Dienstag, 23. Dezember 2014

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4. Fast Forward Europäisches Festival für junge Regie - In Braunschweig ziehen sich die Jungen in den Theaterraum zurück

Wärmeinseln zwischen Psychatrie und Assesment-Center

von Jan Fischer

Braunschweig, 30. November 2014. Die Ankunft am Braunschweiger Hauptbahnhof ist nicht schön. Die Kälte hat den 50er-Jahre-Betonbau am Rand der Stadt fest im Griff. Es riecht nach Grünkohl, den sie hier Braunkohl nennen, und vor dem Gebäude grüßen verdorrte Wintergräser den Reisenden mit melancholischem Nicken im Novemberwind. Eine Leuchtschrift kündet von Schönheit und Pracht der Löwenstadt. Zwei Botschaften laufen dort dieser Tage durch: In der einen geht es um Reisen in den Harz. Die andere weist den Besucher aufs "Fast Forward Festival" hin, das in diesem Jahr zum vierten Mal stattfindet und sich in diesen vier Jahren zu einem der wichtigsten deutschen Festivals für junge europäische Regisseure gemausert hat.

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Rede von Jürgen Holtz zur Verleihung des Konrad-Wolf-Preises 2014

Wir können uns nicht ins Bett verkriechen

von Jürgen Holtz

19. November 2014. Die Jury der Sektion Darstellende Kunst der Akademie der Künste hat mir den Konrad-Wolf-Preis 2014 zuerkannt. Eigentlich hatte ich vor, einfach Danke zu sagen, aber ich habe mich anders entschieden.

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Politik im Freien Theater 2014 – Auftaktbericht von der 9. Ausgabe des Festivals in Freiburg

Auf der Suche nach dem zoon politikon

von Jürgen Reuß

Freiburg, 17. November 2014. Zur feierlichen Begrüßung der Gäste im Großen Haus des Theaters Freiburg schlug Oberbürgermeister Dieter Salomon einen Ton an, als wolle er mit Macht die These illustrieren, dass Politik sich eh längst aufs Theatrale verlegt hat. In einen atemberaubenden Fettnäpfchenslalom zelebrierte er rhetorisch elegant seine Kenntnisfreiheit des lokalen Kulturlebens und setzte sich mit larmoyanter Selbstironie als Bühnenfigur des "lustigen Oberbürgermeisters" quasi selbst in Gänsefüßchen. Das notwendigerweise trockene und zahlenlastige Grußwort des verhinderten Landeskulturstaatssekretärs Jürgen Walter übernahm er auch gleich mit und pimpte es zur passablen Kabarettnummer auf. Die dahinterstehende pekuniär beglaubigte Wertschätzung der freien Schauspielkunst durch das Land ging im Klamauk unter.

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Mein Kamerad - die Diva – Eine Ausstellung im Schwulen Museum Berlin, ein Buch und ein Symposium spüren den Frauendarstellern an der Front nach

Kampfmittel gegen fortschreitende Zersetzung

von Georg Kasch

Berlin, 5. November 2014. Erwin Piscator war not amused: Es sei "einfach eine Qual" gewesen, die Antonie in Roderich Benedix' "Die Hochzeitsreise" zu spielen. "Dennoch wurde mir von ganz unparteiischer Seite das Kompliment gemacht, dass man mich solange für eine richtige Frau gehalten habe, bis man meinen Namen auf dem Zettel gelesen habe." Mal davon abgesehen, dass es interessant wäre zu erfahren, was eine "richtige Frau" ausmacht – Piscator ist kein Einzelfall: Viele Soldaten spielten während des Ersten Weltkriegs Theater. Und nicht wenige davon spielten Frauenrollen.

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Favoriten 2014 – Das Festival für Freies Theater in NRW verwandelt das frühere Museum am Ostwall in Dortmund in eine bunte Spielwiese

Virus der Blumenwiese

von Friederike Felbeck

Dortmund, 2. November 2014. "Ich mag nicht mehr", sagt der unscheinbare Angestellte, bevor er sich die Krawatte abbindet. Aktentasche und Thermoskanne noch im Gepäck, geht er in den Wald und beschließt ein Tier zu sein. "Die mich lieben, werden mich finden – die kennen ja meinen Geruch",  sagt er und feiert Hochzeit mit den Tieren: "Willst Du mit uns leben?"  – "Ja, ich will!" Zur Belohnung wird er in einen Hirsch verwandelt.

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Kommentar zur Ernennung von Karin Bergmann zur Burgtheaterdiktorin bis 2019

Es wird weiter gemistet

von Dirk Pilz

Wien, 14. Oktober 2014. Karin Bergmann, interimistisch eingesetzte Burgdirektorin, bleibt bis 2019 die Chefin am Haus. Gut, aber warum dann das ganze peinliche Theater zuvor? Wieso wird in gezielter Indiskretion erst eine Liste angeblich heiß gehandelter Kandidaten an die Öffentlichkeit lanciert, wenn das einzige Ziel dieser intriganten Schamlosigkeit augenscheinlich darin bestand, bei den Genannten Dementis einzuholen, damit am End' bittschön alles so bleibt, wie es war?

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Theaterszene Schweiz – Wie es ist, als junge deutsche Dramatikerin in der Schweiz zu arbeiten

Grüsse von der Insel

von Esther Becker

24. August 2014.

Prolog

Sie kamen in Massen und stiessen nicht überall auf Gegenliebe.

(Dossier: "Deutsche in der Schweiz", Berner Zeitung)

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