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Mit einem wunderschönen Bühnenbild hat Kriegenburg diesen Tschechow-Abend ausgestattet, darüber ist
die Kritik sich einig. Ansonsten wird mitunter Ernsthaftigkeit vermisst. Heute folgt noch eine uneineingeschränkte Hymne.
Wir hatten Einwände.
Heute zieht noch die
FAZ nach und spricht von einem Martyrium.
Wir waren auch skeptisch.
Ein weiterer
Kritiker jubelt und lobt die Schauspieldirektorin.
Wir waren vom Theater begeistert.
Für den Geschmack der
örtlichen Kritiker sind die leisen Töne bei aller lobenswerten Spielfreude etwas zu kurz gekommen.
Wir waren auch dem Stück gegenüber skeptisch.
Die
Kritiker können dem Einstünder etwas abgewinnen,
wir weniger.
Für junge Leute passend, ansonsten zu überzeichnet? So in etwa die uneinigen
Kritiker.
Wir fanden's seltsam.
Echtes Malocher-Theater sei dies, was der lokalen
Zeitungskritikerin eher weniger gefällt. Anders als
uns.
Brav nennt die
Münchner Kritik diese deutsche Erstaufführung des Palmetshofer-Werkes. Respektvoll nannten
wir sie.
Hingerissen ist ein erster
Radiokritiker von diesem Theaterabend.
Wir ließen uns auch gefangen nehmen.
Eine
lokale Kritikerin berichtet von Wehrmutstropfen, eine zweite sah eine gelungene Inszenierung. Die sahen
wir auch.
Wohlwollend, aber streng wird dieser Koltès-Abend von der
lokalen Kritik begutachtet. Den
wir so sahen.
Ideenreich oder verhunzt? Die Mehrheit der
Kritiker meint letzteres über
Heike M. Götzes Uraufführung von Christoph Nußbaumeders neuem Stück.
Wir fanden's etwas zu überzeichnet.
Von der Besonderheit überzeugt zeigen sich erste
Kritiker.
Wir wurden nicht überzeugt.
Jung und gut, sagt ein erster
Kritiker. Sagten auch
wir.
Die
Radio- und Printreaktionen reichen von heller Begeisterung (über Hauptdarstellerin Nina Hoss) bis zu allergrößte Empörung (über Stefan Puchers Regie). Heute wird noch eine lohnende Hoss-Pucher-Betrachtung nachgereicht.
Wir blieben eher verhalten.
Gespaltene
Meinungen über
Anna Maria Krassniggs Inszenierung bei den Wiener Festwochen. Wir sahen es auch eher kritisch.
Nicht ganz ausgegoren, aber trotzdem ziemlich gut findet
die Berliner Printkritikerin diese dokumentartheatrale Ehrung des Kreuzberger Fußballvereins Türkiyemspor von Imran Ayata und Neco Çelik.
Wir konnten der Sache weniger abgewinnen.
Die Rezensent_innen sind wohlwollend, trotz starker Kritik an dem Abend. Heute meldet sich noch die Süddeutsche – wie gewohnt, ein Weilchen nach der Premiere – zu Wort.
Wir fanden es, Einwände hin oder her, gut.
Kein Zweifel bei den
Kritikern vor Ort besteht daran, dass dieser Hauptmann-Abend erschüttert. Nur über den Grad des Anteils, den (fauler) Theaterzauber daran hat, besteht Dissens. Einhellige Begeisterung herrscht allerdings über das virtuose Ensemble. Auch bei
uns.
Von viel Applaus ist die Rede in einer
Lokalkritik, die aber sonst nicht sehr auskunftsfreudig ist. Im Gegensatz zu
uns.
Die Begeisterung der
Kritik vor Ort hält sich in Grenzen und schlägt manchmal ins Gene
rvte aus. Eine Süddeutsche Stimme zeigt sich heute jedoch fasziniert. So wie
wir.
Bei der
Berliner Kritik wächst die Befürchtung, diesem Totaltheater könne man nur mit totaler Kritik gerecht werden. Auch bei
uns.
Zu lang war dieser Abend im Residenztheater fast allen
Radio- und Zeitungskritikern – sie ziehen unterschiedliche Schlüsse draus. Doch es gab auch Begeisterung. Heute auch noch einmal. Für
uns wars ein steinbrüchiger Abend.
Nachdem der Autor dem Schauspiel Frankfurt im Vorfeld der Premiere den Krieg erklärt hat, schlagen die beiden
Zeitungskritiker sich auf die Seite des Theaters. Anders als
wir.
Unserer ohnehin schon sehr ausführlichen Kritikenrundschau haben wir eine weitere hymnische Stimme hinzugefügt. Ob eher recht oder schlecht – darüber sind sich die
Kritiker sehr uneins.
Wir sahen zumindest umwerfende Schauspieler.
Aber kein
Kritiker regt sich drüber auf. Insgesamt stand man gern vor dem 12-Spartenhaus von Vegard Vinge und Ida Müller.
Wir auch.
Die eine
Zürcher Zeitungskritikerin ist angetan, bei der anderen ist der Funke nicht übergesprungen.
Uns ging es vor diesem von prominenten Händen gemalten Triptychon mal so, mal so.
Umgehauen hat die
Berliner Kritiker dieses Tragödien-Spiel zur Eröffnung des 50. Berliner Theatertreffens nicht, eher schon klein gemacht.
Wir sahen einen würdigen Auftakt, ohne Abstriche.
Eine der beiden
anderen Kritikerinnen fand vor allem die Frage, ob es noch regnen würde, spannend – die andere auch das Bühnengeschehen. So wie
wir.
Ein Lob auf wenig Platz spendet das
Hamburger Abendblatt diesem Low-Budget-Musical von Mónica Antezana und Jochen Roller. Auch
wir waren grundsätzlich zugeneigt.
Einhellige Begeisterung in den ersten
beiden Kritiken zu Stephan Kimmigs Inszenierung von Houellebecqs Roman
Plattform an den Kammerspielen München.
Wir waren vor allem von Steven Scharf angetan.
Die unglaubliche Präsenz der 18-jährigen Koba Ryckewaert überzeuge, findet die
erste Kritik zu Ontroerend Goeds
All That is Wrong. Wir sahen es so.
Die
lokale Presse bejubelt sowohl das Stück als auch Katja Fillmanns Inszenierung – und ist damit eindeutig begeisterter als
wir.
Die
Zeitungs-und Radio-Kritiker knöpfen sich das Stück von Simon Stephens vor und streifen Ulrich Matthes' Regie nur am Rande. Der große Schauspieler habe sorgsam vom Blatt inszeniert, aber dieses Blatt pläsiert nicht. Genauso sahen
wir es auch.
Sehr spaßig, das ganze – finden beide
Zeitungskritiker aus der Region; wobei der eine Oberflächlichkeit wittert, der andere rundherum begeistert ist. So wie
wir.
Die
kritischen Reaktionen der Zeitungs- und Radiokollegen reichen von offen genervt (sowohl von Thomas Arzts Stück als auch von Jens Poths Regie) bis einigermaßen angetan.
Wir sind eher dieses als jenes.
Da weht ein rauer Wind auf der Grazer Probebühne, stellt der
Zeitungskritiker fest – und fühlt sich zum Denken angeregt.
Wir auch.
Die
regionale Kritikerin findet das Stück von Penelope Skinner problematischer als der überregionale; mit der Regie von Anatol Preissler sind beide zufrieden.
Wir über weite Strecken auch.
Mit fast melancholischer Sympathie begegnet
ein erster Radiokritiker dem Abend aus dem Abschiedsreigen der Leipziger Intendanz von Sebastian Hartmann. Der
uns mit Abstrichen auch gefiel.
Die Kritiker_innen finden es wohl recht eigentlich etwas spinnert, was Patrick Wengenroth da anstellt, aber amüsant war es doch.
Wir fanden die Sache sozusagen wechselwarm.
Ein kurzweiliger Abend mit deutlichen Symptomen, so befindet eine erste
Printstimme über die Nummernrevue, mit der sich ein Ensemble von Hamburg verabschiedet. Heute konstatiert man in der Zeit durchaus große Momente und trotz Abschied den Hauch eines Anfangs.
Wir fanden auch nicht alles schlecht.
Zwei von drei
Kritiker_innen der regionalen Zeitungen können diesem Spiel mit Kleist nur wenig abgewinnen – ähnlich wenig wie
wir.
Das Gros der
KritikerInnen kann dieser Inflationsrevue von Roger Vontobel nach Hans Falladas Roman wenig abgewinnen und findet dafür teils mildere, teils harsche Worte.
Wir waren, klipp und klar gesagt, enttäuscht.
Die
oberösterreichische Kritik spart nicht an vollmundigem Lob für Thomas Arzts im Vorjahr beim Heidelberger Stückemarkt ausgezeichneten Stück.
Wir waren auch nicht unfreundlich.
Des Slam-Poeten Gabriel Vetter erstes Stück gefällt den
Kritikern ziemlich gut, bei der Inszenierung von Simon Solberg sind sie sich nicht mehr so sicher.
Wir waren halbwegs vergnügt.
Schlichtweg begeisternd findet es die eine
regionale Kritikerin, ziemlich strukturlos die andere.
Wir fanden einzelne packende Momente.
Die
lokale Kritikerin erwärmt sich für diese Film-Adaption von Ronny Jakubaschk, der auch
wir viel abgewinnen konnten.
Auch wenn Shakespeare und Kafka für den
Zeitungskritiker wenig miteinander zu tun haben, findet er: Dieser Abend unter der Regie von Christopher Rüping funktioniert.
Wir finden das auch.
Nicht unbedingt tiefgängig, aber atmosphärisch und witzig findet der
Radiokritiker diese Deutschsprachige Erstaufführung am Staatstheater Mainz.
Wir dagegen waren not amused.
"Ich kann sie alle haben!" ließ Lars Eidinger neulich im Interview mit einem Berliner Stadtmagazin verlauten. Naja, also – auf die
Kritiker trifft das nicht zu. Die entziehen ihm mehrheitlich die Liebe. Nicht alle. Aber auch
wir gehören nicht zu den Verteidingern.
