6. Dezember 2016: Orpheus in der Unterwelt – Armin Petras goes Oper(ette)

Funktioniert nicht, Petras' Jacques-Offenbach-Inszenierung an der Oper Stuttgart, finden die Zeitungskolleg*innen und werden teils sehr streng – auch uns konnte der Abend nicht wirklich überzeugen.

6. Dezember 2016: Die Verwandlung am Zürcher Schauspielhaus

Gísli Örn Garðarssons Kafka-Inszenierung bezieht von Seiten der Kolleg*innen harte Prügel. Wir finden, der Abend werde Kafka nicht gerecht.

6. Dezember 2016: Die Wehleider von Christoph Marthaler in Hamburg

Die Kritikerkollegen sind mehr oder weniger beeindruckt, einer schert aus und ärgert sich. Wir fanden's "verstörend, zerfasernd".

6. Dezember 2016: Endspiel von Robert Wilson im Berliner Ensemble

Verzückt, bedrückt, hin- und hergerissen oder in Verachtung der Oberflächlichkeit sind die Kolleg*innen im Angesicht dieser Beckett-Musicalisierung – wir genossen vor allem das Ende.

5. Dezember 2016: Axel Sichrovsky inszeniert in Coburg Wut von Elfriede Jelinek

Geradezu geflasht sind die Zeitungskolleg*innen von diesem Jelinek-Laboratorium, das auch uns keineswegs kaltließ.

5. Dezember 2016: Die unsichtbare Hand/Am Boden in Bochum

Anselm Weber hat die Deutsche Erstaufführung des neuen Stücks von Ayad Akhtar zusammen mit einem Stück von George Brant inszeniert, und die Radio- und Zeitungskolleg*innen loben die Angelegenheit – anders als wir.

5. Dezember 2016: Maria Stuart in Ingolstadt

Ein Lokalkritiker ist ganz begeistert von Hansgünther Heymes Inszenierung. Wir sahen einen "Schiller ohne Geschmacksverstärker".

5. Dezember 2016: Die Stunde zwischen Frau und Gitarre am Werk X Wien

Die Kollegen sind sich uneins. Ist Thirza Bruncken nun eine berauschende Dramatisierung des 1000 Seiten Romans von Clemens Setz gelungen oder doch nur langweiliger Nonsens? Wir sahen einen Kindergeburtstag mit dem Motto "sehr seriöse Erwachsene".

5. Dezember 2016: Philipp Löhles Wir sind keine Barbaren in Bautzen

Die Lokalkritiker haben Einwände gegen Löhles Text, loben aber Stefan Wolframs Inszenierung. Wir fanden, der Abend hinkt seinem Thema hinterher.

5. Dezember 2016: Begehren – eine "doku-fiktionale Feldforschung" von Gesine Schmidt

Es bleiben Fragen offen nach diesem Abend im Staatstheater Mainz, wobei die Zeitungskollegen ihm gewogener sind als wir.

5. Dezember 2016: David Greigs Die Ereignisse in Aachen

Eine erste Stimme lobt eine "spannende Regiearbeit" Ludger Engels'. Wir fanden den Abend schwer verrätselt.

5. Dezember 2016: Thomas Bo Nilssons Wiener Horror-Installation JINXXX

Ein Kritiker hat sich wohlig gegruselt, eine Kollegin fand diese SM-Schauer-Installation im Wiener Schauspielhaus nicht sehr fesselnd. Uns erschien sie auch eher wie eine Fingerübung.

5. Dezember 2016: Swetlana Alexijewitschs Secondhand-Zeit in Graz

Eine Kollegin sah die Inszenierung von Alia Luque als "bewegende Vorstellung". Wir staunen, wie viel Drive in dem Abend steckt.

3. Dezember 2016: Dieudonné Niangouna mit Nkenguégi im Frankfurter Mousonturm

Beeindruckt, überfordert aber am Ende auch etwas ratlos fühlte sich eine Frankfurter Kritikerin nach diesem, aus ihrer Sicht spektakulärsten Abend eines kleinen Afropean-Festivals im Frankfurter Mousonturm. Dessen archaische Wucht uns in einen Schwebezustand versetzt hat.

1. Dezember 2016: Marat/Sade am Deutschen Theater Berlin

Die Kritiken nehmen Stefan Puchers Peter Weiss-Inszenierung unterschiedlich ernst. Wir sahen "eine klasse Show höheren Galgenhumors".

30. November 2016: Thomas Melles Ännie am Theater Bremen

Die Kolleg*innen sind beeindruckt von Melles Sprache, aber so richtig glänzen könne sie in der Uraufführung durch Nina Mattenklotz nicht. Wir sehen's ähnlich.

30. November 2016: Storms Der Schimmelreiter am Thalia Hamburg

"Spröde" und "kräftezehrend" finden die Kolleg*innen die Inszenierung von Johan Simons. Wir pflichten bei.

29. November 2016: Dostojewskis Spieler am Thalia Hamburg

Viel viel Glitzer, sahen die Kritiker in Jan Bosses Inszenierung und beklagen, dass die Oberflächenshow an Längen leide. Wir sehen das ähnlich.

29. November 2016: Anna Badoras Medea-Inszenierung am Volkstheater Wien

Stefanie Reinsperger ist maßlos in ihrer Energie, aber Anna Badoras Inszenierung, die ganz im Zeichen des Asylthemas stehe, zünde dennoch nicht, so die Kritiker über Medea. Heute ist einer allerdings nochmal überzeugend begeistert. Wir fandens eine Freude, dem zuzusehen.

