Schlussstrich nun

Bern, 6. Juli 2016. Der Stiftungsrat von Konzert Theater Bern und die Schauspieldirektorin Stephanie Gräve haben das Arbeitsverhältnis nach Verhandlungen im gegenseitigen Einvernehmen vorzeitig per 15. Juli 2016 aufgelöst, wie das KonzertTheaterBern in einer Presseaussendung mitteilt.

Mit der vertraglichen Einigung sei das Zusammenarbeitsverhältnis für beide Parteien abgeschlossen. Gräve, seit Januar von ihrem Posten freigestellt, sei nun frei, neue Stellen oder anderweitige Engagements anzunehmen. Sie erhalte eine Abfindung. Zu den Einzelheiten der Vertragsauflösung habe man Stillschweigen vereinbart.

(konzerttheaterbern.ch / sik)

Mehr dazu:

Ensemble des Konzert Theaters Bern kritisiert Führungsentscheidungen - Meldung vom 2. März 2016

Berns Stiftungsrats-Präsident stellt sich vor Intendant Märki - Meldung vom 1. März 2016

Kleine Anfrage und Petition zur Freistellung von Stephanie Gräve in Bern - Meldung vom 21. Januar 2016

 

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Kommentare

Kommentare  
#1 Vertrags-Auflösung Bern: überkommenes PatriarchatSich Fragender 2016-07-07 10:15
Darmstadt, Bern, Trier - es ist auffällig, dass es in kurzer Zeit zu drei solchen Fällen kommt. Und vielleicht weiteren, die nicht an die Öffentlichkeit geraten sind. Die Machtstrukturen an Mehrspartenhäusern müssen dringend überprüft und dem 21. Jahrhundert angepasst werden. Wie lange will man noch einem überkommenen Patriarchenmodell huldigen, der einem einzelnen Menschen nahezu unumschränkte Herrschaft einräumt? Die Leidtragenden sind am Ende immer die Künstler, deren Existenz noch unsicherer wird, wenn ihr direkter Vorgesetzter und Ansprechpartner willkürlich entlassen werden kann.
Oder nicht ganz willkürlich: die hohe Abfindung (seit Januar 16 freigestellt, bis Ende 17 bezahlt) zeigt: das Arbeitsrecht ist etwas weiter als die Theaterhierarchie, selbst in der unternehmerfreundlichen Schweiz.
#2 Vertrags-Auflösung Bern: ZusatzfrageSich Fragender 2016-07-07 10:20
Zusatzfrage: es wàre interessant zu wissen, ob es in Ensemble und Dramatugie Kûndigungen gab. Kônnte Nachtkritik da nachfragen?
#3 Vertrags-Auflösung Bern: kostet wider Versprechen eben dochSamuel Schwarz 2016-07-07 11:18
Der Skandal wird immer grösser; nun klafft das Loch der Riesenlügen passend zum Sommerloch auf. Zuerst hiess es "strategische Differenzen", dann Monate später "menschliche Unverträglichkeiten"; danach hiess es von Seiten KTB, es gäbe keine weiteren zusätzlichen Kosten für das Haus. Nun doch ein fünfstelliger Betrag, dazu Anwaltskosten (beider Parteien!). Als das wäre zu verhindern gewesen mit einer ganz einfachen, simplen professionellen Mediation im Januar oder vorher. Und nun meint der Sitfungsrat auch noch, die neue Stelle nach diesem Desaster ohne Ausschreibung und Formulierung eines genauen präzisen Stellenprofil vergeben zu können. Man mag uns Sturheit vorwerfen, die das schädlich finden für den Theaterplatz Schweiz. Aber Herr Märki ist ja schliesslich auch Präsident des Schweizerischen Bühnenverbandes und solche Katastrophen sollten wirklich nicht stilbildend sein für die Theaterlandschaft. Dem Stiftungsrat ist leider nur etwas vorzuschlagen (das gleiche wie im Januar: bedingungsloser Rücktritt). (...)

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