Mittwoch, 20. August 2014

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Don Juan kommt aus dem Krieg – Andreas Kriegenburg inszeniert erstmals bei den Salzburger Festspielen und zeigt Ödön von Horváths Verlustmenschen

Hurra, wir lieben noch

von Reinhard Kriechbaum

Salzburg, 17. August 2014. Laut Mozart/Da Ponte waren es allein in Spanien eintausendunddrei Frauen. In Inflationszeiten muss es sparsamer hergehen: Bei Ödön von Horváth sind fünfundzwanzig Frauen hinter jenem Don Juan her, der dem Ersten Weltkrieg entronnen ist. Andreas Kriegenburg, der Ödön von Horváths "Don Juan kommt aus dem Krieg" auf der Halleiner Pernerinsel inszeniert hat – seine erste Regiearbeit für die Salzburger Festspiele – schickt deren neun ins Rennen.

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Sâl Sâniye – Der iranische Regisseur Hamid Pourazari inszeniert die Nöte von zehn iranischen Frauen beim Zürcher Theater Spektakel

Schachbrett mit zehn Damen

von Kaa Linder

Zürich, 16. August 2014. Es ist ein seltenes Glück, Theater aus dem Iran zu sehen. Noch dazu als Uraufführung an einem der bestdotierten Theaterfestivals der Schweiz – am Zürcher Theater Spektakel. "Sâl Sâniye" ist überdies ein Stück, das sich mit Frauenthemen auseinandersetzt und von jungen Frauen gespielt wird. Umso erstaunlicher und umso enttäuschender, dass es für eine deutsche Übersetzung des in Farsi gesprochenen Theaterabends nicht gereicht hat. Denn die jüngste Arbeit des iranischen Regisseurs Hamid Pourazari und seiner Papatiha Theatre Group lebt von den Dialogen und Erzählungen.

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Le Sacre du Printemps – Bei der Ruhrtriennale choreographiert Romeo Castellucci Knochenstaub-Kübel zu Strawinsky

Das gestische Repertoire ist beschränkt

von Martin Krumbholz

Duisburg, 16. August. 2014. Die Uraufführung 1913 war ein Skandal. Das Pariser Publikum konnte die rhythmischen Kaskaden und die provokanten Dissonanzen des "Frühlingsopfers" von Igor Strawinsky nicht ertragen, und Nijinskys Choreografie machte es anscheinend nicht besser. Romeo Castellucci – der kein Choreograf ist – erzählt auf dem Programmzettel, wie ihn diese Musik, dargeboten von Männern mit Seitenscheitel und im Frack, als Siebzehnjährigen begeistert habe: erschütternder als eine Punkband und radikaler als der Schrei von Sid Vicious. Mit einer vergleichbaren Reaktion ein Jahrhundert später hat der Performer Castellucci nicht gerechnet; wie denn auch, das Ganze sei eher kontemplativ. Und die Tänzer fehlen.

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De Materie – Louis Andriessens wiederentdeckte Oper als packendes Objekt- und Maschinentheater bei der Ruhrtriennale in der Kraftzentrale Duisburg

Schafe statt Atomraketen

von Friederike Felbeck

Duisburg, 15. August 2014.Wenn der Regisseur Heiner Goebbels ankündigt, auf der Bühne seien kaum Menschen zu sehen, klingt das wie ein verheißungsvolles Versprechen. Und hier sind es tatsächlich erstmal sechs Flüchtlingszelte, die dominieren und eine Flucht bilden in den 160 Meter tiefen Bühnenraum. Über ihren weißen Giebeln geht der Mond auf, der sich bald als Zeppelin entpuppt, der leise summend durch den Raum segelt. Ein zweites und ein drittes Luftschiff fliegen hinein und formen zusammen eine genau choreografierte Flugshow. Kurze rabiate und immer schneller werdende Schläge aus dem Orchester peitschen durch die riesige Halle.

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Der Abschied – Walter Kappachers Text über Georg Trakl beim Young Directors Project der Salzburger Festspiele uraufgeführt

Stumme Schreie

von Hartmut Krug

Salzburg, 15. August 2014. Menschenleer die von einem mächtigen schwarzen Kubus beherrschte Bühne. Das Gebilde steht wie eine Bockwindmühle auf einer beweglichen Spitze und schwankt hin und her. Dieser Raum scheint voller Eigenleben und Erfahrungen. Man hört Krach, vielleicht Kriegslärm. Und dann bahnt sich ein in diesem Bewusstseinsraum eingesperrter Mann mit einem Beil den Weg ins Freie. Es ist der Schauspieler Paul Herwig als Georg Trakl, der während des ersten Weltkriegs in einer Nervenklinik in Krakau festgehalten wird. Man untersucht ihn wegen eines Selbstmordversuches im Felde nach schlimmen Kriegserlebnissen im ostgalizischen Grodek.

