Freitag, 28. November 2014

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In Sachen Blackfacing – Zwischenruf zu einer andauernden Debatte

Dein Blackface ist so langweilig! Was das deutsche Repräsentationstheater von den Nachbarkünsten lernen kann

von Joy Kristin Kalu

Berlin, 26. November 2014. Knappe drei Jahre währt die Diskussion um Rassismus im deutschen Theater bereits, und sie steckt eigentlich immer noch in den Anfängen. Darstellungen schwarzer Figuren auf deutschsprachigen Bühnen haben auch in den vergangenen drei Spielzeiten für jede Menge Ärger gesorgt. Sie wurden in zahlreichen Inszenierungen mit theatralen Mitteln umgesetzt, die sich am treffendsten als rassistisch charakterisieren lassen. Das Schwarzmalen von Gesichtern, also das "Blackfacing", das der Debatte 2012 einen Namen gab, ist ein solches Mittel.

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Rede von Jürgen Holtz zur Verleihung des Konrad-Wolf-Preises 2014

Wir können uns nicht ins Bett verkriechen

von Jürgen Holtz

19. November 2014. Die Jury der Sektion Darstellende Kunst der Akademie der Künste hat mir den Konrad-Wolf-Preis 2014 zuerkannt. Eigentlich hatte ich vor, einfach Danke zu sagen, aber ich habe mich anders entschieden.

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Frie Leysen kritisiert die aktuelle europäische Kunstentwicklung anlässlich ihrer Erasmus-Preisverleihung in Amsterdam

An Alarm Bell

von Frie Leysen

17. November 2014. A story from Seong-Hee Kim, a friend and colleague from South Korea. Millions of years ago, the first creatures crawled out of the sea and onto land, became reptiles, and then mammals. But after a while one of them, probably a reindeer, changed his mind, anticipated the big crash of a meteorite, took a deep breath, and jumped back into the sea. He thought his chances of survival were greater there. The whale: one of the biggest, most intelligent, and most empathic animals on earth, and the only mammal in the sea. An illustration that taking a step backwards does not necessarily mean regressing, but can be the right thing to do.

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Politik im Freien Theater 2014 – Auftaktbericht von der 9. Ausgabe des Festivals in Freiburg

Auf der Suche nach dem zoon politikon

von Jürgen Reuß

Freiburg, 17. November 2014. Zur feierlichen Begrüßung der Gäste im Großen Haus des Theaters Freiburg schlug Oberbürgermeister Dieter Salomon einen Ton an, als wolle er mit Macht die These illustrieren, dass Politik sich eh längst aufs Theatrale verlegt hat. In einen atemberaubenden Fettnäpfchenslalom zelebrierte er rhetorisch elegant seine Kenntnisfreiheit des lokalen Kulturlebens und setzte sich mit larmoyanter Selbstironie als Bühnenfigur des "lustigen Oberbürgermeisters" quasi selbst in Gänsefüßchen. Das notwendigerweise trockene und zahlenlastige Grußwort des verhinderten Landeskulturstaatssekretärs Jürgen Walter übernahm er auch gleich mit und pimpte es zur passablen Kabarettnummer auf. Die dahinterstehende pekuniär beglaubigte Wertschätzung der freien Schauspielkunst durch das Land ging im Klamauk unter.

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