Der bilderreiche Abend mit Musik von CocoRosie teilt die Gemüter der
Kritiker.
Wir ließen uns bezaubern.
Wohlwollend nimmt die
Stuttgarter Printkritik dieses von Stefan Bruckmeier inszenierte Ergebnis eines Kulturaustauschs auf –
uns wurde es ein bisschen lang.
Bezaubert ist
der Zeitungskritiker von diesem postmodernen Schöpfungsmythos – den auch
wir schön dargestellt fanden.
Ganz schön verwirrend, was Kevin Rittberger dem Publikum da zumutet, aber eben auch vergnüglich. Finden einige
Kritiker, nicht so die SZ, die heute nachklappt.
Wir dagegen fanden es sogar nachdenkenswert.
Gelungen findet die
Stuttgarter Zeitungskritik dieses Kurzfestival mit Loher-Inszenierungen junger Regisseure – mit einer Ausnahme.
Wir sehen es ähnlich.
Die Mehrheit der
KritikerInnen wirft Matthias Hartmann seinen Unernst vor. Er habe damit Grillparzers Düsternis, seine Tragik, sein Anliegen eskamotiert, falls es so etwas in dem Stück überhaupt gibt.
Wir sahen Studententheater.
Jubel. Jubel. Jubel. Doch da: ein entschiedener Widerspruch. Jedenfalls sorgt Andrea Breths Frankfurt-Debüt mit Ibsen für starke Ausschläge bei den
Kritikern. Auch schon bei
uns.
Die
Kritiken zur Thomas-Mann-Inszenierung von Lars-Ole Walburg am Zürcher Schauspielhaus künden vom komödiantischen Charme und der Eleganz des Unterfangens, vor allem jedoch von romanferner Überdeutlichkeit.
Wir sahen einen schönen, leichten, klugen Abend.
Bei den
Wiener Kritikern herrscht überwiegend Freude und Zustimmung, bei den überregionalen Kritikern findet sich überwiegend desgleichen. Auch
wir waren begeistert.
Die Drehbühne dreht sich, wenn auch nur in der Ausweichspielstätte, und die
Zeitungskritiker freuen sich heftig über Polleschs Kommentar zur Stuttgarter Sanierungs-Misere – heute klappt die Süddeutsche Zeitung nicht minder begeistert nach.
Wir waren nicht ganz so euphorisch.
Die regionalen
Kritiker sind begeistert von Christine Eders Inszenierung des Siegerstückes der Spielplanwahl am Hamburger Thalia Theater. Die überregionalen sehen die Sache kritischer.
Wir fanden das Ganze launig, aber egal.
Eine Theatershow haben
regionale und überregionale Kritiker in Dresden erlebt, wobei die Angriffsfläche der Inszenierung für einige etwas nebulös blieb.
Wir vermissten auch ein wenig Dringlichkeit und Schärfe.
Viel Lob über den Text und besonders die Regie lässt sich
in den Kritiken zu Nora Bussenius Wiederentdeckungs-Inszenierung auch heute noch lesen. Wie auch bei
uns.
Durchwachsen sind
die Kritiken zu diesem Computer-Experiment mit "Hamlet"-Stückchen.
Wir waren not amused.
Schon ein interessanter Abend, so
die ersten Stimmen zu Hermann Schmidt-Rahmers Projekt, aber richtig begeistert klingt anders.
Wir sahen es so.
Während die überregionalen Blätter ein vergurktes Comeback von Christina Paulhofer in Bochum erlebten, würdigen die
Regionalstimmen ihre Molnár-Inszenierung mit wenigen Abstrichen.
Wir sahen auch eher ein Gegurke, wobei es immerhin einen Hingucker gab.
Zwei
Berliner Kritikerinnen zeigen Sympathie für das Verfahren von Antú Romero Nunes, machen aber auch größere Probleme an diesem Abend aus. Damit erging es ihnen ähnlich wie
uns.
Die
lokale Zeitung ist sehr verhalten, sie kennt bessere Stücke und Inszenierungen von Kai Hensel.
Wir fanden das Stück interessant.
Nach einer launigen kleinen Arbeit aus dem Geiste Werner Schwabs klingt's, was die
Regionalpresse über diese Uraufführung des "Stück auf!"-Siegers, die Matthias Kaschig besorgt hat, berichtet. Auch
wir mochten den Abend.
Grundsätzlich überwiegt die Begeisterung bei der
Münchner Kritik. Bei
uns eigentlich auch.
Völlig unbeeindruckt bleibt keiner der
Print- und Radiokritiker von diesem Horváth-Abend am Berliner Deutschen Theater. Auch heute wird noch mal heftig gehuldigt.
Wir huldigten zuallererst.
Ausgesprochen wenig gewinnen die meisten
Kritikerinnen von nah und fern diesem Abend im Deutschen Theater ab. Den
wir ironisch nahmen.
Menschenfreundlich wie selten finden
die meisten KritikerInnen den neuen Abend von Frank Castorf in der Volksbühne. Und den Meister auf der Höhe seiner Kunst. Aber nicht alle sind glücklich. Hin- und hergerissen waren
wir.
Einer findet es ja ganz furchtbar, ein weiterer schränkt sein Lob ein, zwei andere
Kritiker sind von dieser Romanadaption ganz hin und weg.
Wir auch.
Von Stückls vielleicht bester Arbeit spricht das
Münchner Großfeuilleton. Auch andere jubeln. Nur eine Kritikerin is not amused.
Wir waren fast atemlos.
Der
Kritiker vonvor Ortist nicht begeistert, der angereiste Zeitungsmann umso mehr – allerdings vor allem vom Stück und seiner Autorin. Der
wir keine bessere Uraufführung als die von Philipp Preuss hätten wünschen können.
Schlüssig findet
der Kritiker der örtlichen Zeitung diese Inszenierung mit ihrer Umgewichtung des Bösen zuungunsten der Eve. Auch
wir sahen eine lohnenswerte Auseinandersetzung mit Kleists Lustspiel.
Weder das Stück noch die Ko-Inszenierung von der Autorin und Noch-Stuttgart-Intendant Hasko Weber vermag die
Radio- und Zeitungskritiker zu überzeugen – die Reaktionen rangieren zwischen offenem Ärger und ziemlich mildem Wohlwollen für Bergs Text.
Wir dagegen fanden die Reise insgesamt bildend.
Mehr oder weniger toll gespielt, von Hausherr Anselm Weber solide inszeniert, urteilen
die Zeitungskritiker weder total an- noch total abgetörnt.
Wir verfielen in Begeisterung.
Am Stück wie an Eike Hannemanns Uraufführungsinszenierung sieht die westdeutsche Zeitungs
kritikerin Stärken und Schwächen; der Radiokollege ist von beidem ziemlich begeistert – und
wir sind tendenziell enttäuscht.
Geteilt sind die Reaktionen der
lokalen Zeitungskritik.
Wir fanden die F. Scott Fitzgerald-Deutung von JT-Intendant Andreas Döring einleuchtend.
Ganz schön welthaltig, befindet eine
Zeitungskritikerin. Auch
wir fanden die Game-Installation mit politischer Zwischenebene – mitspielenswert.
Ein erster
Kritiker ist von den Mitmach-Passagen am Anfang dieses Abends überhaupt nicht angetan, dann bessert es sich für ihn.
Wir war auch nicht von den Socken, weder vorn noch hinten.
Die meisten
Kritiken gehen nur auf Romeo Castelluccis
Hyperion ein und sind – mit einer Ausnahme – nicht bis ausgesprochen un-begeistert. Die anderen beiden Festivalpremieren
Der terroristische Tanzsalon und
Notizen aus der Küche werden bisher von lediglich einem Tageszeitungskritiker mitbesprochen, der milde wohlwollend bis angetan ist.
Wir konnten keinem der drei Abende so richtig viel abgewinnen.
Herbert Fritschs Operndebüt findet nicht bei allen, aber einigen
Kritikern Gefallen. Auch bei
uns hinterließ das Ganze Eindruck.
Bei der neuesten Peter Stein/Brandauer-Show winken
mehrere Kritiker genervt ab, doch es gibt auch ein paar hochgereckte Daumen.
Unser Daumen wies eher in die entgegengesetzte Richtung.
Mittlerweile erheben sich
gewichtige Stimmen für diesen Abend im Zürcher Schauspielhaus. Dessen Fragen
wir durchaus produktiv fanden.
Die
Kritiker sind über das Stück und sein Dialogverfahren etwas uneins, die Inszenierung halten sie größtenteils für leichtgewichtig.
Wir vermissten das Gefährliche.
So richtig überzeugt sind die
Dresdner Kritiker nicht von Julia Hölschers Inszenierung des Kästner-Stoffs.
Wir waren überhaupt nicht überzeugt.
Die
Meinungen der beiden großen Frankfurter Blätter über diesen Abend gehen auseinander, wobei die Kritik sehr behutsam ausfällt. Ähnlich wie bei
uns.
Die
österreichische Kritik entdeckt in Anna Badoras Orestie-Version viel Didaktisches, wertet letzteres aber unterschiedlich.
Wir sahen immerhin in den Bildungsauftrag erfüllt.
Ein wichtiges Projekt, dessen Theatralität aber nicht durchweg überzeugt, haben die
Linzer Kritiker gesehen. Auch
wir fanden viel Bühnenuntaugliches darin.
Von einem inspirierenden, unterhaltsamen, aber für eine Kritikerin auch nicht tief genug schürfenden Projekt wird in
Schweizer Radio und Presse berichtet. Auch
wir waren angetan.
Die
Schweizer Printkritiker loben das Ensemble und Katharina Rupps Inszenierung.
Wir sahen in der Aufführung den Ernst zerstieben.
Zu brav findet eine Berliner
Print-Kritikerin diesen Trip durch die Großstadt, so wie Jan Gehler ihn im Gorki Theater anrichtet.
Wir sahen es genauso.
Weit
schlägt das Meinungspendel aus bei dieser Uraufführung von Jelinek-Resttexten durch Alexander Riemenschneider. Jubel hier, Gähnen dort, mal für den Text, mal für die Regie, mal für beides. Da scheint was los zu sein in Bremen! Fanden
wir auch.