28. November 2016: Katja Brunners Man bleibt wo man hingehört ... in Luzern

Zwei Schweizer Stimmen gehen hart mit Man bleibt wo man hingehört ... ins Gericht. Wir fanden vieles allzu erwartbar an dieser Uraufführung durch Christina Rast.

28. November 2016: Tina Lanik inszeniert Geächtet von Ayad Akhtar in Wien

So ganz wollen sich die Kritiker*innen nicht einigen, aber in der Summe wirkt ihnen die Regie stumpfer als das Stück. Wir fanden auch letzteres etwas harmlos.

28. November 2016: In deinem Pelz in Heidelberg

Einem Lokalkritiker ging die "Wandelperformance" von Bernhard Mikeska und Alexandra Althoff ersichtlich unter die Haut. Uns auch, aber wir haben trotzdem Einwände.

28. November 2016: Thomas Köcks Kudlich im Schauspielhaus Wien

Die Kritiker der beiden großen Intelligenzblätter Wiens sind unterschiedlicher Meinung. Wir hätten uns mehr vorstellen können.

28. November 2016: Pfusch von Herbert Fritsch an der Berliner Volksbühne

Die meisten Stimmen sind ganz baff. Unser Statement: "Leider geil!"

28. November 2016: Laura Naumanns Grand Prix de la Vision in Leipzig

Die Kritiker blicken wohlwollend auf Alexandra Wilkes Uraufführung. Wir sahen "ein auf Kurzweil programmiertes Event".

25. November 2016: Kühnel/Kuttners Brecht'scher Fatzer am Deutschen Theater Berlin

Kein leichter Abend, aber einer, der aufschlussreich scheitert, so die Kritiken über Tom Kühnels und Jürgen Kuttners Der Untergang des Egoisten Johann Fatzer von Bertolt Brecht. Wir sahen ein leichtes leichtes Aperçu.

23. November 2016: Das Théatre du Soleil bezieht Une Chambre en Inde

Die erste Kritikerstimme findet zwar Gefallen an Ariane Mnouchkine's neuer Arbeit, meldet dafür aber Zweifel an der Wirkmacht des Theaters an. Wir sahen großartiges Theater, allerdings auch Momente der Schwäche.

23. November 2016: Die Regensburger Werner-Fritsch-UA Shakespeares Schädel ... 

Die Kritiker vor Ort sind sich uneins. Einer verneigt sich besonders vor Sprach- und Schauspielkunst in Shakespeares Schädel in Fausts Faust, dem neuen Stück von Werner Fritsch, das Bernd Liepold-Mosser am Theater Regensburg uraufgeführt hat. Ein anderer findet es viel zu brav. Uns haben Sprache und Schauspiel wiederum beeindruckt.

22. November 2016: Hubert Fichtes Versuch über die Pubertät in Hamburg

Die Revue, die Sebastian Kreyer dem Fichte-Roman am Deutschen Schauspielhaus Hamburg abgewonnen hat, kann nur eine von drei Kritikerinnen überzeugen. Uns auch nur zur Hälfte.

21. November 2016: Sebastian Hartmann mit Raub der Sabinerinnen in Stuttgart

Die Kritik vor Ort feiert die Schauspieler*innen, fremdelt jedoch mit der Inszenierung. Anders als wir.

21. November 2016: Lily Sykes mit Romeo und Julia in Graz

Die angereiste Wiener Kritik gibt eher Lähmendes zu Protokoll über diesen Shakespeare-Abend. Der uns eigentlich ganz gut gefiel.

21. November 2016: Simon Solberg mit Kleists Käthchen von Heilbronn in Düsseldorf

Die Kritik vor Ort ist mal mehr mal weniger begeistert von diesem Abend. Kalt läßt er keinen. Uns auch nicht.

21. November 2016: Maik Priebe mit Schillers Don Karlos am DT Göttingen

Eindruck haben bei der Göttinger Kritik besonders die Schauspieler gemacht. Aber auch die Kostüme von Susanne Maier-Staufen erhalten viel Lob. Uns offenbarte sich erstaunliche Aktualität.

19. November 2016: Immersion. Wir verschwinden in Salzburg

Beglückt nehmen die Kolleginnen die neue Arbeit des Nestroy-preisgekrönten "aktionstheater ensemble" von Martin Gruber auf, die das Salzburger Open Mind Festival eröffnet hat. Wir auch.

18. November 2016: Die Georgier von der werkgruppe2 in Ingolstadt

Die Kollegen erlebten einen charmanten Abend. Genau wie wir.

17. November 2016: Jan Philipp Glogers Mannheimer Löhle-Uraufführung Du (Norma)

Die Kritiker vor Ort tun sich teilweise schwer mit Philipp Löhles neuem Stück, loben aber, was Regisseur Gloger daraus macht. Und Hauptdarstellerin Hannah Müller. "Was für ein Wahnsinn, was für ein Quatsch", dachten wir.

17. November 2016: Philipp Löhles Feuerschlange in Stuttgart uraufgeführt

Begeistert von den 14 Stuttgarter Kindern in Dominic Friedels Inszenierung sind die Kolleg*innen. Aber sonst? Wir sahen es so.

16. November 2016: Dirk Lauckes Vom Gefühl her: Fuck u! uraufgeführt in Altenburg

Zwei Kritiker*innen geben sich von Dirk Lauckes Text und Andreas Bauers Inszenierung durchaus angetan, Wir hingegen hatten mit dem Abend einige Probleme.

