Scala goes "Premiumprodukt"

10. April 2021. Der seit Juli 2021 amtierende Intendant der Mailänder Scala Dominique Meyer hat für das Opernhaus konkrete Pläne. Diese betreffen vor allem die Digitalisierung des Hauses sowie die Ausbildungsstätte Accademia Teatro alla Scala, wie die FAZ im Feuilleton berichtet.

"Im Spiel bleiben"

9. April 2021. Im Feuilleton der FAZ (9.4.2021) äußert sich Dramaturg und Autor Bernd Stegemann zu den von Schauspieler Ron Iyamu geschilderten Proben-Vorfällen am Schauspielhaus Düsseldorf: "Man kann das geschmacklos finden und sich als Kollege diese Grenzüberschreitung verbitten. Man könnte aber ebenso im Spiel bleiben und darauf schauspielerisch reagieren."

Verbeamtet, käuflich und selber schuld

4. April 2021. "Neustart Kultur: Das will so klingen, als würden die Programme aktualisiert und ein neues Betriebssystem installiert. Im Moment sehen wir das große Löschen", schreibt Claudius Seidl in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

(post-)Lockdown Perspektiven

31. März 2021. In den nördlichen Bundesländern reagiert die Kulturszene auf andauernde Schließung mit verschiedenen Konzepten zur Wiederöffnung und Forderungen zur Unterstützung lokaler Institutionen. Während in Niedersachsen Test-Öffnungen beschlossene Sache sind, decken sich Hamburger Theaterhäuser bisher nur vorsorglich mit Schnell-Tests ein, so berichtet der NDR Kultur. Aus Bremen kommt derweil aus der freien Szene die Forderung einer Quote für lokale Produktionen, wie die taz in einem längeren Interview berichtet.

Spürbare Haltung

26. März 2021. Dass "etwas anderes gelebt als gepredigt wurde", habe sie auch bei den Intendant*innen der 68er-Generation erlebt, berichtet Iris Laufenberg, Intendantin des Schauspielhauses Graz und ab 2023 Intendantin des Deutschen Theaters Berlin, im Interview mit Petra Kohse von der Berliner Zeitung (am Erscheinungstag hinter der Paywall). Spiegel der Gesellschaft sei das Theater dabei nicht nur auf, sondern auch hinter der Bühne, so Laufenberg. "In der Kunst ging – und geht – es ständig darum, dass man die Gesellschaft für mehr Gleichberechtigung und ökologisches Bewusstsein verändern will. Vom tatsächlichen Miteinander war dieser Anspruch oft abgespalten."

"Jeden Tag Schmerz"

22. März 2021. Der Schwarze Schauspieler Ron Ighiwiyisi Iyamu hat im Rahmen eines Fernsehbeitrags im WDR rassistische Vorfälle am Düsseldorfer Schauspielhauses beklagt. Das berichtete gestern unter anderem die Frankfurter Rundschau. Der 29-Jährige, der seit 2019 fest am Düsseldorfer Schauspielhaus angestellt ist, behauptet demnach, während der Proben zu einer Produktion, in der er einen haitianischen Freiheitskämpfer spielen sollte, vom namentlich nicht genannten Regisseur "Sklave" genannt worden zu sein.

Späte #MeToo-Debatte?

11. März 2021. Dimitris Lignadis, im Februar zurück getretener Intendant des Nationaltheaters in Athen, ist in Untersuchungshaft aufgrund von Vorwürfen, männliche Jugendliche vergewaltigt zu haben, wie die taz berichtet (10.3.2021). Im Januar wurden durch die Berichte der olympischen Seglerin Sofia Bekatorou und anderer Athletinnen zahlreiche Vorfälle sexualisierter Gewalt im Sport öffentlich - jetzt greift die Debatte auch im griechischen Theaterbetrieb um sich und erreicht die Politik. In einem Interview äußern sich zu dem Fall um Ex-Intendant Lignadis der deutsch-griechische Regisseur Prodromos Tsinikoris und die Schauspielerin Antriana Andreovits, die letztes Jahr in den stellvertretenen Vorstand der griechischen Schauspieler:innen Union gewählt wurde.