Mit Enttäuschung quittiert
die Kritik vor Ort diese Arbeit der sonst so geschätzen Regisseurin.
Wir grundsätzlich auch.
"Was soll der Quatsch?" wird einmal explizit gefragt. Auch anderen
Kritiker_innen scheint diese Frage auf der Zunge zu liegen. Einige wenige halten dagegen, darunter
wir.
Wie gehaltvoll dieser Brecht-Abend ist und wie interessant Petras' Mittel sind, da teilt sich das Lager der
Kritiker. Auch
wir hatten Vorbehalte.
Die ersten
Kritikerinnen, die in den Höllenkreis des "Club Inferno" eingetreten sind, berichten von ihren Erfahrungen, die offensichtlich nicht ganz ohne Wirkung geblieben sind. Heute zeigt man sich hingegen schwer gelangweilt. Bei
uns setzte es einen Schub Adrenalin.
Alles wie immer, also schlimm, befindet die zur Begutachtung der neuesten Peymann-Premiere angetretene
Kritik durch die Bank. Auch
wir bildeten keine Ausnahme.
Angetan ist die lokale
Kritik von diesem Drei-Frauen-Abend.
Wir waren es auch.
Wohlig und heiter finden die
Kritiker diesen neuen Marthaler-Liederabend in Basel. Für
uns verströmte er sogar Schönheit im altmodischen Sinne.
Irritiert und fasziniert sind die ersten regionalen
Kritiker von diesem Shakespeare-Abend in Bochum. Wie
wir.
Ein heftiger Stoff in einer spannungsgeladenen Inszenierung, befindet
eine erste Stimme aus der Region.
Uns störten einige Unbeholfenheiten.
Kommt auch selten vor: Die ersten
Kritiker fanden diesen Karlsruher Abend einschläfernd, und das sei auch gut so. Sagten
wir auch. Später gab's eine Gegenstimme aus München.
Eher positiv gesinnt sind die
Kritiker aus Radio und Print dieser Radikalversion des ganzen Faust. Gegen den zweiten Teil machen sie Einwände geltend.
Wir nickten zufrieden über den Gesamteindruck.
Geteilte Meinungen bei der Kritik. Die regionalen
Kritikerinnen finden die Inszenierung des Rückkehrers Staffan Valdemar Holm toll, die überregionalen bleiben reserviert. Auch
wir verströmten nicht eitel Freude.
Das war keine gewöhnliche Premiere, das war nämlich gleichzeitig eine Theatereröffnung. Dem größeren Teil der
Zeitungskritiker zufolge eine gelungene. Bei
uns blieb ein wenig Skepsis.
Die beiden ersten
Kritiker feiern Abschied, einer weint und feiert noch einmal den Bilderfinder Hartmann, diesmal als Puristen.
Wir fanden es auch be-mer-kens-wert.
Eher not amused sind
die ersten Stimmen über David Böschs Inszenierung des österreichischen Nestroy-Klassikers von David Bösch.
Wir hingegen waren begeistert.
Zu nah am Text, ideenlos, etwas blutarm fand der erste regionale
Radiokritiker die Inszenierung.
Wir sehen das sehr ähnlich.
Bezaubert sind die ersten Münchner
Kritiker von diesem Edgar-Allan-Poe-Abend im Gewand des Puppen-Horrorfilms. Auch
wir hatten großen Spaß.
Diese Uraufführung reißt die
Kritiker nicht wirklich vom Hocker. Auch
wir blieben sitzen.
Freundlich-distanziert bis ablehnend klingen
die ersten Kritiken zur europäischen Erstaufführung von Carrs Stück in Patricia Beneckes Regie.
Wir waren auch nicht begeistert.
Enttäuschung gibt
die Kritik über diesen Abend im Berliner Deutschen Theater zu Protokoll.
Wir auch.
Wenig können
die kritischen Stimmen Anna Katharina Hahns neuem Stück abgewinnen, und auch Axel Vornams Inszenierung kommt nicht gut weg.
Wir sahen's ähnlich.
Freundlich bis euphorisch sind
die Reaktionen auf Frank Behnkes deutschsprachige Erstaufführung des Williams'-Frühwerks.
Wir urteilten so.
Zur indifferenten Haltung gegenüber Frank Abts Inszenierung an den DT-Kammerspielen gestellt sich noch ein überregionaler
Kritiker.
Wir waren beeindruckter.
Geteilter Meinung sind die
Kritiker_Innen der Region. Hat Stefan Pucher den ollen Tennessee-Williams-Schinken gerettet oder vertändelt?
Wir sahen auch eher eine Vertändelung.
Nur zwei der
KritikerInnen fühlten sich tatsächlich berührt von dem Szenenreigen mit Menschlein und weißem Pony – zumindest interessant fanden es aber alle. So auch heute die SZ. Und ja,
wir auch.
Tendenziell positiv äußern sich
drei Stimmen zum Junkers-Spektakel im Bauhaus-Auditorium in Dessau von Tine Rahel Völckers und Andrea Moses; ein Radiokritiker ist weniger angetan.
Wir waren auch nicht so überzeugt.
Nicht ganz leicht verständlich, aber gut umgesetzt findet die
lokale Kritikerin diese Hommage an den in Naumburg aufgewachsenene Philosophen. Auch
wir konnten ihr manches abgewinnen.
Ist es ein Museum? Oder doch eine spielerisch lebendige Collage? Ist der Dramatiker Müller noch ein Zeitgenosse? Oder nur ein Flaschengeist auf hohem Meer? Ist der Regisseur Gotscheff ein wahrer Avantgardist oder nur ein unbelehrbarer Müller-Maniac? In Radio und Zeitung sind die
KritikerInnen uneins.
Wir waren dagegen ganz sicher.
Geteiltes Echo: Der
Ortskritiker sah ein Scheitern auf ganzer Linie, der Überregionale würdigt den selbstreflexiven Zugriff Marco Štormans auf diese Frucht der Hamburger Spielplanwahl.
Wir nahmen den Abend exemplarisch.
Nicht gut zu sprechen sind
die ersten Kritiker auf Lukas Langhoffs Inszenierung von Gerhart Hauptmanns
Die Ratten in Bonn. So wie
wir.
Die
lokalen Kritiker sind nicht überzeugt von Constanze Kreuschs und Julie Pauckers Inszenierung von
Der Prozess in Erlangen.
Wir auch nicht.
In die tendenziell wohlwollenden ersten
Rezensionen zu diesem Abend am Residenztheater mischen sich eher verhalten kritische Töne. Ähnlich wie bei
uns.
Es gibt auch Lob für Peter Kastenmüllers barockes Trashtheater in Stuttgart. Aber in der Mehrzahl wenden sich die
Kritiker vom beliebig wirkenden Allerlei dieser Calderón-Inszenierung ab.
Wir sahen eine postdramatische Skizze scheitern.
Mit Jux und Krach ist Sascha Hawemann seine Fritz-Kater-Inszenierung angegangen, was der einen
Kritikerin ein wenig, dem anderen Kritiker eher weniger gefiel.
Wir zählen zur Weniger-Fraktion.
Teils bezaubert von der poetischen Kraft der Datenströme, teils abgestoßen vom Nerdhaften dieses Multimedia-Abends von Daniel Hengst sind die
Kritiker vor Ort. Mehr Übersetzungsanstrengungen hätten auch
wir uns gewünscht.
Klug findet es die
Kritikerin vor Ort. Der angereiste Kritiker widerspricht.
Wir lagen ziemlich genau dazwischen.
Verhalten bis deutlich ist die Ablehnung der
Kritiker. Auch
wir fanden's lauwarm.
Unter den
RezensentInnen finden sich auch wohlwollende Stimmen, für die Mehrheit geht dieser Mitchell-Abend aber nicht auf.
Wir hatten bereits gesagt: Dieses Unternehmen nach Charlotte Perkins Gilmans feministischem Text wurde leider ziemlich entradikalisiert.
Ja, aber, sagen die meisten
Kritikerinnen vor Ort: Toll die inszenierte Realität draußen, unentschieden die Rückkehr ins Theater.
Wir waren kritischer.
Der
Rezensent der örtlichen Zeitung hält sich die Ohren zu.
Wir dagegen konnten der Inszenierung von Thorleifur Thorleifsdottir einiges abgewinnen.
Eine starke Ensembleleistung in zurückhaltender Regie haben die Wiener
Kritiker in diesem Tony-Kushner-Abend von Elias Perrig erlebt.
Wir sahen das ähnlich.
Ein
Kritiker hat sich gelangweilt, die anderen drei würdigen den Abend in Rudolstadt distanziert angetan bis begeistert. Auch
wir konnten einiges daran finden.
Das Theater donnere hier so richtig los, und die eine
Wiener Kritik sah das wohlwollend an, die andere empfands als eine Talentprobe ohne Nebenwirkung.
Wir sahen es so.
Die ersten
Kritiker finden PeterLichts Krisenkrach in
Das Sausen der Welt nur bedingt ergiebig. An
uns rauschte es auch vorbei.
Sehr gefallen hat das sozialkritische Tanzen auf Kampnagel einer ersten
Kritikerin.
Wir hatten auch Einwände.
Einheitliches Stöhnen: Ein "Gekräusel auf einem Ozean aus Trivialität" sahen die Berliner
Kritiker, heute stimmt man überregional mit ein.
Wir stöhnten als erste.
Ziemlich unterschiedlich wird die Oben-Unten-Inszenierung von den
Kritikern aufgenommen. Heute kommt noch ein deutliches "Ja" aus Süddeutschland hinzu.
Wir blieben unbefriedigt.
Gar nicht angetan sind die
Kritiker_innen von dem Neumärchen in der Box.
Wir waren es auch nicht.
Ein leicht getrübter Spaß, meint eine regionale
Kritikerin. Meinen
wir auch.
Ein Teil der
Kritiker wurde in Bann gezogen, der andere sah angestiftete Oberflächlichkeiten.
Wir fragten uns, was die Äußerlichkeiten zu erzählen haben.
Zwei lokale Kritikerinnen
sind not amused über den Umgang mit Marieluise Fleißer und ihrem Stück, die überregionale Stimme kann dem Abend hingegen einiges abgewinnen. So wie
wir.