15. November 2016: Philipp Preuss adaptiert Der Fremde für die Schaubühne Berlin

Leere Wasserflaschenspielereien und einen Prosa-Stoff, der sich nicht zwangsläufig für eine Bühnenadaption aufdrängt, sahen die Kritiker*innen. Wir fanden den Abend ebenfalls wenig inspirierend.

15. November 2016: Nurkan Erpulats Love it or leave it am Maxim Gorki Theater Berlin

Lähmendes Kuddelmuddel, kabarettistisches Familientheater - Nurkan Epulats Türkei-Recherche-Projekt mache es sich selbst und den Zuschauern ziemlich schwer, so die Kritiker*innen, unter denen nur eine Stimme freundlichere Worte findet. Auch wir sahen erzählerische Schwächen.

14. November 2016: Alexander Eisenachs Der kalte Hauch des Geldes in Frankfurt

Bei den Frankfurter Kritiker*innen fallen Text und Inszenierung von Alexander Eisenach glattweg durch. Wir votierten da dezidiert anders.

14. November 2016: Jan Gehlers Puntila am Schauspielhaus Düsseldorf

Auf jeden Fall starkes Schauspielertheater sei Jan Gehlers Puntila- Inszenierung so die Kritiker, die den Regie-Ansatz mal mehr mal weniger loben. Wir weniger, denn wir fanden, dass die Komik nicht zündet.

14. November 2016: Elmar Goerden mit Viscontis Die Verdammten in Wien

Begeisterung bei der Wiener Kritik (und heute auch der Frankfurter Kritik) über Elmar Goerdens ausgenüchterte Aktualisierung des berühmten Stoffs von Lucino Visconti am Theater in der Josefstadt auf. Die uns nicht ganz so euphorisiert hat.

11. November 2016: Anestis Azas' Bloody, Medium oder durch in Berlin

Ein Printkollege ist im Ganzen angetan von diesem sinnlichen Stück Dokutheater im Ballhaus Naunynstraße. Eine zweite Kritik findet, da köchelt es nur und brodelt wenig. Wir waren etwas irritiert über zu viel Höflichkeit.

10. November 2016: Michael Thalheimers Prinz Friedrich von Homburg in Frankfurt

Die Kolleg*innen finden das ein oder andere schöne Bild in dem Kleist-Abend, bleiben aber skeptisch. Wir wohnten einem Theatergottesdienst bei.

9. November 2016: Christopher Rüping mit Lolita am Schauspiel Stuttgart

Die Kolleg*innen sind genervt. Ein Lokalkritiker meint sogar, Christopher Rüpings "treuherzig naive" Inszenierung verschärfe Armin Petras Krise als Intendant. Da möchten wir widersprechen.

9. November 2016: F. Zellers Ich, dein großer, analoger Bruder ..., Saarbrücken

Die SZ sah einen "Wort-Hürdenlauf in Hochgeschwindkeit". Wirklich nicht ihr stärkstes Werk, moniert eine Lokalkritikerin. Wir sind auch nicht begeistert.

9. November 2016: Peter Carps Inszenierung von GB84 in Oberhausen

Ein Kollege im Westen ist ziemlich begründungsfrei begeistert, zu langatmig das Ganze, kritisiert der andere; zu langatmig kritisieren auch wir.

9. November 2016: Philipp Heules Retten, was zu retten ist in Basel

Zustimmung und Enttäuschung der Kritiker aus Basel. Wir hatten Einwände, vom Ende her.

9. November 2016: Oliver Frljić stimmt in Dresden ein Requiem auf Europa an

Die Kritiker*innen würdigen deutlich Frljićs Absicht, den Zuschauer*innen wehzutun, und kommen auch zu ähnlichen Schlüssen. Wir kamen zum Schluss: ziemlich billig.

8. November 2016: Schimmelpfennigs Die Biene im Kopf im Consol Theater

Starke Zustimmung vom lokalen Kritikerkollegen. Wir fanden es auch sehr gut und sehenswert.

8. November 2016: Alan Ayckbourns Rondo im Theater Bielefeld

Unterhaltsam fanden es die Kolleg*innen im Westen, einem mangelte es an Brüchen, tiefe; Starke Zustimmung vom lokalen Kritikerkollegen. Wir fanden es mittel bis mäßig.

7. November 2016: Alexander Giesche inszeniert 8 ½ Millionen in München

Die Zeitungskritiker finden mitunter deftige Worte für Alexander Giesches Romanadaption nach Tom McCarthy. Auch wir waren nicht wirklich gnädig.

7. November 2016: Stefan Hornbachs Über meine Leiche am Burgtheater Wien

Die Wiener Kritikerinnen lassen sich von Nicolas Charaux' Inszenierung des Stücks von Stefan Hornbach durchaus berühren. Wir fanden die Aufführung freundlich und kitscharm.

7. November 2016: Die NSU-Monologe im Berliner Heimathafen Neukölln

Dieser Abend der Bühne für Menschenrechte füge der weiten Beschäftigung mit dem NSU-Komplex im Theater keine neuen Aspekte hinzu, heißt es. Wichtig ist er für die Berliner Kritik in der Tendenz dennoch. Wir sahen uns zur Empathie gezwungen.

4. November 2016: Spiel ohne Grenzen von Peter Michalzik in Mannheim


Die Kollegen fühlten sich von Bukhard C. Kosminskis Inszenierung auf hohem Niveau unterhalten. Uns fehlte ein roten Faden.

4. November 2016: Shakespeares Richard III. Am Thalia Theater Hamburg


Zeit-Herausgeber Josef Joffe sah nichts als die spießigen "drei F: Furzen, Fögeln, Fergewaltigen." Wir erlebten "gespenstischen Theaterzauber".

