Die Preisträger

13. November 2015. Am Staatstheater Saarbrücken wurde heute abend zum 10. Mal der Theaterpreis Der Faust vergeben. Dies sind die Preisträger:

Regie Schauspiel
Jette Steckel
Die Tragödie von Romeo und Julia
Thalia Theater Hamburg

Darstellerin / Darsteller Schauspiel
Bibiana Beglau,
Mephisto in Faust
Bayerisches Staatsschauspiel München

Regie Musiktheater
Andrea Breth
Jakob Lenz
Oper Stuttgart
Koproduktion mit La Monnaie/De Munt Brüssel und der Staatsoper Berlin

Sängerdarstellerin / Sängerdarsteller Musiktheater
Barbara Hannigan
Marie in "Die Soldaten"
Bayerische Staatsoper München

Choreografie
Bridget Breiner
Charlotte Salomon: Der Tod und die Malerin
Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

Darstellerin / Darsteller Tanz
Alicia Amatriain
Teufel in "Die Geschichte vom Soldaten" im Rahmen des Ballettabends "Strawinsky HEUTE"
Stuttgarter Ballett

Regie Kinder- und Jugendtheater
Tim Etchells / Robin Arthur (Forced Entertainment)
Das unmöglich mögliche Haus
Theater an der Parkaue Berlin

Bühne / Kostüm
Harald B. Thor
Die Soldaten
Bayerische Staatsoper München

Den Preis für das Lebenswerk erhält der Opernsänger Franz Mazura

(Deutscher Bühnenverein / sle)

 

Hier die Liste aller Nominierten.

 

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Kommentare

Kommentare  
#1 Faust-Preis: nur die MachtzentrenPerennes 2015-11-15 12:39
traurig, kein einziges theater aus der "provinz" dabei, einmal gelesenkirchen ausgenommen, münchen 3 x, stuttgart 2x, berlin 2x und hamburg, und kein einziges wirkliches stadttheater dabei,
bildet der preis wirklich die deutsche stadttheaterlandschaft ab,
oder nur die machtzentren des deutschen theaters?
#2 Faust-Preis: das Recht des Elite-Theaterspeschel 2015-11-15 14:50
@ Perennes : zum Glück gibts hier noch keinen kultursozialen Verteilungsschlüssel für die Provinz. Da bin ich sehr froh - oder können Sie sich eine Fussballweltmeisterschaft oder gerne auch Federball mit 3 Liga Spielern vorstellen, nur damit dem Proporz genüge getan wird ? ... nee, bitte nicht, auch wenn wir im Zeitaler des Relativismus leben. Das bisschen hochsubventionierte Elite -Theater soll auch das Recht behalten, sich selbst zu bepreisen .
#3 Faust-Preis: Musik und Bühne stärker bei "Romeo und Julia" Mihails 2015-11-15 16:37
..zumal ich Jette Steckels Inszenierung gesehen habe und zugeben muss, dieses Jahr schon besseren Regiearbeiten beigewohnt zu haben. Angesichts eines fulminanten Bühnenbildes und der wuchtigen Stimme von Anja Plaschg als musikalische und dramaturgische Dominante wirkt die (übrige) Regieleistung Steckels - ihre Arbeit mit dem Ensemble - blass.
Aber es ist wie so oft im Kulturbetrieb: Die stärkere Lobby gewinnt.
#4 Faust-Preis: Meinungsfreudewake up people! 2015-11-15 16:48
steckel und etchells - große namen, schlechte inszenierungen.
#5 Faust-Preis: angemessen vergleichen koträppchen 2015-11-15 17:24
@peschel
Die fehlenden Nominierungen für Stadttheater außerhalb der "Machtzentren des deutschen Theaters" sind nicht direkte Schlussfolgerung einer Qualitätsmesslatte. Um angemessen vergleichen zu können, muss man auch vielseitige und regional verstreute Orte und Inszenierungen aufsuchen. Die Auswahl der anzuschauenden Aufführungen muss diverser werden, um die jenseits der größten unter den großen Häusern vorhandene Qualität - z. Bsp. in den Nominierungen - abbilden zu können.
#6 Faust-Preis: GlückwünscheSchmidt 2015-11-15 17:25
Herzlichen Glückwunsch an die Parkaue!
Ich finde das Kinder- und Jugendtheater sollte auch mal Gegenstand von Theaterkritikern werden!
#7 Faust-Preis: ein Grußschiller 2015-11-15 17:38
bibi stay wild!
#8 Faust-Preis: wenig dienlichAnalytikerin 2015-11-16 17:30
Lächerlich, eine große unkritische Selbstbeweihräucherung, die medial und bei Zuschauern kein Interesse erzeugt,
Wem oder welcher Sache dient dieser Preis?
Wie würde vorausgewöhlt?
Und wer hat jetzt die Auswahl getroffen?
Ich muß Perennes Recht geben.
#9 Faust-Preis: mediales InteresseFrank-Patrick Steckel 2015-11-16 21:57
Zu #8: O je, aber die ewigen Merkels und Schäubles und Söders und Gabriels usw., die "erzeugen" mediales Interesse? Nein, es ist umgekehrt, diese Herrschaften werden erst durch mediales Interesse erzeugt. Sehen Sie sich einmal die Aufzeichnung des Saarbrücker Abends in der 3sat Mediathek an - da ist unsereiner dann doch recht froh, andere Gesichter zu sehen, die andere Dinge sagen und vertreten, als die in obiger Auswahl genannten Herrschaften. Und das schreibe ich nicht, weil meine Tochter einen der durch den Bühnenverein und die Akademie für Darstellende Künste vergebenen Preise erhalten hat.
#10 Faust-Preis: ProzedereUlrich Heinse 2015-11-16 22:58
Vorauswahl: Theater schlagen vor
Auswahl: über Akademie der Darstellenden Künste
#11 Faust-Preis: nicht nachvollziehbarGretchen 2015-11-17 00:26
(...) Jette Steckel ist zweifellos eine talentierte Regisseurin. Aber mit dem "Faust" hätte man sich noch ein wenig Zeit lassen und vielleicht einmal eine/n andere/n jungen Regisseur/in in den Blick nehmen können. Dass sie jetzt ausgerechnet für die Regie von "Romeo und Julia" - einer musicalartigen, auf ein junges Publikum ausgerichteten und vor allem auf Effekten beruhenden Inszenierung - das Thelia Theater hat keine Kosten und Mühen gescheut - ausgezeichnet wurde, ist nicht nachvollziehbar.
#12 Faust-Preis: Wie kann das sein?Maya 2015-11-17 12:08
Wie konnte das passieren: "Das unmöglich mögliche Haus", die in mehrfacher Hinsicht langweiligste Inszenierung, die auf dem durchaus interessanten Figurentheaterfestival in Erlangen zu sehen war, bekommt den FAUST verliehen?!
Gibt es tatsächlich so wenig von Belang in der nicht gerade kleinen deutschen Kinder- und Jugendtheaterszene??
#13 Faust-Preis: phantasievolle Parkaue-InszenierungProferolle 2015-11-17 16:27
Ich freue mich sehr für die Parkaue. Das unmögliche, mögliche Haus ist eine in vielfacher Hinsicht preisverdächtige Inszenierung. Sie ist inspiriert und phantasievoll. Da haben die Juroren Augen und Herz an der richtigen Stelle geöffnet. Weiter so. Faust für forced Entertainment.

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