Eine erste
Kritik nimmt den Abend hervorragend auf, eine "ganz besondere" Arbeit. Für
uns war's zuviel Bilderrätselraten.
Ein Verteidiger findet sich, ansonsten tendieren die
Rezensenten bei dieser Expedition in die 60er mehrheitlich zum Abwinken.
Wir winkten ebenfalls ab.
Bisschen klamaukig, aber stark gespielt, so eine
erste Kritik aus der Region. Auch
uns hat's Spaß gemacht.
Die Meinungen über diese Uraufführung gingen bei den ersten Wiener
Kritikern auseinander. Heute erhebt sich eine begeisterte Stimme aus Deutschland. Ähnlich wie
wir.
Nicht so gut kommt der vom Sensemble Theater fürs diesjährige Brechtfestival produzierte Abend bei einem ersten
örtlichen Kritiker an.
Wir schauten genauer hin.
Brecht humpelt auf Krücken ins Ruhrgebiet, schreibt heute ein Überregionaler. Es rundet sich nicht zu einem Ganzen, fanden
andere. Fanden
wir auch.
Ohne Überschwang berichten die ersten regionalen
Kritiker von dieser Uraufführung in Bochum. So wird das Theater mit dem Ruhrgebiet nicht fertig, sagt heute einer gar.
Wir hingegen konnten der Chose einiges abgewinnen.
Eine hymnische
Kritik feiert die herausragende Arbeit dieser Saison am Landestheater. Auch
wir waren begeistert.
Herausragende Schauspielerinnen in einem Stück, das inhaltlich Fragen offen lässt, hat ein regionaler
Kritiker in Celle gesehen.
Wir würdigten eine subversive Boulevard-Komödie.
Zwei der
Frankfurter Kritiker ärgern sich sehr, einer ruft: "Herrlich!". Auch
wir wurden gut unterhalten auf dem Rummelplatz ohne Karussell.
Ein beeindruckendes Stück in einer überzeugenden Aufführung – so lautet in etwa der Tenor der
Print-Kritiken. Mit Einschränkungen, sagten
wir.
Wenn da was nicht stimmte, dann lag es gewiss nicht an der Aufführung sondern am Stück, meint die erste
Pressestimme.
Wir sahen das genau umgekehrt.
Nicht unanstrengend, aber auf lohnende Weise fordernd fand
der Kritiker der Lokalzeitung die Inszenierung von Nilufar K. Münzing. Damit ging es ihm ähnlich wie
uns.
Corinna Kirchhoff spielt Phädra, was einen
Teil der Kritiker ratlos macht, den anderen zum Jubeln bringt.
Wir hatten unsere Schwierigkeiten.
Zum Brüllen komisch findet ein
erster Wiener Kritiker Ibrahim Amirs freches Komödienmachwerk. Das
uns auch ziemlich gut gefiel.
Volksbühnen-Recycling oder einfach nicht fertig geworden? Die
Berliner Kritiker halten ebenso wenig von dem Abend wie
wir.
Bis auf eine neue Empörung sind die
Kritiker über die opernhaften Theaterfeierei im Hamburger Thalia Theater ziemlich erfreut;
wir konnten nicht so ganz recht überzeugt werden.
Gute Idee, den Borchert-Text mit Protokollen aus Gesprächen deutscher Kriegsgefangener zu collagieren, finden
die Zeitungskritiker. Die Inszenierung dieser guten Idee allerdings finden nur zwei gelungen. Auch für
uns ist es eine zwiespältige Angelegenheit gewesen.
Die
bayerische Kritik entdeckt tolle Momente in Kühnel/Kuttners Budenzauber, fand aber auch Fehlzündungen.
Wir waren ziemlich enttäuscht.
Eine Lappalie finden
die Kritiker aus Mannheim und Umgebung diesen Abend – und sind damit auf einer Linie mit
uns.
Die
regionale Kritik stellt die ernsten Seiten an Baulitz' Stück heraus und wägt es politisch ab.
Wir fühlten uns unterhalten, aber viel mehr auch nicht.
Nicht viel kann
die Hamburger Zeitungskritik diesem Dokumentartheaterabend im Thalia in der Gaußstraße abgewinnen. Der Radiokritiker allerdings schwärmt.
Wir fanden das Ganze zu kunstfertig.
Eine freundliche Aufnahme erfährt Annegret Hahns Inszenierung in der
Presse vor Ort.
Wir waren auch freundlich, aber nicht nur.
Die
Kritiker picken sich ein paar schmackhafte Rosinen aus diesem, von Philipp Preuss inszenierten Abend heraus, der nicht rundum beglückte.
Uns auch nicht.
Wie Michael Talke mit fünf Opernsängerinnen Kroetz' Stück auf die Bühne bringt, das findet unter den
Kritikern große Begeisterung. Auch
wir fanden's flauschig-schön.
Die Kritiker mussten lachen. Manch einer fand das offenbar in Ordnung, mancher zu wenig.
Wir fanden das zu kabarettistisch.
Glaubt man den
Kritiken, dann war das kein Abend der spektakulären Gesten, aber einer, der Geist und Fantasie anregte. Ging
uns nicht anders.
Es könnte die Erfindung der Science-Fiction-Dramatik sein, oder auch nur sprachlich aufgesetzt wirkendes, harmloses Erzähltheater. Auf eher geringem Erregungslevel gehen die
Meinungen über Philipp Löhles Text und Jan Philipp Glogers Regie in dieser Mainzer Uraufführung auseinander. So sahen
wir sie.
Eher verhalten fällt das
überregionale Echo auf Christoph Marthalers erste Inszenierung in Köln aus, und speziell das Stück von Sasha Rau findet nicht allzu viele Freunde. Es gibt aber auch positivere Stimmen, etwa heute in der taz. Oder bei
uns.
Ein mutiges Stück mit einem beeindruckenden Hauptdarsteller sah eine regionale
Kritikerin in Oldenburg, einen Abend, der in seiner Zeitdiagnose zu kurz greift, sah ein anderer.
Wir sahen eine wichtige Zivilisationsparabel.
Viel Wasser mischt die regionale
Kritikerin in den Wein, mit dem sie dieser Inszenierung zuprosten möchte. Auch
wir wurden nicht wirklich beschwipst.
Hin und weg waren die ersten
Kritiker von Michael Maertens' Interpretation des Titelparts und hatten auch sonst viel übrig für das Tragikomische der Inszenierung von Barbara Frey. Heute gibt es Einwände von der Welt. So sahen
wir den Abend.
Überzeugend, aber auch routiniert erscheint diese Romanumsetzung des jungen Romanumsetzungsspezialisten Kraft den hessischen
Kritikern. Nicht anders als
uns.
Nicht frei von Einwänden ist das Lob des ersten regionalen
Kritikers. Fast frei von Lob sind
unsere Einwände.
Anstrengend erscheint dieser Weimarer "Nibelungen"-Abend allen
Kritikern. Die einen empfinden jedoch, dass ein Reiz davon ausgehe, die anderen eher nicht.
Uns erging es so.
Eine grelle Vaudeville-Show haben die Berliner
Kritiker in der Volksbühne erlebt, und einige haben das Treiben auch sehr gern angeschaut. So wie
wir.
Geteilter Meinung sind die
Zeitungskritiker über diesen Abend. Dem
wir einiges abgewinnen konnten.
Überwiegend Freundliches bis Euphorisches findet sich in den
Kritiken zu Thalheimers Fallada-Adaption in Frankurt. Aber es gibt auch scharfe Einwände – wie bei
uns.
Eine kleine Aufführung. Es gibt bislang
wenig Kritiken. Immerhin, selbst der Boulevard hat hingeschaut. Die Kritiker_innen äußern sich poitiv oder sehr positiv.
Wir hatten Einwände.
So richtig erleuchtet fühlt sich auch nach der Berliner Premiere kaum einer der
Kritiker, die sich geäußert haben, von dieser Investigation in die windige Welt der Banker und Finanzspekulanten –
wir gehören zur skeptischen Mehrheit.
Für den einen überraschte die zweite Hälfte nach einer enttäuschenden ersten, der zweite
Lokalkritiker hat gutes Schauspiel und eine Regie, die etwas unter ihren selbst gesteckten Ansprüchen bleibt, gesehen. Ähnlich wie
wir.
Die einen
Kritiker haben sich bestens amüsiert über Burkhard C. Kosminskis Uraufführung des neuen Streichs von Theresia Walser, die anderen haben Einwände. So wie bei
uns.
Alle verneigen sich vor Karin Beiers Kölner Gesamtwerk. Ihr Abschiedsabend wird entsprechend eher milde kritisiert, wenn nicht komplett gelobt. Nun folgt die bisher
kritischste Stimme.
Wir sahen einen starken Abend.
Es hat seinen Reiz, wenn Löschs Neandertaler-Chor die Miliarden summiert, findet ein Teil. Nun erklärt eine
schwärmende Kitikerin noch das Verhältnis der Schweizer zu deutschen Starregisseuren.
Wir sahen eine Inszenierung, die niemanden weh tut.
Thomas Ostermeier inszeniert Thomas Mann/Gustav Mahler/Josef Bierbichler, und
die Kritiker, man kann es nicht anders sagen, erschaudern. Auch
wir wurden enttäuscht.
Tolle Schauspieler, zerfaserte und uninspirierte Regie - so das Resümee der
Kritik vor Ort über diesen Abend. Der
uns deutlich besser gefiel.
Von Licht und Schatten berichtet eine erste
Lokalstimme nach Günter Krämers Schwab-Inszenierung.
Uns hätte eine Grubenlampe weitergeholfen.
Das Wagner-Jahr kann nur besser werden, ärgert sich
die Zeitungskritikerin über die von Jan Steinbach in Szene gesetzte Film-Dramatisierung.
Wir sind etwas gnädiger, aber grundsätzlich ähnlicher Meinung.
Interessante Aspekte habe der Abend, aber vieles bleibe unverbunden und die Selbstreflexion finde unter Niveau statt, so die ersten
Kritiker. Ein Kollege macht sich generelle Gedanken über das Wirklichkeitstheater. So urteilten
wir.
