Interimsintendantin Karin Bergmann nicht, dass sie Interesse daran hat, das Burgtheater ab 2016 weiterzuleiten. Außerdem erklärt sie, was das Theater ihrer Ansicht nach leisten muss und welche Teile des Hauses sie als Werbeflächen vermieten würde. Die Zusammenfassung.

18. September 2014: Die Zeit porträtiert die Gorki-Intendantin Shermin Langhoff

Die Zeit widmet dem Gorki Theater Berlin einen Themenschwerpunkt; das Haus wird vorgestellt, indem seine Intendantin porträtiert wird. Jana Simon beschreibt Shermin Langhoff unter anderem als Öffentlichkeitsarbeiterin und symbolische Mutter, die zuwenig schläft. Mehr hier.

18. September 2014: Zeit-Plädoyer für ein neues Wuppertaler Tanztheater

Ebenfalls in der aktuellen Zeit: ein Plädoyer von Dorion Weickmann für eine Erneuerung von Pina Bauschs Wuppertaler Tanztheater. Hier zusammengefasst.

18. September 2014: Peter-Handke-Interview in der Zeit

Noch etwas aus der Zeit: Im Interview mit der Wochenzeitung bescheinigt Peter Handke, der am kommenden Wochenende in Oslo mit dem Ibsen-Preis ausgezeichnet werden wird, seinen jüngeren Dramatikerkollegen einen fehlenden Dämon. Mehr in der Zusammenfassung.

18. September 2014: Bibiana Beglau spricht im Münchner Merkur

Bevor sie heute abend die Bühne erklimmt zur Spielzeiteröffnung im Residenztheater München mit Edward Albees "Wer hat Angst vor Virginia Woolf", hat "Schauspielerin des Jahres" Bibiana Beglau dem Münchner Merkur erklärt, was sie bewegt: "Wie gestalten wir unsere Unterhaltung auf der Kugel, die durchs Weltall zwitschert – ohne Sinn und Verstand, dabei haben wir ein Wesen, das das Leben überdenken kann." Alles weitere auf merkur-online.

17. September 2014: Die Stuttgarter Zeitung interviewt Armin Petras

Der Stuttgarter Intendant erläutert der Stuttgarter Zeitung, warum er sich mit seinen Regisseuren neuerdings in den Buh-Orkan stellt und woher sein Faible für Romanadaptionen rührt. Die Zusammenfassung.

17. September 2014: Der Tagesanzeiger porträtiert Roger Merguin

Für den Tagesanzeiger porträtiert Andreas Tobler den Leiter der Zürcher Gessnerallee Roger Merguin als uneitlen Theatermacher, der Experimente etwa von machina eX und Künstler wie Thom Luz und Miet Warloop an seinem Haus fördert. Mehr auf tagesanzeiger.ch.

16. September 2014: Intendant Wilfried Schulz jetzt auch im Gespräch in Düsseldorf

Eben noch kürte der Wiener Standard den aktuellen Dresdener Intendanten Wilfried Schulz zum Kandidaten für die Wiener Burgtheaterintendanz. Jetzt hat die Rheinische Post aus Düsseldorf gehört, er könnte auch Intendant des dortigen Schauspielhauses werden. Näheres in der Zusammenfassung.

15. September 2014: Berichte über Spartenschließungen am Volkstheater Rostock

Das Volkstheater Rostock, das in einer Woche seinen Intendanzstart unter Sewan Latchinian feiert, ist akut von der Schließung seiner Tanz- und Opern-Sparten bedroht. Das legt eine Beschlussvorlage nahe, die nun bereits im November festgezurrt werden soll und über die die Ostsee-Zeitung in mehreren Berichten und einem Interview mit Latchinian und dem Kaufmännischen Leiter Stefan Rosinski berichtet. Möglicherweise werden die Orchestermusiker, die die Sicherheit ihrer 72 Arbeitsplätze einfordern, deshalb den Saisonauftakt bestreiken. Mehr in der Zusammenfassung.

14. September 2014: Interview mit Katharina Thalbach in der Berliner Morgenpost

Im Interview mit der Berliner Morgenpost wünscht sich Schauspielerin und Regisseurin Katharina Thalbach ihr "kaputtes Piss-Berlin" zurück. Mehr auf morgenpost.de.

14. September 2014: Zwei Mal Nina - Kunzendorf + Hoss in der Berliner Morgenpost

Zudem hat die Morgenpost die in Theater und Film glänzenden Schauspielerinnen Nina Kunzendorf und Nina Hoss im Gespräch. Mehr auf morgenpost.de.

