zurück zur Übersicht

archiv » Theaterbriefe aus der Ukraine (8)
Theaterbriefe aus der Ukraine

9. September 2022. Im Jahr 2014, als der Euromaidan die Straßen füllte, fanden die Kundgebungen direkt vor den Fenstern der Kiyver Universität für Theater, Film und Fernsehen statt, deren historischer Campus sich in der Chreschatyk Straße befindet.


Theaterbriefe aus der Ukraine

28. März 2022. Die Kriege der Gegenwart sind hybride Kriege, ihre Kämpfe finden an vielen Fronten gleichzeitig statt. Seit Beginn der russischen Invasion setzen Institutionen wie das ukrainische Kulturministerium oder das Ukrainische Institut den Kampf auf ihre Weise fort.


Theaterbriefe aus der Ukraine

10. März 2022. Wenn heute in der Ukraine jemand schreibt: "Wie geht es dir?", dann heißt das soviel wie: "Bist Du noch am Leben? Bleibe stark, ich liebe dich. Es lebe die Ukraine!"


Theaterbriefe aus der Ukraine

28. Februar 2022. Am 2. November 2021 fand in Kyiv die Premiere von Dmytro Kostyumynskys Dokumentarfilm "Krim. 5 Uhr morgens" statt, nach dem Theaterstück von Natalka Vorozhbyt und Anastasia Kosodiy. Darin berichten Zeugen – meist Verwandte oder Freunde – von der Festnahme krimtatarischer Aktivisten: Um 5 Uhr morgens seien die russischen Sicherheitskräfte eingetroffen. Sie hätten nicht geklopft, sondern die Tür eingeschlagen und ausgesägt. Aktivisten wurden wegen Terrorismus festgenommen.


Theaterbriefe aus der Ukraine

28. Februar 2022. In diesen Tagen entscheiden sich ukrainische Theaterschaffende – Darsteller:innen, Regisseur:innen, Dramaturg:innen, Dramatiker:innen sowie die Mehrheit der Bürger:innen – dafür, sich der territorialen Verteidigung und Gruppen von Freiwilligen anzuschließen, um die ukrainische Armee beim Widerstand gegen die russischen Streitkräfte zu unterstützen.


Theaterbriefe aus der Ukraine

By Lena Myhashko 

February 28th, 2022. These days Ukrainian theatre makers — performers, directors, dramaturges, playwrights, as well as the majority of citizens, chose to join territorial defense and groups of volunteers to help the Ukrainian army resist the Russian forces.


Theaterbriefe aus der Ukraine

Aufbruchstimmung trotz Krieg

von Oliver Kranz

6. Januar 2018. Seit vier Jahren organisiert das europäische Theaternetzwerk ETC (European Theatre Convention) das Projekt Theater ist Dialog – Dialog der Kulturen, mit dem Theatermacher in der Ukraine und anderen osteuropäischen Ländern unterstützt werden. Im Dezember wurde bei einer Konferenz in Kiew Bilanz gezogen: Mehr als 40 ukrainische Theatermacher wurden schon zu Künstlerresidenzen nach Europa eingeladen. Sie arbeiteten an elf Theatern in vier verschiedenen Ländern. Außerdem wurden Gastspiele organisiert und europäische Theaterleute und Festivalmacher zu einem Showcase der ukrainischen Bühnen nach Kiew eingeladen.


Theaterbriefe aus der Ukraine

Arm, aber enthusiastisch

Von Oliver Kranz

10. Dezember 2015. "Ihr nennt es Krise, wir nennen es Krieg!" – Ukrainische Theatermacher nehmen kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, Besuchern aus dem Westen die Situation ihres Landes zu schildern. Anfang Dezember reiste eine Delegation der European Theatre Convention (ETC) nach Kiew, um die dortige Theaterszene kennenzulernen. Die Zahlen sprechen für sich: In der Ukraine gibt es 137 Stadt- und Staatstheater – fast so viele wie in Deutschland (obwohl das Land wesentlich weniger Einwohner hat). Rund 30.000 Vorstellungen werden jedes Jahr geboten. Daran hat auch der Krieg in Donezk und Lugansk nichts geändert. Die Eintrittspreise sind niedrig, die Besucherzahlen hoch. Auffällig ist allerdings, dass es kaum freie Theater gibt. Da in der Ukraine öffentliche Fördergelder ausschließlich Stadt- und Staatsbühnen zufließen, können sich nur wenige freie Ensembles halten. Eines davon ist das Dakh-Theater, das in einem Plattenbau am Rande der Kiewer Innenstadt residiert.


zurück zur Übersicht