Große treibende Kraft

Berlin, 15. Juni 2017. Gisela Höhne wird die Gesamtleitung des Berliner Inklusionstheaters RambaZamba im September 2017 offiziell abgeben. Nachfolger wird ihr Sohn, der Musiker und Regisseur Jacob Höhne, der seit Januar 2017 bereits als künstlerischer Leiter fungiert und zur neuen Spielzeit auch die Posten der Direktion und der Geschäftsführung übernimmt.

Gisela Höhne, Jahrgang 1949, gründete das Theater in der Nachwendezeit zusammen mit Klaus Erforth, in der DDR ein bekannter Regisseur. Die erste Premiere, "Prinz Weichherz", fand 1991 im Deutschen Theater Berlin statt. In der Kulturbrauerei im Prenzlauer Berg besetzte man Arbeitsräume, seit 1993 hat das Theater dort seinen Sitz.

Schauspieler im Mittelpunkt

RambaZamba ist eines der wichtigsten Inklusionstheater. Die kontinuierliche Arbeit ist fest mit Gisela Höhne verbunden, die für ein Schauspielertheater steht und lange als die treibende Kraft in der Behindertentheater-Szene galt. Zehn Jahre lang setzte sie sich für eine Basisförderung des Theaters ein, bis die Berliner Kultur-Senatsverwaltung eine Finanzierung bewilligte. Zusätzlich wurden vor zehn Jahren für die Schauspieler bezahlte Stellen eingerichtet. 35 Schauspieler*innen gehören zum Ensemble. Für einzelne Produktionen kommen Gäste wie Angela Winkler oder zuletzt Eva Mattes, die in Der gute Mensch von Downtown mitspielt, hinzu. Für die Premiere der Schiller'schen "Räuber" (Regie: Jacob Höhne) im September 2017 sind Bernd Freytag als Chorleiter sowie Thomas Bo Nilsson und Julian Eicke als Bühnenbildner angekündigt.

(sik) 

Mehr zu:

Caroline-Neuber-Preis 2014 an RambaZamba-Leiterin Gisela Höhne - Meldung vom 14. November 2013

 

 
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