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"Wie auf der Titanic"

22. Oktober 2019. Das Thema "Klimakrise", in den Wissenschaften seit Jahrzehnten Forschungsgegenstand, wurde im Theater wie in der Politik lange Zeit vergleichsweise randständig behandelt. Angestoßen durch die #FridaysforFuture-Bewegung kommt dem Gegenstand nunmehr vertärkt Aufmerksamkeit zu. Zu den dramaturgischen Fragestellungen an die Erzählbarkeit der Klimakrise richtet die Heinrich Böll Stiftung in Kooperation mit nachtkritik.de und weiteren Partnern am 30. Oktober 2019 die Veranstaltung "Klima trifft Theater – Zur theatralen Erzählbarkeit der Klimakrise" aus. Beteiligt sind das Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) Potsdam, der Theaterdiscounter und die Dramaturgische Gesellschaft.

Im Vorfeld der Veranstaltung veröffentlicht nachtkritik.de als Medienpartner hier ein Dossier zu Theaterarbeiten, die das Klimathema bereits aufgeworfen haben und von nachtkritik.de besprochen wurden. Angesichts der systemischen Verwobenheit von ökonomischen, sozialen und ökologischen Prozessen findet sich das Klimathema in vielen Produktionen angespielt. Hier sind lediglich Beiträge aufgeführt, die deutlich einen ökologischen Schwerpunkt setzen. Leserinnen und Leser sind eingeladen, über das Kommentarfeld Hinweise auf weitere Arbeiten zu geben.

 

Essays und Debattenbeiträge

Den Umbruch fühlen
Kunst und Klimaforschung – Ein Interview mit Meeresbiologin Antje Boetius über die Rolle der Kunst in der Vermittlung klimawissenschaftlicher Erkenntnisse
29. November 2019. Antje Boetius spricht im Interview mit Elena Philipp und Christian Rakow über das Zusammenwirken von Kunst und Wissenschaft, über Tanz, Theater und die performativen Interessen von Wissenschaftlern.

Vorwärts zur Natur? Ein Plädoyer für eine Welt ohne uns, mit uns!
Pflanzentheater? – Kevin Rittberger antwortet Tobias Rausch und findet alte Dualismen in neuer Verpackung
6. November 2019. Der Autor und Regisseur Kevin Rittberger verbindet die ökologischen Fragen mit der grundsätzlichen Frage nach Repräsentationsregimen im bürgerlichen Schauspiel.

Schauspiele jenseits des Menschen
Staging Nature – Theatermacher Tobias Rausch über die Schwierigkeit, die Natur auf die Bühne zu bringen
16. Oktober 2019. In seinem Essay diskutiert Tobias Rausch anhand mehrerer Theaterprojekte, wie der Klimawandel zur ästhetischen Herausforderung wird und mit welchen Dramaturgien Umweltprozesse zu erfassen wären.

Verschwendung und Verantwortung
Der Theaterpodcast (16) – Theater und die Klimakrise diskutiert die Klimakosten von Theaterproduktionsweisen

8. August 2019. Im Theaterpodcast sprechen unter anderen Annemie Vanackere (Künstlerische Leiterin HAU Berlin), Regisseur Nicolas Stemann (Ko-Intendant Schauspielhaus Zürich), der Künstler Tino Sehgal und die Choreographin Nora Chipaumire über die Klimakosten und Ressourcenverhältnisse in ihrer Theaterarbeit.

Wachstum oder Zukunft
Wie schlechte Klimapolitik und rechte Demagogie unheilvoll zusammenhängen – Ein Essay von Christian Tschirner
17. April 2019. In seinem Essay für nachtkritik.de befragt der Hamburger Dramaturg Christian Tschirner den Zusammenhang von Klimapolitik und dem Aufstieg der Neuen Rechten.

Wie auf der Titanic
Kolumne: Berichte von der Insel – Andrea Heinz fragt das Theater nach seinem Verhältnis zum Klimawandel
16. April 2019. Andrea Heinz wirft in ihrer Kolumne die Frage auf, was Theaterfestivals an Flugmeilen verbrauchen.

Kampfkunst
Das Critical Campaigning Manifest – von Peng! Kollektiv-Mitgründer Jean Peters
1. März 2018. Jean Peters vom aktivistischen Kollektiv Peng! denkt in seinem Manifest die Ökologie mit anderen sozialen Feldern zusammen: "Im Interesse der Emanzipation ist jede Kampagne in ihrem Kern 'intersektoral' konzipiert", schreibt er.

