Mittwoch, 04. März 2015

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Blog – Das Volkstheater Rostock soll künftig ein "funktionelles Vierspartenhaus" sein

Zeichen auf Abbruch

26. Februar 2015. Eigentlich ist alles gesagt, aber irgendwie muss man seine Katerstimmung abschütteln nach diesem langen Rostocker Abend mit seiner schwerwiegenden Entscheidung für das Volkstheater der Hansestadt, es zu einem "funktionellen Vierspartentheater" umzurüsten. Der strukturelle Umbau, der ein Abbau sein wird, hatte sich angedeutet. Lange schon. Und doch hatte ich als Mecklenburger bis zuletzt die Hoffnung, dass kulturelle Standortargumente in Rostock vielleicht doch schwerer wiegen könnten als die immergleichen politischen Reflexe: Kasse leer? Kamma Kultur sparen. Zwar ist das Ganze erst einmal eine Absichtserklärung der Stadt, mit der sie in die Verhandlungen mit dem Land tritt. Aber: Üppiger wird's nicht, die Zeichen stehen auf "funktionelles" Funktionieren.

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Blog – Die übergroße Ehre für die Kölner Oper im Sultanat

The place to be. Heute: Das Sultanat

23. Februar 2015. Ein ganz, ganz großer Glückwunsch geht in dieser Woche an die Oper Köln. Die derzeit gar nicht in Köln ist, sondern auf einem honorigen Gastspiel in einer hochgelobten Kultur-Oase. "Sie befindet sich in einem kleinen illustren Kreis deutschsprachiger Opernhäuser, die die Ehre haben, ein solches Gastspiel antreten zu dürfen", schwellt die stolze Brust der Pressemitteilung.

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Streit ums Urheberrecht – Beobachtungen vom Prozess des Suhrkamp-Verlags gegen das Münchner Residenztheater wegen Frank Castorfs "Baal"-Inszenierung

"Bitte nix mixen!"

von Rupprecht Podszun

München, 18. Februar 2015. Nach gut zweieinhalb Stunden, als diese Verhandlung am Landgericht München I sich langsam der Dauer von Frank Castorfs "Baal"-Inszenierung am Residenztheater (vier Stunden) näherte, drohte das Ganze doch in die Farce abzugleiten. Es war der Zeitpunkt, als der Vorsitzende Richter Andreas Müller dazu überging zu prüfen, ob der Suhrkamp-Verlag überhaupt die Nutzungsrechte an den Brecht-Stücken hat. Der Verlags-Justiziarin steht der Unglaube ins Gesicht geschrieben: Sie war heute gekommen, um dem Residenztheater die "Baal"-Aufführung untersagen zu lassen, weil Frank Castorf in den Brecht-Text reichlich Fremdmaterial gemischt hat. In seiner "Baal"-Inszenierung ist nicht erkennbar, was von Brecht ist, was von Rimbaud und was von so zwielichtigen Autoren wie Carl Schmitt oder Ernst Jünger. Für einen solchen Text-Mix hatte das Residenztheater keine Autorisierung, so schien es.

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Narrative Spaces – Eine Archäologie der Zeit in den Arbeiten von Mona El Gammal und Thomas Bellinck

Aus dem Raum die Zeit lesen

von Thomas Oberender

Berlin, 26. Februar 2015. "2 + 2 = 4. Das ist so. Zum Glück und zum Ganzen", das steht von Hand geschrieben auf einem Blatt mit dem Firmenlogo "IFM". Als ich in Mona El Gammals "Haus Nummer Null" diese Zeilen auf einem mit Dokumenten übersäten Tisch las, bekam ich unmittelbar eine Empfindung für die Einsamkeit jener Figur, die hier ihren Dienst getan haben muss. Scheinbar ist sie vor kurzem aus den Räumen gelaufen, die ich nun durchschweife. Überall blinken noch die Geräte, seltsam futuristisch wirkt die Einrichtung, wie aus einem dunklen Science Fiction von Andrej Tarkowski, modern, aber gleichzeitig alt. Ich höre Regierungsdurchsagen aus den Lautsprechern an der Wand. Auf den Arbeitstischen liegen Tabellen mit Zahlen, Bilder sind an die Wand gepinnt, Ausrisse aus Nachrichten, ein Anrufbeantworter springt an. Aus all dem ergibt sich bruchstückhaft der Eindruck, dass in diesen Räumen jemand eine bedrohliche Entdeckung gemacht hat. Aber wer? Wo ist diese Person? Was hat sie aufgedeckt?

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