Dienstag, 21. Mai 2013

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Über die Emanzipation bei Jérôme Bels "Disabled Theatre" – Impulsvortrag beim Symposium "Behinderte auf der Bühne" des Berliner Theatertreffens

... und ich bin Schauspieler

von Benjamin Wihstutz

Mai 2013. Das Theater ist ein Ort, der von einer grundlegenden Ambivalenz gekennzeichnet ist. Auf der einen Seite ist es ein Ort der Versammlung, ein sozialer Raum, dem von vornherein – das lateinische Wort Publikum verrät es – ein Anspruch des Öffentlichen eingeschrieben ist. Theater zu machen, heißt in dieser Hinsicht zu allererst, etwas einem Publikum zu präsentieren, etwas sichtbar und hörbar zu machen, sich ins Rampenlicht zu stellen.

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Körber Studio Junge Regie 2013 - In seinem 10. Jubiläumsjahr zeigt es sich politisch und performativ wie nie

Theater als Heimat von Politik und Illusion

von Friederike Felbeck

Hamburg, 11. Mai 2013. Austauschsemester in Schanghai und Peking, Aufenthalte in Russland und Georgien, geboren in Schweden oder Lettland – die Nachwuchsregisseure des diesjährigen Körber Studios Junge Regie sind international unterwegs. Wen wundert's, dass eine der zahlreichen Performances, die in diesem Jahr die klassisch inszenierenden Jungregisseure wie eine Horde wilder Indianer umzingelt hatten, das Making-of einer deutsch-afrikanischen Koproduktion in den Fokus nimmt.

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Laudatio auf Jürgen Holtz, den Preisträger des Berliner Theaterpreises 2013

Das Prinzip Arbeit

von Hermann Beil

Berlin, 5. Mai 2013. Stellen wir uns vor, ein Dramaturg fragt Jürgen Holtz: "IST DIE KUNST NÜTZLICH?"

Und Jürgen Holtz würde auf diese Frage ganz lakonisch mit einen trockenen "JA" antworten.

Und stellen wir uns vor, der Dramaturg fragt naturgemäß nach "WARUM?", so würde Holtz ganz gewiß mit einem hintersinnigen Lächeln ebenso lapidar sagen: "WEIL SIE KUNST IST!"

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Über Theaterblogs, ihre Schwierigkeiten und ihre Chancen

Sie umarmen das Internet

von Georg Kasch

Berlin, 2. Mai 2013. "Gekünstelte Dialoge. Reglose Gesichter. Ausführliche Rückenansichten von Leuten. Zäh zerdehnte Zeit. Willkommen in der Welt des künstlerisch hochwertigen Kinos, willkommen in einer Welt aus quälender Langeweile und bohrender Pein." So wie hier der Filmemacher Dietrich Brüggemann in seinem Blog unter dem Titel "Fahr zur Hölle, Berliner Schule" gegen den deutschen Film auf der Berlinale 2013 im Allgemeinen (und gegen "Gold" von Thomas Arslan im Besonderen) wetterte, so kennt und liebt man Blogs: subjektiv, pointiert und bissig. Verglichen damit ist die Welt der Theaterblogs ziemlich aufgeräumt. Hier herrscht an vielen Orten noch der gepflegte Ton des Foyergesprächs.

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Gutleutmatten 2013 – Das Theater Freiburg geht für seine grenzüberschreitenden Projekte auf die grüne Wiese

Freejazz der Tomatenstauden

von Jürgen Reuß

Freiburg, im April 2013. Noch sind Löwenzahn und Hundekot die Hauptakteure auf der neuen Spielstätte des Theater Freiburg. Das liegt daran, dass es auf der programmatischen Suche nach Zukunftspotenzialen für seine Zunft diesmal auf ein großes Stück Brachland namens Gutleutmatten gestoßen ist, das mit dem einsetzenden Tauwetter allerdings nicht nur von den Repräsentanten der darstellenden Kunst, sondern auch vom Frühling und den Hundehaltern des umliegenden Freiburger Stadtteils Haslach als Projektfläche für sich reklamiert wird. Vor drei Jahren begann auf den Gutleutmatten zur gleichen Jahreszeit noch geordnetes Kleingärtnergewusel. Dann beschloss die Stadt, das Kleingartenareal zu planieren und dort ein neues Wohngebiet auszuweisen. Die Kleingärtner waren schnell geräumt, aber der Baubeginn verzögerte sich. Zwei Jahre liegt das Land nun brach. Seitdem verrichten dort nur steuerpflichtige Hunde und der natürliche horror vacui des Biologischen regelmäßig ihr Geschäft.

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Spielzeitpressekonferenz 2013/14: Karin Beiers Pläne für ihren Start am Deutschen Schauspielhaus Hamburg

Pfeffersäcke und Internationalität

von Falk Schreiber

Hamburg, 19. April 2013. "D". Das ist das neue Logo des Hamburger Schauspielhauses: ein großer, fett eingekreister Buchstabe "D", Deutschland, "das erinnert an diese hässlichen Plaketten fürs Auto, die einem im Urlaub früher peinlich waren", lacht die designierte Intendantin Karin Beier bei der Spielplanpressekonferenz und holt damit den ersten Teil des Theaternamens wieder ins Bewusstsein: Das mit 1200 Plätzen größte Sprechtheater der Republik heißt zukünftig nicht mehr nur "Das Schauspielhaus" wie zuletzt, es heißt wie zu besten Zeiten nun wieder "Deutsches Schauspielhaus".

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Verschollene Sommernachtstraum-Inszenierung von Peter-Zadek aufgetaucht?

Einschiffung nach Kythera

12. Januar 2013. Sind das Bilder einer unbekannten Inszenierung von Peter Zadek? Eines nie gesehenen "Sommernachtstraums" zum Beispiel ...

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