"Kulturelle Klimakatastrophe"

26. Februar 2021. In Bayern bleiben die Staatstheater bis Ende März geschlossen. Das teilte dem Bayerischen Rundfunk zufolge heute Mittag das bayerische Kunstministerium den Intendant*innen mit. Die Entscheidung sei "nicht etwa mit unserem Einverständnis" gefallen, zitiert der BR den Staatsintendanten des Münchner Residenztheaters, Andreas Beck.

Streit um den Notgroschen

21. Februar 2021. In der Rhein-Neckar-Zeitung (RNZ) (20.2.2021) berichtet Anica Edinger vom Streit um eine neue Förderpraxis der baden-württembergischen Landesregierung: Kommunale Theater erhalten für das Jahr 2020 keinen festen Zuschussbetrag mehr – denn Überschüsse im Finanzhaushalt der Theater wurden erstmals in der Landesförderung berücksichtigt. Von der Festbetrags- zur Fehlbedarfsfinanzierung.

Bröckelndes Fundament

30. Januar 2021. Gravierend sind einer Studie des Beratungsunternehmens Ernst & Young ("Rebuilding Europe") zufolge die finanziellen Folgen der Corona-Lockdowns für die Kultur: "Neunzig Prozent Verluste für die Bühnenkünste, 76 Prozent in der Musik, 56 Prozent in der bildenden Kunst, dreißig Prozent in der Buchbranche. Das einzig gewachsene Segment: Games." Das schreiben der Filmkomponist Matthias Hornschuh, Vorsitzender des Berufsverbands mediamusic und Mitglied im Aufsichtsrat der Gema, und die Schriftstellerin Nina George, die Präsidentin des European Writers' Council, in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Nachhaltigkeit und digitale Öffnung

24. Januar 2021. Der Direktor der öffentlich-rechtlichen Kultur-Stiftung Pro Helvetia Philippe Bischof umreißt in einem Gastkommentar fürs Tagblatt (23.1.2021) die Grundzüge der kommenden Schweizer Förderpolitik. In fünf Punkten zieht er Schlussfolgerungen aus der Notlage von Künstler*innen und aus weiteren Tendenzen der Kultur in Pandemiezeiten.

Stelle frei!

20. Januar 2021. Der Münchner Merkur (19.1.2021) berichtet über die Essener Agentur "Kulturexperten", die zuletzt mehrmals beratend bei Besetzungen von Intendanzen mitwirkte. Die "Kulturexperten" werden in dem Text als Headhunter bezeichnet. Zuletzt sollen sie bei der Besetzung der Intendanzen in Regensburg, Annaberg-Buchholz und Schwerin involviert gewesen sein.

Jeder kennt jeden

14. Januar 2021. In der Aargauer Zeitung untersuchen Julia Stephan und Julia Nehmiz die Ergebnisse einer Anfang November 2020 veröffentlichten Umfrage des Schweizerischen Bühnenkünstlerverbandes SBKV zum Thema Machtmissbrauch und sexuelle Belästigung. 80 Prozent aller Teilnehmenden der Umfrage haben "in den letzten zwei Berufsjahren mindestens einen sexuellen Übergriff erlebt, 69 Prozent davon waren Frauen. Die Vorwürfe gehen von abwertenden und anzüglichen Sprüchen zu Angeboten beruflicher Vorteile bei sexuellem Entgegenkommen und in seltenen Fällen bis zur Vergewaltigung."

Soli für darbende Künstler*innen, Roadies, Clubbesitzer und andere

5. November 2020. In der Zeit schlägt der Musiker Herbert Grönemeyer vor, dass die "vermögendsten Menschen des Landes" den durch "die Pandemie und den neuerlichen Lockdown in Not" geratenen Künstler:innen mit einer Vermögensabgabe "zur Seite springen".