4. November 2016: Beate Uwe Uwe Selfie Klick in Chemnitz

Den Kolleg*innen und auch uns gefiel vieles recht großartig an Laura Linnenbaums Abend.

2. November 2016: Frank Castorf inszeniert Gounods Faust-Oper in Stuttgart

Überraschend einhellige Zustimmung herrscht bei den Print-Kolleg*innen über Castorfs Opernausflug, heute gießt einer Wasser in den Wein. Wir waren hingerissen.

1. November 2016: Ab jetzt ist Ruhe ... von Marion Brasch in Schwerin

Ein Lokalkritiker sah ein "Karussel heftiger Emotionen" rotieren. Wir fühlen uns an den frühen Castorf erinnert.

31. Oktober 2016: Thorleifur Örn Arnarssons Othello in Dresden

Eine erste überregionale Kritik geht mit Arnarssons Othello-Inszenierung am Schauspiel Dresden hart ins Gericht. Wir fanden's auch unbefriedigend.

31. Oktober 2016: Jan-Christoph Gockel verpuppt Die Verwandlung

Stellenweise übersteuert, aber insgesamt gelungen und interessant finden die Zeitungskollegen diesen Kafka-Abend am Schauspielhaus Bochum – also ähnlich wie wir.

31. Oktober 2016: Christian Stückls Budenzauber-Sturm am Volkstheater München

Gewaltigen Wirbel bereite Stückl mal wieder mit seiner jüngsten Shakespeare-Inszenierung, so die ersten Kritiken. Kraftvolles, unmittelbares Theater sahen wir.

 

31. Oktober 2016: Die begehbare Installation Rhizomat von Mona el Gammal in Berlin

Die meisten Kolleg*innen denken an den Auftakt des Immersive-Arts-Programm der Berliner Festspiele mit Schaudern oder Spott zurück; heute kommt noch eine nach, die es wohlwollender sieht. Unser Autor geriet in eine unangenehme Situation.

31. Oktober 2016: Barbara Freys Uraufführung des Bärfuss-Stücks Frau Schmitz in Zürich

So gerade noch geglückt finden die meisten Kritiker*innen die Gender-Groteske von Lukas Bärfuss am Zürcher Schauspielhaus. Eine Berner Stimme dagegen ist sehr angetan. Wir sind enttäuscht.

31. Oktober 2016: Uraufführung von Stefan Hornbachs Über meine Leiche in Osnabrück

Die lokale Kritik lobt die Art und Weise, wie Regisseurin Marlene Anna Schäfer mit Hornbachs komplexen Text umgeht. Wir sahen da etwas nicht zusammen kommen.

29. Oktober 2016: Point of no return von Yael Ronen an den Münchner Kammmerspielen

Die meisten Stimmen äußern sich sehr positiv zum Abend über den Münchner Amoklauf. Wir erlebten "anregende, disparate 90 Minuten".

27. Oktober 2016: Lilja Rupprecht mit Groß und Klein von Botho Strauß in Köln

Nach allen Regeln der Kunst aufgepeppt, aber dadurch auch stumpf, so finden die lokalen Kritiker Lilja Rupprechts Botho Strauß-Inszenierung am Schauspiel Köln. Von der überregionalen Zeitung kommt heute entschiedenere Begeisterung. Wir gehören zu den Hin- und Hergerissenen.

27. Oktober 2016: Simon Stephens' Heisenberg in Düsseldorf

Die Kritiker*innenmeinungen gehen recht weit auseinander: Heute kommt ein Lobgesangt aus der Zeit hinzu. Wir erlebten den Abend als "wundervolle Screwball Comedy".

26. Oktober 2016: René Polleschs Berliner Volksbühnen-Diskurs 1+2

Einige Kolleg*innen fanden die beiden Abende am Rosa-Luxemburg-Platz albern, andere dagegen sehr komisch und bissig. Eine Berliner Kritikerin macht heute Unterschiede. Wir waren berührt.

25. Oktober 2016: Iphigenia in Exile als deutsch-koreanische Koproduktion in Berlin

Die Berliner Kritik empfand die deutsch-koreanische Bearbeitung des "Iphigenie"-Stoffes durchweg als wenig inspirierend. "Leider hilft das alles nichts", schreiben wir.

25. Oktober 2016: Andreas Kriegenburg bringt Pension Schöller ins Wiener Burgtheater

Nicht wirklich komisch finden die Kritiker*innen vor Ort diesen Berliner Schwank am Wiener Burgtheater. Auch wenn mancher seinen Humorkanonaden den gleichen Respekt wie dem Bundesheer zugesteht. Wir sahen durchaus Potenzial für einen Longseller.

24. Oktober 2016: Horváths Glaube Liebe Hoffnung in München

Die Kolleg*innen wundern sich, dass David Böschs Inszenierung am Residenztheater sie so gar nicht rührt. Wir sahen solides Schauspielertheater.

24. Oktober 2016: Molières Tartuffe in Bochum

Die Kolleg*innen freuen sich über eine gelungene Komödie. Wir sahen in Hermann Schmidt-Rahmers Inszenierung "weder Fisch noch Fleisch".

22. Oktober 2016: Robert Seethalers Romanstoff Der Trafikant in Esslingen

Mit Begeisterung nimmt eine erste Kritikerin vor Ort die Inszenierung von Seethalers eigener Dramatisierung seines Romans durch Hans-Ulrich Becker auf. Fast so, wie wir.