13. September 2014: Besuch bei Peter Handke – Bericht in der Wiener Presse

Demnächst erhält Peter Handke in Oslo den hochdochtierten Ibsen-Preis. Aus diesem Anlass hat Barbara Petsch von der Wiener Presse ihn in seinem Haus im Pariser Vorort Chaville zum Interview besuchen dürfen. Die Antworten, die Handke gibt, hätte sich Tom Kummer nicht besser ausdenken können. Mehr auf diepresse.com.

12. September 2014: Regisseurin Yael Ronen im Tagesspiegel-Porträt

Im Vorfeld der Premiere von "Erotic Crisis" am Gorki Theater Berlin hat Sandra Luzina vom Tagesspiegel Regisseurin Yael Ronen porträtiert. Über die Vorarbeit für diese neue Stückentwicklung heißt es: "Sie haben sich Pornos im Internet angeschaut, das Balzverhalten im Berliner Nachtleben studiert und bei ihren Recherchen auch Tantra-Workshops besucht." Mehr auf tagesspiegel.de.

11. September 2014: Die Zeit über die Theaterarbeit von René Pollesch

In einem ebenso langen wie weit ausholenden Text beschreibt Thomas Assheuer heute in der ZEIT die Text- und Theaterarbeit von René Pollesch. Hier unsere Zusammenfasung.

11. September 2014: Überblick zur Debatte Kommentare im Netz

Und wieder Neues von den Kommentaren im Netz. Von Anfang an waren die LeserInnen-Kommentare wesentlicher Bestandteil von nachtkritik.de. Inzwischen sind die Wortmeldungen des Publikums längst überall Standard. Aber stehen sich Journalismus und seine Adressaten wirklich auf Augenhöhe gegenüber? Im Netz gibt es seit langem Auseinandersetzungen über die sich in Kommentaren äußernde vox populi. Wir haben uns bemüht, wichtige, neuere Beiträge zusammenzutragen. Zuletzt hat sich Christoph Kappes zu Wort gemeldet. Hier eine Zusammenfassung der Beiträge.

10. September 2014: Das ND rügt die Haltungslosigkeit des Postdramatischen Theaters

Das Theater steckt in derPostmoderne-Krise: Ironisch und ohne Haltung, realitätsfern, effekthascherisch und ohne Sinn und Inhalt stellt sich die Bühnenwelt dem Theaterkritiker Christian Baron in einer Polemik für das Neue Deutschland dar. Hier die Zusammenfassung.

10. September 2014: Die Mülheimer Rede des Suhrkamp-Theaterchefs Frank Kroll

"Neue Dramatik wird nicht mehr automatisch als Spielplanrisiko angesehen", freut sich der Leiter des Suhrkamp Theater- und Medienverlages Frank Kroll. In seiner Rede vom Mülheimer Stückemarkt, die auf dem Suhrkamp-Blog nun online ist, ruft er auch zum Miteinander statt zur Dominanz von Text oder Regie auf.

9. September 2014: Positionspapier zur Zukunft der Bad Hersfelder Festspiele

Im Bemühen um Moderation im Konflikt zwischen Intendant Holk Freytag und Bürgermeister Thomas Fehling (FDP) haben die Fraktionen von SPD und Grünen ein Positionspapier zur Zukunft der Bad Hersfelder Festspiele vorgelegt. Mehr in der Zusammenfassung.

9. September 2014: Zum 15. Geburtstag des Forum Freies Theater Düsseldorf

Zum 15. Geburtstag des Forum Freies Theater Düsseldorf porträtiert Deutschlandradio Kultur diese wichtige Experimentierstätte freier Gruppen. Mehr auf der Onlineseite des Deutschlandradios Kultur.

9. September 2014: Lob für Elfriede Jelinek von ihren Regie und Schauspiel-Vertrauten

Vor der Hamburg-Premiere der Schutzbefohlenen von Elfriede Jelinek hat Die Welt mit Regisseur Nicolas Stemann und Schauspieler Sebastian Rudolph gesprochen, die das Werk der Autorin bestens kennen und es für "Energie und Anarchie" wertschätzen (wie Rudolph treffend sagt). Mehr online bei der Welt.

8. September 2014: Matthias Hartmann in der SZ zur Misswirtschaft an der Wiener Burg

"Das Verhängnis der schwarzen Null" mit dieser Überschrift ist das ganzseitige Interview in der Süddeutschen Zeitung betitelt, in dem sich Ex-Burgtheater-Direktor Matthias Hartmann ausführlich zu den Vorwürfen der Misswirtschaft äußert und auch Vorwürfe erhebt. Zur Seite steht ihm in dem Gespräch Theater-Finanzexperte Peter F. Raddatz. Mehr in der Zusammenfassung.