Eine von drei
Stimmen der Printkritik findet es arg oberflächlich, die anderen haben sich betören lassen von fleischlin/meser/oberholzers Lied vom Tod. So wie auch
wir.
Es peitscht und tobt im
Meinungsmeer um diese letzte Petras-Uraufführung in Berlin. Begeisterte Stimmen mischen sich mit empörten.
Wir blieben ruhig.
Trotz zweier toller Darstellerinnen – ein Rezensent stellt Cornelia Froboess' besondere Verdienste um das "schändlich unterschätzte Fach" der "Grübelkunst" heraus – stehen
die Kritiker Martin Kusejs Inszenierung mehrheitlich skeptisch gegenüber. Und sehen es damit ähnlich wie
wir.
Geteilt sind die
kritischen Meinungen. Die österreichischen Zeitungen mögen die Inszenierung, die deutschen sind enttäuscht.
Wir fanden manches gut, anderes nicht so gut.
Michal Borczuchs Inszenierug eines Buches von Swetlana Alexijewitsch wird in den
Kritiken sehr unterschiedlich beurteilt – die heute dazukommende sagt: klug gedacht, aber trotzdem gescheitert. Auch
uns hinterließ der Abend skeptisch.
Ganz bis ziemlich gut ist Antú Romero Nunes' ausschweifende Inszenierung des ausschweifenden Texts bei den
Kritikern angekommen – heute kommt noch ein begeisterter Nachzügler dazu.
Wir befanden, ebenso begeistert: die Regie ist visionär gescheitert.
Glaubt man der ersten
Print-Kritik, so war's wohl nicht so richtig gefährlich in der Gefahr-Bar. Eine zweite fand's dort sogar richtig peinlich.
Wir bangten um die Kunst, gaben sie aber nicht verloren.
Einigkeit herrscht im Gelächter, uneins sind die
Kritiker jedoch darüber, ob Herbert Fritschs Witz auch einen doppelten Boden hat.
Wir sahen hinterm Slapstick auch die Liebe.
Ziemlich lau liest sich das Urteil der
regionalen Presse zur Inszenierung von Anatol Preissler, wobei die Schuld vor allem beim Stück gesucht wird.
Wir entdeckten darin einen tragischen Kern.
Weder das Stück noch Stephan Kimmigs Inszenierung kommen besonders gut weg bei der
Kritikerschar – Ausnahmen bestätigen die Regel.
Wir bilden keine Ausnahme.
Ganz angetan ist
ein erster Radiokritiker von diesem im Verhältnis zum Dostojewski-Stoff offenbar leichten, deshalb aber nicht oberflächlichen Abend.
Wir auch.
Die
Kritiker wollen sich nicht darüber einig werden, ob das eine flache oder eine erhellende "Faust"-Deutung ist. Heute sagt einer: es ist beides.
Wir neigten zur Begeisterung.
Schönes Bühnenbild, schöne Showtreppe. Aber der richtige Kick fehlt René Polleschs
Macht es für Euch! in Zürich dann doch, so die
Kritiker.
Wir waren auch nur mittelprächtig beeindruckt.
Irgendwie katholisch kommt den ersten
Kritikern Johan Simons'
Judas-Inszenierung vor.
Wir waren sehr angetan von dem Solo-Abend.
Eine
Kritik merkt leise Intensitäts-Hänger an, eine zweite bejubelt Wojtek Klemms Dea-Loher-Inszenierung. Heute kommt eine dritte beeindruckte dazu.
Wir waren kritischer.
So recht zufrieden ist keiner der
Kritiker – dabei herrscht Uneinigkeit, ob's am Stück oder an der Inszenierung von Klaus Weise liegt.
Wir schieben's eher auf die Regie.
Ganz schön gemacht, aber doch wohl auch nicht weltbewegend, bleiben die meisten
Kritiker in der Mitte. Heute kommen noch eine deutlich angetane und eine deutlich nicht angetane Stimme dazu.
Wir sahen einen kleinen Coup.
Der bisher einzigen gesellt sich heute noch ein Fürsprecher dazu – das Gros der von nah und fern angereisten
Kritiker findet Hermanis' Gorki-Abend aber ziemlich langweilig; auch
wir gaben keine Pro-Stimme ab.
Prächtig amüsiert haben sich die lokalen
Kritiker und NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in dieser Lessing-Inszenierung in Mülheim an der Ruhr. Ähnlich wie
wir.
Die
kurpfälzischen Printmedien sind zur Hälfte entzückt über das, was Elias Perrig im neuen Heidelberger Haus auf die Bühne bringt, und zur anderen Hälfte enttäuscht.
Wir freuten uns.
Gemischte Gefühle vermitteln die
Printkritiken angesichts dieser Aufführung: von klamaukig im negativen bis zu Schauspielertheater im positiven Sinne reichen die Meinungen.
Wir sahen es so.
Die
fränkische Presse schwankt in ihrer Beurteilung von Donnellys Stück und dessen Inszenierung durch Johannes von Matuschka zwischen frech, frisch, frivol und fragwürdig. Bei allem Wohlwollen sahen
wir einige Schwächen.
Irgendwie will es den
Kritikern nicht gelingen, freundliche Worte über diesen Abend zu verlieren.
Wir schafften das auch nur in Ansätzen.
Fast durchgehend schlecht fallen
die Kritiken zu dieser Uraufführung aus. Heute gesellt sich aus Frankfurt noch eine besonders vernichtende Stimme hinzu.
Wir waren ebenfalls not amused.
Das Stück ist oll, sagen die ersten Münchner
Kritiker, und was Andreas Kriegenburg damit an den Kammerspielen anfängt, finden auch nur einer richtig doll.
Wir sahen eine mitunter saukomische Gaudi.
Die
lokalen Stimmen loben den Text, finden die Maria Ursprungs Inszenierung allerdings trocken bis konturlos.
Wir waren not amused.
Tiefere Erkenntnisse vermisst der Braunschweiger
Kritiker in diesem Abend.
Wir sahen ihn so.
Ein starkes Stück mit einer starken Hauptdarstellerin sah die
Kritik in Hannover.
Wir sahen eine Sinnsuche im Planschbecken der Plattitüden.
Unbedingt anschauen, ruft die lokale
Kritikerin aus. Dem Aufruf schließen
wir uns an.
Nicht gerade das natürlichste Setting für Marlen Haushofers Roman, meinen
die Kritiker. Und loben Dorothee Hartinger über den grünen Klee.
Wir lobten auch.
Reichlich unterkomplex findet eine
erste Kritik diese Auseinandersetzung mit Facebook geraten.
Wir auch.
Die klug sezierende Regie wird
vor Ort ebenso gelobt, wie die mitunter überwältigende Hauptdarstellerin. Auch bei
uns.
Mindestens die Splitter dieser castorfesken Tennessee Williams-Zertrümmerung leuchten ganz schön, meinen die
Kölner Zeitungskritiker.
Uns fehlten die Zwischentöne.
Mit teils herben Verrissen antwortet die
Kritik auf Böschs Komödienspiel.
Wir waren zurückhaltender, aber auch nicht eingenommen.
Rundum gelungen findet die
Lokalkritikerin diesen Abend. Auch
wir ließen uns weihnachtlich erwärmen.
Nicht nur die glitzernden Uniformknöpfe des Baron Tusenbach, auch das Glitzern der Goldblüschen im Foyer und das staatstragende Funkeln der Reden bei der Eröffnung der neuen Berliner-Festspiel-Reihe "RusImport" beschäftigt die
Berliner Kritik. Bei
uns blieb der Blick streng auf die Bühne geheftet.
Ob die Koproduktion der Sparten Tanz und Schauspiel nun gelungen ist, darüber teilen sich die Meinungen der
Kritiker.
Wir sahen es eher kritisch.
Großer Wurf oder chargierendes Singspiel? Die
Kritiker sind inzwischen uneinig. Auch heute noch.
Wir gehören zu den Anhängern der Wurf-Theorie.
Changierend zwischen Plattheit und Unverständlichem findet
der erste Printkritiker die Produktion, mit der die Studiobühne Tischlerei der Berliner Deutschen Oper eröffnet wurde. Und sieht es damit ähnlich wie
wir.
Überwiegend gelungen findet
die Kritikerschaft diese Shakespeare-Deutung – und ist damit auf einer Linie mit
uns. Wobei eine Stimme heute noch eine ziemlich platte Farce sah.
Zu laut, zu dunkel, zu zynisch, meinen
die Kritiker – auch
uns konnte die Tolstoi-Inszenierung in Düsseldorf nicht überzeugen.
Angestrengte Komik, die höchstens in ein Land unterhalb der Gürtellinie führt, so der flächendeckende Eindruck der
Kritik. Heute allerdings erhebt sich eine einsame jubelnde Stimme.
Wir sahen plumpe Nummern.
Was für eine todmüdemachende Angelegenheit, rufen
die meisten Kritiker_innen nach Dimiter Gotscheffs Collage aus Texten William Shakespeares und Heiner Müllers am DT Berlin. So wie
wir.
Berührt hat die
Kritiker vor allem der Auftritt der Ex-Häftlinge am DT Berlin. Wie auch
uns, wenngleich mit Einschränkungen.
Das
Kritiker-Pegel schlägt in alle Extreme aus, reicht von armselig bis grandios. Manchmal in einer einzigen Kritik.
Wir waren beeindruckt, aber nicht überzeugt.
Knackig findet ein Augsburger
Kritiker diese Aneignung des alten Plenzdorf-Stücks durch Ramin Anaraki. So wie
wir.
Enttäuscht nimmt
die Kritik in Berlin Lukas Langhoffs Uraufführung des Stücks von
Marianna Salzmann und Deniz Utlu auf.
Wir auch.
Die
Kritiker hegen grundsätzliche Einwände gegen das Vorhaben der Dramatisierung.
Wir nicht.
Ein
Kritiker hat Spaß mit Abstrichen.
Wir hatten nicht so viel Spaß.
Eine
Kritik feiert die junge polnische Regisseurin
Marta Górnicka, die mit dem Festivalpreis ausgezeichnet wurde.
Wir sahen das Festival so.
