Donnerstag, 23. Oktober 2014

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Entscheide dich für die Liebe. 3 Russen #1 Traum – Sebastian Hartmann eröffnet mit Dostojewski die "Leipziger Festspiele" zum Ende seiner Intendanz

Utopie und Rückbesinnung

von Ralph Gambihler

Leipzig, 1. März 2013. Man ist versucht, einen Showdown zu nennen, was da seit gestern am Centraltheater über die Bühne geht – nein! – , gejagt wird. Das Repertoire ist bereits abgespielt. In den verbleibenden vier Monaten der Intendanz Hartmann stürzt sich das Ensemble in ein kräftezehrendes Turbo-Finale, das den überraschend traditionsverhafteten Namen "Leipziger Festspiele" bekam. Im Wochenrhythmus kommen nun Produktionen heraus. Sie werden jeweils nur drei oder vier Mal en suite gespielt.

Einen roten Faden findet man nicht wirklich. Das Programm ist mehr ein ad hoc entstandener Mix aus Themen und Genres, dessen offensichtlichstes Merkmal ist, dass er viele Theaterschaffende und Künstler versammelt, die in den vergangenen fünf Centraltheater-Jahren als Gäste am Haus gearbeitet haben, Thomas Thieme zum Beispiel, Armin Petras, Clemens Meyer, Rainald Grebe. Es gibt Lesungen, Konzerte, Filmabende – und natürlich Theater. Auf dem Programm stehen 17 Premieren. Der Kehraus im Juni allerdings wird von einem Künstler bestritten, den das Centraltheater mehrmals ein- und jedesmal wieder ausgeladen hat, letzteres wegen hartnäckiger Budgetprobleme: Nun also kommt Hermann Nitsch mit seinem Orgien-Mysterien-Theater und wird es zu einem "2-Tage-Spiel" ausdehnen.

Abschied in der Arena

Indessen: Man will gar nicht so großartig spektakeln. Konzeptionell sind die "Festspiele" eher als Rückbesinnung auf die Ursprünge des Theaters angelegt denn als finales Feuerwerk einer Intendanz. Das Symbol dieser Rückbesinnung ist eine aus Holz zusammengezimmerte Arena, die wie ein Raumschiff im Saal des großen Hauses gelandet zu sein scheint. Sie ersetzt die hinter dem Eisernen Vorhang verschwundene Guckkastenbühne als zentrale Spielstätte. Der formale Bezug ist unübersehbar. Die Arena zitiert die Theaterarchitektur der griechischen Antike, hat aber durch die ovale Form und den komplett weißen Anstrich auch etwas von der eleganten Schlichtheit gehobener 60er-Jahre-Architektur.

traum 01.03 02 560 r arnold u"Nackt"-Bläser in der Festspiel-Arena © R. Arnold

Prasselndes Bildertheater und die große postdramatische Sause sind in diesem Rahmen schwer vorstellbar. Ganz im Gegenteil verlangt die Festspiel-Bühne nach intimen Formaten. Insofern hat es seine Bewandtnis, dass Sebastian Hartmann (Regie) zum Auftakt der Festspiele eine völlig andere Handschrift zeigt als sonst. Er hat sich gewissermaßen auf kostbaren Minimalismus verlegt und mit Dostojewskis später Erzählung "Traum eines lächerlichen Menschen" (1877) einen Stoff ausgesucht, der als Solo eingerichtet werden kann. Der Titel des Abends – "Entscheide dich für die Liebe. 3 Russen. #1 – Traum" –  versprüht postmodernistischen Esprit, verhehlt aber, dass im Grunde Dostojewski vom Blatt gespielt wird. Im Laufe der "Festspiele" wird sich Hartmann noch mit Tschechow und Tarkowski befassen, daher die "3 Russen".

Paradies und Lüge

Auf der Bühne ist nichts als feierlich wirkende Leere. Benjamin Lilie, ein junger Schlacks aus dem Leipziger Ensemble, betritt sie Hand in Hand mit dem Bandleader des Posaunen-Sextetts "Nackt". Die zwei tragen schwarze Galaanzüge mit Biesenhemd und Kummerbund. Nach kurzer Umarmung trennen sie sich, der Musiker geht nach oben zu seinen Kollegen und Lilie ist nun allein mit sich und dem Publikum, ohne die beruhigende Gewissheit eines Requisits oder Bühnenbilds. Das wird in den kommenden 90 Minuten so bleiben.

traum 01.03 07 280 hoch r arnold uBenjamin Lillie spielt Dostojewski  © R. ArnoldIn "Traum eines lächerlichen Menschen" erzählt ein armer, an den gesellschaftlichen Rand gedrängter Stadtbewohner vom großen Wendepunkt seines Lebens. Dem Mann war alles egal, er wollte sich erschießen. Im entscheidenden Moment schlief er aber ein und hatte einen utopischen Traum, den er, wieder erwacht, als Offenbarung einer letzten "Wahrheit" erkennt. Der Traum handelte von einem Paradies, in dem die Menschen wie "Kinder der Sonne" in völliger Harmonie leben, ohne Lüge, Leid und Zwietracht.