8. September 2014: Die NZZ über die Burgtheater-Trauerfeier für Gert Voss

Und anlässlich der Burgtheater-Trauerfeier für den Schauspieler Gert Voss schreibt Barbara Villiger Heilig in der Neuen Zürcher Zeitung, wie sich die Burgtheater-Ehemaligen, die seit der Krise vom Frühjahr gerichtlich aufeinander losgehen, bei dem Ereignis höflich auf den Füßen herumtrampeln. "Weshalb erschienen sie überhaupt? Wahrscheinlich ein wienerisches Phänomen."

6. September 2014: Die Berliner Morgenpost übers Twittern aus dem Theater

Katrin Pauly schaut in der Berliner Morgenpost darauf, wie die "Theater mit Twitter & Co. flirten". Theater sei wie Twitter: sprachbasiert, emotional und live." Die vierte Wand sei "längst porös, Interaktion gang und gäbe." Warum also keine Social-Media-Profile für Signa-Performer oder Publikumsvideos inmitten eines Katie-Mitchell-Livestreams? "Natürlich müssten sich die Theatermacher dafür extrem öffnen, Unfertiges riskieren. Nach Illusion kam Dekonstruktion, jetzt eben eine neue Form der digitalen Interaktion."

6. September 2014: Cicero über die krisengeschüttelte deutsche Theaterlandschaft

Das "Magazin für politische Kultur" Cicero berichtet in seiner September-Ausgabe von einer Reise durch die krisengeschüttelte deutsche Theaterlandschaft. Wir fassen zusammen.

6. September 2014: Über die Folgen der Zielvereinbarung für das Volkstheater Rostock

Die Norddeutschen Neuesten Nachrichten berichten heute über den Entwurf der Zielvereinbarung zwischen der Stadt Rostock und dem Land Mecklenburg-Vorpommern. Der sieht neben der bekannten Deckelung der Landeszuschüsse bis 2020 auch eine Deckelung der städtischen Zuschüsse für das Rostocker Volkstheater vor. Mehr in der Zusammenfassung.

5. September 2014: Das Magazin brand eins über Produktionsbedingungen im Theater

In der September-Ausgabe des Wirtschaftsmagazins brand eins beschreibt der Berliner Theaterkritiker Peter Laudenbach am Beispiel des Hamburger Thalia Theaters die "paradoxe Organisation" Stadttheater. Mehr in der Zusammenfassung.

5. September 2014: Der Freitag über die geschüttelte deutsche Theaterlandschaft

Der Freitag besichtigt die in der Welt gerühmte, jedoch von Krisen geschüttelte deutsche Theaterlandschaft. Hier geht's zum Text.

5. September 2014: Abschied von Gert Voss im Standard

Alle großen Zeitungen nehmen Abschied von Gert Voss und berichten von der gestrigen Begräbnisfeier am Wiener Burgtheater. Im Wiener Standard schreibt Andrea Schurian: "Oft hatte Gert Voss recht, auf der Bühne immer." Hier der Link zum Standard.

5. September 2014: Elisabeth Orth im Interview mit der Presse

Vor der Wiener Premiere von "Die letzten Tage der Menschheit" spricht Burgschauspielerin Elisabeth Orth mit Norbert Mayer von der Presse über Politik, ihre berühmten Eltern und ihren jüngst verstorbenen Kollegen Gert Voss. Mehr online in der Presse.

5. September 2014: Im WDR zieht Heiner Goebbels Bilanz

Im WDR zieht Heiner Goebbels Bilanz seiner drei Jahre Ruhrtriennale-Intendanz. Mehr auf der Onlineseite des WDR.

5. September 2014: Die Thüringer Allgemeine über das Theater Nordhausen

In der Reihe "Thüringen, deine Theater" stellt die Thüringer Allgemeine (4.9.2014) das Theater Nordhausen vor, mit Intendant Lars Tietje, der von sich sagt: "Ich bin kein Freund von dem vermeintlichen Zwang, alles äußerlich 'modernisieren' zu müssen." Link zur Thüringer Allgemeine.

4. September 2014: Mirco Kreibich vermisst Experimente am Thalia Hamburg

Mirco Kreibich verlässt das Ensemble des Hamburger Thalia Theaters – und vermisst einen stärkeren Experimentierwillen am Haus: "Wir haben tolle Regieassistenten, die kaum die Möglichkeit haben, sich auszuprobieren." Das und mehr sagt er im Welt-Gespräch mit Annette Stiekele.

4. September 2014: Die Zeit über Wuppertal und sein neues Stagione-Modell

Auf Zeit-Online berichtet Volker Hagedorn über den Tabubruch, dass das Musiktheater in Wuppertal jetzt ohne eigenes Ensemble und nach dem Stagione-Prinzip arbeitet.