Eine
Berliner Printkritikerin ist begeistert vom Berlin-Gastspiel in den Sophiensaelen.
Wir hatten nach Düsseldorfer Premiere Einwände.
Das Gros
der Kritiker verteidigt Martin Heckmanns gegen Dominic Friedels selbstbewusste Regie. So auch heute die SZ. Und so auch
wir.
Die meisten
Kritiker schwärmten Anfang November von dieser Inszenierung. Heute klappt die SZ nach und ist deutlich reservierter.
Wir ließen uns verzaubern.
Mit geringen Abstrichen hat sich die Kritikerin in der heutigen Ausgabe der SZ so gut amüsiert wie die ersten
Kritiker Ende Oktober – denen
wir voranschritten.
Cooler als Kino, jubelt der eine, dieweil die anderen
Kritiker – wie auch
wir – bei guten Ansätzen eine Tendenz zur Zerfaserung sehen.
Kaum ein gutes Haar lassen einige
Printkritiker an Petras' Bühnenversion der Novelle von Gerhart Hauptmann. Andere Stimme jedoch machen sich vehement für den Abend stark.
Wir machtenEinwände geltend.
Begeistert, unentschieden, verärgert – drei
Kritiken, drei Reaktionen auf Christoph Mehlers Zuckmayer-Inszenierung.
Wir befinden uns zwischen den Reaktionen eins und zwei.
Dem Mammutprojekt bezeugt die
österreichische Presse ebenso Respekt wie
wir. Auch wenn in Sachen Niveau allseits starke Qualitätschwankungen im Marathonverlauf beobachtet werden.
Nicht grundstürzend originell sei das, was Clemens Sienknecht mache, aber dem Charme seiner Produktion kann sich die
Kölner Presse nicht entziehen.
Wir ließen uns die Chose schon in Zürich gefallen.
Natürlich schaut man auf ein Projekt mit Senioren voller Sympathie. Doch der
Kritiker vor Ort befindet, dass da auch noch Luft nach oben gewesen wäre. Das meinten
wir auch.
Von Seiten der
Kritik gab's große Bewunderung für Stephan Kimmigs Inszenierung von Franz Xaver Kroetz'
Stallerhof und mehr noch für Stephan Kaluzas
3D in Stuttgart. Heute mischten sich Zweifel in den Jubel. Auch
wir waren von der effekthascherischen Präsentation weiblicher Verfügbarkeit irritiert.
Mit komplett fehlender Begeisterung reagiert der
Kritiker vor Ort.
Wir hatten eine gemischtere Sicht.
Nur bedingt können sich
die KritikerInnen vor Ort für Thirza Brunkens Lessing-Version erwärmen.
Wir sahen's so.
Ja, wie denn nun: hohles Stück und gute Inszenierung oder umgekehrt? Die
Kritrikermeinungen gehen diametral auseinander.
Unsere nicht.
Mehr als etwas dünn geratene Bekenntnischoreografie kann eine
erste Kritikerin vor Ort an diesem Abend nicht finden. Der
uns auch enttäuschte
Nicht unbeeindruckt hat sich eine erste
Wiener Kritik dem Stück von Viliam Klimácek zugewandt. Wie
wir.
Während die meisten
Kritiker begeistert sind, urteilt die FAZ heute: gottserbärmlich langweiliger Kindergeburtstag für Greise!
Wir waren positiver gestimmt.
Starke Bilder, hohes Fieber und Frömmigkeit diagnostizieren die
Kritiker, und nun auch eine eigentümliche Verbindung aus Manierismus und Werktreue.
Uns fehlte es an Rauschmitteln.
Ein Stück, das auch in Metropolen bestehen könnte, sah die
Kritik.
Wir auch.
Interessiert, aber nicht gänzlich überzeugt zeigen sich die
Kritiker angesichts der Zwei-Personen-Bearbeitung.
Wir waren interessiert.
Eine
Kritikerin freut sich über miese Freunde, ausgenutzte Frauen und dämliche Angeber.
Wir weniger.
Die geballte Schauspielpotenz des Burg-Ensembles zwingt die
Kritiker in die Knie, man jubelt, und nur hier und da lugen Einwände hervor. Und so sahen
wir.
Die
Kritiker verneigen sich tief, nicht unbedingt vor Stück und Regie, sondern vor der großen Inge Keller, die ein Ereignis ist. So auch für
uns.
Ein erster
Kritiker ist skeptisch, was die Spielbarkeit des Textes von David Lescot anbelangt, aber durchaus angetan von Olaf Striebs Umsetzung.
Wir sahen es genau anders herum.
Ja, was ist das HAU denn nun?, fragen die
Berliner Kritiker und versuchen sich angesichts der ersten Vorstellungen in den drei Häusern des Theaterkombinats an unterschiedlichsten Antworten. Wie
wir.
Nicht dada, sondern gaga, finden die Berliner
Kritiker. Und sehen es damit ähnlich wie
wir.
Von nah und fern kamen die
Kritiker an die Kammerspiele zu Johan Simons gereist. Aber Großes zu schauen, war ihnen nicht vergönnt. Außer die große Sandra Hüller natürlich, die auch für
uns die wenigen gestochen scharfen Momente schuf.
Verehrer und Verächter dieses Abends metaphorisieren um die Wette: praktisch "Schmerzensschwärze" versus "Schwarzmesse". Ja, ein Spalt verläuft nicht nur durch Olaf Altmanns allseits bewundertes Bühnenbild, sondern nach wie vor auch inmitten der
Kritikerschaft.
Wir standen eher hüben als drüben.
Insgesamt ein Abend am Münchner Residenztheater, der mit Ladehemmung bei den
Kritikern ankam. Heute ist noch einer angetan. Auch
wir sahen packende Momente.
Lohers Stück kommt bei den
Kritikern nur teils gut weg, und auch die Inszenierung von Andreas Kriegenburg spaltet die Geister.
Wir hörten die Taschentücher rascheln.
Unterschiedlich nimmt die
Kritik Schmidt-Rahmers neue Jelinek-Inszenierung auf – der heute hinzugekommene Rezensent einer überregionalen Zeitung empfiehlt, nach zwei Stunden zu gehen. Sah es aber insgesamt weniger kritisch als
wir.
Ihre Momente habe diese musikalisch getriebene Balkan-Revue, berichtet ein Leipziger
Kritiker, aber mit zunehmender Dauer immer weniger.
Wir wurden auch nicht überzeugt.
Verstehen könne man nicht viel (oder nicht genug) an diesem Abend, meinen die
Kritikerinnen in Thüringen. Aber amüsant und eigen finden sie das Werk der freien Gruppe O-Team allemal. Auch
wir waren gern dabei.
Mehr her- als hingerissen ist die
Kritik vor Ort. Obwohl es auch eine emphatische Befürworterin der Inszenierung gibt.
Wir blieben reservierter.
Etwas genervt ist ein Berliner
Radiokritiker von den "Posen und Pöschen" in diesem Stück "globalsiertem Kunstgewerbe".
Wir auch.
Der
Kritiker in Hannover ist grundsätzlich angetan. Auch wenn ihn die Vorlage nicht ganz überzeugt.
Wir waren grundsätzlich beeindruckt.
Die
Kritik ist gespalten wie selten. Einer hält die Lesung des Textes für "pervers", die anderen glauben, man müsse sich mit den Haltungen, die dort hervor träten, auseinandersetzen. So auch heute die Kritikerin des Berliner Tagesspiegels.
Wir argumentieren ähnlich.
Unklar ist die Meinungslage bei
den KritikerInnen zu
Falk Richters neuem Abend.
Wir sahen Glanz und Elend.
Die Berliner
Kritik setzt sich mit dem doppelten Schrecken der Installation von Brett Bailey und der Debatte um das Werk auseinander. Heute legt eine überregionale Stimme nach. So sahen
wir "Exhibit B" auf dem Festival "Foreign Affairs".
Bei gelegentlichen Einschränkungen begeistert ist
die Kritik über Henkels Inszenierung aus dem Geist des Kostümfundus, noch mehr über ihre Schauspieler. Die taz ist heute etwas reservierter.
Wir sangen.
Eigentlich wie immer bei Mitchell, aber doch ganz groß, meint die Mehrzahl der
Kritiker vor Ort – heute pflichtet die taz dem bei.Auch
wir ließen uns bannen.
Jubel, Trubel bei den
Kritikern, zähneknirschendes Gelächter selbst bei den Bedenkenträgern, bei
uns kein Knirschen, nur Freude.
Keine guten
Kritiken für Wolfgang Engel, zu kühl, zu distanziert.
Wir fanden die Inszenierung leer.
Da gibt es schon Spektatkuläres zu sehen in Mogutschis "Prozess"-Version, konstatiert die
Print-Kritik. Aber was bleibt darüber hinaus? Das fragten
wir uns auch.
Freundlich die Reaktionen der lokalen
Kritiker_in. Auch
wir nahmen die Inszenierung freundlich auf.
Den einen
Kritiker treibt Fabian Hinrichs in die Beschreibungseuphorie, der andere sagts lieber lakonisch. Berührt sind sie alle. Nicht immer angenehm allerdings.
Wir grundsätzlich schon.
Alle finden Patrick Steinwidders Inszenierung blöde, unsäglich plakativ, nervend, daneben.
Wir auch.
Die lokalen
Kritiker finden den Abend entweder einleuchtend oder ratlos,
uns war das "Wozu?" nicht ganz klar.
Die
Wiener Kritik ist vollkommen euphorisiert von diesem kühlen Meisterwerk, mit dem sich das Volkstheater aus Kritikersicht in die vorderste Reihe sämtlicher Wiener Theater katapultiert hat.
Unsere Euphorie blieb gedämpft.
Das sei schon nicht ohne Witz, was Arnarsson da mache, befinden die
Zeitungsstimmen vom Rhein. Aber so viel wie
wir mochten sie dem Abend dann doch nicht abgewinnen.
Verwirrt und überfordert zeigt sich eine
erste lokale Stimme von der Sprödigkeit dieses Abends.
Wir waren gerade davon angetan.
Zum Denken angeregt fühlte sich
eine Kritikerin – wie auch
wir, die wir die Produktion bereits zu ihrer Premiere beim Steirischen Herbst 2011 sahen.