Grünes Theater
Magazinrundschau Februar 2015 – Grünes Theater, Flüchtlingstheater und Theater nach den Attentaten von Paris
1. Februar 2015. Das Fachblatt "Die deutsche Bühne" machte in der Februar-Ausgabe 2015 die Frage "Wie grün ist Theater?" zum Titelthema und präsentierte u.a. eine Umfrage unter 150 Theatern (von denen 35 Antworten einsandten), wie sie in ihrer Poduktionsweise ökologische Gesichtspunkte berücksichtigen.

Moralischer Tsunami in der Erregungsgesellschaft
Die Verfassung der Strände – Marie Bues eröffnet mit Stephan Lacks Weltkrisen-Monstertext den 29. Heidelberger Stückemarkt
27. April 2012. Autor Stephan Lack legt mit "Die Verfassung der Strände" einen weit wuchernden apokalyptischen Text zu den Verwerfungen der Wohlstandsgesellschaft vor.

Dieser Idiotie wollen wir nicht erliegen
Lars-Ole Walburgs Redebeitrag in Gorleben
11. November 2010. Mit Erinnerungen an das Theater und die Demokratie des antiken Athens trat Hannovers Schauspielintendant Lars-Ole Walburg bei der Anti-Atomkraft-Demonstration 2010 in Gorleben auf: "Wenn heute Aktionen gegen die Produktion von Atommüll strafbare Handlungen darstellen, so ist es durchaus denkbar, dass künftige Generationen das anders betrachten werden."

Drama, Baby!
Republik Freies Wendland – Das Staatstheater Hannover eröffnet sein Ausbildungscamp für zivilen Ungehorsam
21. September 2010. Kurz nach Antritt als Intendant am Schauspiel Hannover ließ Lars-Ole Walburg von Aljoscha Begrich und Florian Fiedler ein Polittheater-Camp aus dem Geiste der Anti-Atomkraftbewegung im Wendland errichten. Über das Schauspiel Hannover als "erstes grünes Theater" berichtete 2011 u.a. die Frankfurter Rundschau.

FridaysforFuture 560 chr uBilder der #FridaysforFuture-Demonstrationen im September 2019: in Hannover an der Staatsoper (oben links) und in Berlin am Brandenburger Tor © chr

 

Nachtkritiken zu Klima-Theaterabenden

Dieser schwarz glitzernde Untergang
Der Untergang der Titanic – Theater an der Ruhr Mülheim – Philipp Preuss entdeckt in Hans Magnus Enzensbergers Werk das Stück zur Klimakatastophe
19. September 2019. So wie Philipp Preuss das Stück von Hans Magnus Enzensbergers aus dem Jahr 1978 akzentuiert, dient die Eisbergkollision des Ozeanriesen als "Metapher der sich in Hybris und Fortschrittswahnsinn unsterblich wähnenden Menschheit, die sich selbst zerstört, weil sie vor lauter Katastrophengelaber die eigentliche Katastrophe gar nicht wahrnimmt", wie es in der Nachtkritik heißt.

Trinkröhrchen, Slipeinlagen, Dschihad
Schwarze Ernte – HAU Berlin – Hans-Werner Kroesinger und Regine Dura zeichnen die Blut-Öl-Historie Saudi-Arabiens nach
4. Mai 2019. In ihrem Recherchetheaterabend widmen sich Kroesinger und Dura den Verflechtungen der Öl-Industrie und den angeschlossenen Fragen an den Konsumismus.

Trattoria Utopia
Der bleierne Lauf der Geschichte ist ein Arschloch – Zimmertheater Tübingen – Dieter und Peer Ripberger machen das Zimmertheater zum "Institut für theatrale Zukunftsforschung"
20. Oktober 2018. Das neue Leitungsteam des Zimmertheaters Dieter und Peer Ripberger eröffnete mit Reflexionen über die Neueinrichtung des Verhältnisses von Mensch und Natur.

Besinnungsloses Grundeinkommen
Let them eat money – Deutsches Theater Berlin – Andres Veiels Recherche-Projekt denkt ein Krisen-Schreckens-Szenario bis ins Jahr 2028
28. September 2018. Basierend auf Workshops mit Wissenschaftler*innen und Publikum zeichnet Andres Veiel ein katastrophisches Zukunftsszenario mit dem Fokus auf "Big Data, Überwachung, Bankensystem, Politik-Versagen auf allen Ebenen, übermächtige Unternehmens-Interessen, Klimakatastrophe", wie die Nachtkritik berichtet.