3. September 2014: Die Welt porträtiert Dramatiker Wolfram Lotz

In der Welt porträtiert Felix Stephan den Dramatiker Wolfram Lotz, von dem er glaubt, dass er seine beiden ersten Stücke, "beide vollkommen unspielbar", aus dem toten Winkel heraus geschrieben habe: "Das unbestreitbar Gute am zeitgenössischen Theater: Es zieht Autoren an, denen es um die Sache geht. Weil sie eher keinen Ruhm zu erwarten haben, finden sie einen luftleeren Raum vor, den sie ganz für sich haben."

2. September 2014: Die NZZ über das Phänomen der Bürgerbühnen

Die Neue Zürcher Zeitung beschäftigt sich ausführlich mit dem Phänomen der Bürgerbühnen und fragt: Sind sie eine Reaktion auf das hochreflexive, dekonstruktive Gegenwartstheater in der Tradition von Frank Castorf? Mehr in der Zusammenfassung.

2. September 2014: Der Guardian über die Bedeutung internationaler Korproduktionen

In ihrem Theaterblog für den Guardian schreibt Lyn Gardner über die Bedeutung internationaler Koproduktionen für die britische Theaterszene und hebt u.a. Forced Entertainment und die Talliner-Münchner-Londoner Simon-Stephens-Umsetzung "Three Kingdoms" hervor. Link zum Guardian.

1. September 2014: Die SZ-Abrechnung mit den Salzburger Festspielen

Die Süddeutsche Zeitung nutzt – wie schon Ende vergangener Woche die Wiener Tageszeitung Die Presse – den Rückblick auf die diesjährigen Salzburger Festspiele, um grundsätzlich an der Ausrichtung des Edel-Festivals zu zweifeln. Hier die Zusammenfassung.

1. September 2014: Jonathan Meese in der FAZ über Kunst und Betrieb

Nachgereicht: Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom Samstag redete Jonathan Meese über die Realität und den Betrieb der Kunst und sagte, dass der Hitlergruß zu ihm gehört wie rote Farbe. Hier der Link zur FAZ.

31. August 2014: Interview mit Schauspiel Köln-Intendant Stefan Bachmann

Das erste Jahr seiner Intendanz am Schauspiel Köln war nicht leicht, aber Stefan Bachmann gibt sich im Interview mit der Kölnischen Rundschau (30.8.2014) entspannt. In Finanzverhandlungen mit der Stadt könnte dem Intendanten ein Gutachten in die Karten spielen, das eine Unternehmensberatung erstellt hat. Mehr in der Zusammenfassung.

31. August 2014: Der Tagesspiegel spricht mit Caroline Peters

Dem Berliner Tagesspiegel gibt Burgschauspielerin Caroline Peters ein schönes Interview über HD-Fernseher und Youtube, die Berliner Volksbühne und die Band-Auftritte bei René Pollesch. Mehr in der Zusammenfassung.

31. August 2014: Das Theaterhaus Jena im Zeitungsporträt

Für die Serie "Thüringen, deine Theater" stellt die Thüringer Allgemeine (30.8.2014) das Theaterhaus Jena im Gespräch mit Ko-Leiter und Geschäftsführer Marcel Klett vor. Das Haus bewegt sich auf der "Grenze zwischen Stadttheater und professioneller freier Szene". Hier der Link zur Thüringer Allgemeinen.

30. August 2014: Der neue Mainzer Intendant Markus Müller

Als Kommunikator und Teamplayer und Liebhaber des Vierspartenhauses porträtiert die "Welt" (30.8.2014) den bisherigen Oldenburger und künftigen Mainzer Intendanten Markus Müller. Mehr in der Zusammenfassung.

30. August 2014: Alexander Pereira nimmt im Abschied von den Salzburger Festspielen

In einem letzten gemeinsamen Interview für den Wiener "Standard" (30./31.8.2014) sprechen der scheidende Intendant Alexander Pereira und die Präsidentin des Kuratoriums der Salzburger Festspiele Helga Rabl-Stadler über ihre Konflikte und die Unterdotierung des Festivals – und ziehen Bilanz. Hier der Link zum Standard.

29. August 2014: Die Wiener "Presse" über die Salzburger Festspiele 2014

In der Wiener Tageszeitung "Die Presse" lässt Barbara Petsch heute die diesjährige Ausgabe der Salzburger Festspiele Revue passieren – und findet, dass heuer wie auch schon in den letzten Jahren Innovation gefehlt hat. Details hier.