21. Oktober 2016: Neil LaButes deutsches Regiedebüt mit Onkel Wanja in Konstanz

Jetzt folgen auch die Rezensionen der großen Zeitungen, und je überregionaler die Kritiker, umso begeisterter sind sie von Neil LaButes "Onkel Wanja"-Inszenierung. Wir sahen ihn vergnüglich dahin plätschern – mit Knalleffekt.

20. Oktober 2016: Victor Bodos Gogol-Groteske in Hamburg

Die Kritiker finden den Abend Pension zur Wandernden Nase im Deutschen Schauspielhaus Hamburg zumeist amüsant, aber auch recht effekt-verliebt. Wir fanden's unterhaltsam, hatten aber einen gewichtigen Einwand.

 20. Oktober 2016: Alles Walzer, alles brennt von Christine Eder am Volkstheater Wien

Ein an Geschichte entlang erzählter Abend, der im Ergebnis leidlich gut funktioniere, so die Kritiken über Christine Eders Alles Walzer, alles brennt. Wie auch wir fanden.

18. Oktober 2016: Ivan Panteleevs Iphigenie auf Tauris am Deutschen Theater Berlin

Die meisten Kritiken finden Panteleevs Iphigenie auf Tauris nicht allzu frisch gestrichen, trotz der vielen weißen Farbe auf der Bühne, doch es gibt auch Verteidiger*innen. Wir sahen's zumindest gegen den Strich gebürstet.

18. Oktober 2016: Gaston Salvatores Stalin von Susanne Schulz ins Ansbach inszeniert

Eindrucksvolle Momente, aber auch Kunstwille, sah ein lokaler Kritiker. Wir fanden es so. 

17. Oktober 2016: Ersan Mondtags Die Vernichtung in Bern

Die ersten Kritiken zeigen sich beeindruckt von Mondtags Darstellung einer hedonistischen Generation mit Irrsinnsgefährdung. Wir waren auch angetan.

17. Oktober 2016: Karin Henkel inszeniert Eines langen Tages Reise in die Nacht

Die Kritikerinnen sind sich uneinig, ob Deutschlands erfolgreichster Regisseurin bei der Inszenierung von Eugene O'Neill's Großtat ihre eigene Virtuosität im Wege stehe oder man der Selbstauflösung einer Familie hautnah beiwohne. Wir sind ebenfalls nicht ganz überzeugt.

17. Oktober 2016: Martin Crimps neue Stückchen Im Haus / Im Tal in Jena

Die Kritikerin vor Ort will sich nicht recht entscheiden. Sie fand vor allem die Schauspielerinnen und die Videokunst gut. Wie war die Regie? Wir antworten darauf klipp und klar auch noch. 

14. Oktober 2016: Jürgen Todenhöfers Reisebericht Inside IS im Berliner Grips-Theater

Die Kolleg*innen von Print und Radio stoßen sich vor allem am unkritischen Umgang von Stückautor und Regisser Yüksel Yolcu mit Todenhöfers umstrittener Vorlage. Das sahen wir entspannter.

13. Oktober 2016: In Darmstadt gibt's den Faust I

Bettina Bruiniers Geist-und-Tat-Doppel-Faust findet bei den Kollegen eingeschränkte Zustimmung. So auch bei uns.

13. Oktober 2016: Lola Arias blättert am Gorki Berlin im Atlas des Kommunismus

Sympathisch, aber inhaltlich etwas unterbelichtet findet das Gros der Berliner Kritiker*innen diesen Dokumentartheaterabend – und sieht ihn damit ähnlich wie wir.

12. Oktober 2016: Spur der Steine mit Musik in Rostock

Die Kollegen finden die erste Schauspielpremiere unter der neuen Rostocker Intendanz etwas dünne. So wie wir.

11. Oktober 2016: Safe Places, der neue Falk Richter in Frankfurt

Die Kritiker*innen sind in der Mehrzahl eher angetan, auch wir sahen, wie die Kollega, die Tänzer*innen als das stärkere oder authentischere Ensemble an.

11. Oktober 2016: Konstantin Küsperts Europa verteidigen in Bamberg

Zwei Stimmen loben die Uraufführung in der Regie von Cilli Drexel als "unterhaltsam" und "dicht komponiert". Wir hatten unsere Probleme mit dem Ende.

11. Oktober 2016: Mark Hayhursts Der Prozess des Hans Litten in Nürnberg


Die Kolleginnen fanden den Abend in der Regie von Jean-Claude Berutti statisch. Wir sind auch nicht begeistert.

11. Oktober 2016: Neues Stück von Fritz Kater Love you, Dragonfly in Bonn

Die ersten Kritikerinnen sind mehr oder weniger geneigt. Kater gilt als sprachmächtig. Auch wir finden insbesondere die Sprache imponabel.

10. Oktober 2016: Mythen der Wirklichkeit #1 von Krzysztof Minkowski inBerlin

Die Kritiker, die sich vor dem "Atlas des Kommunismus" auf der Hauptbühne des Gorki Theater noch Gorki Studio zu Krzysztof Minkowski begeben hatten, erlebten dort einen furiosen kleinen Abend. So wie wir.

10. Oktober 2016: Alles, was wir geben mussten in Memmingen

Zustimmung bei dem ersten lokalen Beobachter, kräftige Zustimmung bei uns.

10. Oktober 2016: Harold Pinter-Doppel in Frankfurt

Jürgen Kruse-Business as usual befinden die Frankfurter KritikerinnenWir sahen es ähnlich, beschrieben es aber eine Spur länger.

8. Oktober 2016: Uraufführung von Simon Stephens' Birdland in Mannheim

Die meisten Kolleg*innen loben die Inszenierung von Burkhard C. Kosminski, heute kommt noch eine eher dezent lobende überregionale Stimme dazu. Wir widersprechen dem gesammelten Lob.

