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Theaterbriefe aus der Ukraine

Aufbruchstimmung trotz Krieg

von Oliver Kranz

6. Januar 2018. Seit vier Jahren organisiert das europäische Theaternetzwerk ETC (European Theatre Convention) das Projekt Theater ist Dialog – Dialog der Kulturen, mit dem Theatermacher in der Ukraine und anderen osteuropäischen Ländern unterstützt werden. Im Dezember wurde bei einer Konferenz in Kiew Bilanz gezogen: Mehr als 40 ukrainische Theatermacher wurden schon zu Künstlerresidenzen nach Europa eingeladen. Sie arbeiteten an elf Theatern in vier verschiedenen Ländern. Außerdem wurden Gastspiele organisiert und europäische Theaterleute und Festivalmacher zu einem Showcase der ukrainischen Bühnen nach Kiew eingeladen.


Theaterbriefe aus der Ukraine

Arm, aber enthusiastisch

von Oliver Kranz

10. Dezember 2015. "Ihr nennt es Krise, wir nennen es Krieg!" – Ukrainische Theatermacher nehmen kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, Besuchern aus dem Westen die Situation ihres Landes zu schildern. Anfang Dezember reiste eine Delegation der European Theatre Convention (ETC) nach Kiew, um die dortige Theaterszene kennenzulernen. Die Zahlen sprechen für sich: In der Ukraine gibt es 137 Stadt- und Staatstheater – fast so viele wie in Deutschland (obwohl das Land wesentlich weniger Einwohner hat). Rund 30.000 Vorstellungen werden jedes Jahr geboten. Daran hat auch der Krieg in Donezk und Lugansk nichts geändert. Die Eintrittspreise sind niedrig, die Besucherzahlen hoch. Auffällig ist allerdings, dass es kaum freie Theater gibt. Da in der Ukraine öffentliche Fördergelder ausschließlich Stadt- und Staatsbühnen zufließen, können sich nur wenige freie Ensembles halten. Eines davon ist das Dakh-Theater, das in einem Plattenbau am Rande der Kiewer Innenstadt residiert.


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