Freitag, 19. Dezember 2014

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Begriff Definition
400asa

400asa ist eine Off-Theater-Formationen der Schweiz.

Das Kollektiv wurde 1998 von Samuel Schwarz, Lukas Bärfuss und Udo Israel gegründet. Zur Kerngruppe gehören außerdem Meret Hottinger, Wanda Wylowa, Urs Bräm, Julian M. Grünthal und Michael Sauter. Begonnen hat 400asa mit der Produktion von Hörspielen, 1998 gewann sie mit ihrer Hörspiel-Reihe "Röstiblitz" den Radiopreis der Zürcher Radiostiftung. Zusammen mit ihrer ersten Theaterproduktion "Italienische Nacht" veröffentlichte die Gruppe 1999 ihr "Bekenntnis99", das – in Anlehnung an das Dogma der dänischen Filmemacher – "ein Regelwerk für eine einfachere und billigere Art des Theaterproduzierens" sein will.

Im Herbst 2008 nahm 400asa mit "Der Bus" von Lukas Bärfuss am 7. Festival Politik im Freien Theater teil, wobei Samuel Schwarz die Teilnahme am Wettbewerb in einem Offenen Brief an die Festivalleitung absagte.

Im November 2009 formulierte Schwarz noch einmal im Kontext des Impulsefestivals Thesen zur Situation des freien Theaters und forderte im September 2010 wiederum eine Subventionsumverteilung zugunsten der freien Gruppen.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von 400asa:

Jenatsch am Theater Chur (10/2009)

La cérémonie nach Claude Chabrol beim Zürcher Theater Spektakel (9/2010)

Zarathustra 1.2 in der Roten Fabrik Zürich (10/2013)

Zur Kontroverse beim Festival Politik im Freien Theater 2008
:

Offener Brief von 400asa an die Festivalleitung (11/2008)

Offenen Brief von der Festivalleitung an 400asa (11/2008)

Stellungnahme der Jury (11/2008)

Erwiderung von 400asa auf die Stellungnahme der Jury (11/2008)

Link:

www.400asa.ch

Siehe auch: Samuel Schwarz, Lukas Bärfuss

Abt, Frank

Frank Abt, 1976 in Laupheim geboren, ist Regisseur.

Abt studierte Theaterwissenschaft in Berlin und Paris. Von 2003 bis 2006 war er Regieassistent am Thalia Theater Hamburg, wo er im Nachtasyl das Projekt "Stadtnotizen 1-5" verantwortete, das auf Interviews mit Bewohnern verschiedener Hamburger Stadtteile basierte. Der zweite Teil "Finkenwerder Herbstprinzen oder Wie die Äpfel fliegen lernten" wurde 2007 zum Festival Radikal Jung nach München eingeladen.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Frank Abt:

wohnen. unter glas am Münchner Volkstheater (4/2008)

Die innere Sicherheit am Thalia Theater (5/2008)

Connecting People am Schauspielhaus Bochum (12/2008)

Der Besuch der alten Dame am Münchner Volkstheater (6/2009)

Glaube Liebe Hoffnung – Geschichten von hier am DT Berlin (12/2009)

Stäffele to heaven III am Staatstheater Stuttgart (3/2010)

Anna Karenina am Volkstheater München (10/2010)

Kein Schiff wird kommen in der Box des Deutschen Theaters Berlin (10/2010)

Jochen Schanotta in den Kammerspielen des Deutschen Theaters (12/2011)

Stallerhof in den Kammerspielen des Deutschen Theaters (2/2013)

 

Achternbusch, Herbert

Herbert Achternbusch, geboren 1938 in München, ist Schriftsteller, Filmregisseur und Autor zahlreicher Theaterstücke.

Er gehört zu den prägenden Dramatikern seiner Generation in der Bundesrepublik. Darüber hinaus gilt er als einer der bedeutendsten Vertreter des deutschen Autorenfilms der 70er und 80er Jahre. Der Schauspieler Josef Bierbichler ist sein Schwager. 2010 erhielt Achternbusch den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Stücken von Herbert Achternbusch:

Susn an den Münchner Kammerspielen (4/2009)

After the Fall

After the Fall war ein Theaterprojekt des Goethe-Instituts, das sich 2009 dem Thema "Europa nach 1989" widmet. Dafür wurden 17 DramatikerInnen in 15 Ländern beauftragt, Stücke zu schreiben, die jeweils in ihren Heimatländern uraufgeführt wurden. Das Gesamtprojekt wurde im Mai 2009 auf einer Pressekonferenz in Berlin präsentiert.

Sieben dieser Uraufführungen (zunächst waren sechs ausgewählt) wurden im Herbst 2009 auf dem "After the Fall"-Festival in Dresden und Mülheim präsentiert, darunter Nicoleta Esinencus Antidot (Republik Moldau), Dirk Lauckes Für alle reicht es nicht (Deutschland), Andrzej Stasiuks Warten auf den Türken (Polen) und Åsa Lindholms WennMädchentötenkönnten (Schweden).

Siehe auch: Nicoleta Esinencu, Dirk Laucke.

Akademie Ludwigsburg

Im November 2008 wurde in Ludwigsburg die Akademie der Darstellenden Kunst Baden-Württemberg eröffnet. Deren Gründung war schon länger in Planung gewesen. Über die Querelen, Intrigen und Irritationen im Vorfeld berichtete im Oktober 2007 Tomo Mirko Pavlovic. Zum Geschäftsführer und Leiter der Akademie wurde der Chef des ZDFtheaterkanals Wolfgang Bergmann berufen (er behielt sein Intendantenamt bei), zum Studiengangsleiter für Regie und Schauspiel wurde der kurz darauf auch von Joachim Lux als Oberspielleiter ans Hamburger Thalia Theater verpflichtete Luk Perceval bestimmt.

Nach nur einem Jahr Amtszeit kündigte Wolfgang Bergmann im Juni 2009 wegen unvorhergesehener Arbeitsüberlastung im Doppelamt seinen Fünf-Jahres-Vertrag als Geschäftsführer der Ludwigsburger Akademie zum Sommer 2010.

Albrecht, Jörg

Jörg Albrecht, 1981 in Bonn geboren, ist Dramatiker.

Albrecht begann zunächst an der Ruhr-Universität in Bochum Komparatistik, Germanistik, Geschichte und Theaterwissenschaftzu studieren. Später war er Student des Lehrgangs Szenisches Schreiben von uniT Graz und als solcher 2008/09 Teilnehmer von nachtkritik.szenen.de, einem Kooperationsprojekt von nachtkritik.de mit uniT Graz und der UdK Berlin. Überregional machte Albrecht 2005 mit einem Auftritt beim Berliner Literaturwettbewerb "open mike" zum ersten Mal auf sich aufmerksam, wo er aus dem Typoskript seines Buchs "Drei Herzen" las. Für die nachtkritik-Seite zu den Mülheimer Theatertagen nachtkritik_Stuecke08 schrieb Albrecht den Beitrag: Mikro Heroen oder: immer noch nicht genug vom Bastard Pop.

Nachtkritiken zu Stücken von Jörg Albrecht:

Mondlandschaften an der Berliner Schaubühne (1/2008)

Lass mich dein Leben leben! Dirty Control 2 an den Münchner Kammerspiele (3/2009)

Harry Lime lebt! Und das in diesem Licht! am Schauspielhaus Wien (1/2010)

Nimm dir, was dein Herz begehrt (nur nicht mich) im Rahmen des 1. Karlsruher Dramatikerfestivals (10/2011)

Der seidene Schuh – Teil II am Schauspielhaus Wien (11/2012, Bearbeitung nach Paul Claudel)

Aminde, Ulf

Ulf Aminde, geboren 1969 in Stuttgart, arbeitet als Künstler an der Schnittstelle von Theater, Performance, Bildender Kunst und Film.

Aminde studierte Bildende Kunst an der UdK Berlin. Auf der Berlin Biennale 2006 zeigte er seine Filminstallation "Das Leben ist kein Wunschkonzert", in der er die Aufnahmen von verschiedenen Straßenkünstler, die jeweils nur einen einzigen Ton spielen, auf zwölf Monitoren zusammenbringt. Im selben Jahr wurde er für "Straße ist Straße und keine Konzeptkunst" mit dem Autoren- und Produzentenpreis des Jungen Theaters Bremen ausgezeichnet.

Nachtkritik zu seiner Inszenierung von:

Seestücke an der Berliner Volksbühne (11/2009)

andcompany&Co.

andcompany&Co. ist ein Performance-Kollektiv.

Die Formation wurde 2003 von Alexander Karschnia, Nicola Nord und Sascha Sulimma in Frankfurt am Main gegründet und kreiert Theater aus der Verbindung von Bühne und Theorie, Politik und Praxis. 2007 porträtierte Esther Boldt andcompany&Co. und seine Arbeit. 2009 war die Gruppe mit "Mausoleum Buffo" zum Festival Impulse eingeladen.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von andcompany&Co.:

Time Republik beim Steirischen Herbst in Graz (9/2007)

City Circus Zero Work beim Festival Theaterformen in Hannover (6/2009)

West in Peace am Berliner Hebbel am Ufer (12/2009)

FatzerBraz in São Paulo (8/2010)
(mehr zum brasilianischen Ausflug der Truppe gibt es im Theaterbrief aus São Paulo (8/2010))

Pandämonium Germanicum: Lenz im Loop am Berliner Hebbel am Ufer (1/2011)

Wunderkinder am Deutschen Theater Göttingen (3/2011)

Der (kommende) Aufstand nach Friedrich Schiller beim Go West Festival 2012 in Oldenburg

BLACK BISMARCK Previsited beim Berliner Festival Foreign Affairs (10/2012)

Zur Sache! am Deutschen Theater Göttingen (2/2013)

Link:

www.andco.de

Antike

Theater-Saison 2006/2007: Die deutschen Theater spielen landauf, landab antike Stücke. Doch mit welchem Ende?, fragt Dirk Pilz.

Nachtkritiken zu wichtigen Inszenierungen antiker Stücke:

Die Orestie, inszeniert von Wolfgang Engel in Leipzig (1/2007)

Medea, inszeniert von Volker Lösch in Stuttgart (5/2007)

Die Orestie, inszeniert von Michael Thalheimer am Deutschen Theater beim tt 07 (5/2007)

Die Perser, inszeniert von Claudia Bosse bei den Theaterformen 2008 (6/2008)

Die Bakchen, Robert Schuster inszeniert in Bremen (6/2008)

Die Orestie, inszeniert von Roger Vontobel in Essen (9/2008)

Ödipus/Antigone, inszeniert von Michael Thalheimer in Frankfurt (10/2009)

Ödipus. Tyrann, Dimiter Gotscheff inszeniert am Thalia Theater Hamburg (12/2009)

Alkestis, inszeniert von Karin Henkel in Zürich (2/2010)

Ödipus auf Kolonos, inszeniert von Peter Stein bei den Salzburger Festspielen (7/2010)

Tod in Theben, inszeniert von Angela Richter bei den Salzburger Festspielen (8/2010)

Die Labdakiden, inszeniert von Roger Vontobel am Schauspielhaus Bochum (10/2010)

Oedipus, inszeniert von Tilmann Köhler am Staatsschauspiel Dresden (11/2010)

Die Bakchen, inszeniert von Christian Tschirner am Schauspiel Hannover (12/2010)

Medea, inszeniert von Barbara Frey am Schauspielhaus Zürich (2/2011)

Argentinien

Argentinien. Seit der Gründung im Mai 2007 dehnt nachtkritik.de sukzessive seine internationale Berichterstattung aus. In "Theaterbriefen" wird in loser Folge über Tendenzen, herausragende Künstler und Spielstätten sowie aktuelle Debatten aus Bühnenlandschaften jenseits des deutschen Sprachraums berichtet.

Mit 187 Spielstätten hält Buenos Aires den Theater-Weltrekord der Metropolen. Darüber hinaus wird in über 400 unabhängigen Theaterräumen abseits der staatlich finanzierten Hochkultur mit neuen Spielweisen und Ästhetiken experimentiert - ohne Geld, dafür mit umso mehr Elan. Die argentinische Freie Szene hat in den letzten Jahren international arbeitende Theatermacher wie Mariano PensottiLola Arias oder Rodrigo García hervorgebracht.

Theaterbriefe aus Argentinien:

Anne Phillips-Krug: Zur Theaterarbeit von Mariano Pensotti (6/2010)

Siehe auch: Lola Arias, Rodrigo García, Constanza Macras, Mariano Pensotti, Rafael Spregelburd

Arias, Lola

Lola Arias, geboren 1976 in Buenos Aires/Argentinien, ist Autorin, Theaterregisseurin, Performerin und Musikerin.

Arias arbeitet in ihren Inszenierungen mit Schauspielern, Laien, Tänzern, Kindern und Babies im Grenzbereich zwischen Fiktion und Wirklichkeit. Mehrfach hat sie mit dem Schweizer Dokumentarkünstler Stefan Kaegi von Rimini Protokoll zusammengearbeitet.

Nachtkritiken zu Inszenierungen und Stücken von Lola Arias:

Traum mit Revolver beim Steirischen Herbst in Graz (10/2007)

SOKO São Paulo (gemeinsam mit Stefan Kaegi) beim Spielart Festival in München (11/2007)

Airport Kids (gemeinsam mit Stefan Kaegi) im Théâtre de Vidy Lausanne (7/2008)

Revolver-Traum am Stadttheater Bern, Regie: Antje Thoms (12/2008)

Musik für Tiere beim Berner Autorenspektakel, Regie: Jan Stephan Schieding (5/2009)

Mi Vida después auf Kampnagel Hamburg (8/2009)

Familienbande in den Münchner Kammerspielen (9/2009)

Ciudades Paralelas / Parallele Städte (gemeinsam mit Stefan Kaegi) am Berliner Hebbel am Ufer (9/2010)

Melancolía y manifestaciones bei den Wiener Festwochen (5/2012)

The Art of Making Money – Eine Bremer Straßenoper am Theater Bremen (9/2013)

Arnarsson, Thorleifur Örn

Thorleifur Örn Arnarsson, geboren 1978 in Reykjavik/Island, ist Regisseur.

Nach dem Schauspielstudium an der Kunstakademie in Island arbeitete er als Regisseur an verschiedenen Häusern in Island sowie in Helsinki und Sydney. Von 2005 bis 2009 Regiestudium an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin. Seine Inszenierung des gemeinsam mit Andri Snaer Magnason geschriebenen Stücks "Image – Ewige Glückseligkeit" wurde 2007 in Zusammenarbeit mit der Living Theatre Group in Island uraufgeführt und dort als Stück des Jahres nominiert. Mit der Spielzeit 2010/11 wurde Arnarsson Chefregisseur am Konstanzer Stadttheater.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Thorleifur Örn Arnarsson:

Romeo und Julia am Theater St. Gallen (6/2009)

4.48 Psychose am Staatstheater Karlsruhe (10/2009)

Peer Gynt am Luzener Theater (10/2010)
Siegerinszenierung des nachtkritik-Theatertreffens 2011

Die Kontrakte des Kaufmanns am Theater St. Gallen (1/2011)

König Lear am Theater Konstanz (5/2011)

Der Meister und Margarita am Landestheater Tübingen (12/2011)

Othello im Theater St. Gallen (5/2012)

Die Göttliche Komödie am Staatstheater Mainz (10/2012)

Arzt, Thomas

Thomas Arzt, 1983 in Schlierbach/Oberösterreich geboren, ist Dramatiker (Videoporträt).

Er studierte zunächst an der Filmhochschule München und an der Universität Wien. 2010 war er zum Dramatikerworkshop des Stückemarkts beim Berliner Theatertreffen eingeladen. 2011 wurde sein erstes Theaterstück "Grillenparz" am Schauspielhaus Wien uraufgeführt. Mit seinem Stück "Alpenvorland" (Stückporträt) gewann er den Autorenwettbewerb des Heidelberger Stückemarkts 2012.

Nachtkritiken zu Stücken von Thomas Arzt:

Grillenparz am Schauspielhaus Wien (04/2011)

Der seidene Schuh – Teil 1 am Schauspielhaus Wien (11/2012, Bearbeitung nach Paul Claudel)

Beitrag zu "Land der Lämmer" am Landestheater Linz (3/2013)

Alpenvorland am Landestheater Linz (4/2013)

Alpenvorland am Theater Heidelberg (4/2013)

Auf der Heyde, Sabine

Sabine Auf der Heyde, in Hong Kong 1979 geboren und aufgewachsen, ist Theaterregisseurin.

Sie studierte Regie an der New York University / Tisch School of the Arts. Danach absolvierte sie Hospitanzen und Assistenzen in Berlin, u.a. an der Staatsoper Unter den Linden, am HAU, am Deutschen Theater und inszenierte selbst in der freien Szene. Von 2005 bis 2009 war sie als Regieassistentin am Deutschen Theater angestellt und arbeitete dabei hauptsächlich mit Jürgen Gosch zusammen. Als erste eigene Inszenierung für die DT-Box entstand 2007 Roland Schimmelpfennigs "Besuch beim Vater" als szenische Lesung. In der Box inszenierte Auf der Heyde auch Dirk Lauckes Stück "Für alle reicht es nicht" und brachte fürs DT außerdem dessen Gentrifizierungsstory "Bakunin auf dem Rücksitz" zur Uraufführung. Wilfried Schulz holte sie in seiner ersten Saison als Intendant des Staatsschauspiels Dresden für "Leonce und Lena" (2/2010) ebenfalls an sein Haus.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Sabine Auf der Heyde:

Für alle reicht es nicht am Deutschen Theater Berlin (4/2010)

Bakunin auf dem Rücksitz am Deutschen Theater Berlin (10/2010)

Maria Stuart am Luzerner Theater (10/2012)

aufBruch

aufBruch ist ein Gefangenentheaterprojekt in der Berliner Justizvollzugsanstalt Tegel.

Es wurde 1997 gegründet und inzwischen ist das vom Regisseur Peter Atanassow geleitete Projekt fester Bestandteil der Berliner Kulturlandschaft. Simone Kaempf hat das Projekt anlässlich seines zehnjährigen Jubiläums porträtiert. 2011 erhielt es den mit 10.000,- Euro dotierten George-Tabori-Förderpreis.

Nachtkritiken zu Arbeiten von aufBruch:

Hannibal / Wolokolamsker Chaussee in Berlin (6/2009)

Link:

www.gefaengnistheater.de

Auftrag: Lorey

Auftrag: Lorey ist ein Regie- und Performancekollektiv.

Es besteht aus Stefanie Lorey, 1974 in Bingen am Rhein geboren, und Björn "Auftrag" Mehlig, der 1973 in Ruit auf den Fildern bei Stuttgart das Licht der Welt erblickte. Beide sind Absolventen des Studiengangs Angewandte Theaterwissenschaft der Universität Gießen.

Nachtkritiken zu Arbeiten von Auftrag: Lorey:

Goethes Wunderkammer am Schauspiel Frankfurt (8/2008)

Horror Vacui am Schauspiel Frankfurt (3/2011)

Bouncing in Bavaria am Schauspiel Frankfurt (8/2012)

Aurin, Thomas

Thomas Aurin, Jahrgang 1963, ist Theaterfotograf.

Schrägsichten in angeschnittene Räume, Darsteller, die sich aus dem Bild drehen oder Szenerien, die ganz in Farbe und Licht getaucht sind – bei Thomas Aurin ist das Theater so flüchtig wie das Leben selbst. Katrin Bettina Müller porträtiert den Theaterfotografen, dessen Fotos in der Bildleiste auch das Gesicht von nachtkritik.de prägen.

