Schauspiel am Limit

11. Januar 2018. Das Rudolstädter Theater zeigt seinen "Faust_eins" als Gastspiel in Eisenach, und das sechs Mal. Eine Besonderheit, weil bis 2004 eine Landestheater-Kooperation bestand, die aufgekündigt wurde und nun wieder zur Debatte steht. Mehr darüber in der Thüringischen Landeszeitung, wir fassen zusammen.

"Faust_Eins", den der Rudolstädter Intendant Steffen Mensching vor drei Jahren zusammen mit Michael Kliefert herausbrachte, lief zuhause 24-mal, was nicht die Regel sei, heißt es von Michael Helbing in der TLZ, dazu sechs mal in Nordhausen und nun sechs Abende in Eisenach. Beide Häuser, Rudolstadt und Eisenach, verband bis 2004 eine Landestheater-Kooperation, die Eisenach 2004 aufkündigte. Seitdem kooperiert man mit Nordhausen, nach den jüngsten Theaterverhandlungen sei Eisenach wieder mit ihm Boot. Eine komplizierte, aber doch zukunftsfähige Lösung, wenn, ja wenn die Finanzen stimmen würden.

Intendant Mensching halte es für nicht tragfähig, dass das Rudolstädter Haus nicht einmal zur Hälte über Landesmittel finanziert werde, obwohl es Landesaufgaben übernehme. "Es muss etwas passieren, es muss mehr Geld ran", wird Mensching von der TLZ zitiert, die schreibt: "So sieht sie also aus, die erste Zwischenbilanz einer neuen Theaterstruktur, die seit einem halben Jahr greift und den Verträgen zufolge erst in drei Jahren kulturpolitisch überprüft werden soll."

Mensching sagt auch, dass es einen sehr langen Atem braucht, um mit dem Rudolstädter Theater in Eisenach wieder anzukommen. Das lehre auch die Erfahrung mit Nordhausen in zwanzig Jahren Gastspielbetrieb.

(sik)

 

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