Klingelstreich beim Kapitalismus

6. August 2020. Das Künstler*innenkollektiv Peng! hat ein Bundesamt für Krisenschutz und Wirtschaftshilfe erfunden. Das geht unter anderem aus einem Bericht in der Wochenzeitung Die Zeit hervor. Mitglieder des Kollektivs, die sich als Mitarbeiter*innen dieser Behörde ausgaben, haben wochenlang Gespräche mit Chefs und leitenden Mitarbeiter*innen großer Firmen geführt – zu Fragen von Klimapolitik, Umweltschutz, Wirtschaftswachstum, staatlichen Fördermitteln, Vorstandsgehältern und der Verantwortung der Wirtschaft für die Zukunft.

 

Zu den Unternehmen, die auf die Anrufe im Rahmen dieser Undercover-Recherche hereingefallen sind, gehören RWE, Westfleisch, BMW und der Klinikkonzern Helios. Im Juli flog die Fälschung auf, das Bundesinnenministerium warnte vor dem Betrug und die Internetseite der Aktion wurde gesperrt. Dass es sich um eine Kunstaktion handelte, ist erst jetzt bekannt geworden. Unter der Überschrift "Klingelstreich beim Kapitalismus" werden Ergebnisse u.a. beim Internationalen Sommerfestival auf Kampnagel in Hamburg präsentiert.

(Die Zeit / Peng! / sle)

 

Mehr dazu im Interview mit zwei Peng!-AktivistinnenKlingelstreich beim Kapitalismus – Wie das Peng! Kollektiv die Wirtschaftselite trollt.

 
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