Neustart für die Erde

23. November 2017. Beim zweiten Erlanger Regienachwuchswettbewerb ist das Konzept "RESET:EARTH" des Theaterkollektivs komplexbrigade für eine Inszenierung ausgewählt worden. Das gab das Theater Erlangen in einer Pressemitteilung bekannt. Ausgeschrieben war der Wettbewerb zum Thema Klima.

Das Berliner Game Theatre Kollektiv komplexbrigade – Caspar Bankert, Hannes Kapsch, Johanna Kolberg und Moritz Schwerin – kreiert seit 2016 interaktive Live-Formate zwischen Theater, Game und Installation. Ihr interaktives Konzept für den Erlanger Regiewettbewerb sieht vor, dass sich das Publikum an einer fiktiven Show des außerdirdischen Algorithmus’ EV42 beteiligt. In jeder Folge besucht EV42 einen anderen Planeten, um diesen in Zusammenarbeit mit dessen Bewohner*innen neu zu ordnen und das Leben zu perfektionieren. Die Ausgangsfrage von "RESET:EARTH" ist, ob sich der Klimawandel nur durch einen kompletten Umbau der Welt begrenzen ließe.

Überzeugt hat die komplexbrigade mit ihrem Konzept eine vierköpfige Jury: Bettina Brandl-Risi, Professorin für Theaterwissenschaft an der FAU Erlangen-Nürnberg, Martina Grohmann, Intendantin des Theaters Rampe in Stuttgart, Stephanie Metzger, Kulturjournalistin und Autorin, sowie Katja Ott, die Intendantin des Theaters Erlangen. Als Begründung für ihre Auswahl gab die Jury an, dass die komplexbrigade sich spielerisch mit gesellschaftlich relevanten Fragestellungen auseinandersetze und "neue Formen des Erzählens im Theater auf vielversprechende Weise mit der thematischen Vorgabe der Ausschreibung in Verbindung" bringe.

"RESET:EARTH" wird Anfang der Spielzeit 2018/19 in der Spielstätte Garage des Theaters Erlangen zur Uraufführung kommen.

(Theater Erlangen / eph)

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