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Zerfall von Gedankengebirgen

Frankfurt (Oder), 30. Januar 2020. Der mit 7.500 Euro dotierte "Kleist-Förderpreis für junge Dramatikerinnen und Dramatiker" geht in diesem Jahr an die 1984 in Wien geborene und in Berlin lebende Autorin Magdalena Schrefel für ihr Stück "Ein Berg, viele".

Schrefel 15 10 c Sarah Horvath.867321.jpg.867323Magdalena Schrefel © Sarah HorvathDas teilten die Stadt Frankfurt (Oder) und das dortige Kleist-Forum bereits am Dienstag mit, wie unter anderem die DPA / Süddeutsche Zeitung und der RBB melden.

Schrefels "mit den Mitteln des Theaters von inszenierten Wirklichkeiten" erzählendes Stück zeige "eine Konfrontation mit dem Zerfall von Gedankengebirgen - befreiend und schmerzhaft zugleich". Der Preis soll am 1. Oktober zur Eröffnung der Kleist-Festtage verliehen werden, anschließend soll "Ein Berg, viele" am Schauspiel Leipzig zur Uraufführung kommen.

Magdalena Schrefel studierte Europäische Ethnologie und Literarisches Schreiben in Leipzig. Zu ihren bisherigen Stücken zählen "Die Bergung der Landschaft" und "Sprengkörperballade".

Zum Weitermachen ermutigen

Der Kleist-Förderpreis wurde in diesem Jahr zum 25. Mal verliehen. Florian Vogel, künstlerischer Leiter des Kleist-Forums und Jury-Leiter des Förderpreises: "Wir wollen die Autorinnen und Autoren ermutigen, weiterzumachen und vielleicht sogar auch von ihrer Arbeit zu leben." Zu den bisherigen Preisträger*innen zählten unter anderem Marius von Mayenburg, Rebekka Kricheldorf, Dirk Laucke, Wolfram Lotz, Sasha Marianna Salzmann, Maria Milisavljevic und Thomas Köck.

(SZ / DPA / RBB / jeb)

Mehr dazu: Mit Ein Berg, viele war Schrefel im vergangenen Jahr zum Autorenwettbewerb des Heidelberger Stückemarkts eingeladen. Mehr dazu auf dem nachtkritik-Festivalportal.