So weit, so bekannt. Die tragische Pointe ist allerdings, dass sich der Träumende als Ursache des Sündenfalls träumt. Sein Erscheinen im Paradies zerstört das Paradies. "Wie eine ekelhafte Trichine, wie ein Pestatom, das ganze Länder vergiftet, so habe ich diese glückliche, bis dahin sündenlose Erde vergiftet." Die Menschen "lernten lügen, gewannen die Lüge lieb und erkannten die Schönheit der Lüge ... Dann erwachte bald die Wollust, die Wollust gebar die Eifersucht, die Eifersucht die Grausamkeit." Die Utopie ist futsch, es triumphiert die Realität.

An Hartmanns Regie-Leine macht Benjamin Lilie aus dieser dialektischen Fabel ein hitziges Solo. Und, Überraschung: Zu erleben ist kein Hartmann-Freestyle mit großem Bildertheater, auch keine performative Ausschweifung mit fröhlichem Fremdtext-Import. Sondern: Einfühlungstheater ohne doppelten Boden! Man reibt sich fast die Augen, wie sich Lilie an postdramatischen Konventionen vorbei in seine Rolle wirft, um sein Leben spielt, krabbelt, barmt, brüllt, fleht und immer wieder zum feierlich-glücklichen Ton des Erretteten zurückfindet.

Posaunenstöße und dröhnende Erregung

Nur manchmal scheint er den Text ins Lächerliche zu ziehen, etwa bei der haltlos dramatischen Beschreibung des bescheidenen Dachzimmers, in dem der Traum geträumt wird. Aber diese Momente bleiben Ornament. Als Schlusspunkt eines fünfjährigen Stadttheater-Experiments, in dem Spielweisen und Sehgewohnheiten hinterfragt und auf den Kopf gestellt wurden, ist diese Rolle rückwärts in eine althergebrachte Spielweise ebenso kokett wie überraschend.

Weniger schön: Mit übermäßigen Ausbrüchen und Punktierungen schraubt sich der Abend stellenweise in dröhnende Erregung. Zudem nervt die Musik anfangs mit großen Posaunen-Stößen à la Richard Strauss, die für sich genommen ein tolles Konzert ergäben, aber in dieser frühen Phase vor allem ablenken. Andererseits: Es ist ein Ereignis, wie sich Benjamin Lilie diesen sehr speziellen, hochgradig fordernden Raum der Arena erspielt und über 90 Minuten die Spannung hält. Wie er Verzweiflung und Errettung gegeneinander setzt und zu einem wieder gefundenen Leben verschränkt. Da ist einer über sich hinaus gewachsen. Im Grunde blieb ihm nichts anderes übrig.

 

Entscheide dich für die Liebe. 3 Russen # 1 — Traum 
nach Fjodor Dostojewskis Erzählung "Traum eines lächerlichen Menschen"
Regie/Bühne: Sebastian Hartmann, Kostüme: Adriana Braga Peretzki, Musik: Nackt, Dramaturgie: Michael Billenkamp.
Mit: Benjamin Lillie, Nackt.
Spieldauer: 1 Stunde 30 Minuten, keine Pause

www.centraltheater-leipzig.de

 

Kritikenrundschau

Christian Rakow nimmt in der Frankfurter Rundschau (4.3.2013) Abschied von der Ära Hartmann in Leipzig. Der scheide, wie er gekommen sei: mit einem Tigersprung. Es gebe nicht viele Intendanzen, die bis zum Schluss für so viel Wirbel sorgten. Auch nach dem Ende der Hartmann-Ära werde die Erinnerung an ein seltenes Stadttheaterexperiment, an ein Ausnahme-Ensemble und seine "Leipziger Handschrift" bleiben, schreibt Rakow. Genauso wie der kleine Solo-Abend nach Dostojewskis Ich-Erzählung "Traum eines lächerlichen Menschen" in der Festspiel-Arena. "Allein im Rund: Benjamin Lillie", elegant charmiere er und bleibe dabei "gefährlich wie ein sibirischer Husky". Er gebe "ein Schelmenstück der Fesselungskunst". Hartmann, der große Bilderfinder, arbeite "puristisch wie selten", gebe sich ganz seinem jungen Protagonisten hin. "Sie schaffen ein zartes, immer wieder tief erschütterndes Spiel- und Hörerlebnis, ein lyrisches Kammerstück über die Sehnsucht nach Wahrhaftigkeit."

Von "starkem Theater" und einer "großartigen Inszenierung" spricht Steffen Georgi in der Leipziger Volkszeitung (4.3.2013). Sebastian Hartmann, der aus Georgis Sicht "ja sonst gern mal aufblähe", arbeite hier "ohne Verschlackungen auf den Punkt genau". Auch Benjamin Lillie wird für seine darstellerische Tour de Force gefeiert.