Link:
www.thomas-aurin.de

Avignon – Festival d'Avignon

Das Festival d'Avignon ist ein internationales Theaterfestival, das jedes Jahr im Sommer in der französischen Stadt Avignon stattfindet. 2014 wird Olivier Py die Leitung des Festivals übernehmen.

1947 vom legendären französischen Theaterregisseur Jean Vilar (1912-1971) gegründet, war das Festival d'Avignon von dem Gedanken getragen, Kunstfestivals nicht (wie damals üblich) alleine für gesellschaftliche Eliten, sondern für alle zu veranstalten und Hoch- und Volkskultur ohne Qualitätsverlust für einander zu öffnen. Daraus hat sich das bedeutendste und größte Theaterfestival der Welt entwickelt. Es besteht aus zwei Sektionen: dem "In"-Festival, dessen Programm jährlich von einem Artiste associé kuratiert wird und dem "Off"-Teil, das Fringe-Produktionen aus der ganzen Welt zeigt.

Nachtkritiken zu Festivalproduktionen und Berichte:

Das Schweigen der Kommunisten, R: Jean-Pierre Vincent (7/2007)

Der Tausch, R: Julie Brochen (7/2007)

Festivalreportage (u.a. Romeo Castellucci: Hey Girl!) (7/2007)

Inferno und Purgatorio, R: Romeo Castellucci (7/2008)

Ricercar, R: François Tanguy (7/2008)

Seuls, Solo von Wajdi Mouawad (7/2008)

Je tremble, R: Joël Pommerat (7/2008)

Feux, R: Daniel Jeanneteau und Marie-Christine Soma (7/2008)

Partage de Midi, R: Gaël Baron, Nicolas Bouchaud, Charlotte Clamens, Valérie Dréville, Jean-François Sivadier (7/2008)

Une Fête pour Boris, R: Denis Marleau (7/2009)

Le Sang de Promesses, R: Wajdi Mouawads (7/2009)

La Guerre de fils..., R: Amos Gitai (7/2009)

Papperlapapp, R: Christoph Marthaler (7/2010)

Gardenia, R: Alain Platel (7/2010)

Boris Charmatz: Enfant / Arthur Nauzyciel: Jan Karski (Mon nom est une fiction) / Vincent Macaigne: Au moins j'aurai laissé un beau cadavre) (7/2011)

Nouveau Roman, R: Christophe Honoré (7/2012)

Disabled Theater, R: Jérôme Bel (7/2012)

Six Personnages en quête d'auteur, R: Stéphane Braunschweig (7/2012)

Puz/zle, R: Sidi Larbi Cherkaoui (7/2012)

Par les villages / Über die Dörfer R: Stanislas Nordey (7/2013)

Shéda R: Dieudonné Niangouna (7/2013)

Cour d'honneur R: Jérôme Bel (7/2013)

 
Link:

www.festival-avignon.com

Bachmann, Stefan

Stefan Bachmann, 1966 in Zürich geboren, ist Theaterregisseur und Intendant des Schauspiel Köln.

Bachmann begann seine Theaterlaufbahn 1989 als Hospitant bei Luc Bondy an der Berliner Schaubühne. 1992 war er in Berlin einer der Mitbegründer des Theaters Affekt, zu dem auch Thomas Jonigk, Lars-Ole Walburg und Ricarda Beilharz gehörten. Nach Regiearbeiten an der Berliner Volksbühne, dem Zürcher Neumarkt Theater und dem Hamburger Schauspielhaus war er von 1998 bis 2005 Schauspieldirektor am Theater Basel. Seitdem arbeitet er als freier Regisseur.

Mehrfach wurde der Regisseur zum Berliner Theatertreffen eingeladen, erstmals 1996 mit Goethes "Die Wahlverwandtschaften" vom Zürcher Neumarkt Theater, zuletzt 2011 mit Kathrin Rögglas Die Beteiligten vom Wiener Burgtheater. Mit der Spielzeit 2013/14 übernahm Bachmann die Intendanz am Schauspiel Köln und wurde damit Nachfolger von Karin Beier.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Stefan Bachmann:

Die Gottlosen am Berliner Maxim Gorki Theater (3/2007)

Verbrennungen am Burgtheater Wien (9/2007 – eine Arbeit, die 2008 mit dem österreichischen Theaterpreis Nestroy ausgezeichnet wurde)

Maß für Maß am Hamburger Thalia Theater (10/2007)

Maria Stuart am Düsseldorfer Schauspielhaus (2/2008)

Das Leben ein Traum am Hamburger Thalia Theater (6/2008)

Zauberberg am Berliner Maxim Gorki Theater (9/2008)

Trilogie des Wiedersehens am Burgtheater Wien (3/2009)

Martin Salander am Schauspielhaus Zürich (9/2009)

Lorenzaccio am Burgtheater Wien (10/2009)

Ach, da bist du ja! am Schauspielhaus Düsseldorf (1/2010)

Geschichten aus dem Wiener Wald am Burgtheater Wien (4/2010)

Die Beteiligten am Akademietheater Wien (10/2010)

Geri am Schauspielhaus Zürich (12/2010)

Perikles im Kasino des Burgtheaters Wien (9/2011)

Das steinerne Brautbett am Staatsschauspiel Dresden (10/2011)

Winterreise am Akademietheater Wien (4/2012)

Genesis. Die Bibel, Teil 1 am Zürcher Schauspielhaus (9/2012)

Der Parasit bei den Internationalen Schillertagen am Nationaltheater Mannheim, in Koproduktion mit dem Staatsschauspiel Dresden (6/2013)

Der Streik am Schauspiel Köln (10/2013)

Badora, Anna

Anna Badora, geboren 1951 Częstochowa/Polen, ist Regisseurin und Intendantin.

Nach einer Schauspielausbildung an der Staatlichen Hochschule für Darstellende Künste in Krakau studierte Anna Badora als erste Frau am Max-Reinhardt-Seminar in Wien Regie. Zwischen 1982 und 1984 war Badora als Regieassistentin am Schauspielhaus Köln engagiert, wo sie auch zu inszenieren begann. Später arbeitete sie frei in München, Wien und Darmstadt und von 1986 bis 1988 als Hausregisseurin in Basel.

Von 1991 bis 1996 übernahm Badora die Schauspieldirektion am Staatstheater Mainz, von 1996 bis 2006 die Generalintendanz des Düsseldorfer Schauspielhauses. 2006 wurde sie geschäftsführende Intendantin des Schauspielhauses Graz. Mit der Peter-Handke-Inszenierung Die Stunde da wir nichts voneinander wussten von Viktor Bodó wurde das Theater Graz 2010 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Für ihre Uraufführungsinszenierung von Daniel Kehlmanns "Geister in Princeton" erhielt Anna Badora 2012 einen Nestroy-Preis.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Anna Badora:

Medea am Schauspielhaus Graz (9/2006, als Teil eines Essays über Antike-Inszenierungen)

Antigone am Schauspielhaus Graz (4/2008)

Geister in Princeton am Schauspielhaus Graz (9/2011)

Klytaimnestra am Schauspielhaus Graz (3/2013)

Baltzer, David

David Baltzer, 1962 in Berlin geboren und dort wohnhaft, ist Fotograf. Für nachtkritik.de ist er gelegentlich auch als Autor tätig.

Texte von David Baltzer auf nachtkritik.de:

The Black Sea Oracle von Signa in Odessa (2008)

Theaterbrief aus Beirut über Matthias Lilienthals Projekt X-Appartments Beirut (2013)

Link:

www.bildbuehne.de

Bärfuss, Lukas

Lukas Bärfuss, geboren am 30. Dezember 1971 in Thun/Schweiz, ist Autor und einer der international erfolgreichsten jüngeren Gegenwartsdramatiker deutscher Sprache.

Gemeinsam mit dem Regisseur Samuel Schwarz und Udo Israel gründete er 1998 die Schweizer Off-Theatergruppe 400asa, für die er mehrere Stücke schrieb. 2003 kürte ihn das Fachblatt Theater heute zum Nachwuchsautor des Jahres. 2005 erhielt Bärfuss für sein Stück "Der Bus" den Mülheimer Dramatikerpreis. Sein Romandebüt legte er 2008 mit "Hundert Tage", einem Buch über den Völkermord in Ruanda, vor.

Bärfuss ist Träger verschiedener Literaturpreise, darunter der Anna-Seghers-Preis 2008 und der Hans-Fallada-Preis 2010. Ebenso wie der Dramatiker Thomas Jonigk arbeitet auch Bärfuss seit 2009 als Hausdramaturg am Schauspielhaus Zürich unter Intendantin Barbara Frey.

Nachtkritiken zu Stücken von Lukas Bärfuss:

Die Probe (der brave Simon Korach) in der Box des Deutschen Theaters Berlin (4/2007)

Die sexuellen Neurosen unserer Eltern als Gastspiel des Moskauer Zentrums für Dramatik und Regie am Maxim Gorki Theater Berlin (6/2007)

Ebenda – Ein Gedächtnistheater am Stadttheater Bern (10/2008)

Biffy und Wutz (mit Noël Dernesch) beim Steirischen Herbst in Graz (10/2008)

Amygdala. Vollständige Fragmente einer unvollständigen Stadt in der Langen Nacht der Autoren bei den Autorentheatertagen 2009 am Thalia Theater Hamburg (5/2009)

Öl am Deutschen Theater Berlin (9/2009)

Parzival am Schauspiel Hannover (1/2010)

Malaga am Schauspielhaus Zürich (5/2010)

Parzival am Stadttheater Bern (12/2010)

Zwanzigtausend Seiten am Schauspielhaus Zürich (2/2012)

"Die schwarzen Hallen" im Rahmen von Arm und Reich am Schauspielhaus Zürich (5/2013)

Bauer, Claudia

Claudia Bauer, 1966 in Landshut geboren, wo sie mit Thomas Ostermeier und Jens Hillje zur Schule ging, ist Regisseurin.

An der Berliner Hochschule für Regie und Schauspielkunst "Ernst Busch" absolvierte sie ein Schauspiel- und Regiestudium. Von 1999 bis 2004 war Bauer künstlerische Leiterin des Theaterhauses Jena. 

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Claudia Bauer:

Vor der Sintflut am Staatstheater Stuttgart (3/2008)

Auferstehungsblues bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen (5/2008)

Kabale und Liebe am Staatstheater Stuttgart (3/2009)

Das Prinzip Meese, szenische Lesung des Stücks von Oliver Kluck beim Stückemarkt des Berliner Theatertreffens (5/2009)

Virgin Queen im Prater der Berliner Volksbühne (6/2009)

Im Dickicht der Städte am Schauspielhaus Wuppertal (10/2009)

Don Quichote am Theater Magdeburg (12/2009)

Macbeth am Schauspielhaus Wuppertal (9/2010)

Peer Gynt am Theater Chemnitz (1/2011)

Der Reigen am Theater Magdeburg (4/2011)

Der Balkon am Theater Heidelberg (10/2011)

King Kong Theorie am Neuen Theater Halle (11/2011)

Seymour oder ich bin nur aus Versehen hier am Schauspiel Hannover (1/2012)

Endstation Sehnsucht am Schauspielhaus Wuppertal (2/2012)

Salome am Theater Chemnitz (5/2012)

Welt am Draht am Schauspiel Dortmund (6/2013)

Und dann am Schauspiel Leipzig (10/2013)

Bauer, Markus

Markus Bauer, 1973 in Heilbronn geboren, ist Autor und Regisseur (Videoporträt).

Bauer studierte Theater- und Literaturwissenschaft in Leipzig und Wien und war Regieassistent an Theatern in Stuttgart und Konstanz. Sein Stück "stehende gewässer" wurde 2008 mit dem Jugendtheaterpreis Baden-Württemberg ausgezeichnet und 2009 zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens eingeladen. Sein Stück "Verachtung" lief 2012 im Autorenwettbewerb des Heidelberger Stückemarktes.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Markus Bauer:

A Clockwork Orange am Landestheater Schleswig-Holstein / Rendsburg (12/2011)

Baumann, Catja

Catja Baumann, 1980 in Tübingen geboren, ist Regisseurin.

Sie studierte Theater- und Medienwissenschaften, Geschichte und Pädagogik an der Universität Erlangen und absolvierte ein Regiestudium am Mozarteum in Salzburg. Seit 2010/11 leitet sie gemeinsam mit der Dramaturgin Katrin Spira (mit der sie am Heidelberger Theater die Theatersoap "Friedrichstraße" erfand) die Spielstätte "Nord" am Staatstheater Stuttgart.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Catja Baumann:

La Línea am Staatstheater Stuttgart (9/2009)

Die Demjanjuk-Prozesse am Theater Heidelberg (3/2010)

Romeo & Julia am Staatstheater Stuttgart (12/2010)

Die dunkle Unermesslichkeit des Todes am Staatstheater Stuttgart (2/2011)

Verrücktes Blut am Staatstheater Braunschweig (11/2011, Co-Regie)

Salmans Kopf am Staatstheater Stuttgart (9/2012)

Der Kaufmann von Venedig am Rheinischen Landestheater Neuss (5/2013)

Baumeister, Eva-Maria

Eva-Maria Baumeister, geboren 1978 in Arnsberg (Westfalen), ist Regisseurin.

Sie studierte Theaterwissenschaft an der Universität von Amsterdam und Regie an der Schule des Theaters der Keller in Köln sowie an der Folkwang Hochschule in Essen. Zahlreiche Assistenzen, u.a. an den Münchner Kammerspielen und am Schauspiel Köln. Von 2006 bis 2007 war sie Künstlerische Leiterin des Kaltstart-Festivals in Hamburg.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Eva-Maria Baumeister:

Verschwinden oder Die Nacht wird abgeschafft am Staatstheater Mainz (01/2008)

Bermudadreieck am Schauspielhaus Bochum (11/2009)

Orangenhaut am Theater Trier (1/2011)

Baumgarten, Sebastian

Sebastian Baumgarten, 1969 in Ost-Berlin geboren, ist Theater- und Opernregisseur.

Baumgarten stammt aus einer Künstlerfamilie, sein Großvater ist der langjährige Intendant des Staatsoper Unter den Linden, Hans Pischner. 1989 begann Baumgarten ein Regiestudium an der Berliner Hochschule für Musik "Hanns Eisler" und begann seine Laufbahn als Regieassistent von Ruth Berghaus, Einar Schleef und Robert Wilson. 1992 fing er an, selbst zu inszenieren. Von 1999 bis 2002 war er Oberspielleiter und stellvertretender Operndirektor am Staatstheater Kassel, von 2003 bis 2005 Chefregisseur am Theater Meiningen.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Sebastian Baumgarten:

Faust am Staatstheater Hannover (10/2007)

Europa im Düsseldorfer Schauspielhaus (11/2007)

Tosca an der Berliner Volksbühne am Rosa Luxemburg Platz (2/2008)

Der Meister und Margarita im Düsseldorfer Schauspielhaus (4/2008)

Requiem/In der Schlangengrube an der Berliner Komischen Oper (9/2008)

Der Fremde am Schauspiel Frankfurt (12/2008)

Professor Unrat im Berliner Maxim Gorki Theater (6/2009)

Sojas Wohnung im Düsseldorfer Schauspielhaus (9/2009)

Die Flucht am Staatstheater Stuttgart (11/2009)

Der goldene Topf im Staatsschauspiel Dresden (2/2010)

Dantons Tod am Berliner Maxim Gorki Theater (4/2010)

Die Banditen im Zürcher Theater am Neumarkt (6/2010)

Im Weißen Rößl an der Komischen Oper Berlin (11/2010)

Die Affäre Rue de Lourcine am Schauspielhaus Zürich (2/2011)

Der gute Mensch von Sezuan am Centraltheater Leipzig (4/2011)

Tannhäuser bei den Bayreuther Festspielen (7/2011)

Das Spiel ist aus am Staatstheater Stuttgart (2/2012)

Die Räuber am Staatsschauspiel Dresden (4/2012)

Die heilige Johanna der Schlachthöfe am Schauspielhaus Zürich (9/2012)

Die Macht der Finsternis am Düsseldorfer Schauspielhaus (11/2012)

Die heilige Johanna der Schlachthöfe als Gastspiel beim Theatertreffen (5/2013) (an der Inszenierung entzündete sich eine Debatte wg. Blackfacing)

Bechtel, Clemens

Clemens Bechtel, geboren 1964 in Heidelberg, ist Regisseur.

Bechtel studierte Angewandte Theaterwissenschaften an der Universität Gießen. Als freier Regisseur arbeitete er seitdem in Deutschland, der Schweiz, in Ungarn, Rumänien und Dänemark. Sein Schwerpunkt liegt auf politischen und zeitgeschichtlichen Themen. Im westafrikanischen Mali realisierte er 2008 mit afrikanischen Schauspielern ein Theaterprojekt zum Thema Migration. Am Landestheater Tübingen brachte er u. a. 2006 die interaktiv angelegte Inszenierung "The Prisoner's Dilemma" und 2010 das Stadtprojekt "68" heraus.

Nachtkritiken gibt es zu folgenden Arbeiten:

Staats-Sicherheiten am Hans-Otto-Theater Potsdam (10/2008), ausgezeichnet mit dem Friedrich-Luft-Preis 2009

Vom Widerstehen am Hans-Otto-Theater Potsdam (11/2009)

Potsdam - Kundus am Hans-Otto-Theater Potsdam (1/2011)

Nkhata Bay am Thater Konstanz (4/2011)

Welt 3.0 – Maschinerie Hilfe (UA) am Theater Konstanz (6/2012)

Bechtolf, Sven-Eric

Sven-Eric Bechtolf, 1957 in Darmstadt geboren, ist Schauspieler, Regisseur und seit der Spielzeit 2011/12 Schauspielchef der Salzburger Festspiele.

Am Salzburger Mozarteum zum Schauspieler ausgebildet, arbeitete Bechtolf am Zürcher Schauspielhaus und am Schauspielhaus Bochum, ehe er 1988 ans Thalia Theater Hamburg wechselte, wo er 1994 auch zu inszenieren begann. Von 1999 bis 2006 war er festes Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. Seine Ernennung zum Salzburger Schauspielchef war nicht unumstritten.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von und mit Sven-Eric Bechtolf:

Verbrechen und Strafe bei den Salzburger Festspielen (7/2008 | Schauspieler)

Der zerbrochne Krug bei der Ruhrtriennale (9/2009 | Schauspieler)

Richard II. – Solo eines Königs am Thalia Theater Hamburg (11/2009 | Schauspieler)

Geschichten aus dem Wiener Wald am Wiener Burgtheater (4/2010, Co-Regie mit Stefan Bachmann)

Was ihr wollt am Wiener Burgtheater (12/2010 | Schauspieler)

Beck, Andreas

Andreas Beck, 1965 in Mülheim an der Ruhr geboren, ist Dramaturg, Regisseur und Theaterleiter.

Beck studierte Kunstgeschichte, Soziologie und Theaterwissenschaft in München und Bologna. In den frühen 1990er Jahren arbeitete er als freier Regisseur, ehe er ab 1994 als Dramaturg am Bayerischen Staatsschauspiel in München, später am Schauspiel des Staatstheaters Stuttgart und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg arbeitete, wo er auch Autorenprojekte leitete. 2002 ging er als Dramaturg ans Burgtheater Wien. 2007 übernahm Beck die Künstlerische Leitung und Geschäftsführung des Schauspielhauses Wien und positionierte das Haus mit dem Schwerpunkt auf neuer Dramatik. Für seinen Neustart am Schauspielhaus Wien erhielt er 2008 den Nestroy Spezialpreis. Mit der Spielzeit 2015/16 übernimmt Beck die Intendanz des Theaters Basel.