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Civilisation and its discontent – Beim Nordwind Festival bittet die schwedische Gruppe Poste Restante zum Küchendienst

Keine Sorgen, kein Likör

von André Mumot

Berlin, 14. August 2014. Wenn man ein "Stefan" ist, hält man sich zurück in der Gruppe. Man schlägt wahrscheinlich die Beine übereinander und lehnt sich vor. Wenn man ein "Stefan" ist, hört man gut zu, man ist Beobachter, man wagt sich nicht gern mit Vorschlägen vor. Man stützt das Kinn auf die Faust, und wenn um einen herum dummes Zeug geredet wird, verkrampft man sich ganz furchtbar, wird aber vermutlich nicht sagen: "So jetzt reicht's aber auch mal, Schluss mit dem Quatsch." Und statt zu fürchten, dass die Kollegen die Arbeit nicht schätzen, die man macht, fürchtet man, dass sie die Augen verdrehen, wenn man den Raum verlässt, und einen einfach nur blöd finden.

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Fierrabras – Peter Stein setzt Franz Schuberts vergessene Oper bei den Salzburger Festspielen als statische Rampenschau in Szene

Hand aufs Herz

von Thomas Rothschild

Salzburg, 14. August 2014. Das ist selten geworden: Die Ouvertüre wird bei geschlossenem Vorhang gespielt. Es gibt nichts zu sehen, kein stummes Spiel, keine Aktion. Das Publikum wird ausschließlich der Musik überlassen. Die ist immerhin von Schubert. Da braucht man keine Ablenkung. Nicht einmal in der Oper.

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Orpheus – Das britische Little Bulb Theatre zeigt seine Version des mythischen Stoffs beim YDP in Salzburg

Wenn Hades zum Sopransaxophon greift

von Reinhard Kriechbaum

Salzburg, 11. August 2014. "Talkie" hat man zu dem sich in den dreißiger Jahren allmählich den Weg bahnenden Tonfilm auch gesagt. Das Little Bulb Theatre hat den Orpheus-Stoff in eine teils grelle, teils verspielte Revue im Paris der Zwischenkriegszeit verwandelt. Optisch reitet man die Stummfilm-Ästhetik zu Tode, aber es ist ein netter "Soundie".

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Il trovatore – Alvis Hermanis inszeniert Verdis Oper in Salzburg als eine im Museum erwachende Klamotte

Aus dem Museum, im Museum, fürs Museum

von Reinhard Kriechbaum

Salzburg, am 10. August. "Ich möchte der altmodischste Regisseur des 21. Jahrhunderts werden." Den überraschenden Satz hat Alvis Hermanis vorab in einem Zeitungsinterview von sich gegeben. "Gelungen", muss man ihm jetzt, nach der Premiere von Verdis "Il trovatore" bei den Salzburger Festspielen zurufen.

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36566 Tage – Salzburger Schauspiel- und Regiestudenten stellen beim YDP der Festspiele Szenen aus dem Ersten Weltkrieg nach

Acht halbe Stunden Krieg

von Reinhard Kriechbaum

Salzburg, 8. August 2014. 36566 Tage – so viele sind vergangen seit dem verhängnisvollen Attentat auf den Kronprinzen in Sarajewo bis zum Tag der Uraufführung des Stationenstücks mit eben diesem Titel beim Young Directors Project der Salzburger Festspiele. Dauer: rund 14400 Sekunden, also 2,5 Sekunden pro verflossenem Tag – eigentlich mehr: Was eine kleine Armee von Studierenden des Thomas Bernhard Instituts an der Universität Mozarteum aus dem Thema gemacht hat, täte für sieben Stunden reichen. Das Publikum wird in zehn Grüppchen geteilt, die ziehen herum in zwei Häusern, dem Theater im Kunstquartier und dem nahen k&k-Gebäude, einer ehemaligen Kaserne, wo jetzt die großzügigen Unterrichtsräume des Thomas Bernhard Instituts sind. In den vorgesehenen vier Stunden schaffte der Schreiber dieser Zeilen 8 von 17 Stationen.