29. August 2014: Karin Beiers Rückblick auf ihre erste Hamburger Spielzeit beim NDR

Der NDR blickt mit Karin Beier auf ihre erste Spielzeit als Intendantin des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg zurück – und lässt Beier trotz Pleiten, Pech und Pannen einigermaßen optimistisch in die Zukunft schauen. Die Zusammenfassung.

29. August 2014: Thomas Oberenders Goethemedaillenlaudatio auf Robert Wilson

Robert Wilson ist in Weimar mit der Goethe-Medaille des Goethe-Instituts ausgezeichnet worden, und der Berliner Tagesspiegel druckt heute die Laudatio von Berliner Festspiele-Chef Thomas Oberender ab, in der Oberender verrät, was Wilson und Goethe gemeinsam haben. Voilà.

28. August 2014: Alle Wege führen zum Burgtheater – neues aus Wien und Umgebung

Langweilig wird es in Wien diese Spielzeit nicht werden. Dafür werden schon die Anwälte von Matthias Hartmann und andere Kombattanten im Burgtheaterskandal sorgen. Hat Matthias Hartmann arglistig getäucht, um seine Vertragsverlängerung zu erwirken? Hat Interimsburgdirektorin Karin Bergmann mit der der Untreue und Bilanzfälschung verdächtigten Silvia Stantejsky Sommerurlaube am Wallersee verbracht, ist immer noch mit ihr befreundet und läßt sich gar immer noch von ihr beraten? Auf Anfrage der Wiener Tageszeitung "Die Presse" hat Karin Bergmann gesagt: "Ich werde diese untergriffigen Attacken von Matthias Hartmann und seinen Anwälten keiner Antwort würdigen."

27. August 2014: Das ND über die verfehlte Theatereform in Meck-Pom

Wie das Neue Deutschland berichtet, hat der kulturpolitische Sprecher der CDU im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, Marc Reinhardt, zugestanden, dass das Ziel der Theaterreform im Lande verfehlt worden sei.

26. August 2014: Interview mit Milo Rau im Zürcher Tagesanzeiger

Morgen kommt in Zürich beim Theaterspektakel Milo Raus neues Projekt "Civil Wars" heraus: Ein Kammerspiel mit Bach-Untermalung und Schauspieler-Quartett, mit Tschechow-Szenen und Seelen-Erforschung, wie der Zürcher Tagessanzeiger herausgefunden hat. "Ist das noch Milo Rau?" will das Blatt also wissen und hat Alexandra Kedves zum Interview mit Rau geschickt. Mehr in der Zusammenfassung.

25. August 2014: Gespräch mit Stefan Rosinski, Geschäftsführer des Volkstheaters Rostock

In einem Gespräch mit der Internetzeitung Das ist Rostock.de freut sich der kaufmännische Geschäftsführer des Volkstheaters Rostock Stefan Rosinski über einen leichten Gewinn der Theater GmbH von 100.000 Euro für das Jahr 2013.

24. August 2014: Der NDR findet Rechenfehler im Metrum-Gutachten für Meck-Pom

Das Metrum-Gutachten sieht herbe Kürzungen für die Theater in Mecklenburg-Vorpommern bis 2020 vor. Aber erst einmal muss die Unternehmensberatung sich Kritik für eigene herbe Rechenfehler gefallen lassen, wie der NDR berichtet. Mehr in der Zusammenfassung.

23. August 2014: Die Welt findet, Frank Castorf ist Wagner nicht gewachsen

In der "Welt" erklärt Tilman Krause, dass Frank Castorf Wagners "Ring"-Zyklus "geistig und emotional keineswegs zufällig nicht gewachsen" sei. Die Zusammenfassung.

22. August 2014: Interview mit Ex-Burgtheaterdirektor Matthias Hartmann im Standard

"Man wollte mich an die Wand stellen und so laut schießen, dass niemand sieht, wer die wirklich Verantwortlichen sind", sagt Ex-Burgtheaterdirektor Matthias Hartmann im Interview mit dem Wiener Standard. "Im Laufe der Aufräumarbeiten wird sich zeigen, dass es viele Mittäter des Systems gab. Vielen schwante, dass da Dinge nicht richtig laufen. Mit der Entlassung des Direktors ist es nicht getan."

21. August 2014: Ein Interview mit dem Theaterwissenschaftler Hans-Thies Lehmann

Für die Berliner Zeitung / Frankfurter Rundschau hat Arno Widmann mit dem Theaterwissenschaftler Hans-Thies Lehmann gesprochen – über die Tragödie, das "dramatische Theater" als Auslaufmodell und eine Institution Stadttheater, die sich "möglicherweise überlebt" hat. Zur Zusammenfassung.