 




Kommentare (33)

1. 1 Russe, Leipzig: überfordert, schade
Die Arena ist großartig geworden, aber leider haben mich Dramaturgie und Regie des Auftaktstücks nicht überzeugt. Hartmann schickt seinen Schauspieler ein paar Mal ins Publikum, lässt ihn sich sonst aber nur im Kreis drehen und mal in alle Richtungen sprechen. Auch dramaturgisch wurde wenig bis gar nichts gemacht.
Was hier oben als "kostbarer Minimalismus" beschrieben wird, war für mich eher Hilflosigkeit, eine Überforderung mit der selbstgewählten Architektur und dem Text.
Das ist schade! Ich als großer Hartmann- und CT-Fan hoffe, dass die anderen "Russen"-Stücke besser gelingen, immerhin hat Hartmann zuletzt beim "Großen Marsch" eindrucksvoll gezeigt, was man mit vier Seiten Publikum und der Spielfläche in der Mitte machen kann.
Premierenbesucher , 05. März 2013 - 13:38 Uhr
2. 1 Russe, Leipzig: Uraufführung?
habe gerade auf der homepage des theaters gelesen, dass hartmann als zweiten teil der russen-trilogie überraschend den SCHNEESTURM von SOROKIN ins programm nimmt, für den er die welt-uraufführungsrechte bekommen hat.
an die redaktion: wird diese uraufführung auch besprochen?
grüße aus köln

(Werter Medeo,

wir beraten den Fall gerade.

Beste Grüße, Georg Kasch / Die Redaktion)
medeo , 06. März 2013 - 00:24 Uhr
3. 1 Russe, Leipzig: Sorokin oder nicht?
@2/Redaktin: Und zu welchem Ergebnis ist die nächtliche Beratung gekommen?

(Lieber Premierenbesucher,
voraussichtlich werden wir den "Schneesturm" nicht besprechen. Wir haben am 22.3. schon sechs Premieren auf dem Plan. Das ist unsere Obergrenze, mehr vermögen wir nicht zu stemmen.
Beste Grüße, Anne Peter / Redaktion)
Premierenbesucher , 07. März 2013 - 17:30 Uhr
4. 1 Russe, Leipzig: schade
Schade, hätte gerne erfahren wie das inszeniert ist!
:-( , 07. März 2013 - 22:44 Uhr
5. 1 Russe, Leipzig: gucken kommen
Kommen und selber gucken! :-)
miss laine , 08. März 2013 - 07:29 Uhr
6. 1 Russe, Leipzig: sechs gegen eine UA
na da bin ich aber gespannt welche sechs das sind - wenn ihr ne welturaufführung aussen vor lasst
mitlesender , 08. März 2013 - 14:05 Uhr
7. 1 Russe, Leipzig: der nach- und mitlesbare Märzplan
@ 6,5.4

