Star der Nachkriegszeit

22. Juni 2020. Der Schauspieler Claus Biederstaedt ist kurz vor seinem 92. Geburtstag verstorben. Das melden mehrere Medien, darunter die FAZ. Große Bekanntheit erreichte Biederstaedt durch seine Rollen in populären Kinofilmen der Nachkriegszeit wie "Drei Männer im Schnee" oder "Charleys Tante".

Biederstaedt wurde 1928 in Stargard (Pommern) geboren. Seine Mutter nahm sich auf der Flucht vor der Roten Armee das Leben. Nach dem Krieg zog Biederstaedt mit seinem Vater nach Hamburg. Dort erhielt er Schauspielunterricht, erste Engagements an Theatern folgten. Sein Durchbruch kam 1952 mit seinem Filmdebüt in "Die Große Versuchung"; er wurde für seine Rolle mit dem Deutschen Filmpreis als Bester Nachwuchsschauspieler ausgezeichnet. Vor allem in den fünfziger und sechziger Jahren gehörte er zu den Stars des deutschen Films. Außerdem wirkte er in über 200 Fernsehproduktionen mit und immer wieder im Theater. Allein mit der Komödie "Der Neurosenkavalier" brachte er es auf über 1000 Vorstellungen. Im Jahr 2008 zwang ihn eine Krebserkrankung, die Schauspielerei aufzugeben.

(FAZ / miwo)

 
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