"Die wunderbare Zerstörung des Mannes" von Martin Gruber und aktionstheater ensemble

21. April 2020. Weil die Theater nicht mehr spielen können, stellt nachtkritik.de einen digitalen Spielplan aus Mitschnitten von Inszenierungen zusammen. Weil die Theater nicht mehr spielen können, stellt nachtkritik.de einen digitalen Spielplan aus Mitschnitten von Inszenierungen zusammen. Vom 21. April, 18 Uhr, bis 22. April, 18 Uhr, präsentieren wir nach "Kein Stück für Syrien" eine zweite Produktion des Wiener aktionstheater Ensembles um Martin Gruber: "Die wunderbare Zerstörung des Mannes".


Das aktionstheater schreibt zu dem Stück:

"In dieser Uraufführung inszeniert Martin Gruber mit seinem aktionstheater ensemble die Suche nach einem neuen Männerbild und das gleichzeitige Scheitern daran. Sechs Männer, sechs Sichtweisen. Trotz einer offensichtlichen Regression, der Rückkehr von Uralt-Machos auf nationalem und internationalem politischen Parkett, scheint sich ein Zerfall alter Rollenbilder, soweit diese überhaupt festgemacht werden können, abzuzeichnen.
Nach der Analyse einer Männer-Rollenbilder-Umfrage folgten in der ersten Probenphase der aktuellen Uraufführung umfassende Interviews. Für die intendierte ironische und durchaus gnadenlose Nabelschau wurde etwa Versagensängsten, erotische Fantasien, väterlichen Vorbildern, etwaigen Identifikationen mit tradierten Männlichkeitsbildern ebenso nachgespürt, wie der Frage auf den Grund gegangen, wie der neue Mann sich denn heute, am vorläufigen Höhepunkt der #MeToo-Debatte, der Frau gegenüber verhalten soll: Ich weiß ja nicht einmal wie ich eine Frau in der Nacht auf dem Gehsteig überholen soll, dass sie keine Angst vor mir hat & Zwischen einem Was habe ich mit diesen Chauvinisten zu tun? und einer echten Verstörung changiert das Drama, das Martin Gruber baut."

Es gehört zu den Vorzügen von Martin Grubers Aktionstheater Ensemble, dass es stets den richtigen Riecher hat für Themen der unmittelbaren Gegenwart. (Der Standard)

Das aktionstheater ensemble ortet eine Krise der Männlichkeit und begibt sich 75 Minuten lang auf die Suche nach männlicher Identität. Was dabei herauskommt ist ein spannender und auch zeitgemäßer Theaterabend abseits modischer Erscheinungsformen und ideologischer Scheindebatten. (ORF Kultur heute)

 

Die wunderbare Zerstörung des Mannes
Uraufführung
Mit Texten von: Martin Gruber und aktionstheater ensemble sowie weitere Texte von Elias Hirschl und Wolfgang Mörth
Idee, Konzept, Regie: Martin Gruber, Dramaturgie: Martin Ojster, Musik: Nadine Abado / PH LION, Video: Claudia Virginia / Dornwittchen, Regieassistenz: Florian Haderer.
Mit: Andreas Jähnert, Sascha Jähnert, Thomas Kolle, Peter Pertusini, Fabian Schiffkorn, Benjamin Vanyek.
Koproduktion mit der Landeshauptstadt Bregenz/Bregenzer Frühling
Kooperation mit Kosmos Theater Wien und Werk X
Premiere am 30. Mai 2018 
im Theater Kosmos, Bregenz

www.aktionstheater.at

 

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