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The Shadow – Chilly Gonzales und Adam Traynor eröffnen auf Kampnagel das Internationale Sommerfestival Hamburg

Alle wollen Chilly

von Falk Schreiber

Hamburg, 6. August 2014. Praktisch alle deutschsprachigen Theater rissen sich darum, etwas mit Chilly Gonzales zu machen, erzählt András Siebold, künstlerischer Leiter des Internationalen Sommerfestivals Hamburg. Ob die Geschichte stimmt oder nicht: Gonzales, 1970 unter dem Namen Jason Charles Beck in Kanada geboren und mittlerweile in Köln heimisch, ist das perfekte Theaterfutter, ein Grenzgänger zwischen begnadetem Rampensautum, klassischer Virtuosität und clubgestählter Coolness, der mühelos zwischen Lecture, Comedy, HipHop und E-Musik zu wechseln weiß. Allerdings ist Gonzales auch ein reizender Querkopf, der sich ungern an ein Projekt binden lässt – weswegen alle Versuche, sein Talent fürs Theater nutzbar zu machen, scheiterten.

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John – Der neue Abend vom DV8 Physical Theatre und ihrem Gründer Lloyd Newson bei ImPulsTanz Wien

Intimität als Arbeitsweise

von Theresa Luise Gindlstrasser

Wien, 5. August 2014. Entgegen aller Gewohnheit ging es heute Abend wirklich pünktlich los. Bei ImPulsTanz sind fünfzehnminütige Verspätungen sonst keine Seltenheit. Heute warnten Hinweistafeln vor dem akkuraten Schließen der Türen um 21 Uhr. Lloyd Newson und DV8 Physical Theatre bestehen darauf. Eine Viertelstunde nach Beginn des Stücks öffnet sich doch noch einmal eine Tür. Es gibt nirgendwo Gemurre.

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Icure – Ivo Dimchevs verstörende Performance bei ImPulsTanz Wien

Fallhöhe des realen Grauens

von Theresa Luise Gindlstrasser

Wien, 4. August 2014. Vor der Vorstellung hat einer gesagt, dieses Mal werde es nicht so schlimm. Nach der Vorstellung sagen viele, es wäre sehr schlimm gewesen. Die Rede ist von der Uraufführung von "ICURE" im Kasino am Schwarzenbergplatz im Rahmen von ImPulsTanz. Warum es dieses Mal nicht so schlimm hätte werden sollen? Weil der Pressetext vor allem Heilung verspricht. Heilung von allem, für alle, jetzt. Die große Genesung. Warum auch sollten wir weiterhin ins Theater gehen, um uns zu bilden, wo wir uns doch heilen könnten? Katharsis auf kapitalistisch: "Vergeuden Sie Ihre Zeit nicht im Theater – machen Sie davon Gebrauch!"

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Das Haus – Bernhard Mikeska beschwört gemeinsam mit Christina Rast und Yana Thönnes Geister des 20. Jahrhunderts herauf

Dokumentartheater der Geister

von Sascha Westphal

Spangenberg, 2. August 2014. Zeit vergeht nicht einfach. Sie lagert sich ab, sickert ein und nimmt nach und nach Besitz von Häusern und Orten, von Menschen und Dingen. Das Vergangene ist nie ganz vergangen. Es bleibt präsent, bruchstückhaft, in Spuren, die sich immer weiter verwischen oder, wie in dem alten Fachwerkhaus im historischen Stadtkern der kleinen hessischen Stadt Spangenberg, mehr und mehr überlagern.

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Sommer 14 – Rolf Hochhuths Stück über den Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Theater am Schiffbauerdamm Berlin von Torsten Münchow inszeniert

Sommerfrischler auf dem sinkendem Schiff

von Esther Slevogt

Berlin, 1. August 2014. Ja, da sind wir nun: in einem weitläufigen wolkig wattierten Oberstübchen, einer Art himmlischem Wellnessbereich, wo auf flokatibelegten Podesten weiß gewandete Gestalten lagern. Im Verlauf des Abends werden sie zum Leben erwachen und Theater spielen. Vorläufig aber dräut noch finstere Musik. Und wir ahnen schon: das kann nicht gut ausgehen. "Sommer 14. Ein Totentanz" ist der Abend schließlich überschrieben. Also just jener Sommer, in welchem wir uns augenblicklich befinden und dessen apokalyptische Nachrichten von der Ukraine bis Nahost uns dauernd die Fragilität aller (Welt)ordnung in Erinnerung rufen. Wie schon einmal im Sommer 14, als vor hundert Jahren der Erste Weltkrieg ausbrach.