Beiträge zu Andreas Beck auf nachtkritik.de:

Meldung: Andreas Beck wird neuer Intendant des Theaters Basel (10/2013)

Becker, Marc

Marc Becker, geboren 1969 in Bremen, ist Regisseur und Autor.

Becker studierte Theater- und Politikwissenschaften und Neuere deutsche Literatur in Erlangen und begann seine Theaterkarriere in der freien Szene als Schauspieler. Mitte der 1990er Jahre verlegte er sich aufs Inszenieren und Stücke-Schreiben.

2004 wurde er für seine Inszenierung "Margot und Hannelore – ein deutsches Königinnendrama" am Theaterhaus Jena mit dem Impulse-Preis ausgezeichnet. 2006 war er mit seinem Fußballkrimi "Wir im Finale" für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert. Seit der Spielzeit 2006/2007 ist Becker Hausautor und Hausregisseur am Oldenburgischen Staatstheater.

Nachtkritiken zu Stücken und Inszenierungen von Marc Becker:

Faust I am Oldenburgischen Staatstheater (10/2007)

Glück für alle (UA) am Oldenburgischen Staatstheater (5/2008)

Don Quijote und Sancho Pansa am Oldenburgischen Staatstheater (9/2008)

Wir im Finale am Theater Freiburg, inszeniert von Marcus Lobbes (12/2009)

Tartuffe am Oldenburgischen Staatstheater (3/2011)

Im Namen der Sicherheit (UA) am Staatstheater Braunschweig (12/2011)

Avanti Infantilitanti (UA) am Oldenburgischen Staatstheater (4/2012)

Die Kontrakte des Kaufmanns am Staatstheater Braunschweig (11/2012)

Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui am Staatstheater Oldenburg (6/2013)

Beier, Karin

Karin Beier, 1965 in Köln geboren, ist Regisseurin und seit der Spielzeit 2013/14 Intendantin des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg.

In Köln studierte die Tochter einer britischen Mutter Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft und Anglistik. Gemeinsam mit Elmar Goerden gründete sie 1986 die international zusammengesetzte freie Gruppe "Countercheck Quarrelsome" (CCQ), mit der sie originalsprachige Shakespeare-Aufführungen herausbrachte.

1991 ging sie als Regieassistentin ans Düsseldorfer Schauspielhaus. Ihre erste Düsseldorfer Regiearbeit war 1992 George Taboris "Die 25. Stunde". Beiers 1993 ebenfalls am Düsseldorfer Schauspielhaus entstandene Romeo-und-Julia-Inszenierung wurde 1994 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. 2006 gewann sie mit ihrer Inszenierung von Maxim Gorkis Stück "Kleinbürger" am Akademietheater den österreichischen Theaterpreis "Nestroy" und erhielt 2009 für ihre Kölner Inszenierung von Franz Grillparzers "Das goldene Vlies" den Faust-Theaterpreis. Von 2007 bis 2013 war Karin Beier Intendantin des Schauspiel Köln.


Nachtkritik-Texte und -meldungen zu Karin Beier:

Faust-Theaterpreise 2009 verliehen (11/2009)

Ein Brief von Frank-Patrick Steckels in Sachen Abriss und Neubau des Kölner Opern- und Theaterkomplexes (12/2009)

Chronik der Debatte um Neubau oder Sanierung des Kölner Opern-Theater-Komplexes am Offenbachplatz (ab 3/2010)

Kölns Intendantin Karin Beier verlängert Vertrag (7/2010)

Karin Beier wechselt von Köln nach Hamburg (2/2011)

Wolfgang Höbel – Karin Beier. Den Aufstand proben. Ein Theaterbuch, 3. Kapitel (3/2013)

Spielzeitpressekonferenz 2013/14: Karin Beiers Pläne für ihren Start am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (4/2013)

Theaterbrief aus Brasilien (4) – Das Land ist in Aufruhr und mittendrin sucht Regisseurin Karin Beier Echos deutscher Geschichte in der Fremde (7/2013)


Nachtkritiken zu Inszenierungen von Karin Beier:

Die Nibelungen am Schauspiel Köln (10/2007)

Maß für Maß am Burgtheater Wien / Schauspiel Köln (11/2007)

Gott des Gemetzels am Schauspiel Köln (12/2007)

Das goldene Vlies am Schauspiel Köln (5/2008)

Peer Gynt am Schauspiel Köln (11/2008)

Das Leben ein Traum am Burgtheater Wien (2/2009)

König Lear am Schauspiel Köln (9/2009)

Die Schmutzigen, die Häßlichen & die Gemeinen am Schauspiel Köln (1/2010)

Das Werk/Im Bus/Ein Sturz (UA) am Schauspiel Köln (10/2010)

Demokratie in Abendstunden & Kein Licht am Schauspiel Köln (9/2011)

Die Troerinnen am Schauspiel Köln (1/2013)

Belarus

Das Theater wird in der seit 1991 unabhängigen, ehemaligen Sowjetrepublik Belarus vom Kulturministerium streng überwacht. Wer jenseits der Staatstheater mit ihren kontrollierten Spielplänen frei Theater machen will, dem bleibt im Grunde nur der Rückzug in die Illegalität.

So geht es auch dem Freien Theater Belarus, das von Natalia Koliada und Nicolai Khalezin geleitet wird. Während es im Ausland als belarussischer Kultur-Export gefragt ist – im November 2007 gastierte es etwa mit Khalezins Generation Jeans beim Spielart Festival in München –, können die Theatermacher in ihrer Heimat nur im Untergrund auftreten. Als die Regierung die Repressionen gegen Oppositionelle im März 2008 wieder einmal verstärkten, beschloss der deutsche Regisseur Kai Ohrem, der am Freien Theater schon selbst inszenierte, seine Dea-Loher-Inszenierung "Die Schere" aus dem Berliner Off-Theater Eigenreich nach Minsk zu bringen – als Geste der Solidarität. Anne Peter ist mitgereist.

Das Respublikanski Teatr Belaruskaj Dramaturgii (Dramaturgisches Theater der Weißrussischen Republik) gastierte im November 2009 auf dem Leipziger Festival euro-scene, mit dem Stück Staliza around ("Hauptstadt ringsherum") von Sergej Girgel, unter der Regie von Sara Tokina.

Benin

62 Sprachen gibt es im Benin, aber bis vor wenigen Jahren wurde auf der Bühne ausschließlich die Kolonialsprache Französisch benutzt. Im Rahmen der Veranstaltung "Theaterlandschaft Benin" waren im November 2008 Vertreter der wichtigsten theatralen Strömungen des westafrikanischen Landes zu Gast im Theater an der Ruhr Mülheim. Dorothea Marcus sah dort sowohl Voodoo-Basiertes als auch atemberaubend Modernes.

Berg, Sibylle

Sibylle Berg, 1962 in Weimar geboren, ist Dramatikerin, Prosaschriftstellerin, Essayistin und Kolumnistin. Sie lebt heute in Zürich.

Vier Mal wurde Sibylle Berg zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen: 2000 mit "Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot" (basierend auf ihrem gleichnamigen Romandebüt von 1997), "Helges Leben" (2001), "Hund, Frau, Mann" (2002) und mit "Die goldenen letzten Jahre" (2009). Zu letzterer Einladung findet sich ein umfangreiches Dossier über Autorin und Werk auf nachtkritik-stuecke09.de.

Bergs oft farcenhaft überzeichnete, zeitgeistgesättigte, experimentierfreudige Stücke werden u.a. regelmäßig von Niklaus Helbling uraufgeführt. 2008 erhielt Sibylle Berg den Wolfgang-Koeppen-Preis der Stadt Greifswald, der für ein künstlerisches Werk, das wie Koeppens das Projekt der literarischen Moderne fortschreibt, verliehen wird. Ihren Roman Vielen Dank für das Leben rezensierte Simone Kaempf für nachtkritik.de.

Nachtkritiken zu Stücken von Sibylle Berg:

Die goldenen letzten Jahre am Theater Bonn (2/2009; siehe zur Mülheim-Einladung dieses Stückes auch das Dossier auf nachtkritik-stuecke09.de)

Nur Nachts am Akademietheater Wien (2/2010)

Hauptsache Arbeit am Staatstheater Stuttgart (3/2010)

Missionen der Schönheit am Staatstheater Stuttgart (9/2010)

Wenn Tiere zu sehr lieben im Rahmen des Uraufführungsprojekts "Paradiesische Zustände" am Staatstheater Nürnberg (10/2010)

Nur Nachts in den Kammerspielen des Deutschen Theaters Berlin (11/2010)

Lasst euch überraschen! Ein Weihnachtsstück am Theater Bonn (12/2010)

Die Damen warten am Theater Bonn (12/2012)

Angst reist mit am Staatstheater Stuttgart (3/2013)

Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen am Maxim Gorki Theater Berlin (11/2013)

Bergmann, Anna

Anna Bergmann, geboren 1978 in Stendal, ist Schauspiel- und Opernregisseurin.

Bergmann studierte Theaterwissenschaft, Philosophie und Anglistik an der Freien Universität Berlin, anschließend von 1999 bis 2003 Regie an der Hochschule "Ernst Busch" Berlin.

Sie inszenierte unter anderem in Oldenburg, Saarbrücken, Bochum, Weimar, am Maxim Gorki Theater Berlin und dem Münchner Volkstheater. Mit ihrer Inszenierung von Bunbury am Thalia Theater Hamburg wurde sie 2010 zum Nachwuchsregie-Festival Radikal Jung in München eingeladen.

Im September 2010 gab Anna Bergmann der Süddeutschen Zeitung ein viel beachtetes Interview, in dem sie Markendenken und Talentverschleiß des deutschen Theatersystems kritisierte. Anna Bergmann lässt sich als Regisseurin von Tom Stromberg managen.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Anna Bergmann:

Bunbury am Thalia Theater Hamburg (11/2009)

Breaking the Waves in am Staatstheater Oldenburg (2/2010)

Leonce und Lena am Schauspielhaus Bochum (4/2010)

Fieber am Maxim Gorki Theater Berlin (6/2010)

Eine Unbekannte aus der Seine am Münchner Volkstheater (3/2011)

Yerma am Theater Lübeck (9/2011)

Die Froschfotzenlederfabrik im Casino des Wiener Burgtheaters (12/2011)

Ciała obce – Fremde Körper als szenische Lesung beim Stückemarkt des Berliner Theatertreffens (5/2012)

Radikal (UA) am Maxim Gorki Theater Berlin (10/2012)

Die Frau vom Meer am Akademietheater Wien (9/2013)

Berkenhoff, Donald

Donald Berkenhoff, geboren 1951 in Marburg, ist Regisseur und Dramaturg.

Nach einem Studium der Germanistik und Amerikanistik in Frankfurt/Main arbeitete Berkenhoff zunächst als Schauspieler und Texter am Frankfurter Kabarett "Die Schmiere". Von 1984 bis 1999 leitete er das Theater stükke in Berlin, das ausschließlich Ur- und Erstaufführungen zur Aufführung brachte. Währenddessen inszenierte er als freier Regisseur u.a. an Theatern in München, Hannover, Konstanz und Kiel. Nach Stationen als Oberspielleiter an den Städtischen Bühnen Münster, am Landestheater Tübingen und am Badischen Staatstheater Karlsruhe ist er seit der Spielzeit 2011/2012 Dramaturg, Regisseur und stellvertretender Intendant am Stadttheater Ingolstadt.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Donald Berkenhoff:

Eines langen Tages Reise in die Nacht am Badischen Staatstheater Karlsruhe (4/2007)

Der moderne Tod am Badischen Staatstheater Karlsruhe (11/2007)

Kabale und Liebe bei den Freilichtspielen Schwäbisch Hall (6/2009)

Eine Zierde für den Verein (UA) am Theater Ingolstadt (10/2011)

Bernhard, Thomas

Thomas Bernhard, 1931 im niederländischen Heerlen geboren, 1989 im Gmunden/Östreich gestoreben, war ein östereichischer Schriftsteller und gilt immer noch als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Autoren der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sein Großvater mütterlicherseits war der Schriftsteller Johannes Freumbichler.

Texte zu Thomas Bernhard:

Thomas Bernhard und Salzburg: Die Notlicht Affäre (7/2007)

 

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Stücken Thomas Bernhards:

Der Ignorant und der Wahnsinnige am Schauspielhaus Bochum, R: Burghart Klaußner (3/2008)

Am Ziel am Bayrischen Staatsschauspiel, R: Thomas Langhoff (6/2008)

Ritter Dene Voss am Deutschen Theater Berlin, R: Oliver Reese (10/2008)

Der Schein trügt am Wiener Burgtheater, R: Nicolas Brieger (1/2009)

Minetti am Pariser Théâtre National de la Colline, R: André Engel (1/2009)

Immanuel Kant am Schauspielhaus Zürich, R: Matthias Hartmann (1/2009)

Une Fête pour Boris beim Festival d'Avignon, R: Denis Marleau (7/2009)

Immanuel Kant am Berliner Ensemble, R: Philip Tiedemann (12/2010)

Einfach kompliziert am Burgtheater/Berliner Ensemble, R: Claus Peymann (2/2011)

Elisabeth II. am Berliner Ensemble, R: Ursula und Gert Voss (6/2012)

Der Ignorant und der Wahnsinnige am Burgtheater Wien, R. J. Bosse (12/2012)

Wille zur Wahrheit. Bestandsaufnahme von mir am Schauspiel Frankfurt (11/2013)

Link:

www.thomasbernhard.at

Bicker, Björn

Björn Bicker, 1972 in Koblenz geboren, ist Dramatiker und Dramaturg.

Bicker arbeitete von 1999 bis 2001 als Dramaturgieassistent und Dramaturg am Wiener Burgtheater, von 2001 bis 2009 war er unter Frank Baumbauer Dramaturg an den Münchner Kammerspielen. Dort erfand, entwickelte und leitete er gemeinsam mit Peter Kastenmüller und Michael Graessner die Stadtprojekte "Bunnyhill" (2003–2006) und Illegal (2007–2008). Gemeinsam mit Malte Jelden entwickelte und kuratierte er 2008 das Projekt Doing Identity – Bastard München an den Kammerspielen. Unter Intendant Johan Simons entwarf er dort 2013 das Stadtprojekt "Urban Prayers".

Björn Bicker schreibt Stücke, auch unter dem Pseudonym Polle Wilbert. Für das Abschiebe-Stück "Deportation Cast" erhielt er 2012 den Deutschen Jugendtheaterpreis. 2013 erschien sein erster Roman: Was wir erben. Im Oktober 2013 hielt er auf dem Jubiläumskongress des Wiener Burgtheaters einen Vortrag zu der Frage, wem das Theater gehört, und plädierte darin für ein Theater der Teilhabe.

Texte von Björn Bicker auf nachtkritik.de:

Für ein Theater der Teilhabe – Vortrag über die Frage, wem das Theater gehört zum 125. Burgtheater-Jubiläum (10/2013)

Nachtkritiken zu Inszenierungen nach Texten von Björn Bicker:

Am Tag der jungen Talente am Staatstheater Nürnberg (4/2008)

Illegal an den Münchner Kammerspielen (6/2008)

Europa. Illegal am Theater Freiburg (3/2009)

Mein Teppich ist mein Orient am Theater Bielefeld (9/2010)

Cabinet – Ein deutsch-türkischer Theaterbasar am Theater Freiburg (10/2010)

Arrivals I am Zürcher Theater Neumarkt (10/2013)

Deportation Cast am Staatstheater Oldenburg (11/2013)

Bücher von Björn Bicker

Was wir erben Roman (7/2013)

Links:

www.bjoernbicker.de

Bieito, Calixto

Calixto Bieito, 1962 im spanischen Miranda de Ebro geboren, ist Theater- und Opernregisseur.

Bieito studierte Spanische Philologie und Kunstgeschichte an der Universität Barcelona sowie Regie am Theaterinstitut Diputació in Barcelona, u.a. bei Jerzy Grotowsky, Peter Brook, Giorgio Strehler, Ingmar Bergman und Andrzej Wajda.

Von 1999 bis 2011 war er künstlerischer Leiter des Teatre Romea in Barcelona sowie in den Jahren 2010 und 2011 des Festival Internacional de las Artes de Castilla y León. Seit 2011 ist er künstlerischer Leiter des Barcelona Internacional Teatre (bit), einer Plattform für die Realisierung von Projekten von Künstlern und Theatern aus aller Welt. Von 2001 an arbeitet Bieito auch regelmäßig im deutschsprachigen Raum, zuerst als Opernregisseur an Häusern wie der Staatsoper Hannover oder der Komischen Oper Berlin, später auch auch als Schauspielregisseur.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Calixto Bieito:

Tirant lo Blanc im Berliner HAU (9/2007)

Don Karlos am Nationaltheater Mannheim (6/2009)

Lulu am Nationaltheater Mannheim (10/2009)

Bernarda Albas Haus am Nationaltheater Mannheim (4/2011)

Das große Welttheater am Theater Freiburg (11/2011)

Der Kirschgarten am Residenztheater München (5/2012)

Das Leben ein Traum am Nationaltheater Mannheim (9/2012)

Leonce und Lena. Dunkle Nacht der Seele am Residenztheater München (6/2013)

Link:
www.calixtobieito.com

Bierbichler, Josef

Josef Bierbichler, mitunter auch als Sepp Bierbichler angesprochen, geboren 1948 im bayerischen Ambach, ist Schauspieler, Wirt und Schriftsteller.

Josef Bierbichler betreibt noch heute die Wirtschaft am Starnberger See, in der er aufwuchs. Nachdem er die Hotelfachschule absolviert hatte, studierte er Schauspiel an der Münchner Otto Falckenberg Schule.

Er reüssierte am Residenztheater und lernte im München der 70er Jahre den Dramatiker und Theater- und Filmregisseur Herbert Achternbusch kennen, mit dem ihn eine langjährige Freundschaft und Zusammenarbeit verband. 1980/81 ging er nach Frankfurt, wo er am dortigen Schauspiel zum Ensemble des Mitbestimmungstheaters gehörte. Weiterhin arbeitete Bierbichler im Theater mit Christoph Schlingensief und Christoph Marthaler und im Film mit Werner Herzog, Tom Tykwer und in jüngerer Zeit mit Hans Steinbichler zusammen. Auf der Bühne stand er u.a. in Zürich, am Wiener Burgtheater, der Volksbühne und der Schaubühne in Berlin. In der Theater heute-Kritikerumfrage wurde er dreimal zum "Schauspieler des Jahres" gewählt. 2008 erhielt er den Theaterpreis Berlin.

2001 veröffentlichte er sein erstes Buch, die autobiografische Skizze "Verfluchtes Fleisch". Im September 2011 erschien sein Roman "Mittelreich".

Texte zu Josef Bierbichler:

Filmkritik: Bierbichler. Ein Porträt von Regina Schiling (3/2008)

Buchkritik: Mittelreich Roman (11/2011)

Nachtkritiken zu Inszenierungen mit Josef Bierbichler:

John Gabriel Borkman an der Schaubühne Berlin (1/2009)

Tod in Venedig / Kindertotenlieder an der Schaubühne Berlin (1/2013)

Bischoff, Thomas

Thomas Bischoff, 1957 in der Nähe von Leipzig geboren und in Magdeburg aufgewachsen, ist Theaterregisseur.

