Seniorinnen, Junioren, Tänzerinnen, offene und geschlossene Formen

Offenbach, 24. September 2016. Der Deutsche Amateurtheaterpreis "amarena 2016" wurde am Samstag in Offenbach in fünf Kategorien verliehen. Das teilt der Bund Deutscher Amateurtheater (BDAT) heute in einer Presseaussendung mit.

Die Gewinner:
In der Sparte Schauspiel gewannen die Cammerspiele Leipzig mit Die (Selbst)Natürlichen von Denis Diderot. Dabei geht es um "ersehnte und verschmähte Liebe".

In der Sparte Offene Theaterformen gewann das integrative Heyoka-Theater aus Ulm mit walking in between. Darin setzt sich die Generationen übergreifende Theatertruppe in einer Collage mit dem Thema "Tod und Sterben" auseinander.
In der Sparte Kinder- und/oder Jugendtheater siegte der Piccolo Theater Jugendklub Cottbus mit seiner Eigenproduktion Touch Down. Die jugendlichen Darsteller nehmen eine reale Vergewaltigungsgeschichte in den USA zum Ausgangspunkt, um Männer- und Frauenbilder zu hinterfragen.
In der Sparte Seniorentheater erhielt das Theater Uhu aus Bonn den Preis für die Inszenierung von Friedrich Dürrenmatts Der Besuch der alten Dame.
In der Sparte Musik-, Tanz- oder Bewegungstheater wurde die Juniorcompany der Älteren des Leipziger Tanztheaters für ihre Produktion Ich bin. Aber ich habe mich noch nicht. Ausgezeichnet. Dabei geht es um die verschwimmenden Grenzen zwischen der realen und virtuellen Welt.

Die Preisjury tagte unter dem Vorsitz von Rainer Mennicken, früher Intendant in Oldenburg und Linz. Weiters gehörten der Jury an: Martin Bretschneider (Schauspieler, Moderator, Theaterpädagoge), Romi Domkowsky (Professorin für Theaterpädagogik Evangelische Hochschule Berlin), Frank Grünert (Kuratoriumsvorsitzender amarena und Vizepräsident BDAT), Günther Heeg (Direktor Institut für Theaterwissenschaft Universität Leipzig), Stephan Schnell (Bildungsreferent BDAT, Regisseur), Bronwyn Tweddle (Dozentin, Victoria University of Wellington, Neuseeland), Norbert Niclauss  (nicht stimmberechtigt, vom Referat Darstellende Künste bei der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien).

Der amarena Deutsche Amateurtheaterpreis wird alle zwei Jahre vergeben und ist mit je 2.000 Euro dotiert. Prämiert wird die künstlerische Leistung im ehrenamtlichen kulturellen Engagement, die Preisträger sollen exemplarisch für das deutsche Amateurtheater stehen und wegweisend wie impulsgebend arbeiten. Das "Instrument des Preiswettbewerbs" soll die Qualitätsdiskussion innerhalb des Amateurtheaters fördern.

(BDAT / jnm)

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