5. Oktober 2016: Das Prinzip Jago vom Writers Room des Schauspiel Essen

Die Meinungen der Kolleg*innen über Volker Löschs Inszenierung bringt ein Rezensent auf die stimmige Formel: "Love it or hate it." We do love it.

5. Oktober 2016: Lutz Seilers Roman Kruso in Leipzig

Die Kritiker sind sich uneins über Armin Petras Inszenierung. "Bühnengesamtkunstwerk "oder "nahe liegende Dechiffrierung"? Wir finden: Sowohl als auch.

5. Oktober 2016: Jelineks Schatten (Eurydike sagt) an der Schaubühne Berlin

Einige Kolleg*innen sind richtig sauer auf Regisseurin Katie Mitchell. Wir sahen einen unguten Mix aus David Lynch und Pedro Almodóvar.

5. Oktober 2016: Geld von Luk Perceval

Die Uraufführung bei den Ruhrfestspielen wurde noch etwas lau besprochen. Am Thalia-Theater waren die meisten Kritiker*innen nun sehr anetan. Unser Votum: Anstrengend, aber es lohnt.

5. Oktober 2016: Faust am Theater Trier

Eine erste Stimme lobt und tadelt Ronny Jakubaschks Inszenierung gleichermaßen. Wir sahen eine radikale Stück-Dekonstruktion.

4. Oktober 2016: Falk Richters Novität Je suis Fassbinder in Nürnberg

Die örtlichen Kritikerinnen neigen sich der Inszenierung von Barish Karademir mit Sympathie zu. Wir hatten einige Vorbehalte gegen das Stück, kaum etwas gegen, fast alles für die Inszenierung.

4. Oktober 2016: Bastian Krafts Zürcher Aktualisierung von Max Frischs Homo faber

Die Zürcher Kritikerinnen stimmen der Vertheaterung von Buch und Film aus Leibeskräften zu.  Wir waren skeptischer.

4. Oktober 2016: Kamel Daouds Der Fall Meursault an den Münchner Kammerspielen

Eigentlich sind alle Kritiker*innen eher mehr als mehr weniger begeistert von Amir Reza Koohestanis Inszenierung des Stoffs. Wir blieben nüchtern.

4. Oktober 2016: Schlachten am Theater Freiburg

Die Badische Zeitung erlebte eine "furiose Inszenierung" von Christoph Frick. Wir sahen eine mutige Version der großen Theaterlegende.

4. Oktober 2016: Goethes Epos Hermann und Dorothea im Burgtheater Wien

Die Kolleginnen und Kollegen sind gemischter Meinung über die von Alfred Kirchner verantwortete Darbietung. Wir fanden den Abend durchaus reizvoll.

4. Oktober 2016: Kevin Rittbergers Peak White in Heidelberg

Vorbehalte gegen das Stück beim Lokalkritiker, Vorbehalte bei uns.

4. Oktober 2016: Dirk Lauckes Karnickel am Schauspiel Köln

Die Kollegen sind geteilter Ansicht über diesen Eröffnungsabend an der neuen Kölner Außenspielstätte. Wir sahen eine dichte, souveräne Inszenierung.

1. Oktober 2016: Hysteria nach Luis Buñuel am Schauspielhaus Hamburg

Die Kritikerkolleg*innen sind sich einig, dass Karin Beiers Inszenierung kippelig ist, gegen Ende stiegen die meisten aus. Wir fanden es "seltsam laut".

28. September 2016: Mareike Mikat zeigt Kleists Der zerbrochne Krug in Schwerin

Mit geringen Abstrichen fühlten sich die Mecklenburger Kritiker in diesem Lustspiel gut und intelligent unterhalten. Wir hatten größere Einwände.

28. September 2016: Wut/Rage von Jelinek und Stephens in Hamburg

Die ersten Stimmen waren begeistert von dieser prominenten Doppel-Uraufführung durch Sebastian Nübling im Thalia Theater, die überregionalen Kollegen haben sich gelangweilt. Wir sind auf der euphorisierten Seite.

27. September 2016. Così fan tutte an der Deutschen Oper Berlin

Die Kritiker sind überwiegend enttäuscht von Robert Borgmanns Inszenierung der Mozart-Oper. Wir wittern Beliebigkeit.

27. September 2016: Hamlet am Schauspiel Köln

Uneinig sind sich die Kritiker*innen über Stefan Bachmanns Inszenierung. Wir waren beeindruckt.

27. September 2016: Der Mensch erscheint im Holozän am Deutschen Theater Berlin

Die Kritiker*innen jonglieren mit großen Adjektiven, um Thom Luz' Inszenierung der Frisch-Erzählung zu fassen zu bekommen. Von "anrührend" bis "spröd" ist alles dabei. Wir erlebten Glücksmomente.

27. September 2016: Mouawads Himmel am Theater Neumarkt Zürich

Eine erste Schweizer Stimme ist höchst unglücklich mit Wajdi Mouawads Text, den wir kraftvoll und klug fanden.

27. September 2016: Blutgeld an den Schauspielbühnen Stuttgart

Die Lokalkritikerinnen finden die Ulf Dietrichs Uraufführung von Joshua Sobols Stück "sehenswert", wir finden sie "todlangweilig".

26. September 2016: Ulrich Rasches Die Räuber am Residenztheater München

 Love it or hate it - zu dieser wuchtigen Inszenierung muss man sich verhalten, heißt es in den ersten Kritiker-Reaktionen auf Uli Rasches Die Räuber. Und die Mehrheit liebt es, wie wir auch.