Seine Regielaufbahn begann er 1984 als Quereinsteiger am Theater Senftenberg. Nach 1989 arbeitete er auch in München, Köln, Heidelberg, Mainz und Graz, später zudem in Düsseldorf, Hannover und Göttingen oder als Opernregisseur an der Staatsoper Stuttgart. Von 1999 bis 2001 war er Hausregisseur an der Berliner Volksbühne. Seine am Schauspiel Leipzig entstandene Inszenierung von Heiner Müllers "Weiberkomödie" war 1999 zum Berliner Theatertreffen eingeladen.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Thomas Bischoff:

Faust am Deutschen Theater Göttingen (12/2007)

Schattenstimmen am Staatstheater Kassel (5/2008)

Emilia Galotti am Theater Chemnitz (10/2008)

Die Familie Schroffenstein am Deutschen Theater Göttingen (4/2009)

Elektra am Theater Chemnitz (11/2009)

Verbrechen und Strafe am Deutschen Theater Göttingen (5/2010)

Blackfacing-Debatte

Blackfacing-Debatte

Als Dieter Hallervorden am Berliner Schlossparktheater im Januar 2012 seine Inszenierung von Herb Gardners "Ich bin nicht Rappaport" mit einem schwarz geschminkten weißen Schauspieler in einer der Hauptrollen herausbrachte, formierte sich – zunächst im Netz – Widerstand. An dem Protest gegen diese spezielle Inszenierung, die ihre Kritiker in der Tradition des rassistischen, "Neger"-Klischees parodierenden "Blackface"-Theaters der in den USA des 19. Jahrhunderts populären "Minstrel-Shows" sahen, entfachte sich bald eine weiter greifende Diskussion darüber, wie rassistisch es eigentlich allgemein auf deutschen Bühnen zugeht.

Die Organisation Bühnenwatch trat auf den Plan und organisierte neben Netz- auch "Real Life"-Protestaktionen, zum Beispiel gegen Michael Thalheimers Inszenierung von Dea Lohers "Unschuld" am Deutschen Theater Berlin. In der Urfassung dieser Inszenierung bemalten sich zwei weiße Schauspieler die Gesichter schwarz – im Zuge der Proteste und der weiteren Diskussion entschied das DT sich dafür, das "Blackfacing" aus der Inszenierung zu streichen.

Auf nachtkritik.de meldeten sich derweil Kommentatoren und Autoren zu Wort und untersuchten unter anderem, warum die Debatte an den Theatern richtig UND falsch ist, was ihre historischen Grundlagen sind und wie manche Argumente der Theater(kritik) verraten, dass die Möglichkeiten der kritischen Reflexion noch lange nicht ausgeschöpft sind.

Im Herbst 2012 flammte die Debatte an Brett Baileys Gastspiel Exhibit B beim Festival "Foreign Affairs" der Berliner Festspiele wieder auf – im Rahmen des Symposiums "Stages of Colonialism / Stages of Discomfort", von dem Elena Philipp berichtet. Im Mai 2013 wiederum wurde Sebastian Baumgartens Zürcher Inszenierung der "Heiligen Johanna der Schlachthöfe" mit einer schwarz angemalten Frau Luckerniddle anlässlich des Gastspiels beim Theatertreffen zum Anlass der Auseinandersetzung, natürlich auch in der Jury-Abschlussdiskussion.

Texte zum Themas (und im Umfeld des Themas) auf nachtkritik.de:

Presseschau vom 24. Februar 2012 – Die Blackfacing-Debatte geht weiter

Die Blackfacing-Debatte oder: Das Politische im Ästhetischen, von Ulf Schmidt (2/2012)

Die Blackfacing-Debatte II: Worüber wir reden, wenn wir über "Blackface" reden, von Jürgen Bauer (2/2012)

Die Blackfacing-Debatte III: Man muss kein Neonazi sein, um rassistisch zu handeln, von Lara-Sophie Milagro (3/2012)

Presseschau vom 23. März 2012 – Die taz über Blackfacing-Diskussion am Deutschen Theater Berlin nach der Vorstellung von "Unschuld"

Presseschau vom 23. April 2012 – Im Tagesspiegel spricht Schauspieler Michael Klammer über Blackfacing und Rassismus

Presseschau vom 25. Mai 2012 – Ulrich Khuon spricht über drei Jahre Intendanz und die Blackfacing-Debatte am Deutschen Theater Berlin

Es geht um die Diskurshoheit – Debatte um Brett Baileys Arbeiten auf dem Symposium "Stages of Colonialism / Stages of Discomfort" beim Berliner Festival "Foreign Affairs", von Elena Philipp (10/2012)

Blackface, Whiteness & the Power of Definition – eine Tagung von Bühnenwatch, Bericht von Nikolaus Stenitzer (10/2012) (mit Presseschau)

Presseschau vom 19. Oktober 2012 – die Frankfurter Rundschau und der englische Guardian zur Blackfacing-Debatte

Presseschau vom 22. Januar 2013 – Simone Dede Ayivi argumentiert im Tagesspiegel gegen rassistischen Sprachgebrauch in Kinderbüchern

Black Intervention zu Rassismem in Kinderbüchern im Ballhaus Naunynstraße, von Esther Slevogt (2/2013)

Presseschau vom 2. Juni 2013 – Internationale Blogs beleuchten die Situation von Schauspielern mit ostasiatischem Migrationshintergrund auf englischsprachigen Bühnen

Blackfacing in Sebastian Baumgartens "Johanna der Schlachthöfe" – In einer Sonderveranstaltung der Berliner Festspiele treffen Welten aufeinander, von Esther Slevogt (6/2013)

Links:

buehnenwatch.com (Website der Organisation Bühnenwatch)

Vier Stimmen zum Blackfacing in der "Heiligen Johanna": Kulturwissenschaftlerin Simone Dede Ayivi, Regisseur und Bühnenwatch-Aktivist Atif Hussein, Regisseur Sebastian Baumgarten und Dramaturgin Andrea Schwieter (5/2013)

TT-Bloggerin Summer Banks über Blackfacing in der "Heiligen Johanna" (5/2013)

Holger Syme über Blackfacing in der "Heiligen Johanna" (5/2013)

Blattner, Simone

Simone Blattner, 1968 in Basel geboren, ist Regisseurin.

Ihre Ausbildung absolvierte sie an der Otto Falckenberg Schule in München. Seit 1998 arbeitet sie als freie Regisseurin, u.a. am Theater Neumarkt in Zürich, am Theater Basel, am TiF/Staatsschauspiel Dresden, am Bayerischen Staatsschauspiel München, am Berliner Ensemble oder am Schauspiel Frankfurt, wo sie unter der Intendanz von Elisabeth Schweeger Hausregisseurin war. 

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Simone Blattner:

Kasimir und Karoline am Schauspiel Frankfurt (12/2007)

Othello am Schauspiel Frankfurt (3/2009)

Amphitryon bei den Heidelberger Schlossfestspielen (7/2009)

Zukunft für immer am Staatsschauspiel Dresden (9/2009)

Das Käthchen von Heilbronn am Berliner Ensemble (3/2010)

tier. man wird doch bitte nicht unterschicht (UA) am Staatsschauspiel Dresden (9/2010)

Der Große Marsch / Minna von Barnhelm am Staatstheater Karlsruhe (10/2011)

Blaumeier-Atelier

Die Blaumeiers, das sind die Leute vom Bremer Künstleratelier Blaumeier: neben elf fest Angestellten derzeit etwa 200 Menschen, mehrheitlich mit unterschiedlichen psychischen und physischen Krankheiten oder Behinderungen. Ein Porträt ihrer Theaterarbeiten schrieb Alexander Schnackenburg im Sommer 2007.

Link:
www.blaumeier.de

Siehe auch: Inklusionstheater

Bockelmann, Thomas

Thomas Bockelmann, geboren 1955 in Lüneburg, ist Regisseur und Theaterleiter.

Er legte sein Abitur 1974 an der Odenwaldschule in Heppenheim (Bergstraße) ab und absolvierte von 1976 bis 1980 eine Schauspielausbildung. Parallel zur Ausbildung studierte er Philosophie, Theaterwissenschaften und Geschichte an der Universität Köln. Anschließend war Bockelmann Regieassistent (Theater an der Ruhr, Thalia Theater Hamburg, Schillertheater Berlin, Schauspiel Köln) und später freier Regisseur u.a. am Theater am Turm und an der Alten Oper Frankfurt.

1988 bis 1993 leitete Bockelmann das Tübinger Zimmertheater, 1994 bis 1996 die Landesbühne Niedersachsen Nord in Wilhelmshaven. Von 1996 bis 2004 war er Generalintendant der Städtischen Bühnen Münster. Seit Beginn der Spielzeit 2004/2005 ist Bockelmann Intendant des Staatstheaters Kassel.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Thomas Bockelmann:

Zeitfenster am Staatstheater Kassel (9/2007)

Das Ding aus dem Meer am Staatstheater Kassel (3/2009)

Lucky Happiness Golden Express am Staatstheater Kassel (9/2013)

Bodó, Viktor

Viktor Bodó, geboren 1978 in Budapest, ist Regisseur und Bühnenbildner.

Nach seinem Schauspiel- und Regiestudium war Bodó drei Jahre lang als Schauspieler am Krétakör Theater in Budapest tätig. Es folgten Regiearbeiten am renommierten Katona József Theater in Budapest. Gemeinsam mit dem Co-Autor András Vinnai entstand dort 2004 das Stück Gehacktundverschwunden, frei nach Kafkas "Prozess", das Bodó zum internationalen Durchbruch verhalf. Anschließende Regiearbeiten führten ihn u.a. ans Deutsche Theater Berlin und ans Schauspielhaus Graz. Für seine Grazer Inszenierung "Alice" nach Roland Schimmelpfennigs "Alice im Wunderland" erhielt er 2008 den Nestroy-Preis für die beste Ausstattung. Ebenfalls 2008 gründete Bodó seine eigene Theatertruppe "Szputnyik Shipping Company" in Budapest. 2010 wurde er mit seiner Grazer Handke-Adaption "Die Stunde da wir nichts voneinander wussten" zum Berliner Theatertreffen eingeladen. 

Nachtkritiken zu Viktor Bodós Inszenierungen:

Schock als Gastspiel im Haus der Berliner Festspiele (6/2007)

Die Stunde da wir nichts voneinander wussten am Schauspielhaus Graz (5/2009)

Liliom am Schauspielhaus Graz (3/2010)

Der Meister und Margarita am Schauspielhaus Graz (12/2010)

Der Mann an Tisch 2 am Schauspiel Köln (4/2011)

Tot im Orient-Express im Theater Winterthur und im Staatstheater Mainz (9/2011)

Ein Sommernachtstraum am Schauspielhaus Graz (1/2012)

Anamnesis am Katona József Színház (4/2012, besprochen als Teil des Interferences-Festivals Cluj)

Amerika am Schauspielhaus Graz (9/2012)

Last Man in Graz: Social Error am Schauspielhaus Graz (1/2013)

König Ubu am Theater Heidelberg (4/2013)

Die Möwe am Theater Basel (9/2013)

Siehe auch: Ungarn

Bondy, Luc

Luc Bondy, 1948 in Zürich geboren, ist Autor, Theater- und Opernregisseur.

Bondy wuchs als Sohn des Literaturkritikers François Bondy in der Schweiz und in Frankreich auf. Seine Theaterausbildung erhielt er in der Pantomimenschule von Jacques Lecoq. Ende der 1960er Jahre wurde er Regieassistent, zunächst bei Paulus Manker am Wiener Volkstheater. 1970 begann Bondy selbst zu inszenieren, u.a "Leonce und Lena" am Düsseldorfer Schauspielhaus. Peter Palitzsch holte ihn 1974 ans Schauspiel Frankfurt. In den späten 1970er Jahren begann Bondy, an der Berliner Schausbühne zu arbeiten. Dort trat er 1985 nach Peter Steins Rücktritt von der künstlerischen Leitung dessen Nachfolge an, verblieb in dieser Position jedoch nur bis 1987. Seit 1997 ist er Schauspieldirektor der Wiener Festwochen, deren künstlerische Gesamtleitung er 2001 übernahm. 

Bondy arbeitete bald auch regelmäßig an französischen Theatern, wo 1984 u.a. seine Schnitzler-Inszenierung "Das weite Land" am Théâtre Nanterre-Amandiers Furore machte – dort war damals Patrice Chéreau Co-Direktor. Seit diesem Jahr leitet er als Nachfolger von Oliver Py das Pariser Odéon Theater.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Luc Bondy:

Die Zofen bei den Wiener Festwochen (6/2008)

Helena bei den Wiener Festwochen (6/2010)

Die schönen Tage von Aranjuez bei den Wiener Festwochen (5/2012)

Tartuffe bei den Wiener Festwochen (5/2013)

Don Juan kommt aus dem Krieg am Berliner Ensemble (10/2013)

Kritiken zu Büchern von Luc Bondy:

Am Fenster. Roman (2009)

Toronto. Gedichte (2012)

Borgmann, Robert

Robert Borgmann, 1980 in Erfurt geboren, ist Regisseur.

Borgmann schloss sein Regiestudium 2007 an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch ab und arbeitete seitdem als Regisseur am Deutschen Theater, an der Schaubühne und am Maxim Gorki Theater in Berlin, am Theater Bielefeld, am Staatstheater Mainz, am Schauspiel Köln, an den Schauspielhäusern Wien und Zürich sowie am Centraltheater Leipzig, wo er während der Intendanz von Sebastian Hartmann zeitweise auch Hausregisseur war.

Nachtkritiken
zu Inszenierungen von Robert Borgmann:

Weine nicht am Deutschen Theater Berlin (9/2007)

Deutschlandsaga an der Schaubühne Berlin: 50er Jahre (11/2007), 60er Jahre (1/2008), 70er Jahre (1/2008), 80er Jahre (2/2008), 90er Jahre (3/2008), 00er Jahre (4/2008)

Die Hermannsschlacht am Theater Bielefeld (3/2009)

Too Low Terrain am Staatstheater Mainz (6/2009)

Ausgehen 1-3 am Schauspiel Köln (1/2010)

Vatermord am Centraltheater Leipzig (9/2010)

Fräulein Julie am Staatstheater Mainz (12/2010)

Penthesilea am Centraltheater Leipzig (10/2011)

Wir Kinder von Theben am Schauspiel Köln (12/2011)

Gespenster am Centraltheater Leipzig (3/2012)

Legende vom Glück ohne Ende / Kein runter kein fern am Maxim Gorki Theater (5/2012)

Macbeth am Maxim Gorki Theater Berlin (2/2013)

Onkel Wanja am Staatstheater Stuttgart (10/2013)

Bösch, David

David Bösch, geboren 1978 in Lübbecke/Westfalen, ist Regisseur.

Bösch begann zunächst ein Studium der Theater- und Filmregie an der Athanor Akademie in Burghausen und wechselte dann an die Hochschule für Musik und Theater Zürich, wo er von 2001 bis 2004 Regie studierte. Gastregien führten ihn anschließend u.a. ans Thalia Theater Hamburg, Schauspielhaus Bochum, Theater Bern und ans Züricher Schauspielhaus. Von 2005/06 bis 2008/09 war Bösch Hausregisseur am Schauspiel Essen unter Intendant Anselm Weber und schuf dort jugendlich poppige Klassikermodernisierungen, die stilprägend für das Haus wurden.

2003 gewann Bösch das Körber Studio Junge Regie. Mehrfach war er zum Theaterfestival "Radikal jung" eingeladen (2005–2007). 2006 wurde er für seine Inszenierung von Shakespeares "Viel Lärm um nichts", einer Koproduktion des Hamburger Thalia Theaters und der Salzburger Festspiele, für den Nestroy-Preis in der Kategorie "Beste Regie" nominiert. Für dieselbe Arbeit erhielt er 2006 den "Young Directors Project Award" der Salzburger Festspiele.

Texte über David Bösch:

David Bösch – Ein Porträt des Künstlers vor seinem Debüt in Berlin (9/2009)

Nachtkritiken
zu Inszenierungen von David Bösch:

Woyzeck am Grillo Theater Essen (10/2007)

alter ford escort dunkelblau am Thalia Theater Hamburg (1/2008)

Antigone am Grillo Theater Essen (3/2008)

A Clockwork Orange am Züricher Schauspielhaus (5/2008)

Was Ihr wollt am Grillo Theater Essen (10/2008)

Vor Sonnenaufgang am Thalia Theater Hamburg (2/2009)

Adam Geist am Akademietheater Wien (9/2009)

Das Goldene Vließ am Deutschen Theater Berlin (10/2009)

Liebe ist ein hormonell bedingter Zustand im Theater Essen (4/2010)

Der Sturm am Schauspielhaus Bochum (9/2010)

Stallerhof im Casino des Wiener Burgtheaters (12/2010)

Die Ratten am Schauspielhaus Bochum (1/2011)

Die Ängstlichen und die Brutalen am Deutschen Theater Berlin (4/2011)

der penner ist jetzt schon wieder woanders beim tt-Stückemarkt Berlin (5/2011)

Romeo und Julia am Burgtheater Wien (10/2011)

Kleiner Mann - was nun? am Schauspielhaus Bochum (1/2012)

Gespenster im Akademietheater Wien (3/2012)

Draußen vor der Tür am Schauspielhaus Bochum (5/2012)

Der Diener zweier Herren am Schauspielhaus Bochum (12/2012)

Der Talisman am Akademietheater Wien (3/2013)

Das Mädchen aus der Streichholzfabrik am Schauspielhaus Bochum (6/2013)

Orest am Münchner Residenztheater (9/2013)

Mutter Courage und ihre Kinder am Burgtheater Wien (11/2013)

Bosse, Claudia

Claudia Bosse, 1969 in Salzgitter-Bad geboren, ist Regisseurin.

Bosse studierte Regie an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin. Danach inszenierte sie in Genf, Wien, Düsseldorf, Podgorica/Montenegro, Graz und Berlin. 1996 gründete sie gemeinsam mit Dominik Duchnik, Heike Müller und Silke Rosenthal in Berlin das Künstlerkollektiv "theatercombinat", das seitdem experimentelle Produktionen im Grenzbereich von Installation, Performance, Choreographie und theoretischem Diskurs hervorbringt; seit 1999 ist "theatercombinat" in Wien angesiedelt und arbeitet in wechselnden personellen Konstellationen u. a. mit Josef Szeiler, Christine Standfest, Doris Uhlich oder Gerald Singer. 2006 war Claudia Bosse feste Gastregisseurin am Théâtre du Grütli in Genf. Ihre chorische Arbeitsweise ist u.a. Untersuchungsgegenstand der Studie Auftritt Chor. Formationen des Chorischen im gegenwärtigen Theater. (Buchhinweis 2, 8/2012).

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Claudia Bosse:

Die Perser am Théâtre du Grütli in Genf (4/2006)

Die Perser im Rahmen von Theaterformen Braunschweig (6/2008)

2481 desaster zone im theatercombinat Wien (10/2009)

Vampires of the 21st Century oder Was also tun? im FFT Düsseldorf (11/2010)

Link:

www.theatercombinat.com

Bosse, Jan

Jan Bosse, 1969 in Stuttgart geboren, ist Regisseur.