Bei aller Sympathie für das Centraltheater, lieber mitlesender, aber diese sechs stehen -ebenfalls nach- oder mitlesbar- im Märzplan von nachtkritik de. (ich denke sogar irgendwie, Sie wissen das). "Kommen und selber gucken !" wie miss laine es empfiehlt,
ist natürlich das Beste, nun wohnt miss laine da aber wohl etwas günstiger gelegen als die meisten anderen Mitlesenden, für die es nicht leicht bis unmöglich sein wird,
einen dieser raren drei Inszenierungstermine wahrnehmen zu können. Jedenfalls wird das wieder eine größere Ensemblesache sein (siehe Seite des Centraltheaters bzw. die Seite der Centraltheaterfreunde zur Besetzung bzw. sonstigen Hintergrund-
informationen). Auch § 4 mag da prüfen, ob er/sie da selbst hingehen kann oder sich seine Fragen anderswo "beantworten" läßt; es wird gewiß Kritiken dazu geben und/oder im "Kreuzer" oder auf besagter Freunde-Seite darüber Näheres zu erfahren sein. Von dem Handel mit solchen Begriffen wie "Welt-Ur-Aufführung" halte ich weniger, zumal eine Anne Habermehl, zB. "Küß mich hinter Kaufhof", auch irgendwo urinszeniert, sagen wir erstinszeniert, sein wird. Das "Welt-" kann man sich eigentlich ein wenig sparen, wenn man auf Sensationalismus im Grunde eigentlich eher weniger kann. Ich kann ja verstehen, daß man recht stolz ist, diese Aufführungsrechte bekommen zu haben, man sage nichts gegen "Hausphilosophen" in diesem Zusammenhang, aber im wesentlichen sollte und wird vermutlich die Inszenierung für sich sprechen , und wer weiß, vielleicht gibt es sogar Übernahmechancen so einer Sache für spätere Bühnen, weiß man` s ? Oder, das CT erwägt noch weitere Termine für diese Sache ??
Bolzplatzkind , 08. März 2013 - 17:49 Uhr
8. 1 Russe, Leipzig: Uraufführung für Angeber
Welturaufführung ? Was soll das sein ? Die angeberische Version einer Uraufführung ? Wie peinlich und provinziell ist das denn ?
Angeber , 08. März 2013 - 19:09 Uhr
9. 1 Russe, Leipzig: vielleicht Sorokins bestes Werk
lieber oder liebe bolzplatzkind - inzwischen habe ich mir die 6 angeschaut - zu dumm das ich das nicht wusste - jetzt weiss ich es - und sie haben recht - verzeihung - unglücklich formuliert - und welt-.... ist auch quatsch da haben sie auch nochmal recht recht - übernahme, sehr fraglich - doch sorokin ist schon recht recht recht besonders, stolz hin oder her - schneesturm vielleicht sein bestes werk .....
kann dann nicht mitlesen - muss also irgendwie hin - rechtso
mitlesender , 08. März 2013 - 19:17 Uhr
10. 1 Russe, Leipzig: nur Leipzig spannend?
@mitlesender:
die haltung ist auch ziemlich arrogant oder? zu sagen nur was in leipzig läuft ist spannend und was es woanders gibt kann da ja eh gar nicht heranreichen. ist doch klar dass hier nicht alles vorkommen kann und die sache hier ist ziemlich kurzfristig auf den spielplan genommen worden. oder?
Obi , 09. März 2013 - 08:05 Uhr
11. 1 Russe, Leipzig: bitte hier berichten
Klar, recht so ! Beneidenswert, also nur auf in die Arena, und vielleicht können Sie mir/uns sogar recht im regelrechten Telegrammstil ein wenig davon berichten, zur Not hier; der Bolzplatz ist ja noch vereist. Den Impuls der "Umdreharbeiten" weiter verfolgend "Suche das Kind in Dir" (gar nicht leicht, ich war wohl ein recht furchtbar vernünftiges Kind), verbleibt ein Geburtstagskind...
Heute Geburtstagskind , 09. März 2013 - 13:03 Uhr
12. 1 Russe, Leipzig: abschließend zu Sorokin
nun ja wer weiß - was dem einen seine arroganz, ist dem anderen der humor und arroganz tut manchmal auch wohl, neben der permanent behaupteten vielschichtigen eloquenz - für mich war nur und allein zwingend, oder eher wichtig den schneesturm besprochen zu wissen - dabei vergaloppierte ich mich im agregat - nochmals sorry und halt schad NK
mitlesender , 09. März 2013 - 14:05 Uhr
13. 1 Russe, Leipzig: Bilanz Centraltheater vom Chefdramaturgen
Lieber Ralph Gambihler,

machen Sie sich keine Sorgen. Auch in der Arena ist Bildertheater möglich, ob die große „postdramatische Sause“ zu erleben sein wird – sie werden es erkennen. Besuchen Sie am Freitag die Premiere von „Schneesturm“.

Vielen Dank.

Grüße ihr Uwe Bautz

PS:

1.
Die letzten fünf Jahre mit dem Centraltheater waren für Leipzig Jahre in denen die Frage nach Theater ständig wachgehalten wurde. Leipzig hat über Theater diskutiert. Das ist ohnehin kaum mit Geld bezahlbar (zur abwegigen Diskussion über die Kosten eines Bühnenraums, in dem 16 Premieren stattfinden...)

2.
Die Arena in den Zuschauerraum zu bauen ist eine alte inhaltliche Sehnsucht des Centraltheaters. Sie meint einen Ort mit hoher Verdichtung, in dem mit der Grund-Setzung von Theaterspielen gespielt wird: Der Schauspieler und das Publikum, während aber die andere (scheinbare) Grund-Setzung (wer sitzt im Dunkeln und wer im Licht) Abend für Abend irritiert wird. Dass man eine Arena – Logik des Spielbetriebs – entweder in der ersten oder der letzten Spielzeit einbaut, ist klar. Die Arena ist kein Denkmal und kein Abschiedsgeschenk, sie ist ein Ort, den wir uns vorstellen.

3.
Durch 5 Jahre Berichterstattung über das Centraltheater – auch in den aktuellen „Rückblicken“ - geistert der Vorwurf, Hartmanns Arbeit sei epigonal zu Castorf.

4.
Das Epigonale besteht und bestand - bestand schon vor Beginn dieser Intendanz - und zwar in Form von epigonalem Abschreiben der Kritik voneinander und untereinander. Die formale und ästhetische Spannweite – vor allem der Hartmann Inszenierungen der letzten fünf Jahre – ist tatsächlich, auch im Vergleich zur anderen dramatischen Marken-Produktion, erfreulich hoch. Dennoch, von der ersten Kritik zur „Matthäuspassion“ (2008) bis zur vorerst letzten mit „Traum eines lächerlichen Menschen“ (2013) hat beispielsweise der Herr Gambihler nur den Katzensprung von „Überfallkommando“ zu „Postdramatischer Bildersause“ machen müssen, um seine Eindrücke zum Centraltheater zu bündeln. Was zwischen dieser Verschlagwortung des Centraltheaters tatsächlich stattgefunden hat, waren allerdings ca. 150 Inszenierungen von ca. 40 Regisseuren, die sehr verschiedene Namen tragen und die sehr, sehr, sehr verschiedene Arbeiten am Centraltheater gemacht haben.

