Samstag, 18. Mai 2013

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Nach 35 Jahren endet die Münchner Ära Dieter Dorn – eine Würdigung

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Der liebende Kaiser

von Gabriella Lorenz

München, 7. Juli 2011. Aus! Das ruft Dieter Dorn am Samstag um 22.15 Uhr der Technik und dem Publikum zu. Mit diesem "Aus!" endet nicht nur die Derniere seiner Kleist-Inszenierung Das Käthchen von Heilbronn im Residenz Theater, sondern eine ganze Ära. 35 Jahre lang hat der Regisseur Dieter Dorn das Münchner Theaterleben geprägt wie kein anderer: 25 Jahre an den Kammerspielen, erst als Oberspielleiter, ab 1983 als Intendant, danach ab 2001 weitere 10 Jahre als Intendant des Bayerischen Staatsschauspiels. In seiner letzten großen Münchner Regiearbeit spielt der Chef selbst die Rolle des Kaisers und zu Beginn und am Ende auch den Spielleiter. Mit diesem "Aus!" (das nicht bei Kleist steht) besiegelt der 75-Jährige seinen Abschied vom Münchner Theater.

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Offener Brief des Landesverbandes der GDBA an den Bonner OB

Offener Brief

5. Juli 2011. Bonn verliert sich in kultureller Bedeutungslosigkeit

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren des Rates,

die Hemmungslosigkeit, mit der in Bonn Kulturpolitik betrieben wird, lässt uns aus dem Staunen nicht herauskommen! Die radikalen Entscheidungen gegen das Theater in den letzten Jahren sind beispiellos in Deutschland. Keinem anderen Bereich der Stadt wurden in den letzten zehn Jahren so massive Einsparungen zugemutet! Und das in einer Stadt, die im Krisenjahr 2010 als einzige Stadt in NRW ein Wirtschaftswachstum erreicht hat.

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Festival Impulse 2011 – Bericht vom 1. Wochenend-Marathon durch die Produktionen des Off-Festivals

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Cowboys kennen keine Kapitulation

von Sarah Heppekausen

NRW, 1./2.Juli 2011. Hossa! Allerdings sehen Stimmungskanonen der anbiedernd-fröhlichen Art normalerweise anders aus als diese fünf Frauen aus der Steiermark. Die Rabtaldirndln fokussieren ihre Zuschauer mit gnadenlos strengem Blick, während sie Schnaps und Wurst reichen oder den Poklapser herausfordern. Ihre gute Laune ist nicht mitreißend, sondern manipulativ. Ihre Diashow über das glückverheißende Lebenskonzept auf dem Land soll nicht lustig, sondern informativ sein.

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Africologne – Festival mit Theater aus Westafrika im Kölner Theater im Bauturm

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Mit Energie und Schlafbrille

von Dina Netz

Köln, 28. Juni 2011. Wir haben kennengelernt: einen Häftling aus dem Kongo, der im Suff einen Pariser Polizisten tot geprügelt hat. Eine senegalesische Putzfrau, die über ihr Leben nachdenkt. Den Direktor eines Museums der eigenartigen Künste. Eine Witwe, die die politischen Verhältnisse in Burkina Faso kritisiert. Einen sterbenden haitianischen Hermaphroditen. Zwei philosophierende Häftlinge aus Burkina. Eine Frau, die Menschenströme in der ganzen Welt vergleicht.

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Das Performance-Festival Berlin del Mar – Abenteuer-Urlaub am Alex

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Berlin all-inclusive

Text, Filme, Fotos von Matthias Weigel

Achtung: um die Filme anzuschauen, einfach kurz die Ladezeit abwarten.*

Berlin, 27. Juni 2011. Die Opfer dieser "Jihad-Entführung" sind eigentlich keine Opfer. Sie haben sich immerhin freiwillig angemeldet und hätten auch Neonazi-, Robin-Hood- und Mexikanerbanden-Stil wählen können. Dieses nette Angebot stammt vom Gießener Performance-Entführungstrupp Monster Truck und sorgt für ein wirklich unvergessliches Ferienerlebnis, von dem die Urlauber zu Hause erzählen können.

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Die Wiener Festwochen 2011 oder Sechs Wochen zwischen Eiszeit und Dürre

Wenn das Eis schmilzt // Der Tod und das Monologisieren // …

von Stefan Bläske

Wien, 19. Juni 2011. Was bleibt von den Wiener Festwochen 2011? Nun, da sie vorüber sind? Und was in hundert Jahren? Mit seiner Performance "HELLO 2111" sendet der japanisch-wienerische Künstler Michikazu Matsune Botschaften und hübsch verpackte Geschenke in die Zukunft und fragt deren Empfänger: Was wird geblieben sein? Von uns? Unserer Kultur? Der Natur? Matsunes Performance beendet das "Forum Festwochen", bei dem junge, internationale Künstler eine Woche diverse "Überlebensstrategien" erprobten.

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In Transit 11 – Das Berliner Performing Arts Festival untersucht unter dem Titel "Spectator" die Beziehung Performer-Zuschauer

Dem Hierarchiemodell den Boden entziehen!

von Christian Rakow

Berlin, 19. Juni 2011. Es lohnt sich immer, gute Informanten zu haben. Meiner war Matthias Lilienthal vom Hebbel-am-Ufer. Der kam kurz vor Festivaleröffnung zu unserer Traube Wartender, verteilte Flyer für die nächste Show am HAU und ließ sich nebenher den entscheidenden Tipp entlocken: "Und nachher, Ann Liv Young? Gibt's wieder Trash-Talk?" – "Nein, diesmal wird man nur mit Fischwasser bespritzt, ist nicht schlimm." Nicht schlimm, ja, aber allemal ein guter Grund, sich wieder in die hinterletzte Reihe zu verkriechen. Sie ist so etwas wie die Kaiserloge für Abende der jungen New Yorker Hardcore-Performerin Ann Liv Young.

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