Bosse studierte von 1990 bis 1993 in Erlangen Theaterwissenschaft, Germanistik und Kunstgeschichte und absolvierte danach ein Regiestudium an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch". Nach seiner Assistentenzeit (u.a. bei Manfred Karge und Robert Wilson) engagierte ihn Dieter Dorn 1998 an die Münchner Kammerspiele. Zwei Jahre später ging er zu Tom Stromberg ans Deutsche Schauspielhaus in Hamburg. Seit 2005 arbeitet Jan Bosse freiberuflich, u.a. am Burgtheater Wien, Schauspielhaus Zürich, Thalia Theater Hamburg und Maxim Gorki Theater Berlin. Als Regisseur lässt Bosse sich von Tom Stromberg managen.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Jan Bosse:

Hamlet am Zürcher Schauspielhaus (3/2007)

Viel Lärm um nichts Burgtheater Wien (12/2006; Kritik zur Berliner Premiere im Rahmen des Theatertreffens, 5/2007)

Die Leiden des jungen Werther am Thalia Theater Hamburg/Maxim Gorki Theater Berlin (9/2006; Kritik zur Aufführung beim Theatertreffen, 5/2007)

Endspiel am Deutschen Theater Berlin (6/2007)

Amphitryon am Maxim Gorki Theater Berlin (9/2007)

Anna Karenina am Maxim Gorki Theater Berlin (5/2008)

z.B. Der gestiefelte Kater am Schauspielhaus Zürich (9/2008)

Antigonae/Hyperion am Maxim Gorki Theater Berlin (12/2008)

Wer hat Angst vor Virginia Woolf? am Burgtheater Wien (10/2008)

Leonce und Lena am Schauspiel Köln (3/2009)

Peer Gynt am Thalia Theater Hamburg (9/2009)

Othello im Akademietheater des Wiener Burgtheaters (1/2010)

Der Geizige am Maxim Gorki Theater Berlin (2/2010)

Die Blechtrommel Ruhrtriennale / Maxim Gorki Theater (9/2010)

Was ihr wollt am Thalia Theater Hamburg (11/2010)

Das Käthchen von Heilbronn am Maxim Gorki Theater Berlin (11/2011)

Robinson Crusoe. Projekt einer Insel am Wiener Burgtheater (4/2012)

Platonow am Thalia Theater Hamburg (9/2012)

Der Ignorant und der Wahnsinnige am Burgtheater Wien (12/2012)

Gladow-Bande am Maxim Gorki Theater Berlin (3/2013)

5 Tage im Juni II  am Maxim Gorki Theater Berlin (7/2013)

Szenen einer Ehe am Staatstheater Stuttgart (10/2013)

Hedda Gabler am Thalia Theater Hamburg (11/2013)

Brasch, Thomas

Thomas Brasch, geboren 1945 in Westow/Yorkshire (England) und gestorben 2001 in Berlin, war Schriftsteller, Filmemacher und Übersetzer.

Der Sohn des hohen SED Parteifunktionärs Horst Brasch (1966 bis 1969 stellvertretender Minister für Kultur) eckte während seines Ausbildungsweges regelmäßig bei den Autoritäten der DDR an. Ein Journalistikstudium in Leipzig musste er abbrechen, als Student der Dramaturgie an der Hochschule für Film und Fernsehen Babelsberg wurde er wegen Verteilung von Flugblättern gegen den Einmarsch der Warschauer-Pakt-Staaten in die ČSSR 1968 zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt und 1969 vorzeitig entlassen.

Brasch war Mitunterzeichner der Resolution gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann 1976 und verließ im selben Jahr per Ausreiseantrag mit seiner Freundin, der Schauspielerin und späteren Regisseurin Katharina Thalbach, die DDR. Sein namhaftester Erzählband "Vor den Vätern sterben die Söhne" erschien 1977 im West-Berliner Rotbuch-Verlag.

Brasch schrieb Theaterstücke wie "Mercedes" und "Lieber Georg" für große deutschsprachige Bühnen, drehte Filme und schuf Übersetzungen der Dramen William Shakespeares und Anton Tschechows, die bis heute viel gespielt werden. Für seinen Film "Engel aus Eisen" erhielt er 1981 den Bayerischen Filmpreis. Braschs zeigte in seinen Werken ein Faible für Außenseiter und Rebellen wie den Bandenführer Werner Gladow oder den Mädchenmörder Karl Brunke. Seine Texturen sind lyrisch verdichtet, geschult am Sprachbewusstsein der klassischen Moderne.

2001 starb der Schriftsteller in Berlin an Herzversagen, nachdem er in den 1990er Jahren zurückgezogen an einem unvollendet gebliebenen Werk über den Mädchenmörder Brunke gearbeitet hatte.

Das Leben von Thomas Brasch ist in dem Roman "Die Kinder der Preußischen Wüste" von Klaus Pohl verarbeitet worden, den Simone Kaempf rezensierte – außerdem im "Roman meiner fabelhaften Familie" Ab jetzt ist Ruhe von Thomas Braschs Schwester, der Radiomoderatorin Marion Brasch.

Nachtkritiken zu Werken von Thomas Brasch:

Vor den Vätern sterben die Söhne (zusammen mit "Warum läuft Herr R. Amok? von Rainer Werner Fassbinder) am Staatstheater Stuttgart (5/2007)

Vor den Vätern sterben die Söhne / Mercedes am Berliner Ensemble (11/2011)

Ich komme aus meiner Haut. Sieben Tage Doppelmord am Theaterhaus Jena (2/2012)

Vor den Vätern sterben die Söhne am Theater Dessau (12/2013)

Übertragungen der Werke Shakespeares und Tschechows durch Thomas Brasch finden sich über die Suchfunktion.

Brasilien

Brasilien. Seit Gründung im Mai 2007 dehnt nachtkritik.de sukzessive seine internationale Berichterstattung aus. In "Theaterbriefen" wird in loser Folge über Tendenzen, herausragende Künstler und Spielstätten sowie aktuelle Debatten aus Bühnenlandschaften jenseits des deutschen Sprachraums berichtet.

In Brasilien finanziert die Industrie die Theater in den Kulturzentren der Städte. Ein anderes Theatersystem gibt es nicht, berichtet nachtkritik.de-Autor Michael Laages. Das brasilianische Theater habe, verglichen mit dem deutschen, mehr Körper, weniger Kopf. In seinen Theaterbriefen informiert er auch über das Deutsche Kulturfest in Brasilien und sagt, was die Deutschen unter dem Druck der Finanzkrise vom armen Brasilien lernen können.

Neben den Theaterbriefen gibt es auf nachtkritik.de Besprechungen, die im brasilianischen Kontext stehen: Volksbühnen-Chef Frank Castorf hat in Brasilien Nelson Rodrigues' Text Schwarzer Engel inszeniert und ist außerdem Anhänger der Santeria, jener auf Kuba praktizierten und mit dem bekannteren brasilianischen Candomblé verwandten Religion.

Theaterbriefe aus Brasilien:

Franz, der Frosch, in Fortaleza – über das Deutsche Kulturfest, von Michael Laages (7/2008)

Liebes neues Jahr! – ein Theaterbrief-Wunsch zur Krisenbewältigung, von Michael Laages (12/2008)

Der nahrhafte Rest – deutsch-brasilianische Grenzgänge, von Michael Laages (8/2010)

Im Kolonisations-Verein – ein Theaterbrief über Karin Beier in Brasilien (7/2013)

Nachtkritiken im Zusammenhang mit Brasilien:

Schwarzer Engel – die brasilianische Produktion von Frank Castorf zu Gast beim Festival Theaterformen in Hannover (6/2007)

SOKO São Paulo – ein Polizistenprojekt von Lola Arias und Stefan Kaegi beim Spielart Festival in München (11/2007)

Airport Kids – das internationale Projekt von Stefan Kaegi und Lola Arias am Théâtre Vidy-Lausanne (6/2008)

Haut aus Gold – eine brasilianisch-deutsche Projektpräsentation von Tilmann Köhler am Berliner Maxim Gorki Theater (7/2009)

Ponto de Partida – die Gruppe aus Minas Gerais beim Straßentheaterfestival ViaThea in Görlitz (8/2008)

Otro – die Performance von Enrique Diaz und Cristina Moura in Hellerau (6/2010)

FatzerBraz – die deutsch-brasilianische Produktion von andcompany&Co. in São Paulo (8/2010)

Julia – die brasilianische Regisseurin Christiane Jatahy befragt Strinberg in Frankfurt/Main (10/2013)

Breth, Andrea

Andrea Breth, 1952 in Rieden bei Füssen geboren, ist Regisseurin.

Breth wuchs in Darmstadt auf. Von 1971 bis 1973 studierte sie Literatur in Heidelberg. Nach Regieassistenzen am Heidelberger Theater wechselte sie mit Intendant Peter Stoltzenberg nach Bremen. Ihre erste Inszenierung war "Die verzauberten Brüder" von Jewgeni Schwarz (1975). Weitere Inszenierungen folgten in Wiesbaden, Bochum, Hamburg und Berlin. Intendant Ulrich Brecht holte sie 1983 ans Freiburger Theater. Nächste Stationen waren Bochum (1986-1989) und Wien (1990 und 1992). Von 1992 bis 1997 künstlerische Leiterin der Berliner Schaubühne. Nach Auseinandersetzungen mit dem Ensemble erklärte sie ihren Rücktritt und wechselte 1999 als Hausregisseurin ans Wiener Burgtheater.

Andrea Breth wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 1987 mit dem Fritz-Kortner-Preis und 2003 mit dem Nestroy-Preis für "Beste Regie". Sie ist Mitglied der Akademie der Darstellenden Künste in Frankfurt am Main und der Akademie der Künste Berlin. Im Juni 2009 wurde sie mit dem Österreichischen Ehrenkreuz ausgezeichnet.

Joachim Lux geht in seinem Vortrag Theater ohne Autoren: Ist die Zukunft dramatisch? zur Eröffnung des Stückemarktes während des Theatertreffens 2008 auch auf Andrea Breth ein. In einem Text zum Verhältnis von Geschichte und Gegenwart im deutschsprachigen Theater von Dirk Pilz spielt sie genauso eine Rolle wie in der Debatte um Daniel Kehlmanns Eröffnungsrede über das Regietheater bei den Salzburger Festspielen 2009.

Texte von Andrea Breth auf nachtkritik.de:

Sprache ist unser Sein – Rede zum 125jährigen Jubiliäum des Burgtheaters am Wiener Ring (10/2013)

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Andrea Breth:

Motortown im Akademietheater des Wiener Burgtheaters (1/2008)

Verbrechen und Strafe bei den Salzburger Festspielen (7/2008)

Blaue Spiegel am Berliner Ensemble (5/2009)

Der zerbrochne Krug bei der Ruhrtriennale (9/2009)

Quai West am Wiener Burgtheater (2/2010)

Zwischenfälle am Wiener Burgtheater (2/2011)

Marija am Düsseldorfer Schauspielhaus (1/2012)

Lulu an der Staatsoper Unter den Linden (4/2012)

Prinz Friedrich von Homburg bei den Salzburger Festspielen (7/2012)

John Gabriel Borkman am Schauspiel Frankfurt (4/2013)

Hamlet am Burgtheater Wien (9/2013)

Brey, Christian

Christian Brey, geboren 1973 in Geldern am Niederrhein, ist Schauspieler und Regisseur.

Brey absolvierte ein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart (Abschluss 1998) und war von 1997 bis 2011 fest engagiert am Schauspiel Stuttgart. Seine erste Regiearbeit war im Jahr 2007, gemeinsam mit Harald Schmidt, "Elvis lebt. Und Schmidt kann es beweisen". Es folgten weitere in Stuttgart, in Chemnitz und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Christian Brey:

Der Prinz von Dänemark am Staatstheater Stuttgart (10/2008)

Volpone am Staatstheater Stuttgart (5/2010)

Der Vorname am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (11/2012)

Dancer in the Dark am Staatstheater Stuttgart (11/2012)

Die Phobiker von David Gieselmann bei den Spieltrieben Osnabrück (9/2013)

Brucker, Felicitas

Felicitas Brucker, geboren 1974 in Stuttgart, ist Regisseurin.

Brucker studierte Theaterwissenschaften, Literatur und Kommunikationswissenschaften in München bevor sie im Rahmen eines DAAD-Stipendiums ein Regiestudium in London aufnahm. 2003 bis 2006 war sie Regieassistentin an den Münchner Kammerspielen, wo sie auch zu inszenieren begann. Gastregien führten sie ans Theater Freiburg, Staatstheater Hannover, Maxim Gorki Theater Berlin, Thalia Theater Hamburg, Schauspielhaus Wien und ans Nationaltheater Athen.

2007 zeigte sie ihre Inszenierung von Anja Hillings "Engel" beim Theaterfestival "Radikal Jung". Mit Uraufführungen von Stücken des österreichischen Autors Ewald Palmetshofer wurde Brucker 2008 und 2010 zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen. 2009 war sie dort Jurorin in der Preisjury für den Mülheimer Dramatikerpreis. Aus diesem Anlass beantwortete sie auch den nachtkritik-Fragebogen für das Festivalportal nachtkritik-stuecke09.de. Seit 2009/10 ist Brucker Hausregisseurin am Schauspielhaus Wien.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Felicitas Brucker:

hamlet ist tot. keine schwerkraft am Wiener Schauspielhaus (11/2007)

Urfaust am Berliner Maxim Gorki Theater (11/2008)

Amoklauf mein Kinderspiel am Thalia Theater Hamburg (4/2008)

Frühlings Erwachen am Theater Freiburg (5/2008)

Lilja 4-ever am Berliner Maxim Gorki Theater (10/2008)

Armes Ding an den Münchner Kammerspielen (11/2008)

faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete am Schauspielhaus Wien (4/2009)

Orestie am Theater Freiburg (10/2009)

Geschlossene Gesellschaft am Berliner Maxim Gorki Theater (12/2009)

Kassandra oder die Welt als Ende der Vorstellung am Schauspielhaus Wien (4/2010)

Adams Äpfel am Schauspiel Hannover (5/2010)

Penthesilea am Berliner Maxim Gorki Theater (10/2010)

Körpergewicht. 17 % (ÖEA) am Schauspielhaus Wien (10/2011)

der Garten (UA) am Schauspielhaus Wien (12/2011)

Die Jungfrau von Orleans am Theater Freiburg (12/2012)

Bruinier, Bettina

Bettina Bruinier, geboren 1975 in Wiesbaden, ist Regisseurin.

Bruinier studierte Opern- und Schauspielregie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding und ist seit der Spielzeit 2009/10 Hausregisseurin am Schauspiel Frankfurt. Bruinier inszenierte unter anderem am Deutschen Theater Berlin, am Staatsschauspiel Dresden, am Theater Konstanz und dem Volkstheater München. 2008 wurde sie auf dem Festival "Radikal jung" am Münchner Volkstheater für ihre Bühnen-Adaption von Juli Zehs Roman "Schilf" mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Nachtkritiken
zu Inszenierungen von Bettina Bruinier:

Die Probe am Deutschen Theater (4/2007)

Fahrstuhl zum Bankrott am Schauspielhaus Bochum (4/2009)

Der Kaktus am Münchner Volkstheater (11/2009)

Good Morning Boys and Girls am Schauspielhaus Düsseldorf (4/2010)

Ein Volksfeind am Münchner Volkstheater (11/2010)

Die Katze auf dem heißen Blechdach am Schauspiel Frankfurt (4/2011)

Unendlicher Spaß am Münchner Volkstheater (3/2012)

X Freunde (UA) am Schauspiel Frankfurt (10/2012)

Der Diener zweier Herren am Staatsschauspiel Dresden (11/2013)

Bruncken, Thirza

Thirza Bruncken, 1958 in Bonn geboren, ist Regisseurin. 

Thirza Bruncken studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Publizistik in Münster. Von 1986 bis 1993 arbeitete sie am Stadttheater Koblenz und inszenierte Stücke von Heiner Müller, Elfriede Jelinek, Rainald Goetz, Margret Kreidl. 1996 bis 1999 war sie fest am Düsseldorfer Schauspielhaus. Seitdem arbeitet sie als Regisseurin frei an verschiedenen Häusern, u.a. den Münchner Kammerspielen und dem Residenztheater. Ihre Inszenierung von "Stecken, Stab und Stangl" am Deutschen Schauspielhaus Hamburg wurde 1999 zum Berliner Theatertreffen eingeladen.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Thirza Bruncken:

Aufzeichnungen aus einer Doppelhaushälfte am Theater Dortmund (10/2009)

Bunbury oder Ernst sein ist wichtig am Theater Mönchengladbach (6/2012)

Emilia Galotti am Nationaltheater Weimar (11/2012)

Brunner, Katja

Katja Brunner, geboren 1991 in Zürich, ist Dramatikerin und Performerin.

Brunner studiert Literarisches Schreiben am Literaturinstitut Biel und Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. 2009/2010 entstand innerhalb des Förderprogramms Dramenprozessor ihr Stück "Von den Beinen zu kurz", das am Theater Winkelwiese uraufgeführt und am Schauspiel Hannover nachinszeniert wurde. In dieser Hannoveraner Inszenierung wurde "Von den Beinen zu kurz" 2013 zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen und mit dem renommierten Mülheimer Dramatikerpreis ausgezeichnet. Beim Heidelberger Stückemarkt 2013 war Brunner mit dem Stück "Die Hölle ist auch nur eine Sauna" vertreten. Als eine von vier AutorInnen war sie im selben Jahr für den Autorenwettbewerb der Theater Konstanz und St. Gallen ausgewählt.

Nachtkritiken, Texte und Videos zu Katja Brunner:

Stückporträt: Die Hölle ist auch nur eine Sauna (auf dem Festivalportal www.heidelberger-stueckemarkt.nachtkritik.de) (5/2012)

Videoporträt: Katja Brunner (auf dem Festivalportal www.heidelberger-stueckemarkt.nachtkritik.de) (5/2012)

Resümee der sieben Wettbewerbsstücke des Heidelberger Autorenpreises, darunter Katja Brunners "Die Hölle ist auch nur eine Sauna" (auf dem Festivalportal www.heidelberger-stueckemarkt.nachtkritik.de) (5/2012)

Presseschau: Interview mit Katja Brunner im Zürcher Tagesanzeiger (5/2012)

Meldung: Mülheimer Dramatikerpreis für Katja Brunner (5/2013)

Ich habe nicht am Anfang begonnen, sondern in der Mitte (Bunner und andere) in der Zürcher Gessnerallee (10/2013)

Bücker, André

André Bücker, geboren 1969 in Harderberg, ist Regisseur und Theaterleiter.

Bücker studierte bis 1994 Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften, Geschichte und Philosophie in Bochum und arbeitete anschließend zunächst als Assistent, später als Reisseur am Theater Dortmund, der Landesbühne Nord in Wilhelmshaven und verschiedenen anderen Bühnen. Von 2005 bis 2008 war Bücker Intendant des Nordharzer Städtebundtheaters Halberstadt/Quedlinburg, seit der Spielzeit 2009/2010 ist er Generalintendant am Anhaltischen Theater in Dessau.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von André Bücker:

Waffenwetter am Nationaltheater Mannheim (4/2009)

Dr. Mabuse am Anhaltischen Theater in Dessau (10/2010)

Regina oder Die Eichhörnchenküsse am Nationaltheater Mannheim (9/2011)

Buddeberg, Alice

Alice Buddeberg, 1982 in Frankfurt am Main geboren, ist Regisseurin.

Im Jahr 2008 schloss Buddeberg ein Regiestudium an der Hamburger Theaterakademie ab. Bereits während ihres Studiums begann sie, u. a. am Schauspiel Bremen, auf Kampnagel in Hamburg und am Theaterhaus Jena zu inszenieren. 2010 wurde sie zum Festival Radikal Jung eingeladen.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Alice Buddeberg:

Angst verboten am Theater Bremen (10/2007)

Das Geisterschiff im Theaterhaus Jena (12/2007)

Schmutzige Schöpfung – The Making of Frankenstein im Theaterhaus Jena (10/2008)

Der Menschenfeind am Theater Bremen (12/2008)

Hedda Gabler bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen (5/2009)

Kabale und Liebe am Deutschen Theater Göttingen (3/2010)

Warteraum Zukunft bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen (5/2010)

In einem Jahr mit 13 Monden am Theater Bremen (4/2011)

Ödipus am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (10/2012)

Was zu sagen wäre warum am Schauspiel Frankfurt (5/2013)

Karl und Rosa am Theater Bonn (10/2013)

Bues, Marie

Marie Bues, 1980 in Erlenbach am Main geboren, ist Regisseurin.