Mehr als vier Stunden dauert dieser Fallada-Abend am Hamburger Thalia-Theater, aber das stört die
Printkritiker – auch den heute neu hinzugekommenen, der sich zwischen Angst und Liebe hin- und hergerissen fühlte – genauso wenig wie
uns.
Zwischen Jubel und Verriss pendelt die
Kritik, sowohl in Sachen Stück wie hinsichtlich des Blicks auf
Bettina Bruiniers Frankfurter Inszenierung.
Wir differenzierten.
"Mein lieber Scholli!" entfährt es einem
Berliner Kritiker angesichts der Radikalversenkung des spannenden Stoffs am Maxim Gorki Theater. Andere Kritiker stöhnen auch. Wie
wir.
Die
lokale Presse jubelt angesichts Voimas Singspiel in Florian Fiedlers Inszenierung.
Wir sahen es so.
Standing Ovations bei der
österreichischen Kritik für Regisseurin
Yael Ronen, ihr Ensemble, besonders Hauptdarsteller Michael Ronen. Auch bei
uns.
Im
thüringischen Blätterwald herrscht eitel Freude über Stengeles Horváth-Inszenierung.
Wir spucken nicht in die Suppe, aber etwas vermissten wir doch.
Großartig und packend der eine, langweilig der andere: So befinden die
Printkritiker über den gestutzten Bremer "Hamlet".
Wir waren gepackt und hätten zugleich gerne den längeren Atem gespürt.
Mit Enthusiasmus nimmt nun auch eine Radio-
Kritik den Abend von Christian von Treskow auf. Wie
wir.
Der
Kritiker vor Ort feiert die Inszenierung. Eine entscheidene Frage bleibt für ihn trotzdem offen.
Wir feierten auch.
Die
Printkritikerin findet die Nacktheit von Young Jean Lees Darstellerinnen nicht wesentlich, aber sehr direkt, und die ganze Show mitreißend. Das Mitreißende teilte sich
uns im Wesentlichen nicht so direkt mit.
Eine dichte, genau beobachtende
Maria Stuart sahen die
Kritiker in Luzern. Auch
wir fandens austariert, flüssig, intensiv.
Die ersten
Printkritiker hatten ein großes Schauspielerfest gesehen. Die SZ ist heute etwas reservierter. So wie
wir.
Die Kunstbluteskapaden von Institutet/Nya Rampen vermögen die Berliner
Kritiker nicht wirklich zu begeistern.
Uns auch nicht.
Man muss sich seines Lachens nicht schämen, heißt es in der alles andere als euphorischen, aber auch nicht rundweg ablehnenden
Kritik, anlässlich des neuen Hübner-Stückes in Dresden. Auch
wir fanden es als Schmonzette annehmbar.
"Eine Entdeckung!", rief ein erster regionaler
Kritiker angesichts dieser deutschsprachigen Erstaufführung in Mannheim aus. Es folgten zurückhaltendere Stimmen und jetzt eine abwägend positive Kritik in der SZ.
Wir waren eher reserviert.
Ein thematisch packendes, gut umgesetztes Stück haben die regionalen
Kritiker in Heidelberg erlebt. Ähnlich wie
wir.
Schrill und laut und wenig begeisternd findet der FAZ-
Kritiker diese deutschsprachige Erstaufführung. Die SZ ist dem Abend gewogener.
Wir konnten der Umsetzung wenig abgewinnen, dem Text hingegen viel.
Grundsätzlich überzeugt ist
die Kritik vor Ort von dieser kühnen Regiearbeit, die SZ sieht in ihr noch eher ein Anfängerwerk.
Wir waren angetan.
Überwältigt sind sie alle, im Guten wie im Schlechten,
die KritikerInnen von nah und fern, die an den Münchner Kammerspielen diesem Mammutabend beiwohnten. So sahen
wir die Sache.
Sympathiepunkte sammelt dieser Abend bei den Schweizer
KritikerInnen, aber es werden auch Einwände formuliert. So auch bei
uns.
Das Ringen um neue Sichtweisen hält der erste lokale
Kritiker Daniela Löffners Inszenierung des Dürrenmatt-Klassikers zugute. Er erhebt aber auch Einwände, allerdings weniger als
wir.
Ein erster
lokaler Kritiker findet, dass die besten Elemente aus Dirk Kurbjuweits Roman in der Spielfassung nicht vorkommen. Das finden
wir auch.
Ziemlich super finden
die Kritiker – auch der SZ-Mann, der sich heute zu Wort meldet – Alize Zandwijks Inszenierung des brasilianischen Stadtpanoramas von Dea Loher.
Uns hingegen wurde es ein bisschen zäh, obwohl auch wir tolle Momente sahen.
Der Abend hat auch machen Fan unter den
Kritikern. Aber heute kommt noch ein einmal ein sattes Contra aus der SZ hinzu. So urteilten
wir.
Im Wesentlichen erklang Begeisterung aus den
österreichischen Blättern. Heute lobt die Süddeutsche Zeitung den Abend mit Einschränkungen.
Wir lobten uneingeschränkt.
Gute Grundidee, aber nicht durchgezogen, urteilte
der erste Zeitungskritiker, heute schlägt sich auch die FAZ nicht wirklich für die Arbeit in die Bresche – anders als
wir.
Macht Nübling aus Tennessee Williams' Stück eine zeitlos humane Theaterparabel oder misslingt ihm ein schlüssiger Zugang? Die
Kritiken (heute klappt die FAZ nach) sind sich uneins.
Wir finden, er wollte ins Wasser springen, ohne sich nass zu machen.
Na klar, ein Riesenerfolg schon vor der Premiere. Wie ist es aber um die Kunst bestellt? Überwiegend die Begeisterung bei den überregionalen, Uneinigkeit bei den Berliner
Kritikern.
Wir fanden es so ja, ja, ganz in Ordnung, na ja.
Gespalten sind die
Meinungen über Stefan Ottenis Inszenierung von Uwe Tellkamps Romanam Hans Otto Theater Potsdam. Die
wir auf allzu ungefährlichem Terrain sehen.
Begeisterung pur auch in der überregionalen
Kritik.
Wir rappten mit.
Das Abbild einer grundlegend verschobenen Normalität hat die Berliner Zeitungs-
Kritikerin in dem Gastspiel aus Japan gesehen – auch
wir fanden's interessant.
Durch einen dramaturgischen Fehlgriff haut die russische Gruppe Teatr.doc sich und ihrem eigentlich interessanten Anliegen den Boden unter den Füßen weg, findet
ein Kritiker. Auch
wir konnten nicht recht überzeugt werden.
Interessant finden
die Kritiker vor Ort, was
Jan Steinbach mit Gerhart Hauptmanns dem Vergessen entrissenen Text machte.
Wir sahen das anders.
Von einem Materialschlachthof voller Gedankenfloskeln spricht Zürichs
Grande Dame der Kritik.
Wir sprachen von großem Brechtkino.
Dass Sabine Waibel in diesem
Volksfeind die Hauptrolle spielt, halten die
Pressevertreter für den Clou, aber auch, wie hier das Denken in Bewegung bleibt, wobei die Begeisterung nicht einhellig ist.
Uns erschien die Sache schlüssig.
Beeindruckt sind die
Dresdener Kritiker von Jan Klatas roher Shakespeare-Inszenierung mit deutschen und polnischen Schauspielerin.
Wir reagierten verhaltener.
Begeisterndes Kerker-Kabarett haben die Frankfurter
Kritiker in dieser Jelinek-Umsetzung von Julia von Sell erlebt. Auch
wir würdigten die galgenhumorische Inszenierung.
Warum kriegte dieser Abend bei den Wiener Festwochen eigentlich Buh-Rufe ab? Die Berliner
Kritiker nehmen ihn bei der Premiere an der Volksbühne jedenfalls als eher wohlig schön bzw. als nicht doof, aber etwas fade wahr. So sahen
wir ihn in Wien.
In den 80er Jahren war
Rote Erde ein insgesamt neunstündiger Fernsehfilm, aber bei
Volker Lösch schrumpfe die Ruhrpottsaga, auch wenn die zwölf Laien beeindruckend chorisch agieren würden, so die ersten
Pressereaktionen.
Wir sahen es so.
Tolle Schauspieler und ein interessantes Konzept lassen die
Hamburger Kritiker gerne zuschauen.
Wir sahen die Sache so.
Teils leicht eingeschränktes Lob von den
Kritikern von nah und fern erntet Roberto Ciulli mit seiner musikalischen, albtraumhaften "Woyzeck"-Deutung. Nicht anders bei
uns.
Während Teil eins
die Kritiker begeistert, hat Teil zwei eher ernüchtert.
Wir waren rundherum froh.
Gefeiert wurde Hartmanns Tolstoi-Adaption in Recklinghausen und nun daheim in Sachsen wird der Abend von der örtlichen
Presse eher verhalten aufgenommen.
Wir verhielten uns auch, und zwar entschieden dafür.
Die
Kritiker blicken freundlich oder verhalten, keinesfalls aber enthusiasmiert auf Calixto Bieitos Calderón-Inszenierung.
Wir waren auch nicht vollends überzeugt.
Zustimmung, ja Begeisterung trotz Einschränkungen beherrschen
die lokalen Blätter angesichts dieser Shakespeare-Zuspitzung.
Wir waren ebenfalls positiv gestimmt.
Während
Apologia mit Einschränkungen begrüßt wird, feiern
die lokalen Stimmen Schillers
Räuber in der Regie von Schauspielchef Frank Behnke. Ähnlich gewichteten
wir.
Wird das Anliegen von den Taschenspielertricks erschlagen. Zeigt gerade die gut geölte Theatermaschine, wie leicht es ist, die Menschen zu verführen.
Die Kritik ist uneins.
Wir blieben eher kühl.
Für die einen klarer Fall für eine ästhetische Fatwa, für den anderen ein wortwitziger Abend mit fulminatem Titelhelden.
Die Herren Kritiker sind uneins. Nach dem ersten Schock wurden
wir ziemlich glücklich.