26. September 2016: Die schmutzigen Hände am Residenztheater München

Die Kritiker*innen können der Sartre-Inszenierung von Martin Kušej nicht viel abgewinnen. Wir fanden den Abend auch nicht spannend.

26. September 2016: Torquato Tasso an der Wiener Burg

Regisseur Martin Laberenz hat die Kritiker nicht auf seine Seite ziehen können mit seiner Goethe-Inszenierung verblüfft. Wir warteten vergeblich auf Überraschungen.

26. September 2016: Leif Randts Planet Magnon am Düsseldorfer Schauspielhaus

Von den existenziellen Fragen, die Leif Randts Roman stelle, war wenig zu sehen in Alexander Eisenachs Inzenierung, so eine erste Kritik. Auch für uns blieb der abgeklärt heitere Ton des Romans unerreicht.

26. September 2016: Bekannte Gefühle, gemischte Gesichter, Volksbühne Berlin

Solche Einigkeit ist selten: Die Kritiker*innen singen chorisch ein Loblied. Wir stimmen mit ein.

23. September 2016: paradies fluten überarbeitet in Mainz

Das Staatstheater zeigt eine überarbeitete Version der Uraufführung der "verirrten Sinfonie" von Thomas Köck. Die Recklinghausen-Premiere hat uns enttäuscht, den Kritiker*nnen zufolge hat Sara Ostertag in Mainz den Abend verbessert. 

23. September 2016: Manchmal hat die Liebe ... von Laura Naumann in Bochum

Zumindest 2 von 3Lokalzeitungskritikern fühlen sich gut unterhalten von Jan Gehlers Uraufführung von Manchmal hat die Liebe regiert und manchmal einfach niemand, wir fragten uns: "What does it all mean?"

22. September 2016: Der thermale Widerstand am Schauspielhaus Zürich

Ein Kollege sieht das Potenzial des Stücks von Ferdinand Schmalz in der Uraufführung nicht eingelöst, ein anderer ist begeistert. Wir fanden, Schmalz macht es sich zu schwer.

21. September 2016: Uraufführung: Volker Brauns Die Griechen am Berliner Ensemble

Die Radio- und Zeitungskritik ist mit kleinen Abstrichen angetan von Manfred Karges Uraufführungsinszenierung, die uns zu untergangsverliebt war.

21. September 2016: Die IS-Doku Zwang des Materials in Paderborn

Die westfälische Zeitungskritik ist positiv erschüttert von Katharina Kreuzhages Inszenierung. Auch für uns war es ein wichtiger, wenn auch anstrengender Abend.

20. September 2016: Brain Projects von Rimini Protokoll am Hamburger Schauspielhaus

Den meisten Radio- und Zeitungskritiker*innen bot diese theatrale Hirnforschung zu wenig neuen Einblick Auch wir wurden nicht so recht warm.

20. September 2016: Die Dresdener Martin-Heckmanns-Uraufführung Mein Herz ist rein

Freudig bis verhalten sind die Kolleg*innen. Der heute nachklappenden überregionalen Stimme kippt der von Evgeny Titov inszenierte Abend gegen Ende allzu sehr aus den Latschen. Auch wir waren mäkeliger.

19. September 2016: Triumph der Freiheit nach Joël Pommerat in Dortmund

Sehr begeistert sind die Zeitungskritiker von Ed. Hauswirths freier Pommerat-Adaption, so frei, dass sie den Titel "Ça ira" nicht mehr tragen darf. Wir sahen exotische Seltsamkeit.

19. September 2016: Claudia Bauers Leipziger Inszenierung von 89/90

Die Leipziger Radio- und Zeitungskritiker sind begeistert von dieser langen, aber flotten Adaption des Wenderomans von Peter Richter. Wir auch.

19. September 2016: Erschlagt die Armen von Shumona Sinha in Hamburg

Der Zeitungskritiker ist verunsichert von dieser Adaption eines Skandalromans über die Verzweiflungstag eines Asylbewerbers, Regie am Thalia Theater: Anne Lenk. Uns blieb der Abend fern.

19. September 2016: Susanne Kennedy mit Medea.Matrix bei der Ruhrtriennale

Mehr als angestrengtes kunstgewerbliches Wollen kann das Gros der Kritik in diesem Abend mit Birgit Minichmayr nicht entdecken, die überregionalen Stimmen ärgern sich darüber. Auch uns war die Chose zu dünn.

19. September 2016: In Düsseldorf geht die Intendanz Schulz mit Gilgamesh an den Start

Die Kritik vor Ort bricht nach der Premiere von Roger Vontobels Inszenierung des Gilgamesh-Epos im wesentlichen hochoptimistisch in eine neue Düsseldorfer Theater-Ära auf, die überregionalen Zeitungsstimmen sind wie wir skeptischer.

19. September 2016: Im Turm zu Basel von Theresia Walser

Die Kolleg*innen finden fast einhellig: Sebastian Schugs Uraufführung am Theater Basel hat sich rentiert. Sogar der Generalsekretär der im Stück behandelten Bank fand den Abend "genial". Nur wir sind nicht auf unsere Kosten gekommen.

19. September 2016: Dantons Tod von Gintersdorfer/Klaßen in Bremen

Die Zeitungen halten die postkoloniale Büchner-Adaption für mindestens aufschlussreich. Wir hielten sie immerhin für amüsant.

