Über Illoyalität nachdenken

12. Mai 2015. Für die Ostseezeitung (11.5.2015) hat Frank Pubantz den wieder ins Amt gesetzten Rostocker Volkstheater-Intendanten Sewan Latchinian getroffen. "Gerne würde ich meine erfolgreiche Arbeit fortsetzen", sagt der, "gern auch lebenslänglich."

Doch zuletzt sei zuviel geschehen, das er nicht mittragen könne. Die Zielvereinbarung zur Zukunft des Theaters zum Beispiel: ein "Affront, eine Änderung der Gesamtkonstellation, die ich als unanständig empfinde." Die Grundlage für seine Anstellung habe er nach der Rückkehr nun verändert vorgefunden. "Als ich schockgefroren war, ist die Welt verändert worden." Das gehe so nicht. Zunächst wolle er daher mit OB und der Theater-Aufsichtsratsvorsitzenden Eva-Mara Kröger über Möglichkeiten reden, dann einen Runden Tisch mit der Bürgerschaft abhalten. Ein drittes Gespräch müsse es mit dem Kaufmännischen Geschäftsführer Stefan Rosinski geben. In seiner Abwesenheit sei vieles verändert worden: "Sieben Stücke sind zum Beispiel abgesetzt worden ohne Not. Da kann man über Illoyalität nachdenken." Dem Bericht zufolge fordert der Rostocker OB bis Mittwoch eine Antwort von Latchinian, ob er sein Intendantenamt wieder aufnehmen wird. Latchinian bittet um Verständnis, dass er nur unter akzeptablen Umständen weitermachen könne.

(sle)

Hier unsere Chronik der Ereignisse seit Sewan Latchinians Berufung

 

 
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