Und der Orca Wal fragt sich
Empire of Oil – Ballhaus Ost Berlin – Die Costa Compagnie vollendet ihre multimediale Trilogie über den Rohstoff Erdöl
24. Mai 2018. Ein dreiteiliges Projekt, das in Film, Theaterperformance und Tanz den politischen und ökonomischen Dimensionen der fossilen Industrie nachgeht.

Gesellschaft im Verzug
paradies spielen (abendland. ein abgesang) – Nationaltheater Mannheim – Marie Bues inszeniert die Uraufführung des letzten Teils von Thomas Köcks Klima-Trilogie
15. Dezember 2017. Thomas Köcks Stück fokussiert auf Krisenszenarien der globalisierten Arbeitswelt (siehe zu Teil 1 seiner Klima-Trilogie den Eintrag vom 2. Juni 2016).

"O Mensch! Gib acht!"
Kein Licht – Ruhrtriennale – Nicolas Stemann und Philippe Manoury bereiten in der Duisburger Gebläsehalle Elfriede Jelineks Fukushima-Stück als musiktheatrales "Think-Spiel" auf
25. August 2017. Elfriede Jelineks Stück weitet die Reaktor-Katastrophe vom Fukushima zum globalen Krisen-Szenario.

Dürre im Dschungel
paradies fluten (verirrte sinfonie) – Ruhrfestspiele Recklinghausen – Sara Ostertags Uraufführung von Thomas Köcks Kleist-Förderpreis-Stück
2. Juni 2016. "paradies fluten" ist der erste Teil der Klima-Trilogie von Thomas Köck und widmet sich – wie auch die übrigen Teile – den ökonomischen, ressourcenverschleißenden Kräften des globalisierten Kapitalismus. Der postdramatische Text wurde bei den Spietrieben Osnabrück 2015 als Choreographie realisiert und lief 2017 am Wiener Akademietheater. Teil 2 der Klima-Trilogie "paradies hungern" kam 2015 in Marburg zur Uraufführung und wurde von nachtkritik.de nicht besprochen.
Weitere Stücke von Thomas Köck, die ökologische Krisenszenarien thematisieren, sind das 2017 am Wiener Schauspielhaus uraufgeführte Chorstück Die Zukunft reicht uns nicht (Klagt, Kinder, klagt!) und der Karlsruher Abend Abfall der Welt von 2018.

Es wird warm
2071 – Deutsches Schauspielhaus Hamburg Katie Mitchell inszeniert eine Lecture Performance des britischen Klimaforschers Chris Rapley
17. Dezember 2014. Der Abend wagt einen Ausblick in die Zukunft: "In einer Welt, deren Infrastruktur auf heutige Temperaturen eingestellt ist, während die Durchschnittstemperatur des Planeten um mindestens zwei Grad gestiegen sein wird, mit den dazugehörigen sozialen Verwerfungen, Dürren, Überschwemmungen", heißt es in der Nachtkritik.

Sorry, ich bin Kanada
Welt-Klimakonferenz – Deutsches Schauspielhaus Hamburg – Eine Simulation von Rimini Protokoll
21. November 2014. In dieser interaktiven Anordnung werden Theaterbesucher eingeladen, in der Rolle von Diplomaten Expertenberichten zu folgen und klimapolitische Zwangslagen zu verstehen.

Mit'm Radl da
Atmen – Berliner Schaubühne – Duncan Macmillans Dasein-befragendes Stück von Katie Mitchell inszeniert
30. November 2013. Mitchell übersetzt Macmillans Reflexion über Kinderwunsch und CO2-Bilanz in ihrer Inszenierung physisch: Auf den Podien sind zwei Fahrräder fixiert, auf denen sich die Schauspieler während der Aufführung abstrampeln, um jene 108,75 Wattstunden Strom zu erzeugen, die die Halogenlampen über ihren Köpfen leuchten lassen.

Lob des Bärenfells
Alle reden vom Wetter. Die Klimarevue – Centraltheater Leipzig – Rainald Grebe bewitzelt die Gase des Bösen
13. November 2013. In seiner Revue witzelt sich der musizierende Comedian Rainald Grebe durch Klimakatastrophen-Szenarien und bietet live vor Ort einen CO2-Ablasshandel an.