21. August 2014: Die Zeit stochert im Burgtheater-Sumpf

Die Zeit leistet Abbitte bei Ex-Burgtheaterdirektor Matthias Hartmann, dessen Entlassung sie im März noch rechtens fand. Inszwischen aber seien Dinge herausgekommen, die die Angelegenheit in anderem Licht erscheinen ließen. Mehr in der Zusammenfassung.

20. August 2014: SZ-Besprechung von Thomas Oberenders Peter-Handke-Buch

"Man muss nicht einmal der größte Fan von Handkes Theaterschaffen sein, um dieses Buch zu lieben – wenn nicht um des Theaters, dann um des Gesprächsteilnehmers Peter Handke willen." So endet die Besprechung in der Süddeutschen Zeitung, die sich einem Buch mit vier Gesprächen widmet, die der Intendant der Berliner Festspiele Thomas Oberender mit Peter Handke geführt hat. Auch wir werden uns diesem Band in naher Zukunft zuwenden.

14. August 2014: Gespräch zum Freihandelsabkommen TTIP in der SZ

"Intransparenz macht Menschen skeptisch", sagt Hanser-Verlags-Chef Jo Lendle. "Nur deswegen sitzen wir hier und malen alle möglichen Teufel an die Wand." Er spricht von den geheimen Verhandlungen um das Freihandelsabkommen TTIP, die in der Kulturszene mit größter Skepsis beäugt werden. Die Süddeutsche Zeitung hat in ihrem umfangreichen Dossier zum TTIP ein Interview mit Lendle, dem Münchner Volkstheater-Intendanten Christian Stückl und "Kulturinfarkt"-Autor Dieter Haselbach geführt. Zur Zusammenfassung.

13. August 2014: Der Tagesspiegel schaut voraus auf das Festival Tanz im August

Das traditionsreiche Berliner Festival "Tanz im August" startet an diesem Freitag. Für den Tagesspiegel wirft Sandra Luzina einen Blick voraus und stellt die neue Leiterin Virve Sutinen vor, die auf "starke Körperlichkeit" im Tanz setze und es schätze, "wenn sich in den Arbeiten die Dichotomien auflösen: das Hohe und das Populäre, das Feine und das Rohe." Hier der Link zum Tagesspiegel-Artikel.

9. August 2014: Die SZ über den Dramatiker Jon Fosse

33 Theaterstücke hat der norwegische Meister der Pause Jon Fosse geschrieben, und jetzt will er nicht mehr. Zum Anlass der Uraufführung des offiziell letzten Fosse-Dramas hat Christine Dössel von der Süddeutschen Zeitung sich in Bergen mit Fosse getroffen und im Schweigespräch mit ihm nach Existenziellem geschürft. Die Zusammenfassung.

9. August 2014: Die Süddeutsche Zeitung hält ein Plädoyer gegen TTIP-Gegner

In der Süddeutschen Zeitung wirft Thomas Steinfeld den deutschen "Kulturfunktionären", die eine Ausnahmeregelung für die Kultur im Freihandelsabkommen TTIP fordern, vor, dass sie sich wie ganz gewöhnliche Lobbyisten benehmen und gar nicht wissen, was sie eigentlich unter dem Begriff "Kultur" verteidigen. Mehr hier.

5. August 2014: Der Fall Holk Freytag und die Wirkungen der Schuldenbremse

Vergangene Woche hatte der Magistrat von Bad Hersfeld dem Intendanten der Festspiele, Holk Freytag, gekündigt. Die Art und Weise lässt ahnen, um welche Sparzwänge es gehen wird, wenn in naher Zukunft die von der Förderalismuskommission beschlossene Schuldenbremse greift, so Jürgen Berger in der Süddeutschen Zeitung. Mehr in der Zusammenfasssung.

2. August 2014: Die Süddeutsche Zeitung trifft Frank Castorf in Bayreuth

In Bayreuth läuft Frank Castorfs "Ring"-Inszenierung nun im zweiten Jahr, und Christine Dössel hat für die Süddeutsche Zeitung die Chance genutzt, ihn in Bayreuth im Wirtshaus zu treffen, wo er so wortreich seine Inszenierung verteidigt, dass der Kritikerin bald der Kopf rauchte. Mehr in der Zusammenfassung.

30. Juli 2014: Proteste griechischer Theatermacher gegen Rechtspopulismus

Die tageszeitung blickt nach Griechenland, wo sich ein vorher so nicht gekannter Rechtspopulismus breit macht. Dagegen wehren sich Theatermacher – mit Inszenierungen und Festivals. Zur Zusammenfassung.

30. Juli 2014: Die Schweriner Volkszeitung prüft das regionale Intendantenkarussel

Die Schweriner Volkszeitung mutmaßt über die Nachfolge von Generalintendant Joachim Kümmritz (der in Personalunion gerade auch Neubrandenburg / Neutrelitz leitet). Alle Namen stammen aus dem Haus selbst. Mehr in der Zusammenfassung.

