"Vom Range eines Picasso"

22. Januar 2016. Frank Castorf, Regisseur und noch Intendant der Volksbühne Berlin, erhält den mit 15.000 Euro dotierten Großen Kunstpreis Berlin 2016. Das teilt die Akademie der Künste mit, die den Preis im Auftrag des Landes Berlin vergibt, wobei ihre sechs Sektionen sich als Preisgeber abwechseln.

CastorfHubschrauberBaal Residenztheater 2015 MaiFrank Castorf winkt aus dem Hubschrauber
im Bühnenbild zu seinem Münchner "Baal"
© Residenztheater
Die Jury der Sektion Darstellende Kunst besteht in diesem Jahr aus den Schauspieler*innen Constanze Becker und Ulrich Matthes (Leiter der Sektion) sowie dem Sänger Christian Gerhaher. Aus ihrer Begründung zitiert die Pressemitteilung: "Ohne Zweifel ist Frank Castorf ein Großkünstler vom Range eines Picasso für das Theater, und von seinem Oeuvre geht eine Energie und Strahlkraft aus, mit der sich jeder auseinandersetzen muss – ganz egal, wo genau er selbst das weite Feld der Kunst beackert."

Zusätzlich zum Großen Kunstpreis werden sechs "Kunstpreise Berlin" verliehen: Die Ehre und jeweils 5000 Euro bekommen der Fotograf und Videokünstler Sven Johne in der Sparte Bildende Kunst, das Architektenduo Kersten Geers und David van Severen (Baukunst), der Komponist Stefan Prins (Musik), die Autorin Angelika Meier (Literatur) und die Sopranistin Anna Prohaska (Darstellende Kunst). In der Film- und Medienkunst wird der Tonmeister Peter Avar geehrt.

Die Preise werden am 18. März in Berlin überreicht. Preisträger des Großen Kunstpreises der letzten Jahre waren Sherko Fatah (2015), Mathias Spahlinger (2014) und Florian Beigel (2013).

(Akademie der Künste / sd)

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