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Geschichten aus dem Wiener Wald – HK Gruber vertont Ödön von Horváths kritisches Volksstück für die Bregenzer Festspiele

Walzer gebiert Ungeheuer

von Verena Großkreutz

Bregenz, 23. Juli 2014. Um Ödön von Horváths Theaterstücke angemessen in Szene zu setzen, muss man sehr musikalisch sein. Es kommt auf den Ton an, sonst können Horváths Sprachpartituren nicht wirken mit ihren doppelbödigen Dialogen, aus denen beständig Gewalt und Aggression hervorzuschießen drohen. Ganz besonders musikalisch muss man für die "Geschichten aus dem Wiener Wald" sein. Schließlich heißt es schon in der ersten Regieanweisung: "In der Luft ist ein Klingen und Singen – als verklänge irgendwo immer wieder der Walzer 'Geschichten aus dem Wiener Wald' von Johann Strauß."

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Wir Glücksritter – Das Theaterhaus Stuttgart fügt Texte aus literarischen Blogs zu einer wundersamen Reise zusammen

Die Komödie, die aus dem Internet kam

von Adrienne Braun

Stuttgart, 18. Juli 2014. Der Postbote steht vor der Tür mit einem Paket. 3166 Gramm ist es schwer und sorgfältig verschnürt. Eine Unterschrift genügt – und plötzlich ist das junge Paar, das sich doch eben erst kennengelernt hat, stolzer Besitzer eines Kindes. Das haben wir nicht bestellt, sagen sie und grübeln, was damit tun. Der Umtausch aber ist ausgeschlossen. Schon ist die große Freiheit dahin, um die es doch gerade erst ging in "Wir Glücksritter" im Theaterhaus Stuttgart. Es beginnt mit einer Podiumsdiskussion zu Kunst und Freiheit, nimmt dann aber wundersame Wendungen.

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Um uns herum nur nichts – Das letzte Kleinod entdeckt von Brunsbüttel aus das Leben auf hoher See

Schwere See

von Andreas Schnell

Brunsbüttel, 10. Juli 2014.Stell dir vor, du sitzt am Meer, vielleicht auch an einem großen Fluss, Schiffe ziehen vorbei. Du summst verschämt was von Freddy Quinn. Und träumst, wie das wär': endlose Weiten, fremde Länder … und dann kommt Jens-Erwin Siemssen daher und erzählt dir mal, wie das wirklich ist. Zugegeben, es ist nicht wirklich am Meer, nicht direkt. Aber die Uraufführung von Siemssens neuem Stück "Um uns herum nur nichts" fand immerhin im Binnenhafen von Brunsbüttel statt, bevor es dann durch ein gutes halbes Dutzend Häfen geht, so nah am Ufer des Nord-Ostsee-Kanals jedenfalls, dass man fast Angst kriegt, die Schauspieler könnten ins Wasser fallen.

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Guillaume Tell – Antú Romero Nunes inszeniert an der Bayerischen Staatsoper mit Rossini sein erstes Musiktheater

Apfelschuss aus dem Zauberkasten

von Georg Kasch

München, 28. Juni 2014. Ach, diese Schweizer: Saturierte Wohlstandsbürger in 60er-Kostümen, steif und umständlich, wie Christoph Marthalers Bühnenfantasien entsprungen, die nicht wissen, wie man das Gewehr richtig hält und erst mal anfangen, dran rumzuputzen, um dann in rockende Männlichkeitsgesten auszubrechen. Ihr Anführer Tell? Ein schlecht gelaunter Pullunderheld, dem seine Frau die Brille aufsetzt, die Krawatte zurechtrückt, die Knarre abnimmt und in der eigenen Handtasche verwahrt – könnte ja noch was passieren.

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Wie Nebel, der vom Fluss aufsteigt – Das Landestheater Schwaben inszeniert einen theatralen Amoklauf mit alten Menschen

Am Ende kommen alle lebend raus

von Willibald Spatz

Memmingen, 20. Juni 2014. Es geht darum, dass dem Theater die Wirklichkeit nicht abhanden kommt, dass es nicht die Relevanz verliert. Deswegen muss es manchmal raus in die Realität und ein Stück von ihr auf die Bühne bringen. Das beweist, dass es sich einmischen will, dass es keineswegs in einem Elfenbeinturm vor sich hinproduziert. Im Landestheater Schwaben gibt es seit Jahren Projekte mit Laien, die sich und ihr besonderes Leben vorführen dürfen. Es gab schon Jugendliche, die auf der Suche nach einer Lehrstelle waren, und Patienten der Psychiatrie, Strafgefangene und Depressive.

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