30. Juli 2014: Der Schweizer art-but-fair-Vorsitzende Daniel Ris in der NZZ

Sommerlochzeit ist Lobbyzeit: In der Neuen Zürcher Zeitung erläutert Schauspieler, Regisseur, Autor und Vorstandsmitglied von art but fair Schweiz e.V.Daniel Ris die Arbeit und erste Erfolge seines Vereins.

29. Juli 2014: Die NZZ über den Erfolg der Kaserne Basel

Der Kulturbetrieb der Kaserne Basel unter der Leitung von Carena Schlewitt geht in die sechste Spielzeit. Und der Erfolg dieses Orts für die freie Szene mit Theater, Tanz, Performance und innovativer Popmusik hängt ganz klar mit ihr zusammen, lobt die Neue Zürcher Zeitung. Mehr in der Zusammenfassung.

26. Juli 2014: Der Konstanzer Intendant Christoph Nix über das Glück der Provinz

Seine Karriere darf der Konstanzer Intendant Christoph Nix in der Süddeutschen Zeitung gleich selbt schildern. Wie er furios begann, sich unbeliebt machte, ihm nun Konstanz zu Füßen liegt und er nicht mehr nach Berlin will, ist in der Zusammenfassung nachzulesen.

25. Juli 2014: Sommer-Interview mit André Bücker in der Mitteldeutschen Zeitung

In diesen Tagen wurde bekannt, dass die Intendanz in Dessau-Roßlau neu ausgeschrieben ist. Der Vertrag des jetzigen Intendanten André Bücker, der sich erfolgreich gegen geplante Spartenschließungen gestemmt hatte, wird damit nicht über die nächste Saison hinaus verlängert. Im Interview mit der Mitteldeutschen Zeitung spricht Bücker über die Situation und die vergangenen Proteste. Mehr in der Zusammenfassung.

22. Juli 2014: Der Tagesspiegel spricht mit Schlingensiefs Operndorfarchitekten F. Kéré

Im Interview mit dem Tagesspiegel erzählt der Architekt und Mitbegründer von Christoph Schlingensiefs Operndorf Afrika Francis Kéré, wie es in Remdoogo zugeht – und erinnert sich mit warmen Worten an Schlingensief. Hier die Zusammenfassung. Außerdem lesenswert: die Tagesspiegel-Reportage über die freie Theatergruppe der Berliner Schauspielerin und Regisseurin Dominique Wolf, die die als "erste Favela Berlins" zu zweifelhaftem Ruhm gelangte Cuvry-Brache in Kreuzberg dieser Tage als Freilichtbühne erschließt und am liebsten gleich ein zweites Operndorf dort gründen würde, von Patrick Wildermann.

21. Juli 2014: Spiegel-Sommerinterview mit Frank Castorf

Wolfgang Höbel hat den Volksbühnen-Intendanten und aktuellen Bayreuther "Ring"-Regisseur Frank Castorf zum großen Spiegel-Sommerinterview gebeten. Und Castorf wäre nicht Castorf, wenn er nicht wenigstens ein paar Mal knackig austeilte. Mehr in der Zusammenfassung.

18. Juli 2014: Gerhard Stadelmaiers FAZ-Exegese der Spielzeithefte

Das Theater schafft sich gerade selber ab. Zu diesem Befund kommt bei der Exegese der Spielzeithefte für die kommende Saison in der FAZ Gerhard Stadelmaier. Und liest auch Burkhard C. Kosminskis Brandbrief an die Kulturpolitik noch einmal durch. Mehr in der Zusammenfassung.

14. Juli 2014: S. Plöchinger, Ch. Kappes u.a. zu Kommentarforen im Netzjournalismus

Die Kommentare. Von Anfang an wesentlicher (und immer wieder heftig attackierter) Bestandteil dieser Seite und des hier praktizierten Verständnisses von Kritik. Inzwischen aber längst nicht nur auf nachtkritik.de journalistischer Standard. Journalismus und seine Adressaten stehen sich durch die Kommentarfunktion auf Augenhöhe gegenüber. Das glauben zumindest manche. Dem widerspricht nun Stefan Plöchinger, u.a. Chef von sueddeutsche.de, in einem Blogeintrag, der so starkes Aufsehen erregte, dass ihn selbst Wirschaftsminister Sigmar Gabriel auf seiner Facebookseite gepostet hat. Internetpionier und Publizist Christoph Kappes setzt Gewichtiges dagegen. Und auch die FAZ hat inzwischen so ihre Erfahrungen mit dem Kommentarpöbel gesammelt. Mehr in der Zusammenfassung.