5.
Durch 5 Jahre Berichterstattung über das Centraltheater – auch in den aktuellen „Rückblicken“ - geistert der Vorwurf, das Centraltheater habe hartnäckig nur eine künstlerische Sprache und eine Ästhetik zuzulassen:

6.
Das Centraltheater Leipzig hat einen Ausnahmekünstler wie Jürgen Kruse zurückgeholt und gebunden. Das Centraltheater Leipzig hat einen Martin Laberenz vom blutigen Beginner zu einem der interessanten Talente des Stadttheaters herausgefordert und kontinuierlich gefördert. Das Centraltheater Leipzig hat gemeinsam mit Rainald Grebe eine eigene Form der Bühnenrevue erfunden. Sascha Hawemann und Robert Borgmann und Mirko Borscht haben hier kontinuierlich mit ihren Ensembles gearbeitet. Herbert Fritsch und Sebastian Baumgarten haben hier gearbeitet. Es treffen am Centraltheater Künstler wie Hermann Nitsch und Neo Rauch auf die mehrwöchige Schenkerperformance eines Öff Öff oder – andere Beispiele – die Maler Tilo Baumgärtel, Oliver Kossak, Musiker wie Apparat oder Autoren wie Wolfram Lotz und Clemens Meyer. Das Centraltheater hat als Teil seiner Arbeit und zur Öffnung in die Stadt bewusst sehr unterschiedliche Kooperationen wie z.B. mit dem Kudamm-Theater Berlin oder den Salzburger Festspielen oder etwa Gastspiele mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen gemacht und arbeitet mit Hausphilosophie und der Konzertschiene seit Jahren an dieser Form-Verschiebung zu Gunsten eines demokratischen, erweiterten Theaterbegriffs.

7.
Die Diskussion über den Einfluss von Künstlern auf andere Kunst wäre eine lohnende, selbstbewusste Diskussion wert, welche die Perspektive, in der wir alle arbeiten erweitern könnte und unser aller Nabelschau verändern. Bildende Kunst diskutiert das seit jeher.

8.
Nach Thomas Brasch: Was wird eigentlich aus Nachtkritik, wenn das Centraltheater nicht mehr da ist?

9.
Es wimmelt seit 2008 im Feuilleton vom Vorwurf des Unseriösen, uns begleiten noch heute inhaltsfreie Floskeln wie „Hartmann-Freestyle“, „Fröhlicher Fremdtext-Import“ (siehe oben). Nichts an unsrer Arbeit ist derart unseriös, wie diese Floskeln insinuieren wollen. Wir, das Centraltheater, haben von Beginn an gemacht, was wir gemacht haben und machen wollten. Das muss natürlich irritieren. Das Centraltheater, und das unterscheidet es seit 2008 von den allermeisten deutschen Stadttheatern, hat nie versucht, einem berechneten Publikumssegment entgegenzuarbeiten. Wir haben unsere Aufgabe nicht zur Dienstleistung gemacht, was sich seit drei Spielzeiten durch den Zustrom an neuem, jüngerem Publikum zeigt. Das Centraltheater hat mit Abstand das schönste Publikum in Deutschland.

10.
Im Querschnitt deutscher Stadttheaterlandschaft war das Centraltheater als Künstlertheater immer wie jede Kunst angreifbar. Intelligent angegriffen worden ist es allerdings ausgesprochen selten. Angriffe waren fast immer reflexartig, mythisch eingenebelt, und zwar nicht auf der Bühne, wo Nebel hingehört, sondern im Feuilleton.

11.
Die irritierenden Potenziale, die sich aus unsrem Hiersein theaterpolitisch ergeben, haben viele erst sehr spät erkennen wollen oder können. Darin allerdings besteht weniger das Scheitern des Centraltheaters als ein Scheitern der (a) Kulturpolitik, des (b) Feuilletons und möglicherweise auch das (c) Scheitern der geschlossenen Form Stadttheater selbst.

12.
Das Eis, auf dem das deutsche Stadttheater allabendlich herumspielt, ist sehr dünn, das wissen alle, die Theater produzieren und besonders die, welche herumfahren und sich die x-te Repertoire-Vorstellung des x-ten sagen wir Schiller-Shakespeare ansehen. Und mehr schlecht als recht funktioniert, wie wir alle wissen, was da zu funktionieren scheint. Unsre Aufgabe aber ist, das Denkbare zu denken. Oder: das Unvorstellbare zu denken war einmal Aufgabe von Kunst. Das Centraltheater hat die existierenden Reibungszonen des Stadttheatersystems nicht ignoriert, sondern deren Notwendigkeit und Sehnsucht bestätigt.