2004 schloß Bues ein Schauspielstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart ab, spielte in Stuttgart sowie Karlsruhe und war zwei Jahre lang bis 2006 Ensemblemitglied der Württembergischen Landesbühne in Esslingen.

Schon während des Studiums war sie als Regieassistentin am Wilhelma Theater Stuttgart und am Theater Rampe Stuttgart beschäftigt. 2006 bis 2008 arbeitete sie fest am Theater Basel und inszenierte seitdem in Basel, Osnabrück und dem Bayrischen Staatsschauspiel in München. Gemeinsam mit Martina Grohmann leitet Bues seit der Spielzeit 2013/14 das Stuttgarter Theater Rampe.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Marie Bues:

Der Berg, über den kein Vogel fliegt (UA) am Theater Basel (2/2009)

Final Girl (UA) am Theater Basel (12/2009)

Shoot/ Get Treasure/ Repeat am Theater Osnabrück (12/2010)

Trailer für die nahe Zukunft am Theater Plauen (4/2011)

Kaspar Häuser Meer am Landestheater Schleswig-Holstein (9/2011)

Fegefeuer am Theater Osnabrück (10/2011)

Der Steppenwolf am Theater Plauen (12/2011)

Die Verfassung der Strände beim 29. Heidelberger Stückemarkt (4/2012)

Lysistrata am Theater Osnabrück (2/2013)

Die Weber am Theater Plauen (5/2013)

Link:

mariebues.wordpress.com

Bukowski, Oliver

Oliver Bukowski, 1961 in Cottbus geboren, ist Dramatiker.

Bevor Bukowski 1989 zu schreiben begann, studierte er Philosophie. Sein Durchbruch als Dramatiker war 1993 das Stück "Londn-LÄ-Lübbenau". Mit "Gäste" gewann er 1999 den Mülheimer Dramatikerpreis. Bis Februar 2010 war Bukowski Leiter des Studiengangs Szenisches Schreiben an der Berliner Universität der Künste. Gemeinsam mit diesem Studiengang an der Udk und u.n.i.t. Graz bestritt nachtkritik.de 2009 ein Projekt für internetbasiertes Schreiben: nachtkritik.szenen.de.

Als Mitglied der Jury für den Mülheimer Dramatikerpreis beantwortete Bukowski 2008 auf der nachtkritik-stuecke08-Seite Fragen der Redaktion. 2009 war sein Arbeitslosenstück "Kritische Masse" für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert. Text und Autor werden in einem Dossier auf nachtkritik-stuecke09.de vorgestellt. Über Fragen der Gegenwartsdramatik und ihre Überförderung äußerte sich Bukowski auf der nachtkritik-stuecke2010-Seite. Dort diskutierte Bukowski darüber hinaus auch mit dem Dramatiker Nis-Momme Stockmann und nachtkritik-stuecke2010-Redakteur Christian Rakow über Realismus in der Neuen Dramatik.

Nachtkritiken
zu Stücken von Oliver Bukowski:

Kritische Masse am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, Regie: Sebastian Nübling (2/2009)

Wenn Ihr Euch totschlagt, ist es ein Versehen am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, Regie: Markus Heinzelmann (9/2010)

Friday Night am Theater Osnabrück, Regie: Jens Poth (9/2010)

Der Heiler am Deutschen Theater Berlin, Regie: Piet Drescher (1/2011)

Nichts Schöneres am Staatstheater Stuttgart (9/2011)

Wer ist die Waffe, wo ist der Feind bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen (5/2013)

Bulgarien

Bulgarien. Seit der Gründung im Mai 2007 dehnt nachtkritik.de sukzessive seine internationale Berichterstattung aus. In "Theaterbriefen" wird in loser Folge über Tendenzen, herausragende Künstler und Spielstätten sowie aktuelle Debatten aus Bühnenlandschaften jenseits des deutschen Sprachraums berichtet.

In Bulgarien hat das Theater in den 90er Jahren die gesammelten performativen Erfahrungen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts genutzt. Es reagierte sowohl auf das Erbe des Sozialismus als auch auf die Turbulenzen der Periode des Postkommunismus. Neue Strömungen und Handschriften tauchten auf, die dort bis heute relevant sind, aber mittlerweile auch Stillstand markieren.

Theaterbriefe aus Bulgarien:

Dorothea Marcus über die Gastspielreise des Theater Osnabrück nach Russe (2/2008)

Violeta Detcheva schrieb auf dem Festivalportal www.nachtkritik-spieltriebe3.de über die Theaterlandschaft Bulgariens (9/2009)

Meldungen, Berichte, Porträts und Nachtkritiken im Zusammenhang mit Bulgarien:

Samuel Finzi - als Schauspieler Clown, Tänzer und Musiker zugleich. Ein Porträt (5/2006)

Rustschuk - Die gerettete Zunge – Ivan Stanev taucht am Theater Osnabrück in Bildern von Elias Canettis berühmter Autobiografie (1/2011)

Siehe auch: Dimiter Gotscheff

Bürk, Barbara

Barbara Bürk, 1965 in Köln geboren, ist Regisseurin.

1986 bis 1989 Regiestudium an der Theaterakademie Spielstatt Ulm. Von 1989 bis 1993 war sie Schauspielerin in der Gruppe von Ivan Stanev. Nachdem sie in verschiedenen Filmproduktionen an der Filmhochschule in Berlin (DFFB) sowie an der Musiktheaterproduktion "Die Wiederholung" von Heiner Goebbels am TAT in Frankfurt/Main mitgewirkt hatte, war Bürk von 1995 bis 1998 als Regieassistentin am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg tätig. Inszenierungen in Hamburg, am Theaterhaus Stuttgart, Theater Basel, Schauspiel Hannover, Staatsschauspiel Dresden. Ihre Inszenierung "Hotel Paraiso" von Lutz Hübner, dessen Stücke sie immer wieder inszeniert und zur Uraufführung bringt, wurde 2005 zum Theatertreffen eingeladen.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Barbara Bürk:

Geisterfahrer (UA) am Schauspiel Hannover (9/2008)

Frau Müller muss weg (UA) am Staatsschauspiel Dresden (1/2010)

Kleiner Mann, was nun am Staatsschauspiel Dresden (1/2011)

Eine Familie am Hans Otto Theater Potsdam (6/2011)

Was tun (UA) am Staatsschauspiel Dresden (10/2012)

Wellen (UA) am Hans Otto Theater Potsdam (3/2013)

Geschichten aus dem Wiener Wald am Staatsschauspiel Dresden (11/2013)

Siehe auch: Lutz Hübner

Calis, Nuran David

Nuran David Calis, eigentlich Çalış, wurde 1976 in Bielefeld geboren und arbeitet als Theater- und Filmregisseur sowie als Drehbuchautor und Dramatiker.

Der Sohn armenisch-jüdischer Eltern aus der Türkei studierte an der Münchner Otto-Falckenberg-Schule Regie und arbeitete an den Münchner Kammerspielen und am Schauspielhaus Zürich als Regieassistent. Sein erstes Theaterstück "Urbanstorys" (2005) schrieb Calis zusammen mit Jugendlichen aus Hannover. "Dogland", "Schwarz" und "Einer von uns" folgten. 2008 erschien der von ihm nach einem eigenen Drehbuch erarbeitete Film "Meine Mutter, mein Bruder und ich!" in den Kinos.

2007 schrieb Calis eine Neufassung von Frank Wedekinds "Frühlings Erwachen", die er am Schauspiel Hannover inszenierte und damit überregional Beachtung fand. 2008 übertrug er die Inszenierung ans Grillo-Theater Essen und ans Düsseldorfer Schauspielhaus; die Düsseldorfer Inszenierung erhielt 2009 den Bensheimer Theaterpreis für die beste Ensemble-Leistung. Im Jahr 2009 folgte eine unter seiner Regie entstandene Fernsehfassung für den ZDF-Theaterkanal.

Nachtkritiken zu Inszenierungen und Stücken von Nuran David Calis:

Kabale und Liebe am Schauspiel Hannover (2/2008)

Stunde Null (auch als Autor) am Schauspiel Köln (4/2008)

Einer von uns (auch als Autor) am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (11/2008)

Krankheit der Jugend (auch die Fassung) im Grillo-Theater Essen (2/2009)

Romeo und Julia (auch die Fassung) am Maxim Gorki Theater (4/2009)

Peer Gynt (auch die Fassung) am Staatsschauspiel Dresden (12/2009)

Schattenkinder (auch als Autor) am Deutschen Theater Berlin (5/2010)

Next Generation (auch als Autor) am Schauspielhaus Bochum (10/2010)

Zoff in Chioggia am Schauspielhaus Bochum (1/2012)

Der Auftrag / Zone am Staatstheater Stuttgart (4/2012)

Castellucci, Romeo

Romeo Castellucci, 1960 in Cesena/Italien geboren, ist Regisseur.

Er studierte Bühnenbild und Malerei an der "Accademia di belle arti" in Bologna. Seine Theaterarbeiten sind stark von der bildenden Kunst geprägt. Gemeinsam mit Claudia Castellucci and Chiara Guidi gründete er 1981 die Theatercompagnie Socíetas Raffaello Sanzio – benannt nach dem Renaissancekünstler Raffaello Sanzio, besser bekannt als Raffael, Schöpfer u.a. der Sixtinischen Madonna.

2008 war Castellucci Artiste Associé des Festival d'Avignon. 2012 löste seine Inszenierung "Sul concetto di volto nel figlio di Dio" (Über das Konzept des Gesichts des Gottessohns) bei Gastspielen in Italien, Frankreich und Berlin Protest bei Vertretern der katholischen Kirche aus.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Romeo Castellucci:

Hey Girl! beim Festival d'Avignon (7/2007)

Inferno/Dante I beim Festival d'Avignon (7/2008)

Purgatorio/Dante II beim Festival d'Avignon (7/2008)

Storia contemporanea dell'Africa. Vol. III bei der euro-scene Leipzig (11/2008)

Folk. bei der Ruhrtriennale (8/2012)

The Four Seasons Restaurant bei Foreign Affairs/Berliner Festspiele (10/2012)

Hyperion. Briefe eines Terroristen beim F.I.N.D. der Schaubühne Berlin (3/2013)

Link:

www.raffaellosanzio.org

Castorf, Frank

Frank Castorf, geboren 1951 in Berlin, ist seit 1992 Intendant der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und gilt als einer der wichtigsten zeitgenössischen Regisseure.

Nach einer Ausbildung bei der Deutschen Reichsbahn studierte er Theaterwissenschaft an der Berliner Humboldt-Universität. Zunächst arbeitete er als Dramaturg in Senftenberg, war dann Regisseur am Stadttheater Brandenburg und wurde 1981 Oberspielleiter in Anklam, wo 1984 seine Inszenierung von Bertolt Brechts "Trommeln in der Nacht" auf Druck der SED-Kreisleitung abgesetzt wurde.

Seit 1992 leitet er die Berliner Volksbühne, wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und in der Kritikerumfrage der Zeitschrift Theater heute zwei Mal hintereinander, 2002 und 2003, zum Regisseur des Jahres gekürt. 2004 war er, für eine Saison, künstlerischer Leiter der Ruhrfestspiele Recklinghausen. Zum Wagner-Jahr 2013 übernahm er die Neuinszenierung des "Rings der Nibelungen" von Richard Wagner für die Bayreuther Festspiele. Mit seinen Arbeiten war Castorf mehrfach zum Berliner Theatertreffen eingeladen.

Nachtkritiken
zu Inszenierungen von Frank Castorf:

Schwarzer Engel, Deutschland-Premiere beim Festival Theaterformen in Hannover (6/2007)

Nord bei den Wiener Festwochen/Volksbühne Berlin (6/2007)

Emil und die Detektive an der Volksbühne Berlin (12/2007)

Fuck off, America an der Volksbühne Berlin (2/2008)

Maßnahme/Mauser an der Volksbühne Berlin (3/2008)

Hunde oder Reichtum ist die Kotze des Glücks im 3. Stock der Volksbühne Berlin (9/2008)

Kean an der Volksbühne Berlin (11/2008)

Amanullah Amanullah im Prater der Berliner Volksbühne (4/2009)

Medea in der Agora der Volksbühne Berlin (6/2009)

Ozean an der Volksbühne Berlin (11/2009)

Der Hofmeister im Zürcher Schauspielhaus (1/2010)

Die Soldaten an der Berliner Volksbühne (2/2010)

Nach Moskau! Nach Moskau! im Mossowjet-Theater Moskau (5/2010)

Das Badener Lehrstück vom Einverständnis an der Volksbühne Berlin (6/2010)

Der Kaufmann von Berlin an der Volksbühne Berlin (11/2010)

Die schwarze Spinne. Pilatus' Traum am Zürcher Schauspielhaus (1/2011)

Der Spieler bei den Wiener Festwochen/Volksbühne Berlin (6/2011)

Kasimir und Karoline am Residenztheater München (10/2011)

Die Marquise von O. an der Volksbühne Berlin (3/2012)

Amerika am Schauspielhaus Zürich (4/2012)

Der Geizige an der Volksbühne Berlin (6/2012)

Die Wirtin an der Volksbühne Berlin (11/2012)

Das Duell an der Volksbühne Berlin (3/2013)

Das Rheingold bei den Bayreuther Festspielen (7/2013)

Die Walküre bei den Bayreuther Festspielen (7/2013)

Siegfried bei den Bayreuther Festspielen (7/2013)

Götterdämmerung bei den Bayreuther Festspielen (7/2013)

Reise ans Ende der Nacht am Residenztheater München (10/2013)

La Cousine Bette an der Volksbühne Berlin (12/2013)

Siehe auch: Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Bert Neumann

Cathomas, Bruno

Bruno Cathomas, geboren 1965 in Laax im Schweizer Kanton Graubünden, ist Schauspieler und Regisseur.

Nach einer Schlosserlehre absolvierte Cathomas in Zürich ein Schauspielstudium. Von 1992 bis 1997 gehörte er zum Ensemble der Berliner Volksbühne, nach 2002 war er an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin engagiert. Seit der Saison 2009/2010 ist er festes Ensemblemitglied des Thalia Theaters Hamburg.

Cathomas ist auch ein erfolgreicher Filmschauspieler. Sein Debüt als Theaterregisseur gab er 2003 am Berliner Maxim Gorki Theater mit Fausto Paravidinos Stück "Peanuts".

Nachtkritiken zu Inzenierungen von und mit Bruno Cathomas:

Gespenster an der Schaubühne Berlin (2/2007)

Im Ausnahmezustand an der Schaubühne Berlin (11/2007)

Der Kirschgarten an der Schaubühne Berlin (1/2008)

Macbeth am Züricher Schauspielhaus (3/2008)

Anatol an der Schaubühne Berlin (11/2008)

Macbeth am Theater Chemnitz (Regie) (3/2009)

Die Welt ist groß und Rettung lauert überall bei den Salzburger Festspielen (8/2009)

Die Marx-Saga am Thalia Theater Hamburg (10/2009)

Andersen. Trip zwischen den Welten am Thalia Theater Hamburg (3/2010)

Die Krönung der Poppea am Thalia Theater Hamburg (10/2010)

Was ihr wollt am Thalia Theater Hamburg (11/2010)

Romeo und Julia am Hans Otto Theater Potsdam (Regie) (1/2011)

Die Zeit der Besessenen am Thalia Theater Hamburg (3/2011)

Macbeth auf der Ruhrtriennale in Gladbeck (9/2011)

Quichote. Trip zwischen Welten am Thalia Theater Hamburg (1/2012)

Fuck your Ego am Thalia Theater Hamburg (4/2012)

Chétouane, Laurent

Laurent Chétouane, geboren 1973 in Soyaux (Frankreich), ist Regisseur.

Er absolvierte zunächst ein Ingenieursstudium, bevor er Theaterwissenschaft an der Sorbonne in Paris und Theaterregie in der Klasse von Hans Hollmann an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main studierte. Chétouane realisiert regelmäßig Sprechtheater-Inszenierungen an führenden deutschen Stadttheaterbühnen wie auch im Off-Theater. Seine Arbeiten zeichnen sich durch eine große Ruhe, eine fast statuarische Langsamkeit der Spieler und einen hoch konzentrierten, deklamatorischen Vortragston aus. Eine intensive Arbeitsbeziehung verbindet ihn mit dem Schauspieler Fabian Hinrichs.

Seit 2006 arbeitet Chétouane parallel an Projekten mit Tänzern. 2008 war er der Hauptpreisträger des NRW-Festivals 'Favoriten 08-Theaterzwang'.

Nachtkritiken
zu Inszenierungen von Laurent Chétouane:

Tanzstück #2 in den Sophiensaelen Berlin (12/2007)

Empedokles // Fatzer am Schauspiel Köln (2/2008)

Faust II am Deutschen Nationaltheater Weimar (3/2008)

Faust I am Schauspiel Köln (10/2008)

Dantons Tod am Schauspiel Köln (1/2010)

Nora oder Ein Puppenheim (Et Dukkehjem) beim Internationalen Ibsenfestival Oslo (8/2010)

Publikumsbeschimpfung am Theater Neumarkt Zürich (10/2010)

Das Erdbeben in Chili am Schauspiel Köln (1/2012)

Sacré Sacre du Printemps bei der Ruhrtriennale (9/2012)

15 Variationen über das Offene bei Tanz im August im HAU Berlin (8/2013)

Link:

www.laurentchetouane.com

China

Immer wieder werden theatrale Exkursionen nach China unternommen. William Yangs Foto-Dokumentations-Performance China war im Juli 2008 beim Festival Theater der Welt in Halle zu sehen. Im April 2008 stülpte Gesine Danckwart mit Ping Tan Tales ihren Reisekoffer in den Berliner Sophiensaelen aus. Das Stück In die Mitte des Himmels des chinesischen Autors Duo Duo wurde im März 2009 am Düsseldorfer Schauspielhaus uraufgeführt. Und Kevin Rittberger schlug in seinem Schauspiel Fast Tracking oder der Tod der Kunqu-Oper, das er im November 2008 am Hamburger Schauspielhaus selbst inszenierte, den Bogen von der Tradition der chinesischen Oper bis ins heutige China.

Im Redaktionsblog wies Simone Kaempf im Februar 2009 auf den Blog Shenzen Noted von Mary Ann O'Donnell hin, eine der beiden LeiterInnen der Gruppe "Fat Bird Theatre" in Shenzhen, deren Texte helfen können, China ein bisschen besser zu verstehen. Gegen dessen Menschenrechtspolitik protestierte im Juli 2008 Frankreichs Starregisseurin Ariane Mnouchkine, die mit drei kurzen, von ihrem Théâtre du Soleil in Zusammenarbeit mit chinesischen Dissidenten produzierten Videos zum Boykott der Olympischen Spiele aufrief.

Cieslak, Dirk

Dirk Cieslak ist ein Regisseur.

Cieslak studierte nach einer Handwerkerkarriere Sozialwissenschaft und Philosophie in Bremen und London. 1989 gründete er die Schauspielformation Lubricat in Bremen, mit der er erst in Hamburg und seit 1993 in Berlin Theaterstücke produziert. Cieslak ist zudem Mitbegründer der Berliner Spielstätte Sophiensaele.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Dirk Cieslak:

Empathy Now in den Sophiensaelen Berlin (10/2007)

Goldener Boden im Ballhaus Ost Berlin (7/2008)

Braune Kohle im Centraltheater Leipzig (3/2009)

Hamlet in Magdeburg am Theater Magdeburg (3/2011).