14. Juli 2014: Die Berliner Tageszeitungen resümieren das Festival Foreign Affairs

Die Berliner Tageszeitungen blicken auf das am Wochenende zusammen mit der Fußball-WM zuende gegangene Festival Foreign Affairs zurück, das Matthias von Hartz zum zweiten Mal im Auftrag der Berliner Festspiele kuratiert hat – zum Jubeln hat es sie nicht gebracht. Mehr hier.

14. Juli 2014: Der scheidende Wiesbadener Intendant Manfred Beilharz im FR-Interview

Im Interview mit der Frankfurter Rundschau spricht Manfred Beilharz, der scheidende Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden und Begründer der Biennale Neue Stücke aus Europa, über tabulose Zeiten, die Aufgaben eines Intendanten und seine Pläne, das Festival für europäische Gegenwartsdramatik an anderem Ort fortzuführen. Hier ist die Zusammenfassung.

13. Juli 2014: taz-Interview mit Gorki-Intendantin Shermin Langhoff

Nach ihrer ersten Saison als Chefin des Berliner Maxim Gorki-Theaters gibt Shermin Langhoff der taz ein Interview, spricht über ihre Lebensgeschichte, über Berlin und erklärt die Philosophie ihres Hauses. Eines der wenigen Prinzipien sei: "Es darf keine Arschlöcher geben. Man muss kein Arschloch sein, um gute Kunst zu machen." Die Zusammenfassung.

11. Juli 2014: Interview mit Alexander Pereira, Ex-Intendant der Salzburger Festspiele

Im Interview mit dem österreichischen Nachrichtenmagazin News nimmt der im Streit von den Salzburger Festspielen geschiedene Ex-Intendant Alexander Pereira, der ab 2016 La Scala übernimmt, den Ex-Burgtheaterdirektor Matthias Hartmann und gibt bekannt, dass er Hartmann eine Opernregie in Mailand angetragen habe. Außerdem wettert Pereira gegen die österreichische Kulturpolitik und äußert Zweifel an der Eignung seines designierten Nachfolgers Markus Hinterhäuser. Die Zusammenfassung.

9. Juli 2014: Die Theaterwissenschaftlerin Erika Fischer-Lichte zum TTIP

Die diesjährige Hauptversammlung des Deutschen Bühnenvereins stand unter der Überschrift "Ökonomie und Kunst" und es ging auch um die Folgen des geplanten Freihandelsabkommens TTIP für die deutsche Theaterlandschaft. Es sprach u.a. die Theaterwissenschaftlerin Erika Fischer-Lichte, die Till Briegleb für die SZ interviewt hat: Ein Desaster, sagt Fischer-Lichte zum TTIP. Mehr in der Zusammenfassung.

8. Juli 2014: Antworten Frie Leysens Kritik an den Wiener Festwochen

Nun antworten die Kritisierten auf die harsche Kritik der scheidenden Festivalleiterin Frie Leysen an der Organisation der Wiener Festwochen. Die Mitarbeiter fragen sich nach den Ineffizienz-Vorwürfen, ob das Lob und der herzliche Abschied denn ernst gemeint waren. Und der Aufsichtsratsvorsitzende Rudolf Scholten erklärt, warum die Gleichstellung von kaufmännischer und künstlerischer Leitung in Wien wichtig sei.

7. Juli 2014: Über die Besonderheit der französischen Arbeitslosenversicherung

Ja, ja, beim Theaterfestival in Avignon wurde also wieder gestreikt. Hatten wir schon mal, wird sicher schon wieder … Doch halt! Wogegen und wofür streiken die da eigentlich? Und was ist überhaupt das Problem mit dieser französischen Arbeitslosenversicherung für freie Kulturschaffende, um die es geht? In der Frankfurter Allgemeinen hat Jürg Altwegg die Dinge verständlich auf den Punkt gebracht. Mehr hier.

2. Juli 2014: Festivalmacher Matthias von Hartz über das Freinhandelsabkommen TTIP

Für Spiegel online (2.7.2014) hat Tobias Becker den Festivalmacher Matthias von Hartz zum Freihandelsabkommen TTIP befragt. Obwohl dieser viele Voraussagen seiner Kulturkollegen für Schwarzmalerei hält, ist er überzeugt, "dass sich auf einem völlig freien Markt" keine "gleich guten Ergebnisse produzieren lassen": "Die USA hat praktisch gar kein interessantes Theater." Die Fördersituation dort sei desaströs, gute Gruppen hingen am Tropf europäischer Subventionen. Mehr in der Zusammenfassung.

Ältere Presseschauen finden Sie in der Übersicht