Mittwoch, 23. Juli 2014

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Presseschau vom 22. Juli 2014 – Der Tagesspiegel interviewt den Operndorf-Architekten Francis Kéré

Der Stolz von Burkina Faso

22. Juli 2014. "Das Dorf ist entstanden, es funktioniert, Frauen können hier ihre Kinder zur Welt bringen, und Kinder bekommen Unterricht", sagt der Architekt Francis Kéré im Interview mit Rüdiger Schaper vom Tagesspiegel über das von Christoph Schlingensief und ihm initiierte Operndorf Remdoogo in Burkina Faso. Über Visionen rede er nicht, aber er hoffe, dass das Dorf sich stabilisiert. "Die finanziellen Probleme bleiben." Geld sei zum generellen Weiterbauen und im speziellen für das ideelle Zentrum des Operndorfs, das Festspielhaus, notwendig.

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Presseschau vom 21. Juli 2014 – Frank Castorf teilt im Spiegel-Interview gen Bayreuth aus und denkt über Vertragsverlängerung nach

Verfeinern ist für mich nicht möglich

21. Juli 2014. Wolfgang Höbel hat den Volksbühnen-Intendanten und aktuellen Bayreuther "Ring"-Regisseur Frank Castorf zum großen Spiegel-Sommerinterview (Ausgabe Nr. 30 vom 21.7.2014) gebeten. Und Castorf wäre nicht Castorf, wenn er nicht wenigstens ein paar Mal knackig austeilte. Nicht zuletzt lässt er aber auch durchblicken, das er sich nicht sicher ist, "ob es gut ist, 2016 [an der Volksbühne] aufzuhören", und zwar rein "aus Egoismus": "Ich bin kein guter Theaterleiter oder Regisseur in dem Sinne, dass ich mich mit jemandem hinsetze und ihm beim Überlebenskampf helfe."

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Presseschau vom 18. Juli 2014 – Gerhard Stadelmaier durchstreift die Spielzeithefte der kommenden Theatersaison

Mobile Hungerküchen-Stationen

18. Juli 2014. "Wieso soll die öffentliche Hand einem Theater hinterher laufen, das vor sich selbst davon läuft?" fragt Gerhard Stadelmaier in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung beim Durchstreifen der Spielpläne für die kommende Spielzeit. Denn dort manifestiert sich aus seiner Sicht erneut die anhaltende "doppelte Fluchtbewegung des Schaugewerbes: ins beliebig Epische und ins beliebig Soziale".

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Presseschau vom 14. Juli 2014 – Plöchinger, Kappes et. al. über das Kommentarwesen bei SZ, FAZ und anderen

Ghettos mit Kommentarforen?

14. Juli 2014. "Wir haben einen Fehler im System. Nämlich in den Foren der Nachrichtenseiten. Es ist Zeit, das zuzugeben. Wir müssen den Leserdialog neu denken." Mit diesen dramatischen Worten leitet Stefan Plöchinger, Online-Chef von sueddeutsche.de und seit Mai diesen Jahres auch Mitglied der SZ-Chefredaktion, einen langen (und lesenswerten) Text über das Kommentarwesen auf Nachrichtenseiten ein, der am 6. Juli 2014 in seinem Blog erschienen ist.

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Presseschau vom 14. Juli 2014 – Die Frankfurter Rundschau interviewt den scheidenden Wiesbadener Intendanten Manfred Beilharz

Ex-Intendant sucht Festivalstätte

14. Juli 2014. Im Interview mit Judith von Sternburg von der Frankfurter Rundschau lässt der langjährige Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden Manfred Beilharz, der den Staffelstab soeben an seinen Nachfolger Uwe Eric Laufenberg übergeben hat, seine Karriere Revue passieren und spricht über tabulose Zeiten: Weder in Bonn (wo er elf Jahre lang Intendant war, bis er 2002 das Hessische Staatstheater übernahm) noch in Wiesbaden hätte er die Situation erlebt, dass sich Stadtrat oder Landtag mit politischen Vorgaben für das Theater beschäftigt hätten. "Ein Politiker, der das heute machen würde, würde nicht nur von den Theaterleuten, sondern auch vom Publikum und den Medien auf die Finger kriegen."

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Presseschau vom 14. Juli 2014 – Die Berliner Tageszeitungen bilanzieren das Festival Foreign Affairs

Zentrum für den urbanen Kulturkonsumenten

In der Berliner Zeitung (14.7.2014) schreibt Dirk Pilz: Das Festival sei "vor allem eine Messe für jene Theaternerds auf Macher- wie auf Zuschauerseite, die glauben, geistiger Fortschritt sei am Sprengen von Fesseln und dem Beseitigen von Schranken zu erkennen." Die Altare dieser Entfesselungsdogmatiker seien entsprechend "jenen grenzensprengenden Kräften gewidmet, die unter allen Umständen anders als die Bühnennorm sein wollen, wobei völlig offen bleibt, was diese ausmacht" – wahrscheinlich, weil sich solcherlei Norm nicht mehr finde.

"Festspiele-Intendant Thomas Oberender und von Hartz haben sich wirklich Mühe gegeben, die Kartoffelsalat-und-Buletten-Atmosphäre der Sartorius-Ära auszutreiben", indem sie das Haus der Festspiele in ein "Feierzentrum für den urbanen Kulturkonsumenten verwandelt" hätten, schreibt Patrick Wildermann im Tagesspiegel (14.7.2014). Auch programmatisch stehe einiges auf der Habenseite. "Zumindest die Tanzfreunde hat der 'Foreign Affairs'-Leiter glücklich gemacht." Im Bereich Performance und Schauspiel habe das diesjährige Festival leider weniger überzeugt – trotz (oder vielleicht gerade wegen?) seiner hohen Ansprüche an sich selbst: "Es will neue Theaterformen an der Schnittstelle zur Bildenden Kunst präsentieren. Pop und Performance fusionieren. Und natürlich politisch sein." Dabei sei es im Profil diffus geblieben. Die leidige Frage nach der innerstädtischen Konkurrenz stelle sich ja gar nicht in erster Linie inhaltlich. "Wohl aber finanziell." Das Festival bewerbe sich schließlich um die gleichen Fördertöpfe wie die freie Szene.

(sd)

 
 

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Presseschau vom 12. Juli 2014 – taz-Interview mit der Gorki-Chefin Shermin Langhoff zum Abschluss ihrer ersten Saison

Bitte keine Arschlöcher

12. Juli 2014. Für die taz (12.7.2014) hat Lea Streisand die Chefin des Berliner Gorki-Theaters Shermin Langhoff interviewt, zum Abschluss ihrer ersten Saison. "Wem gehört die Stadt", sei für sie eine zentrale Frage in diesem ersten Jahr gewesen. Es gehe dabei "um Zugänge, Verteilung von Ressourcen, aber auch um Repräsentation: Werde ich repräsentiert, finde ich mich wieder? (...) Wir leben in einer Gesellschaft, die auch der Wertkonservativste als divers anerkennen muss. Und da entsteht die Frage: Wo ist der Common Ground?" In Berlin würden "Konflikte ganz anders verhandelt werden können, mit sehr viel weniger Ideologie, sehr viel weniger Vorgaben und Grenzen, die gegeben sind, als wenn ich jetzt in der Türkei das Thema der Kurden oder in Israel das Thema Palästina auf die Bühne bringen würde. Berlin ist schon eine besondere Stadt, die sicher alle Reibungen, die man sich so vorstellen kann heute, beinhaltet: Fragen von Ost/West, ökonomische Fragen, Migrationsfragen, Genderfragen."

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