Ciulli, Roberto

Roberto Ciulli, 1934 in Mailand geboren, ist Regisseur sowie Mitbegründer und Leiter des Theaters an der Ruhr in Mülheim.

Ciulli gründete im Jahr 1960 in Mailand das Theater Il Globo. 1965 promovierte er in Göttingen im Fach Philosophie mit einer Arbeit über Hegel. Am Göttinger Deutschen Theater sammelte Ciulli auch erste Theatererfahrungen.

Als Regisseur war er in den Sechziger und Siebziger Jahren u.a. am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Staatstheater Stuttgart, an der Freien Volksbühne Berlin, am Bayerischen Staatsschauspiel München sowie bei den Bühnen der Stadt Köln aktiv, wo er 1972–1979 Schauspieldirektor war. 1981 gründete er zusammen mit dem Dramaturgen Helmut Schäfer und dem Bühnenbildner Gralf-Edzard Habben in Mülheim das Theater an der Ruhr.

Dort entwickelte Ciulli auch ein kulturelles Austauschprogramm, an dem sich inzwischen mehr als dreißig Länder beteiligt haben. Ein Höhepunkt war 2002 Ciullis Inszenierung von García Lorcas Frauentragödie "Bernarda Albas Haus", die er in Teheran mit iranischen Schauspielerinnen in persischer Sprache herausbrachte. Im Zuschauerraum des Theaters an der Ruhr filmte nachtkritik.de 2009 während der Mülheimer Theatertage NRW einen Ruhrpod mit Roberto Ciulli. Gemeinsam mit Anselm Weber war Ciulli 2010 künstlerischer Leiter des Festivals "Theater der Welt".

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Roberto Ciulli:

Der Hofmeister bei den Duisburger Akzenten (5/2007)

Wer hat meine Schuhe vergraben? im Mülheimer Theater an der Ruhr (8/2008)

Treppe nach oben im Mülheimer Theater an der Ruhr (11/2008)

Der Müll, die Stadt, der Tod im Mülheimer Theater an der Ruhr (10/2009)

"Sirenengesang" im Rahmen von Odyssee Europa beim Theater der Welt (2/2010)

Verbrechen im Mülheimer Theater an der Ruhr (11/2011)

Immer noch Sturm im Mülheimer Theater an der Ruhr (3/2012)

Woyzeck ein musikalischer Fall im Theater an der Ruhr (9/2012)

Siehe auch:
Theaterbriefe Iran, Theaterlandschaft Benin und Burkina Faso, Theaterbrief Bagdad, Theaterbrief Mali.

Corte, Justine del

Justine del Corte (* 1966 in Culiacán, Sinaloa, Mexiko) ist eine Schauspielerin, Theater- und Drehbuchautorin.

Del Corte studierte an der Universität der Künste Berlin sowie in New York Schauspiel, zudem Filmproduktion und Regie in Hamburg. Neben einigen Kinofilmen wirkt sie vor allem in Fernsehproduktionen mit. Ihr Bühnendebüt gab sie als "Stella" bei den Salzburger Festspielen 1992. Zahlreiche Theaterproduktionen folgten, etwa am Staatstheater Stuttgart oder am Theater Bremen. Zudem war sie Ensemblemitglied der Hamburger Kammerspiele und der Schaubühne Berlin. Darüber hinaus schreibt Corte seit 2004 eigene Stücke für die Bühne. Sie ist mit dem Dramatiker und Regisseur Roland Schimmelpfennig verheiratet.

Nachtkritiken zu Justine del Cortes:

Der Alptraum vom Glück bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen (6/2007, Autorin)

Sex bei den Hamburger Autorentheatertagen am Thalia Theater (6/2007, Autorin)

Die Ratte am Schauspielhaus Zürich (1/2008, Autorin)

Sex am Schauspielhaus Zürich (10/2008, Autorin)

Am Ende - Ohne alles am Schauspielhaus Bochum (6/2010, Autorin)

Sex am Staatstheater Kassel (3/2011, Autorin)

Der Komet am Wiener Akademietheater (9/2012, Autorin).

Danckwart, Gesine

Gesine Danckwart, geboren 1969 in Elmshorn/Schleswig-Holstein, ist Autorin und Regisseurin.

Die ausgebildete Theaterwissenschaftlerin gründete noch während ihres Studiums Anfang der 1990er Jahre das "Theaterdock", eine Spielstätte für freies Theater in Berlin-Moabit. Später arbeitete sie u.a. am Theaterhaus Jena. In ihrem Wohnort Berlin laufen ihre Stücke und Inszenierungen an den wichtigen Off-Häusern Sophiensaele und Hebbel am Ufer (HAU). Regelmäßig ist Danckwart auch an Stadttheatern aktiv. 2009 debütierte sie als Filmregisseurin mit "UmdeinLeben".

Nachtkritiken zu Arbeiten von Gesine Danckwart:

Ping Tan Tales an den Sophiesaelen in Berlin (4/2008)

Auto am Hebbel am Ufer in Berlin (1/2009)

Und die Welt steht still am Nationaltheater Mannheim (4/2009)

Kill the katz/kac am Nationaltheater Mannheim (5/2010)

Goldveedelsaga am Schauspiel Köln (10/2011)

Wunderland am Nationaltheater Mannheim (1/2013)

Chez Icke bei der Theaterbiennale Impulse 2013 (6/2013)

Dannemann, Thomas

Thomas Dannemann, geboren 1968 in Bad Saarow, ist Schauspieler und Regisseur.

Dannemann studierte von 1990 bis 1994 an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch", war einer der wichtigen Schauspieler in der letzten Werkphase von Jürgen Gosch in Düsseldorf und wurde 2004 von der Fachzeitschrift Theater heute für seine Darstellung in Jürgen Goschs Düsseldorfer Inszenierung "Sommergäste" zum Schauspieler des Jahres gewählt.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Thomas Dannemann:

Vor den Vätern sterben die Söhne/ Warum läuft Herr R. Amok? am Staatstheater Stuttgart (5/2007)

Iwanow am Staatstheater Stuttgart (9/2008)

Simplicissimus Teutsch am Schauspiel Köln (1/2009)

Der gute Mensch von Sezuan am Staatstheater Stuttgart (1/2011)

Warten auf Godot am Schauspiel Köln (5/2011)

Der Balkon am Staatstheater Stuttgart (11/2011)

Troilus und Cressida am Jungen Schauspiel Hannover (1/2012)

Soldaten. Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben am Schauspiel Hannover (9/2013)

Danulat, Lisa

Lisa Danulat, 1983 in Frankfurt am Main geboren, ist Dramatikerin.

Danulat studierte Philosophie in Frankfurt am Main, Schauspiel in Freiburg und Szenisches Schreiben an der UniT Graz. In letzterem Zusammenhang beteiligte sie sich auch am Projekt szenen.nachtkritik.de des Studiengangs Szenisches Schreiben der Berliner UdK mit der UniT Graz und nachtkritik.de. In der Saison 2010/2011 war Danulat Hausautorin am Staatstheater Mainz. Mit ihrem Stück "Too Low Terrain" hatte sie den Wettbewerb "Stück trifft Regie" der Mainzer Autorentage 2008 gewonnen.

Nachtkritiken zu Stücken von Lisa Danulat:

Too Low Terrain am Staatstheater Mainz (6/2009)

Uns kriegt ihr nicht! am Staatstheater Mainz (12/2009)

Königreich am Staatstheater Mainz (3/2012)

Dath, Dietmar

Dietmar Dath, geboren 1970, ist Autor und Journalist.

Dath studierte Physik und Literaturwissenschaften und schreibt über gesellschaftliche und popkulturelle Themen. Von 1998 bis 2000 war Dath Chefredakteur des Magazins Spex, danach bis 2007 Feuilleton-Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Auch wenn er keine Dramen schreibt, kommen seine Texte häufig auf Theaterbühnen vor. Auch René Pollesch zitiert und remixt in seinen Texten gern Dath'sches Gedankengut, z.B. in Ein Chor irrt sich gewaltig.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Texten von Dietmar Dath:

Maschinenwinter am Centraltheater in Leipzig (2/2009)

Waffenwetter am Nationaltheater Mannheim (4/2009)

Die Abschaffung der Arten in den Kammerspielen des Deutschen Theaters (11/2009)

Regine oder Die Eichhörnchenküsse am Nationaltheater Mannheim (9/2011)

Dehler, Peter

Peter Dehler, geboren 1963 in Leipzig, ist Regisseur.

Schauspielstudium von 1986-90 an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin. 1990-96 Engagement als Schauspieler und Regisseur in Schwerin. 1996-99 Oberspielleiter am Berliner carrousel Theater. Seit 1999 Schauspieldirektor am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Peter Dehler:

Die Wildente am Staatstheater Schwerin (5/2008)

Lob des Kapitalismus am Staatstheater Schwerin (10/2009)

Faust-Musik-Projekt am Staatstheater Schwerin (8/2011)

Deutschland sucht das Suppenhuhn (UA) am Staatstheater Schwerin (10/2011)

Der Faust

Der Faust ist ein undotierter deutscher Theaterpreis, der 2006 vom Deutschen Bühnenverein, den Bundesländern, der Kulturstiftung der Länder und der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste ins Leben gerufen wurde und seitdem jährlich in den Kategorien Regie, Darsteller/in Schauspiel, Regie, Darsteller/in Musiktheater, Choreografie, Darsteller/in Tanz, Regie Kinder- und Jugendtheater und Ausstattung Kostüm/Bühne vergeben wird. Darüber hinaus gibt es einen Preis für ein Lebenswerk.

Grundlage für die Vergabe des Preises sind Vorschläge der Theater. Jedes Theater darf Produktionen vorschlagen, nur keine eigenen. Eine Jury, die sich aus Intendanten, Ballettdirektoren, Regisseuren und anderen künstlerischen Sachverständigen zusammensetzt, nominiert aus den eingehenden Vorschlägen für jede Kategorie drei Künstler. Die Preisträger werden dann in einem schriftlichen Verfahren durch die Mitglieder der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste bestimmt.

Nachtkritiktexte über den Theaterpreis Der Faust:

2010 sorgte die Faust-Preisverleihung für einen kleinen Skandal. Der Eröffnungsredner und Bundestagspräsident Norbert Lammert kritisierte den Deutschen Bühnenverein für das "Fernseh-Unterhaltungsformat" der Veranstaltung in einem Offenen Brief. Der Bühnenverein antwortete wiederum mit einem Offenen Brief, und auch Regisseur Frank-Patrick Steckel schaltete sich mit Kritik ein.

- Die Verleihung des Theaterpreises Der Faust in Frankfurt am Main 2011

- Die Träger des Theaterpreises Der Faust 2012

- Die Träger und die Verleihung (in Berlin) des Theaterpreises Der Faust 2013


Link
:

Liste aller bisherigen Preisträger auf der Homepage des Deutschen Bühnenvereins

Dietz, Markus

Markus Dietz, geboren 1961 in Sindelfingen, ist Regisseur.

Dietz besuchte zunächst die Hamburger Schauspielschule und arbeitete anschließend mehrere Jahre als Schauspieler. 1990 gründete er seine eigene Theatergruppe und begann, Regie zu führen. Als freier Regisseur arbeitete er inzwischen in Basel, Graz, Mainz, Kassel, Schwerin, Magdeburg, Bochum, Dresden und Leipzig, wo er von 2002 bis 2004 fest engagiert war.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Markus Dietz:

Das Ende der Zivilisation am Theater Magdeburg (6/2008)

Liebe und Geld am Theater Magdeburg (12/2008)

Eine Familie am Schauspielhaus Bochum (11/2009)

Woyzeck am Staatstheater Kassel (1/2011)

Die Letzten am Staatstheater Wiesbaden (9/2013)

Dodin, Lev

Lev Abramowitsch Dodin, geboren 1944 in Sibirien, ist Regisseur.

Dodin studierte am Leningrader Institut für Theater, Musik und Filmkunst, unter anderen bei Boris Zon und Georgy Tovstonogov, und schloss 1966 sein Studium ab. Von 1966 bis 1982 war Lev Dodin Gastregisseur an verschiedenen Theatern in Russland und im Ausland (Maxim Gorki Theater Berlin, Moskauer Künstlertheater, Finnisches Nationaltheater, Salzburger Festspiele, Musikfestival Florenz, Mailänder Scala). 1975 begann er seine Arbeit am Maly Drama Theater in St. Petersburg, wo er seit 1982 auch die künstlerische Leitung innehat.

Dodin wurde 1986 der Staatspreis der UdSSR sowie 1992 und 2003 der Russische Staatspreis verliehen.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Lev Dodin:

Leben und Schicksal, Maly Teatr, Gastspiel Thalia Theater Hamburg (1/2011)

Doherty, Neil

Neil Doherty, 1963 in Schottland geboren, ist Schauspieler und Regisseur.

Texte zu Neil Doherty:

Neil Doherty – Ein Porträt des schottischen Regisseurs (2007)

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Neil Doherty:

Pit beim 61. Edinburgh Fringe Festival (8/2007)

Dorn, Dieter

Dieter Dorn, geboren am 31. Oktober 1935 in Leipzig, ist Regisseur und bedeutender Theaterintendant.

Dorn studierte 1954 bis 1956 an der Leipziger Theaterhochschule. 1956 verließ er die DDR. Nach einer Schauspielausbildung bei Lucie Höflich und Hilde Körber in West-Berlin begann Dorn als Schauspieler und Regieassistent am Staatstheater Hannover. Zwischen 1964 und 1968 war er Dramaturg und Regisseur an der Landesbühne Hannover. Über Essen, Oberhausen, Wien und Hamburg kam er 1972 zu Hans Lietzau an die Staatlichen Schauspielbühnen Berlin. Von 1976 bis 1983 war Dorn Oberspielleiter, danach Intendant der Münchner Kammerspiele. 2001 wechselte er auf die andere Seite der Maximilianstraße und wurde Intendant am Bayerischen Staatsschauspiel. 2011 endete sein Vertrag, der Kärntner Regisseur Martin Kušej (geboren 1961) wurde sein Nachfolger in München. Zum Ende seiner Intendanz würdigte Gabriella Lorenz die Münchner Ära Dorn – und das Ensemble des Bayerischen Staatsschauspiels verabschiedete sich im Juli 2011 mit dem Theaterabend From Dusk till Dorn.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Dieter Dorn:

Gott des Gemetzels am Bayerischen Staatsschauspiel München (1/2008)

Idomeneus (UA) am Bayerischen Staatsschauspiel München (6/2008)

Das Ende vom Anfang am Bayerischen Staatsschauspiel München (12/2008)

Leichtes Spiel. Neun Personen einer Frau (UA) am Bayerischen Staatsschauspiel München (4/2009)

Alkestis am Bayerischen Staatsschauspiel München (11/2009)

Das Käthchen von Heilbronn am Bayerischen Staatsschauspiel München (2/2011)

Dorst, Tankred

Tankred Dorst, 1925 im thüringischen Oberlin bei Sonneberg geboren, ist Schriftsteller und Dramatiker.

Dorst begann seine Schriftstellerlaufbahn in München, wo er in den 1950er Jahren für das Studenten-Marionettentheater "Kleines Spiel" Stoffe der Weltliteratur von Lope de Vega bis Grabbe bearbeitete. Sein Durchbruch als Dramatiker war 1960 der an Brechts epischem Theater geschulte Einakter "Große Schmährede an der Stadtmauer". Dorsts inhaltlich stets komplex gedachte Stücke wurzeln – trotz oft mythischer oder fantastischer Stoffe – in der Gegenwart. Besonders sein 1981 in Düsseldorf uraufgeführtes Achtstundendrama "Merlin oder Das wüste Land" inspiriert Regisseure immer wieder zu grundsätzlichen Befragungen der Zeit. Gelegentlich wird Dorst Eklektizismus vorgeworfen. Seine Verfechter heben Dorsts konsequentes Eintreten für eine Perspektive des Einzelnen hervor, sein Misstrauen gegenüber Ideologien und verordneten Perspektiven der Geschichtsschreibung.

Neben Theaterstücken schreibt Tankred Dorst auch Libretti und Drehbücher. Viele Stoffe werden gemeinsam mit Ursula Ehler entwickelt, mit der er seit Anfang der 1970er Jahre verheiratet ist. 2009 wurde Dorst mit dem Verdienstorden des Landes Thüringen ausgezeichnet. 2010 wurde ihm der Schiller-Gedächtnispreis des Landes Baden-Würtemberg verliehen, außerdem wurde er zum Ehrenbürger von Sonneberg gemacht. 2012 erhielt er für sein Lebenswerk den Deutschen Theaterpreis "Der Faust".

Nachtkritiken zu Stücken von Tankred Dorst:

Merlin oder Das wüste Land bei der Ruhrtriennale (9/2007)

Ich bin nur vorübergehend hier am Schauspiel Hannover (10/2007)

Künstler am Theater Bremen (2/2008)

Merlin oder Das wüste Land am Pfalztheater Kaiserslautern (5/2009)

Merlin oder Das wüste Land am Theater Bonn (5/2010)

Merlin oder Das wüste Land am Metropoltheater München (6/2011)

Merlin oder Das wüste Land am Thalia Theater Hamburg (9/2011)

Merlin oder Das wüste Land am Zürcher Schauspielhaus (11/2011)

Dramatik
Drexel, Cilli

Cilli Drexel, geboren 1975 in München, ist Schauspielerin und Regisseurin. Sie war u.a. am Münchner Volkstheater und am Theater Heidelberg. Von 2002 bis 2006 studierte sie Regie an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Als Regisseurin arbeitete sie am Landestheater Tübingen, am Schauspiel Essen und am Nationaltheater Mannheim, wo sie von der Spielzeit 2009/10 bis 2011/12 Hausregisseurin gewesen ist.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Cilli Drexel:

Cyrano de Bergerac bei den Heidelberger Schlossfestspielen (7/2008)

hamlet ist tot. keine schwerkraft am Nationaltheater Mannheim (1/2009)

Norma am Nationaltheater Mannheim (1/2010)

Supernova (wie Gold entsteht) (UA) am Nationaltheater Mannheim (1/2011)

Wir schweben wieder bei der Langen Nacht der Autoren am Deutschen Theater (6/2012)

Wunderland am Nationaltheater Mannheim (1/2013)

Dröse, Jorinde

Jorinde Dröse, 1976 in Hanau geboren, ist Regisseurin.

Dröse studierte Dramaturgie an der Theaterakademie in München und Regie am Institut für Schauspieltheater-Regie der Universität Hamburg. Seit der Spielzeit 2010/11 ist sie Hausregisseurin am Maxim Gorki Theater Berlin.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Jorinde Dröse:

Das Fest im Münchner Volkstheater (5/2007)

Maria Magdalena im Maxim Gorki Theater Berlin (9/2007)

Einer flog über das Kuckucksnest am Schauspielhaus Bochum (2/2008)

Invasion! in den Münchner Kammerspielen (3/2008)

Schock-Strategie. Hamlet. am Centraltheater Leipzig (9/2008)

Mamma Medea im Thalia an der Gaußstraße in Hamburg (1/2009)

Black Rider am Centraltheater Leipzig (4/2009)

Schwarzes Tier Traurigkeit in den Kammerspielen des Deutschen Theaters Berlin (6/2010)

Minna von Barnhelm am Schauspiel Frankfurt (8/2010)

Nora oder Ein Puppenheim am Maxim Gorki Theater Berlin (1/2011)

Jeder stirbt für sich allein am Maxim Gorki Theater Berlin (9/2011)

Der blaue Engel am Schauspiel Frankfurt (5/2012)

Ein Volksfeind am Maxim Gorki Theater berlin (9/2012)

5 Tage im Juni II am Maxim Gorki Theater Berlin (6/2013)

Die Nibelungen am Schauspiel Frankfurt (9/2013)

Düffel, John von

John von Düffel, geboren am 20. Oktober 1966 in Göttingen, ist Dramaturg und Schriftsteller.