Patrick Schlösser hat in Kassel auf eigenartige Weise zwei Komödien Shakespeares kombiniert. Und das Experiment funktioniert, sagt die
Kritik. Das sagten auch
wir.
Einer
ersten regionalen Stimme gefiel
Aptal, Siridan ve Suçlu, eine zweite reflektiert, inwieweit der Abend als Befreiungsschlag von taubisierten Gesellschaftsthemen funktioniert. So sahen
wir ihn.
Das ganz große Theaterwochenende hatte man sich in Frankfurt versprochen. Alle großen Feuilletons waren da, doch das ganz Große teilte sich ihnen irgendwie nicht mit: Weder in
Stefan Puchers Faust I noch in
Günter Krämers Faust II, für welchen letzteren sich heute aber doch noch ein ziemlich entschiedener Fürsprecher findet.
Die
Kritiker – heute reicht noch die Süddeutsche Zeitung ihre Meinung zum Zürcher Saisonstart nach – zollen Stefan Bachmanns Versuch, die Bibel auf ihren erzählerisch-mythischen und performativen Gehalt abzuklopfen, Respekt, bemängeln aber auch Unentschiedenheiten, Unfertiges und überhaupt die Länge des Unterfangens.
Wir sahen Muskelspiele, aber keine Kämpfe
Ruhig, gelassen, geradezu neutral reagiert die
Kritik auf Freys Regie. Der Kritiker der Süddeutschen Zeitung, der heute nachlegt, lässt Neigung erkennen.
Wir gehören der verhaltenen Mehrheit an.
Das Stück: toll, naiv, oder toll naiv? Die Inszenierung: toller Rundumschlag oder rundum ein Fehlschlag? Uneinigkeit bei der
Kritik (die heute dazugekommene überregionale sieht eher den Fehlschlag)
wir gehören zur Toll-Fraktion.
Die
Kritikerinnen (heute wird noch aus Berlin draufgeschaut) lassen sich ganz auf Friederike Hellers großen Showtheater-Coup ein, der männliche Kollege wendet sich sozialkritisch unbefriedigt ab. Bei
uns schrieb auch ein Mann, aber sehr einlässlich und zugeneigt.
Jan-Christoph Gockel hat drei Stücke von Löhle zu einem verschweißt, wobei die
Kritiker besonders das Filetstück "Genannt Gospodin" goutieren.
Uns schmeckten auch die Scherzkekse.
Die
KritikerInnen beklatschen diesen neuen Pollesch-Abend an der Volksbühne, mit mehr oder weniger Reserve.
Wir pfiffen auf Reserviertheit.
Die
kritischen Stimmen sind sich ziemlich einig darüber, dass "Ein Pfund Fleisch" nach Shakespeares "Kaufmann von Venedig" nicht Albert Ostermaiers stärkster Text ist. Die meisten finden ihn aber noch stärker als die Inszenierung Dominique Schnizers. Auch
wir sahen nicht allzu viel Rettenswertes.
Mehr als ein Zischen in der Wüste hat hier
kaum ein Kritiker vernommen (auch heute die SZ nicht). Trotz ironischem Bühnenbombast und Sophie Rois.
Wir fanden es sooo schlecht nun auch wieder nicht.
Verstört und begeistert sind die
Kritiker im Ruhrpott von Kay Voges' Dortmunder Umsetzung dieses vermeintlich unspielbaren Stückes von Wolfram Lotz.
Wir hatten auch Einwände.
Mit der Satire renne dieses Singspiel von Hakan Savaş Mican offene Türen ein, meint eine Berliner
Kritikerin. Die musikalische Arbeit wird gleichwohl gewürdigt. Mehr noch bei
uns.
Über die Qualität des Textes ist sich die
Kritik uneins, mit der Inszenierung einhellig unzufrieden. Letzteres auch
wir.
Den ersten Hit dieser Theatersaison hat ein reisender
NRW-Kritiker in Laura Naumanns furiosem Sprechtext entdeckt, ein anderer sah allerdings nur Pussy Riot im Hanni und Nanni Format.
Wir waren von dem Werk angetan.
Gelungen fanden die
Kritiker aus der Stadt Stück und Aufführung – auch
wir fanden's angenehm ausbalanciert.
Keine Gnade findet vor allem die Inszenierung von Roland Schimmelpfennig bei den Kritikern.
Wir sahen ein ambitioniertes Boulevardstück.
Angetan waren die ersten Kritiker, heute mischen sich zwei
skeptische Stimmen in die Diskussion –
uns bezauberte die bunte Veranstaltung.
Ja, das sieht natürlich alles nach Berlin-Mitte-Bohème aus. Aber wie ernst zu nehmen sind die revolutionären Ausbruchsfantasien, die Thomas Ostermeier Ibsens Drama "Ein Volksfeind" mit den aktuellen Protesteinschüben abgewinnt? Darüber herrscht Uneinigkeit unter den
Kritikern, nachdem das Werk jetzt in Berlin angekommen ist. So sahen
wir es.
Angetan sind die
Kritiker vor Ort von der Piratengeschichte, die ihnen die freie Gruppe
Das letzte Kleinod auftischt.
Uns ging es ähnlich.
Nur halb gelungen und schließlich ins Matte kippend findet die Mehrzahl
der KritikerInnen die Speilzeiteröffnung im Hamburger Thalia Theater. Der gestern nachgereichten Harzer-Hymne folgt heute nun ein Veto. Dem
wir so nicht zustimmen.
Langweilig kann dieser Abend schon mal nicht sein, so, wie sich
die Kritikerinnen und Kritiker verbal aus dem Fenster hängen, ihn zu verreißen, zu bejubeln oder sich sowie daran abzuarbeiten. Heute geht der Kritiker der "Zeit" vor Ulrich Matthes in die Knie. Nur bei
uns blieb man etwas gedämpfter.
Theaterspaß und intellektuelles Vergnügen geben die
Berliner Kritiker zu Protokoll. Mit mehr oder weniger Überschwang. Auch
wir fanden Gefallen.
In einer Nebenbemerkung nur, aber immerhin würdigt ein
überregionaler Kritiker diesen Lesemarathon nach Navid-Kermani im Hamburger Thalia Theater.
Wir würdigten ihn ausführlicher.
Eigenwillig aber nicht durchweg überzeugend finden
die Kritiker vor Ort Karoline Behrens' Gießener Regiedebüt, das
uns auch nicht wirklich zufrieden aus dem Theater entließ.
Uneinigkeit bei den
KritikerInnen. Die meisten finden die Regie misslungen, aber nicht alle.
Wir waren auch nicht glücklich.
Einig sind sich die
beiden Kritiker aus dem Norden über den komischen Gehalt. Einer fragt aber weiter.
Wir fanden's es auch mordskomisch.
Die südkoreanische Truppe Tuida findet mit ihrem seit 2005 tourenden
Hamlet cantabile freundlichste Aufnahme bei den
Kritikerinnen.
Wir waren am Ende des diesjährigen, grandios missratenen Young Directors Project der Salzburger Festspiele missmutig.
Kopfschütteln bei der überregionalen, Schmunzeln bei der regionalen
Kritik angesichts der Pizzeria-Version des
Sturm.
Wir fanden's abgründig.
Große Anerkennung findet dieser Abend mit behinderten Akteuren, der nach dem Festival in Avignon auf der Ruhrtriennale gezeigt wurde, bei den Kritikerinnen – wie auch bei
uns, bereits im Juli.
"Grandios", "Meisterleistung", begeistert zeigen sich die
KritikerInnen über die Darbietung von Ingo Metzmacher, der Wiener Philharmoniker und des Sängerensembles. Mehr Reserve bringen sie Alvis Hermanis' Inszenierung entgegen – heute legt der Kritiker der Neuen Zürcher Zeitung nach.
Wir fanden alles sehr überzeugend.
Die versammelte
Kritikerschar ist sich uneins, ob es sich bei Heiner Goebbels' Ruhrtriennale-Auftakt mit John Cages Opern-Mash-Up "Europeras 1 & 2" nun um eine faszinierende Reise ins Herz der Oper oder um hohlen Budenzauber handelt. "Die Zeit" tendiert heute in letztere Richtung.
Wir würdigten und befragten die exquisit elegante Performance.
Nebulös bis ärgerlich finden
fast alle Kritiker den Eiskunstlauf im Nebel, als der Viennes neue Produktion daher kommt. Auch
wir sahen nichts klares.
Herzblut und eine intelligente Auseinandersetzung mit dem Arabischen Frühling hat ein erster Schweizer
Kritiker beim großen Tellspiel in Altdorf erlebt. Auch
wir bewunderten Volker Hesses vorzüglich choreographierte Schiller-Umsetzung.
Von der postkapitalistischen Utopie habe man an diesem 8-Stunden-Tag auf Kampnagel träumen können, meint die
Lokalpresse Hamburgs.
Wir mochten den Schnaps, aber vermissten das Theater.
Zwischen Aufklärung und Verausgabung, poetisch und verrückt, so empfinden die Berliner
Tanzkritikerinnen Antony Rizzis Solo beim Tanz im August.
Wir waren ebenfalls angetan.
Eigentümliche, archaische Kraft, aber auch Mangel an Tragik und Schicksal konstatiert eine erste
Kritik bei
Hier spricht der Chor der polnischen Regisseurin Marta Górnicka.
Wir waren sehr überzeugt.
Ein beklemmendes Körperabenteuer oder bloß eindimensionale Mimesis demagogischer Ausdruckssprache? Die Berliner
Tanzkritikerinnen sind sich uneins, was von Lisbeth Gruwez' Solo zu halten ist.
Wir sahen eine Kassandra am Werk.
Bereits bei den Salzburger Festspielen 2011 kam die Performance von
Lundahl/Seitl hervorragend an. So auch jetzt in Hamburg bei einer
Kritikerin, und nicht anders bei
uns.
Recht vernichtend fällt das Urteil
eines südddeutschen Kritikers aus, für den sich der Abend vom sonstigen Schauspielprogramm trotzdem positiv abhebt. Der
uns insgesamt etwas unterkomplex erschien.
Diese und ältere Kritikenrundschauen finden Sie immer auch angehängt an die jeweilige Nachtkritik.