Gerechte Gage für hervorragende künstlerische Arbeit

Heilbronn, 26. Mai 2017. Das Theater Heilbronn erhöht zum 1. Juni 2017 die Einstiegsgage für künstlerisch Beschäftigte nach NV Bühne auf 2.300 Euro pro Monat. Das teilt das Theater in einer Presseaussendung mit. Mit der Aufstockung liegt die Anfangsgage für junge Schauspielerinnen und Schauspieler damit in Heilbronn deutlich über der tariflich vereinbarten Mindestgage von 1.850 Euro an deutschen Theatern.

Theater Heilbronn Grosses Haus Zuschauerraum 280 Theater HeilbronnDas 1982 eröffnete Große Haus des Theaters Heilbronn mit 705 Plätzen  © Theater HeilbronnAuch in der Vergangenheit habe das Theater Heilbronn schon die Mindestgage "überboten", so die Pressemitteilung. Die aktuelle Gagenerhöhung begründet Intendant Axel Vornam damit, dass die "sozialpolitisch nicht haltbare Gehaltsungerechtigkeit zwischen den künstlerisch Beschäftigten, die über den Normalvertrag Bühne (NV Bühne) angestellt sind, und den über den Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes (TvöD) Angestellten im Bereich Technik und Verwaltung zügig ausgeglichen" werden müsse. Zum anderen müsse auch der "wesentliche Beitrag von Schauspielern und anderen künstlerisch Beschäftigten am Erfolg des Hauses angemessen gewürdigt werden". Diese Veränderungen seien "umso dringlicher", da "gerade in den Großstädten die Lebenshaltungskosten enorm steigen" und es für "junge Talente" wieder attraktiv werden müsse, sich für mehr als nur eine Spielzeit an ein Theater zu verpflichten.

Kennzahlen der Ära Vornam

Intendant Axel Vornam leitet seit 2008 das Theater Heilbronn als Intendant und Geschäftsführer. Die "hohe künstlerische Qualität" ziehe ein "enorm gesteigertes Zuschauerinteresse" und "deutlich gestiegenen Einnahmen" nach sich, schreibt das Theater in seiner Mitteilung. Seit Beginn der Intendanz Vornam seien die erwirtschafteten Einnahmen um "rund 55%, von 1,78 Mio Euro im Jahr 2008 auf 2,75 Mio Euro im Jahr 2016 gewachsen". Das Theater Heilbronn erreiche im Schnitt jährlich 165.000 Zuschauer, und die Auslastung liege in den drei Spielstätten mit insgesamt 1.140 Plätzen bei rund 80 Prozent. Mit einem "Eigenfinanzierungsanteil von 22 Prozent" liege das Theater Heilbronn im Spitzenbereich im Vergleich zu den anderen kommunalen und Staatstheatern in Baden-Württemberg und in ganz Deutschland.

(Theater Heilbronn / jnm)

 
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