John von Düffel studierte Philosophie, Germanistik und Volkswirtschaftslehre an den Universitäten in Stirling (Schottland) und Freiburg im Breisgau und promovierte 1989 in Freiburg in Erkenntnistheorie mit einer Arbeit über Intentionalität. Anschließend war er als Filmjournalist und Theaterkritiker aktiv und arbeitete ab 1993 an diversen Theatern als Dramaturg: in Stendal, Oldenburg, Basel und Bonn. 2000 ging er ans Hamburger Thalia Theater und wechselte 2009 gemeinsam mit Intendant Ulrich Khuon ans Deutsche Theater Berlin. Seit 2002 ist er auch als Dramaturg für die Nibelungenfestspiele Worms tätig.

Der in Potsdam wohnhafte John von Düffel verfasst nicht nur eigene Romane, Essays und Theaterstücke, sondern richtet immer wieder auch große belletristische Werke wie die Romane von Thomas Mann oder Uwe Tellkamp für die Bühne ein. 1998 erhielt er mit einem Auszug aus seinem Roman "Vom Wasser" den Ernst-Willner-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. Im selben Jahr wurde ihm der aspekte-Literaturpreis verliehen. 2006 erhielt er den Nicolas-Born-Preis des Landes Niedersachsen. 2008 übernahm er eine Poetikprofessur an der Universität Bamberg, regelmäßig gibt er auch Dramatikerworkshops.

An zahlreichen Bühnen wurde sein 2012 in Konstanz uraufgeführtes Deutschlandstück "Alle sechzehn Jahre im Sommer" nachgespielt. Sein Lehrbuch "Wie Dramen entstehen" wurde im Juni 2012 von Georg Kasch für nachtkritik.de besprochen.

Nachtkritiken zu Werkbearbeitungen und Stücken von John von Düffel:

Die Buddenbrooks nach Thomas Mann am Staatsschauspiel Dresden (2/2008)

Happiness nach Todd Solondz am Thalia Theater Hamburg (9/2008)

Bagdad brennt nach Riverbend am Theater Freiburg (9/2008)

Joseph und seine Brüder nach Thomas Mann am Düsseldorfer Schauspielhaus (2/2009)

Traumjobs am Theater der Altmark Stendal (2/2009)

Das Leben des Siegfried bei den Nibelungenfestspielen Worms (7/2009)

Herz der Finsternis nach Joseph Conrad am Deutschen Theater Berlin (9/2009)

Der Schimmelreiter nach Theodor Storm am Staatstheater Cottbus (11/2009)

Die Buddenbrooks nach Thomas Mann am Theater Krefeld (6/2010)

Doktor Faustus nach Thomas Mann am Theater Lübeck (10/2010)

Der Turm nach Uwe Tellkamp am Staatstheater Wiesbaden (11/2010)

Der Turm nach Uwe Tellkamp am Hans Otto Theater Potsdam (11/2010)

Krebsstation nach Alexander Solschenizyn am Hans Otto Theater Potsdam (3/2012)

Joseph und seine Brüder am Deutschen Theater Berlin (4/2012)

Alle sechzehn Jahre im Sommer am Theater Koblenz (9/2012)

Wolf unter Wölfen nach Hans Fallada am Deutschen Theater Berlin (4/2013)

Aliierten-Besuch zur Jubiläumsausgabe 35. Stückemarkt beim 50. Berliner Theatertreffen (5/2013)

Döner zweier Herren nach Carlo Goldoni am Theater Pforzheim (6/2013)

Düggelin, Werner

Werner Düggelin, geboren am 7. Dezember 1929 in Siebnen, Kanton Schwyz, ist Schauspiel- und Opernregisseur, von 1968 bis 1975 war er Schauspieldirektor am Theater Basel.

Düggelin studierte an der Universität Zürich Germanistik. Über eine Assistenz beim Regisseur Leopold Lindtberg gelangte er nach Paris, wo er 1952 die Compagnie de Sept im Pariser Vorstadttheater Asnières gründete. 1954 wurde er Regisseur am Staatstheater Darmstadt, 1956 am Bayerischen Staatsschauspiel in München. Gastinszenierungen führten ihn an die wichtigen deutschsprachigen Bühnen und Festspiele. In Basel, Wien, Stuttgart und Düsseldorf inszenierte er auch Opern. Von 1968 bis 1975 verantwortete er als Schauspieldirektor des Theaters Basel eine legendäre Ära. Seitdem arbeitet er als freier Regisseur. Ab 1987 leitete er zudem vier Jahre das Schweizer Kulturzentrum in Paris.

Düggelin war einer der ersten deutschsprachigen Regisseure, die Stücke von Samuel Beckett, Eugène Ionesco, Georges Schehadé, Albert Camus, Jean Genet und Paul Claudel in deutscher Sprache inszenierten. 1995 erhielt er den Kulturpreis der Stadt Basel, daneben wurde er mit dem Hans-Reinhart-Ring, dem Basler Kunstpreis und 2010 mit dem Wiener Theaterpreis Nestroy für die beste Inszenierung ausgezeichnet.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Werner Düggelin:

Lieblingsmenschen am Theater Basel (5/2008, Nachtkritik zum Gastspiel bei den Mülheimer Theatertagen für das Festival-Portal nachtkritik-stuecke08.de)

Die Gerechten am Schauspielhaus Zürich (3/2009)

Die kahle Sängerin am Theater Basel (9/2009)

Volpone am Schauspielhaus Zürich (3/2010)

Für die Nacht am Theater Basel (4/2011)

Die Unterrichtsstunde am Theater Basel (11/2011)

Das Glas Wasser am Schauspielhaus Zürich (5/2012)

Schönes am Schauspielhaus Zürich (5/2013)

Eidinger, Lars

Lars Eidinger, 1976 in Berlin-Tempelhof geboren, ist Schauspieler und Regisseur.

Eidinger studierte Schauspiel an der Berliner "Ernst Busch"-Schule und gehört seit 1999 zum Ensemble der Berliner Schaubühne. Dort gab er 2008 mit Schillers "Die Räuber" auch sein Debüt als Regisseur. Die Inszenierung wurde 2009 zum Nachwuchsfestival radikal jung eingeladen. Neben Birgit Minichmayr spielte Eidinger 2009 in Maren Ades preisgekröntem Spielfilm "Alle Anderen". 2010 lieh er sein Gesicht einer Werbekampagne des Designers Marc Jacobs.

Texte über Lars Eidinger:

Der Schauspieler und Regiedebütant Lars Eidinger. Ein Porträt (1/2009)

Nachtkritiken zu Inszenierungen von und mit Lars Eidinger:

Hamlet beim Hellenic Festival Epidauros (7/2008)

Endstation Sehnsucht in der Schaubühne Berlin (4/2009)

Was kann eine gut stehende Schaubühne eigentlich wirken? in der Berliner Schaubühne (9/2009)

Dämonen in der Berliner Schaubühne (3/2010)

Der Menschenfeind in der Berliner Schaubühne (9/2010)

Soll mir lieber Goya den Schlaf rauben als irgendein Arschloch beim F.I.N.D in der Schaubühne Berlin (3/2011)

Maß für Maß bei den Salzburger Festspielen (8/2011)

Romeo und Julia in der Berliner Schaubühne (4/2013, Regie)

Tartuffe an der Berliner Schaubühne (12/2013)

Eitner-Acheampong, Martina

Martina Eitner-Acheampong, 1960 in Cottbus geboren, ist Schauspielerin und Regisseurin.

Von 1981 bis 1985 studierte sie Schauspiel in Rostock. Von 1991 bis 2000 gehörte sie zum Ensemble des Leipziger Theaters und war 2000 bis 2005 am Schauspielhaus Bochum aktiv. Parallel zu ihrer Schauspielkarriere etablierte sie sich als Regisseurin und inszenierte u.a. in Essen, Cottbus und am Centraltheater Leipzig. Darüber hinaus unterrichtet Eitner-Acheampong an den Schauspielschulen von Rostock, Leipzig und Essen (Folkwang).

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Martina Eitner-Acheampong:

Das Fest am Centraltheater in Leipzig (3/2010)

Engel, Wolfgang

Wolfgang Engel, 1943 in Schwerin geboren, ist Schauspieler und Regisseur. Bis 2008 war er Intendant des Schauspiels Leipzig, das sein Nachfolger Sebastian Hartmann in Centraltheater umbenannte.

Nach dem Abitur begann er in seiner Heimatstadt als Bühnenarbeiter, legte 1965 ohne Schauspielausbildung die Bühnenreifeprüfung ab und wurde 1968 ins Ensemble des Schweriner Theaters aufgenommen. Als Regisseur begann er in den 1970er Jahren zu arbeiten. Ab 1978 war er Dozent an der Berliner Schauspielschule "Ernst Busch". 1980 ging er als Regisseur ans Dresdener Staatsschauspiel, wo ihm der Durchbruch gelang. Engel wurde zu einem der wichtigsten Regisseure der DDR, deren Nationalpreis er 1989 jedoch ablehnte. Nach der Wende arbeitete Engel am Schauspiel Frankfurt/Main, bevor er 1996 die Intendanz in Leipzig übernahm.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Wolfgang Engel:

Die Orestie des Aischylos am Schauspiel Leipzig (1/2007)

Der Kaufmann von Venedig am Schauspiel Leipzig (9/2007)

Molière oder die Verschwörung der Heuchler am Schauspiel Leipzig (4/2008)

Joseph und seine Brüder am Düsseldorfer Schauspielhaus (2/2009)

Der Turm am Staatsschauspiel Dresden (9/2010)

Trilogie der schönen Ferienzeit am Düsseldorfer Schauspielhaus (3/2011)

Der Meister und Margarita am Staatsschauspiel Dresden (2/2012)

Othello. Venedigs Neger am Neuen Theater Halle (5/2012)

Hiob am Schauspiel Essen (10/2012)

Der Drache am Staatsschauspiel Dresden (4/2013)

England

England. Seit der Gründung im Mai 2007 dehnt nachtkritik.de sukzessive seine internationale Berichterstattung aus. In "Theaterbriefen" wird in loser Folge über Tendenzen, herausragende Künstler und Spielstätten sowie aktuelle Debatten aus Bühnenlandschaften jenseits des deutschen Sprachraums berichtet.

Die englische Theaterszene konzentriert sich in London, wo es abseits des musicaldominierten West-End eine Menge zu entdecken gibt, zum Beispiel: erfolgreich integratives Theater, wie Elisabeth Wellershaus es in ihren Theaterbriefen aus London beschreibt.

Das einzige komplett staatlich finanzierte Theater mit Repertoirebetrieb ist das National Theatre, ansonsten ist das Ensemble einer Produktion meistens provisorisch, und es wird en suite gespielt. Staatliche Förderungen werden vom Arts Council vergeben. Maßgabe: cultural diversity.

Die berühmteste Touring Company ist die Royal Shakespeare Company, die ihren Heimatsitz im Geburtsort des Dramatikers Stratford-upon-Avon hat.

Das 1997 wiederaufgebaute Londoner Globe Theatre soll anlässlich der Olympischen Spiele in der britischen Hauptstadt 2012 einen Shakespeare-Marathon beherbergen.


Theaterbriefe aus London
von Elisabeth Wellershaus:

Über das Integrationsbestreben der britischen Theater (12/2008)

Über erfolgreich integratives Theater in der britischen Hauptstadt (3/2009)


Links:

http://www.nationaltheatre.org.uk/

http://royalcourttheatre.com/

 

Siehe auch:

Forced Entertainment, Gob Squad, Dennis Kelly, Katie Mitchell, Lucy Prebble, Simon Stephens

Erpulat, Nurkan

Nurkan Erpulat, geboren 1974 in Ankara, ist Theaterregisseur und Autor.

Erpulat absolvierte ein Schauspielstudium an der Staatlichen Hochschule in Izmir und ging 1998 nach Berlin, wo er erst Theaterpädagogik und ab 2003 Regie an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" studierte.

Mit seinem 2010 in Ko-Produktion mit dem Ballhaus Naunynstraße Berlin auf der Ruhrtriennale herausgebrachten Schülerdrama "Verrücktes Blut" wurde er zum Berliner Theatertreffen 2011, zu radikal jung 2011 sowie, gemeinsam mit Co-Autor Jens Hillje, zu den Mülheimer Theatertagen 2011 eingeladen. Bis Ende der Spielzeit 2012/13 war Erpulat Hausregisseur am neu formierten Düsseldorfer Schauspielhaus unter Intendant Staffan Valdemar Holm. Aktuell ist er Hausregisseur am Berliner Maxim Gorki Theater unter Intendantin Shermin Langhoff.

Texte zu Nurkan Erpulat:

Der Regisseur Nurkan Erpulat (2011)

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Nurkan Erpulat:

Man braucht keinen Reiseführer für ein Dorf, das man sieht beim Festival Beyond Belonging (11/2009)

Verrücktes Blut bei der Ruhrtriennale (9/2010)

Clash am Deutschen Theater Berlin (2/2011)

Das Schloss bei der Ruhrtriennale (9/2011)

Herr Kolpert am Düsseldorfer Schauspielhaus (1/2012)

Kinder der Sonne am Volkstheater Wien (4/2012)

Worringer Schlachten. Teil 3 am Düsseldorfer Schauspielhaus (2/2013)

Kasimir und Karoline am Düsseldorfer Schauspielhaus (5/2013)

Der Parasit am Düsseldorfer Schauspielhaus (9/2013)

Der Kirschgarten am Maxim Gorki Theater Berlin (11/2013)

Esinencu, Nicoleta

Nicoleta Esinencu, geboren 1978 in der moldawischen Hauptstadt Chişinău, ist Dramatikerin.

Esinencu studierte Theaterwissenschaften und begann, eigene Stücke zu schreiben – die das Themenspektrum und den Formenkanon der moldauischen Dramatik, gelinde gesagt, erweiterten. "FUCK YOU, Eu.ro.PA" wurde 2005 im Reader des Rumänischen Pavillons der 51. Biennale von Venedig veröffentlicht und sorgte in der Republik Moldau für eine politische Kontroverse. Ein Jahr zuvor hatte die drastische Gesellschaftsschilderung in Form eines Monologes einer ungehorsamen Tochter ("Papa, ich muss dir etwas sagen...") in Rumänien aber bereits den dramacum-Preis für junge Dramatiker gewonnen. Weitere wütende Stücke wie "Zuckerfrei" folgten.

Esinencu erhielt mehrere Stipendien im Ausland, u.a. in Deutschland und Frankreich, und wurde auch in Russland, Japan, Schweden und Österreich aufgeführt. 2007 gründete sie ihre eigene Theatergruppe, das Mobile European Trailer Theatre, das in der Republik Moldau allerdings kaum Arbeitsmöglichkeiten hat.

Auf dem Festival-Portal nachtkritik-spieltriebe3.de zu dem Osnabrücker Eraufführungsfestival "Spieltriebe 3" nähert sich Petra Kohse an die Arbeit dieser politischen Autorin vom Rande Europas an. Außerdem ist Nicoleta Esinencu im Originalton zuhören. Irina Wolf porträtiert die Theaterlandschaft der Republik Moldau.

Texte u.a. zu Nicoleta Esinencu:

In Berlin stellte das Goethe Institut sein europaweites Theaterprojekt After the Fall vor (2009)

Nachtkritiken zu Stücken von Nicoleta Esinencu:

A (II) Rh + beim Osnabrücker Festival "Spieltriebe 3" (9/2009, Nachtkritik für das Festivalportal nachtkritik-spieltriebe3.de)

Antidot (Gegenmittel) beim Dresdener Festival "After the Fall" (10/2009)

Clear History beim Festival "Many Years After..." im Berliner HAU (12/2012

European Theatre Convention

European Theatre Convention (ETC) ist ein Netzwerk öffentlicher Theater in Europa.

Seiner Selbstbeschreibung nach will das 1988 gegründet Netzwerk den künstlerischen und kulturellen Austausch innerhalb Europas und die Mobilität von Künstlern erhöhen sowie zeitgenössische Theaterkunst fördern. Es begreift sich als politisches Netzwerk, das generationenübergreifend die Rolle des Theater in der Gestaltung der europäischen Öffentlichkeit stärken will.

Die ETC veranstaltet Konferenzen, Theaterfestivals, Workshops, internationale Gastspiele, Bildungs- und Förderprogramme für Künstler und Übersetzer.

Der ETC gehören mehr als 40 Theater in 25 Ländern an (Stand: März 2013). In Deutschland sind folgende Staats- und Stadttheater Mitglieder der ETC: Theater an der Parkaue Berlin, Deutsches Theater Berlin, Staatstheater Braunschweig, Theater Dortmund, Theater & Orchester Heidelberg, Badisches Staatstheater Karlsruhe, Staatstheater Stuttgart, Hessisches Staatstheater Wiesbaden. Sowie die Festivals: Bad Hersfelder Festspiele, Kunstfestspiele Herrenhausen (Hannover).

Link:

www.etc-cte.org

Fabian, Jo

Jo Fabian, 1960 in Berlin geboren, ist Regisseur, Choreograph, Autor und Bühnenbildner.

Fabian studierte Schauspiel in Rostock und begann Mitte der 1980er Jahre als Schauspieler in Gera und Meiningen, wo auch erste Theatertexte und Regiearbeiten entstanden. 1989 gründete er in Berlin die freie Gruppe "example dept", arbeitete im Theater unterm Dach und wurde in den 1990er Jahren auch überregional bekannt. Neben der freien Theaterarbeit war Fabian immer wieder auch an Stadttheatern aktiv und hat Projekte entwickelt, die bildende und darstellende Kunst, Lichtdesign, Tanz und Architektur verbinden.

Nachtkritiken zu Arbeiten von Jo Fabian:

Wendelgard.the First level am Theater Junge Generation Dresden (3/2010)

Die Weber am Neuen Theater Halle (9/2011)

Werwolf am Theater Junge Generation Dresden (3/2012)

Das Guericke-Labyrinth am Theater Magdeburg (6/2012)

Kabale und Liebe am Theater an der Ruhr Mülheim (11/2012)

Leben des Galilei am Neuen Theater Halle (5/2013)

Link:

www.nofish-nocheese.de

Faldbakken, Matias

Matias Faldbakken, 1973 in Dänemark geboren, ist ein norwegischer Schriftsteller und bildender Künstler.

Im Jahr 2007 vertrat Faldbakken u.a. Norwegen bei der Biennale in Venedig. Faldbakkens Romane werden auf Grund der Drastik, mit der die verrohten, libertären Verhältnisse der neoliberalen, durchökonomisierten Gesellschaften des Westens aufgegriffen werden, gelegentlich mit den Büchern des 17 Jahre älteren Franzosen Michel Houllebecq oder den Szenarien des 1964 geborenen Amerikaners Bret Easton Ellis verglichen.

Schnell hat auch das Theater Faldbakkens Stoffe entdeckt, die Berliner Volksbühne zum Beispiel, wo im März 2007 – (also bevor nachtkritik.de online ging) – Robert Lehniger den Roman "Macht und Rebel" adaptierte, u.a. mit Bruno Cathomas, Lilith Stangenberg und Albrecht Hirche.

Nachtkritiken gibt es zu:

The Cocka Hola Company am Staatstheater Stuttgart (1/2008)

Noras Baby am Staatstheater Stuttgart (10/2008)

Final Girl am Theater Basel (12/2009)

Macht und Rebel am Theater Freiburg (4/2010)

Unfun am Centraltheater Leipzig (6/2010)

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