13.
Apropos Eis: Schnell sein zu können ist ein Vorteil, den Theater viel zu selten gegenüber den anderen Medien ausgespielt. Auch das ist ein Effekt eines der vitalsten, emanzipiertesten Ensembles in der deutschen Theaterlandschaft, und ein Trainingseffekt der hier arbeitenden Künstler. Die Produktion „Der Schneesturm“ probiert von der Entscheidung, den Text zu machen, bis zur Premiere 14 Tage.

14.
Die Installierung der Bühne SKALA als autonom in der Gruppe verantworteter Ort für junge Regisseure, das Werkstattprinzip SKALA permanenten Produzierens ohne Spielplan, ein Raum, in der künstlerische Talente und Versuche sich gegenseitig kommentieren und stützen können, ein Ort, an dem die Form-Verschiebung eines erweiterten Theater-Begriffs in etlichen Cross-Over-Formen stattgefunden hat, ist vom Leipziger Publikum sehr zögernd angenommen worden. Wahrscheinlich waren wir zu früh. Das SKALA-Prinzip hatte und hat überregional Resonanz und Folgen.

15.
Hartmann ist Traditionalist, denn er glaubt an die Notwendigkeit von Kunst. Das Centraltheater ist ein traditionell und seriös arbeitendes deutsches Stadttheater.

16.
Erstaunlich viele Kritiker haben die Vielfalt, Diversität, intellektuelle Spannbreite, Risikofreude dieses Theaters, die künstlerische Potenz seines Ensembles und die Verschiedenheit seines Ausdrucks über erstaunlich lange Zeit notorisch ignoriert.

17.
Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, in der seit 5 Jahren kein einziger Beitrag zum Centraltheater zu lesen war, ist durch ihr Beleidigtsein nach der Spiralblock-Affaire zumindest zu keiner falschen Einschätzung unserer Arbeit gekommen. Für diese Fairness: Danke!

18.
Dem Centraltheater ging es immer um das Schaffen einer Zone, in welcher der Diskurs über Inhalte und über Welt geführt werden kann, und zwar explizit mit den Möglichkeiten der Kunst, in zweiter Linie theaterpolitisch. Die Inhalte müssen sprechen für die Form, die Inhalte sollen in der Kunst diskutiert werden, denn nur das was auf der Bühne geschieht wird überhaupt mittelbar die Chance besitzen, Folgen zu haben. Wir haben uns in Leipzig ein Publikum erarbeitet, das begonnen hat, diese Diskussionen mit uns zu führen.

19.
Hartmann und seine Künstler haben den Auftrag der Politik von 2007, das Publikum zu erneuern und das Theater zukunftsfähig zu machen, umgesetzt. Die Konsolidierung der überwiegenden heute herrschenden Publikumsstrukturen – etwa der Publikumsstruktur, wie wir sie in Leipzig vorgefunden haben – ist leider ohne Zukunft.
Uwe Bautz, Chefdramaturg Centraltheater Leipzig , 20. März 2013 - 15:58 Uhr
14. 1 Russe, Leipzig: warum nicht eher?
Ich habe nur bis Punkt 7 gelesen, aber ich frage mich, wieso der Chefdramaturg nicht schon die ganze Zeit so "toll" mit seinem Publikum, Kritikern usw sich ausgetauscht/erklärt oder Stellung bezogen hat? Da wären viele Missverständnisse, Ansichten evtl. aus dem Weg geräumt oder korrigiert worden.
Stefan , 20. März 2013 - 16:33 Uhr
15. 1 Russe, Leipzig: Dröse & Eitner-Acheampong
Sehr geehrter Bautz, im Galopp der neunzehn apodiktischen Behauptungen haben Sie zwei Regisseurinnen verloren, deren Erwähnung aber die Stabilität Ihres Bollwerkes nur verstärkt hätten: Jorinde Dröse und Martina Eitner-Acheampong. Ich ergänze in Ihrem Sinne, weil doch gerade Letztere mit ihren sechs erfolgreichen und bestfrequentiertesten Inszenierungen dem Haus das meiste Geld gebracht hat.Zur Erinnerung: EGOSCOOTER","FÜRCHTEN LERNEN", "DORNRÖSCHEN","DAS FEST","CASANOVA" und "DER GESTIEFELTE KATER".
Ergänzer , 20. März 2013 - 18:11 Uhr
16. 1 Russe, Leipzig: Substanz erklärt sich von selbst
zu 13: Je mehr man sich rechtfertigen muss, desto fragwürdiger wird es.
Substanz erklärt sich von selbst.
Marc , 20. März 2013 - 21:20 Uhr
17. 1 Russe, Leipzig: Centraltheater ohne nachtkritik.de
@bautz: (...) die frage ist doch eher, was wäre das centraltheater ohne nachtkritik ? schliesslich saßen ja manchmal mehr central-leute vor dem computer, als publikum im zuschauerraum.
Mitarbeiter , 21. März 2013 - 13:36 Uhr
18. 1 Russe, Leipzig: Herrliches Spektrum
Es stellt sich doch auch immer wieder die Frage, ob man es denn allen überhaupt recht machen soll und kann. Wie erreicht man sein Publikum? Ist weniger mehr; ist mehr eher weniger? Ich habe mich immer wieder gefragt, ob Eselscheiße auf die Bühne gehört und ob sich dann ein Schauspieler darin suhlen muß. Ob die recht häufig gezeigte Nacktheit des halben Ensembles sich nun positiv oder negativ auf das Stück auswirkt. All diese Effekte kamen mir oft ein wenig vor wie der soundtrack eines Hollywoodfilmes, welcher noch die kleinste Emotion verstärken, noch die unbedeutendste Symbolik unterstreichen soll. Aber natürlich ist der Stummfilm nicht die einzig legitime Form. Schade wäre es, wenn jetzt jeder auf jedem herumhackt. Den Mut, soetwas zu machen, tatsächlich zu inszenieren, muß man ja auch erstmal haben.
Immer wieder waren Spielfreude, ja Spielwut der CT gegeisternd. Mit etwas mehr Experimentierfreude und Interesse an Horizonterweiterung auch des breiten Publikums wäre das wunderbare CT in der noch aktuellen Form wohl unabkömmlich. Vielen dank an dieser Stelle für dieses herrliche Spektrum. Wie viel besser kann denn sein, was als nächstes kommt?