17. September 2016: Achim Freyers Abschlussball zum Schluss von Peymann am BE

Mit einer Ausnahme hagelt es Verrisse für diesen Auftakt zur Abschluss-Saison von Claus Peymann am Berliner Ensemble. Auch von uns

16. September 2016: Willkommen von Franz Wittenbrink am St. Pauli Theater in Hamburg

Die Kolleg*innen hatten überwiegend gut lachen. Nur ein Kritiker erhebt den Vorwurf, Hamburg habe jetzt sein "sein erstes Musical für AfD-Anhänger". Auch wir haben Bedenken.

15. September 2016: Königin Lear von Tom Lanoye und Kay Voges in Frankfurt

Auf viel Begeisterung stößt diese Shakespeareübermalung am Schauspiel Frankfurt bei der Kritik vor Ort. Auch der fulminanten Josefin Platt in der Titelrolle wegen. Überregional gibt man sich verhaltener. Wir nicht.

14. September 2016: Ersan Mondtags fast stumme Iphigenie in Frankfurt

Die Kritiker*innen sind ein bissel enttäuscht von dem doch als hoch begabt gerühmten Mondtag und seinem Iphigenie-Projekt. Wir waren jetzt auch nicht völlig hin und weg.

13. September 2016: Die Apokalypse von Michal Borczuch beim Baseler Theaterfestival

Hybrides, asoziations- und atmosphärenreiches Theater, so ein Zeitungskritiker über dieses Gastspiel vom Warschauer Nowy Teatr. Das uns auch beeindruckt hat.

13. September 2016: Yael Ronens neues Fakt-und-Fiktion-Spiel Denial am Gorki Berlin

Nicht alle Kritiker*innen sind begeistert von diesem Abend. Heute gibt's noch mal Minuspunkte. Auch bei uns hinterließ der Abend gemischte Gefühle.

13. September 2016: Empire von Milo Rau erst in Zürich und dann in Berlin

Sehr begeistert vom finalen Teil der "Europa Trilogie" waren die Zeitungskritiker*Innen nach der Premiere beim Zürcher Theaterspektaktel. Zum überwiegenden Teil sind es jetzt auch die Berliner. Aber es gibt auch harsche Kritik. Wir jubelten bereits in Zürich.

12. September 2016: Die Zürcher Antigone, tiefer gelegt von Senkel/Zaimoglu & Pucher

Die Kritik vor Ort ist not amused von dieser Antigone, die vom bewährten Duo Günter Senkel und Feridun Zaimoglu neu gefasst und von Stefan Pucher videoreich inszeniert wurde. Wir auch nicht.

11. September 2016: Dušan David Pařízeks Fassung von Das Narrenschiff in Wien

Die erste Wiener Kritikerin fand es vor allem heiß im Volkstheater. Wir fanden es auch heiß, aber die Inszenierung interessierte uns mehr als die Kollegin.

9. September 2016: Luk Perceval bei der Ruhrtriennale mit Geld

Percevals grenzenloser Maximalismus kriegt sie alle. Die Kolleg*innen scheinen sich in ihrem Urteil nicht ganz sicher, wir sahen in jedem Fall hochkomplexes, konzentriertes Theater.

8. September 2016: Johan Simons' Die Fremden bei der Ruhrtriennale in Marl

Die riesige Halle und die Kohlenmisch-Maschine beeindrucken, auch das zutiefst existenziell-Humane der Arbeit, so die Kritiker*innen, diagnostizieren aber auch Beliebigkeit und Altbekanntes. Heute ist eine Kollege geradezu entsetzt. Wir sahen ein großes Panorama der Verunsicherung.

8. September 2016: Die Horváth-Uraufführung Niemand in Wien

Hat sich die Entdeckung dieses Frühwerks von Ödön von Horváth nun gelohnt oder nicht? Die Zeitungskolleg*innen sind sich uneinig, auch in Sachen Regie, der wir mehr Mut zur Peinlichkeit gewünscht hätten.

7. September 2016: Matthias Hartmanns' Die Räuber in Salzburg und auf Servus TV

Überall wird diese Inszenierung für seine Technik gelobt, inhaltlich kommt Die Räuber dennoch schlecht weg. Die Kritiker*innen sahen eher ein Möchtegern-Fluch der Karibik, wir waren ebenfalls enttäuscht.

5. September 2016: Während ich wartete in Braunschweig und  Basel

Thematisch vielschichtig, theatralisch solide, so der Tenor in den Kritiken über Gastspiele des syrischen Stücks Während ich wartete beim Festival Theaterformen in Braunschweig und beim Theaterfestival Basel. Heute kommt noch eine sehr angetane Kritik dazu. Wir waren auch sehr zufrieden.

3. September 2016: Nicht schlafen von Alain Platel bei der Ruhrtriennale

Mahler ist nicht Platels Ding, sagen die Kolleg*innen und leiten das unterschiedlich her. Wir waren bedingungslos begeistert.

3. September 2016: Kula – Nach Europa von Robert Schuster in Weimar

Einen auf berührende Weise gelingenden Verständigungsversuch hat der Zeitungskritiker erlebt, der allerdings zuwenig Platz habe neben dem politischen Versuch, die fünf afghanischen Schauspieler (die das Auswärtige Amt nicht einreisen ließ) einzubeziehen. Uns ging es ähnlich.

1. September 2016: Asyl des müden Europäers bei der Wiesbadener Biennale

Wie wir findet auch die Zeitungskritikerin das Seitenprogramm der Biennale, das in den öffentlichen Raum ragt, viel spannender als das Hauptprogramm.

 

Diese und ältere Kritikenrundschauen finden Sie immer auch angehängt an die jeweilige Nachtkritik.