Die Getreuen des ästhetischen Radikalismus'
Die Apokalypse – Schauspiel Stuttgart Ulrich Rasche zeigt in Stuttgart auch ohne Chor seine Handschrift
12. Januar 2013. Ulrich Rasche übersetzt die biblische Offenbarung des Johannes in den Kontext der Klimakrise u.a. durch Hinzuziehung von Al Gores ökologischer Streitschrift "Wege zum Gleichgewicht".

Walverwandtschaften
Eistau – Stadttheater Bremerhaven Der Roman von Ilija Trojanow uraufgeführt in Bremerhaven
24. März 2012. Trojanows Roman über die Arktiskreuzfahrt eines Gletscherforschers kommt in Bremerhaven mit inhaltlicher Unterstützung des ortsansässigen Alfred Wegener Instituts für Polar- und Meeresforschung auf die Bühne. Die Dramaturgin der Produktion, Natalie Driemeyer, kuratiert 2013 in Bremerhaven das transdisziplinäre Festival: Odyssee: Klima.

Grün, grün, grün sind alle meine Fähnchen
Die Grünen. Eine Erfolgsgeschichte – Theater Freiburg  Viola Hasselberg und Jarg Pataki zeichnen den Aufstieg einer Partei nach
17. Juni 2011. Der Abend bereitet die Geschichte der Grünen Partei als Stationendrama auf.

Aqquserngit qerrukut. Gefrorene Wege.
+-0. Ein subpolares Basislager. Ein musikalischer Klimawandel – Wiener Festwochen – Christoph Marthalers Grönland-Projekt eröffnet die Wiener Festwochen
12. Mai 2011. In Christoph Marthalers musikalische Reise ins Eis Grönlands sind per Overheadprojektor und in Vorträgen Wissenschaftstexte aus der Klimaforschung eingearbeitet.

99.9% Stupid (aus der Zukunft betrachtet)
The 100% Environmentally Friendly Show – brut Wien – Toxic Dreams untersucht die Zusammehänge von Theaterproduktion und Umweltzerstörung
25. März 2011. Das freie Kollektiv Toxic Dreams untersucht den ökologischen Fußabdruck seiner Theaterproduktion und schlägt den Bogen zum gesellschaftliche Konsumverhalten.

Die Abschaffung des Gartens
Die Welt ohne uns (III) – Schauspiel Hannover  In Hannover lassen lunatiks produktion die Pflanzen erzählen
4. November 2010. Das Langzeittheaterprojekt untersuchte von 2010 bis 2015, wie Naturprozesse und Vorgänge ohne menschliche Akteure dramatisch darstellbar sind.

Weltbild mit Locusta Migratoria
Heuschrecken – Schauspielhaus Zürich – Stefan Kaegi bringt 10 000 Heuschrecken in den Zürcher Schiffbau
19. September 2009. Stefan Kaegi von Rimini Protokoll stellt in seiner Arbeit mittels Experten-Referaten den Zusammenhang von Welthunger, Klimakatastrophe und Globalisierung dar.

Ökokalypse Now
Cosmic Fear oder Der Tag an dem Brad Pitt Paranoia bekam – Maxim Gorki Theater Berlin – Mareike Mikats Uraufführung von Christian Lollikes neuem Stück
6. Juni 2009. Das Stück des dänischen Autors Christian Lollike übersetzt die Klimakrise und den Diskurs darum in wildes und assoziatives Unterhaltungstheater.

Mörchen, der Märtyrer
Die Kaperer – Burgtheater Wien – Jette Steckels rasante Uraufführung von Philipp Löhles Stück
20. März 2008. Philipp Löhles Komödie schildert den Kampf eines Eigenheim-Besitzers gegen die Naturgewalten.

 

Weitere Arbeiten mit ökologischen Schwerpunkten

Der Schimmelreiter
Theodor Storms Novelle wird an Theater häufig inszeniert, um eine zivilisationskritische Bestandsaufnahme und eine Beschreibung des krisenhaften Verhältnisses von Ingenieurshandeln und Natur vorzunehmen. Über die Suchfunktion finden sich Nachtkritiken zu zahlreichen Inszenierungen.