ps. Wer wollte, konnte oft genug mit den Theatermachern ins Gespräch kommen!
frankunited , 21. März 2013 - 14:51 Uhr
19. 1 Russe, Leipzig: Theater muss für alle sein
natürlich herr bautz sind immer die anderen schuld, vor allem das böse, böse feuilleton. die schreiberlinge haben alles madig gemacht, sind verantwortlich, dass das theater hier und überall leer ist. bild und lvz als front gegen hartmann und das centraltheater. das ist als ausrede doch sehr billig. theater muss für alle sein! nicht nur für ein bestimmtes klientel wie in leipzig. aber in einem punkt haben sie recht, herr bautz, auf nachtkritik wirds richtig öde ohne das centraltheater!
Gast , 22. März 2013 - 09:28 Uhr
20. 1 Russe, Leipzig: frei fühlende Menschen
nein lieber gast - muss theater nicht - arbeitsplätze, wohnungen, wasser und gesunde luft zum atmen sollte für alle da sein - theater kann ein ort für sich frei fühlende, mündige und selbstbewußte menschen sein - danke uwe bautz für ihr selbstbewußtsein
mitlesender , 22. März 2013 - 14:14 Uhr
21. 1 Russe, Leipzig: Seitenhieb
#19
Die Aussage "Theater muss für alle sein" bedeutet aber auch "Theater ist beliebig und sollte Jedem gefallen". Wenn dem so ist, brauchen wir kein Theater mehr.
Die LVZ mit ihrem Chef-Kulturredakteur ist schon grenzwertig. Alles was in der Musikalischen Komödie passiert, wird hochgejubelt und das Centralteater wird regelmäßig niedergemacht. Selbst nach einer Lesung von Brandauer gibt es einen Seitenhieb auf die Festspiel-Arena, die der Kritker als "hochtrabend" bezeichnet.
Andreas , 22. März 2013 - 17:14 Uhr
22. 1 Russe, Leipzig: Pilcher & Tarantino
Theater für alle!, wenn ich die Parole schon lese. Die Leute kommen doch mittlerweile mit ihrem Zapp-Reflex vom heimischen Sofa in den Zuschauerraum und wundern sich, dass er im Parkett nicht funktioniert. Und sobald ihnen die Inszenierung nicht gefällt, fühlen sie sich sofort ausgeschlossen, oder nicht gemeint oder nicht gewollt. Theater für alle!, dieser Schwachsinn ist ja leider auch aus den Politikerschädeln nicht rauszukriegen. Glaubt denn irgendeiner ernsthaft, dass Theater die verschiedenen Geschmäcker so sehr nivellieren kann, dass am Ende Rosamunde-Pilcher- und Tarantino-Fans beseelt aus dem Theater gehen?? Nur weil Bühnenverein, Feuilleton und Politik diesen Unsinn mantramäßig wiederholen und in ästhetischen Debatten als Todschlagargument missbraucht wird, wird daraus noch lange kein beachtenswerte Prämisse für Theater.
@Gast , 22. März 2013 - 17:43 Uhr
23. 1 Russe, Leipzig: der runtergegangene Daumen
Ich finde nicht nur Gast, sondern vor allem das Publikum hat immer recht! Und bei Hartmann ging der Daumen der Leipziger eben runter. Das mag an dem ach so piefigen Publikum oder den ach so piefigen Regionalfeuilletonisten gelegen haben. Völlig egal. Wie man aber richtiges Theater macht, kann man jeden Abend bei uns auf der Bühne sehen! Das ist ein Theater für alle!
Dresdner , 22. März 2013 - 19:41 Uhr
24. 1 Russe, Leipzig: gestern singende Popen
gestern abend gab es singende popen und balalaikaensemble, die schauspieler im schneesturm haben um ihr leben gespielt. hallo centraltheater, die arena ist toll! herr uwe bautz hat doch recht, das Eis ist dünn und keiner traut sich mehr was und alle hauen drauf, wenn einer sich traut mal was zu sagen, auf die kunst und auf die künstler, siehe katja riemann, der künstler wird runtergeschrieben und niedergemacht, das ist die richtung in welche die reise geht, und immer muss sich die kunst verteidigen gegen die nicht-kunst. wo ist unsre offenheit geblieben... die sachen anders anzusehen...auszuhalten...an die großartigen schauspieler gestern vielen vielen dank, vielen dank für die letzten jahre und den mut und auch für den wahrscheinlich größenwahn in dieser stadt was neues zu denken, danke allen die dabeiwaren, man wird über euch redenauch wenn ihr alle woanders seid...
tourist , 23. März 2013 - 09:41 Uhr
25. 1 Russe, Leipzig: phantastischer Schneesturm
kann nur zustimmen! schneesturm gestern abend war großartig! phantastische bilder, großartige spieler und ein chor zum niederknien! vielen dank dafür!
berliner , 23. März 2013 - 10:37 Uhr
26. 1 Russe, Leipzig: Schneesturm bildgewaltig
Es war gestern Abend beeindruckend, wie Sebastian Hartmann, selbst mit den eingeschränkten Möglichkeiten dieser Arena (kleine Spielfläche, kaum Bühnebild) eine so bildgewaltige Umsetzung vom „Schneesturm“ schafft. Und er trifft dabei auch die Symbole und Deutungen der Vorlag und bringt die Atmosphäre der Reise durch den Schnee phantastisch auf die Bühne.
Schade, dass die Inszenierung nur 3x gespielt wird. Ich werde auf jeden Fall versuchen, am Sonntag noch mal reinzukommen.
Andreas , 23. März 2013 - 11:19 Uhr
27. 1 Russe, Leipzig: bitte ins Deutsche übersetzen
lieber Herr Bautz, können Sie mal bitte ins Deutsche übersetzen, was Sie mit "Die Konsolidierung der Publikumsstrukturen ist leider ohne Zukunft" meinen? Das Publikum ist ein hoffnungsloser Fall? Oder Ihr Versuch, das Publikum zu ändern, war hoffnungslos? Oder wie bitte?

