Agiles Kompetenznetzwerk

13. November 2015. Mit insgesamt 12 Millionen Euro soll vom Staatsministerium für Kultur und Medien ein neues Bündnis internationaler Produktionshäuser für zeitgenössische darstellende Kunst in Deutschland gefördert werden. Das geht aus einer Pressemitteilung des Deutschen Bundestages hervor. Die sieben größten und wichtigsten Häuser mit internationaler Ausstrahlung sollen der Mitteilung zufolge in einem dreijährigen Projekt ihre Ressourcen bündeln und neue künstlerische Formate entwickeln.

Folgende Theater gehören diesem Bündnis an: das Berliner Hebbel am Ufer, Kampnagel in Hamburg, das Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt am Main, das Europäische Zentrum der Künste in Dresden-Hellerau,  PACT Zollverein in Essen, sowie Forum Freies Theater (FFT) und Tanzhaus NRW in Düsseldorf.

Bundesweit und international sichtbarer werden

Mit diesem neuen Verbundprojekt soll "ein agiles und ausdifferenziertes Kompetenznetzwerk für die Produktion und Präsentation herausragender darstellender Kunst und ihrer Kontexte in Deutschland" entstehen, das "die spezifischen Ressourcen der einzelnen Orte mit maximaler Diversität bündelt und bundesweit und international sichtbar" macht, teilte auf Nachfrage von nachtkritik.de das Büro von Rüdiger Kruse (CDU) mit, Hauptberichterstatter für Kultur und Medien im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages.

Das Geld wurde im Rahmen des Haushaltsbeschlusses der Regierungskoalition verabschiedet. Insgesamt wurden laut Pressemitteilung für die kommenden Jahre zusätzlich über 740 Millionen Euro bewilligt. Allein im nächsten Jahr profitiere die Kultur in Deutschland von zusätzlichen 119 Millionen Euro, heißt es weiter. Gegenüber dem Entwurf der Bundesregierung für das Jahr 2016 steige der Etat für Kultur und Medien im parlamentarischen Verfahren um 9,2 % und belaufe sich nun auf ca. 1,41 Milliarden Euro.

... und ein Internationales Tanzzentrum in Wuppertal

In Wuppertal ist für 2022 auch die Eröffnung eines Internationalen Tanzzentrums geplant, das den Namen der Choreografin und Tänzerin Pina Bausch tragen soll. Das geht ebenfalls aus der Pressemitteilung des Deutschen Bundestages hervor. Die Hälfte der Gründungsinvestion für das Internationale Tanzzentrum in Höhe von 28,2 Millionen Euro werde vom Bund getragen. Die andere Hälfte trage die Stadt Wuppertal und das Land Nordrhein-Westfalen. Mit ihrem Wuppertaler Tanztheater hat Pina Bausch von den 1970er Jahren bis zu ihrem Tod im Jahr 2009 den Tanz in Deutschland nachhaltig geprägt.

(sle)

 

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