Ein Volksfeind
Henrik Ibsens auf deutschsprachigen Bühnen vielgespieltes Politstück nimmt seinen Ausgangspunkt bei einem ökologischen Skandal (dem ökonomisch motivierten Versuch der Lokalpolitik eines norwegischen Touristenortes, die Vergiftung des örtlichen Trink- und Badewassers zu vertuschen). Der Akzent der Inszenierungen liegt in der Regel auf der Kritik des Demokratieverständnis im Stück. Über die Suchfunktion finden sich Nachtkritiken zu zahlreichen Inszenierungen.

Faust II
Der zweite Teil von Johann Wolfgang Goethes Dramenklassiker wird insbesondere in den Landgewinnungsszenarien gegen Ende regelmäßig als ökologische Parabel auf die kapitalistische Modernisierung ausgewertet. Über die Suchfunktion finden sich Nachtkritiken zu zahlreichen Inszenierungen.

Gerichtstag über die Ausbeuter der Erde
Kongo Tribunal – Sophiensaele Berlin – Milo Raus Dokumentarfilm über seinen fiktiven Gerichtshof in Bukavu und Berlin zur Untersuchung von Verbrechen im Ostkongo
14. November 2017. Die Ausbeutung von Ressourcen durch internationale Wirtschaftskonzerne im Kongo ist neben anderem Gegenstand der Gerichtsverhandlungen, die Milo Rau als "Kongo Tribunal" in Bukavu und Berlin inszenierte.

Dieses düstere Industriezeitalter
Pfisters Mühle – Schauspiel Stuttgart – Armin Petras bringt den frühen Umweltroman Wilhelm Raabes auf die Bühne
15. November 2015. Wilhelm Raabes Erzählung von 1884 thematisiert die Verunreinigung eines Bachs durch eine Zuckerrübenfabrik, wodurch die Mühle des Wassermüllers und Schenkwirts Pfister in den Ruin getrieben wird.

Das Drama an unserem Ohr
SPAM – Deutsches Schauspielhaus Hamburg – Roland Schimmelpfennigs magisches Passionsspiel umkreist die Smartphone-bedingte Ausbeutung der Armen
23. Mai 2014. Roland Schimmelpfennigs Drama untersucht die ökonomischen und ökologischen Kosten der Smartphone-Herstellung.

Gesang der Geister über dem Wasser und unter der Erde
Das Werk/ Im Bus/ Ein Sturz – Schauspiel Köln – Karin Beier inszeniert Elfriede Jelineks Baukatastrophentrilogie
29. Oktober 2010. In dem 2003 uraufgeführten Text "Das Werk" beschäftigt sich Elfriede Jelinek mit dem Wasserkraftwerk in Kaprun. In der Trilogie ist der Abend mit Bestandsaufnahmen zu fehlerhaften Bauunternehmungen in Köln zusammengespannt. Karin Beiers Inszenierung wurde zum Berliner Theatertreffen 2011 eingeladen.

Die Wucherlust der Planzenwelt
der Garten (UA) – Schauspielhaus Wien – Felicitas Bruckers Uraufführung von Anja Hillings neuem Stück
10. Dezember 2011. Anja Hillings Text galt bereits in der Bestandsaufnahme der Deutschen Bühne zum Themenkreis "Grünes Theater" (2/2015) als eine der raren Versuche, Natur auf die Bühne zu bringen.

Tanz den Tankstutzen-Mambo
Car Wash / Das Gestell (UA) – Schauspiel Stuttgart – Menschen, Autos und das Öl, ein zweisprachiger Doppelabend in der Stuttgarter Ausweichspielstätte Türlenstraße
4. Mai 2011. Der Doppelabend nähert sich satirisch der "Motown Stuttgart" und den ökologischen Kosten der Automobilindustrie.

Geschichte kennt keine Helden
Schicht C. Eine Stadt und die Energie – Theater Vorpommern – Ein starkes Stück Dokumentartheater in Greifswald
2. Oktober 2008. Das dokumentarische Projekt von Tobias Rausch und lunatiks produktion untersucht den Zwischenfall im Winter 1978/79, als ein Schneesturm das Kraftwerk Greifswald/Lubmin von der Außenwelt abschloss.


Programmreihen zu Klima und Theater

Spielzeitschwerpunkt 2 Grad Plus am Schlosstheater Moers 2013.

Festival Odyssee: Klima am Stadttheater Bremerhaven im Juni 2013.

Themenwoche Klima-Sichten am Theater Bremen 2015.