Und nochwas: Wollen Sie sich wirklich der Förderung von Herrn Laberenz rühmen, wo Sie ihn doch nach einem halben Jahr schon wieder rausgeschmissen hatten (wenn auch letztlich vorübergehend...)???

Herzliche Grüße, Winfried Muschke, Leipzig
Winfried , 23. März 2013 - 11:57 Uhr
28. 1 Russe, Leipzig: das wäre ja noch schöner
das wäre ja noch schöner, wenn ein chefdramaturg nach belieben rausschmeißen könnte!
@27 , 23. März 2013 - 17:28 Uhr
29. 1 Russe, Leipzig: Arena und Agora
Die "Arena" ist leider nur eine plumpe Kopie von Bert Neumanns Volksbühnen "Agora".
Franky , 23. März 2013 - 21:56 Uhr
30. 1 Russe, Leipzig: funktioniert gleichermaßen
@28, na, der spricht ja schon im Namen des Theaters. Und im übrigen kann er sehr wohl, wenn der Intendant nicht gerade gegenteiliger Meinung ist.
@29: Kopie eventuell, aber wieso plump? Ich finde der Raum funktioniert immerhin gleichermaßen für Herrn Brandauer wie für Herrn S. Hartmann. Das muss ein Konzeptraum doch erstmal können!
Winfried , 23. März 2013 - 22:21 Uhr
31. 1 Russe, Leipzig: Verträge gelten für alle
Ganz so gutsherrenartig ist das Theater dann wohl nicht, auch die Leitung eines Theaters muss sich an Verträge halten, glauben sie nicht?
@Winfried , 24. März 2013 - 09:53 Uhr
32. 1 Russe, Leipzig: Messestadt vs. Tal der Ahnungslosen
@ 23
da scheint das elbsandsteingebirge den blick verstellt zu haben. das leipziger und das dresdner publikum sind zu verschieden um sich so schnell in sicherer arroganz zu wiegen. schulz macht bürgerliches theater im besten oder eben auch schlechten sinn. das kann einem genügen, der dresdner ist gerne auf hohem niveau selbstgenügsam, leipzig war nicht umsonst messestadt, dresden das tal der ahnungslosen.
auch ein dresdner , 25. März 2013 - 11:16 Uhr
33. 1 Russe, Leipzig: wohl nicht
@31: Sie kennen dann wohl nicht die Verträge, die so an Theater üblich sind...
manfred , 26. März 2013 - 22:31 Uhr

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