Bildliche Sprachintensität

Frankfurt a.M., 26. April 2017. Der Österreicher Händl Klaus erhält für seine Opernlibretti den mit 5.000 Euro dotierten Preis der Autoren 2017. Wie die Autorenstiftung Frankfurt am Main mitteilt, würdigt die Jury mit ihrer Entscheidung eine herausragende Autorenleistung in einer versteckten und oft verkannten literarischen Gattung.

"In gleichberechtigter Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten, wie zum Beispiel Georg Friedrich Haas, erfindet Händl Klaus eigene Welten zu existentiellen Themen. Seine konzentrierten Geschichten und die klangliche und bildliche Intensität seiner Sprache, die sich in den Kompositionen spiegeln, zeigen, wie faszinierend, kraftvoll und lebendig Gegenwartsoper sein kann."

Die Jury der Stiftung besteht aus Annette Reschke, Lektorin des  Frankfurter "Verlags der Autoren", sowie den Autoren Khyana el Bitar, Ulrich Hub und Claudius Lünstedt.

Der Preis, laut Verlagsaussendung "der einzige Preis von Autoren für Autoren der Darstellenden Künste", wird jährlich verliehen. In den Jahren zuvor wurden unter anderem die Drehbuchautorin Annette Hess, der Übersetzer Frank-Patrick Steckel, die Dokumentarfilmerinnen Orit Nahmias und Dalia Castel, der Theatermacher Daniel Cremer und der Dramatiker Lutz Hübner ausgezeichnet.

(Autorenstiftung Frankfurt a.M. / geka)

 

 
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