Ertüchtigung

Berlin, 4. Februar 2021. Im Koalitionsausschuss der deutschen Bundesregierung wurde gestern Abend unter anderem beschlossen, die Unterstützung der Kulturschaffenden in der Corona-Krise auszuweiten. Wie etwa tagesschau.de meldet, wird ein Anschlussprogramm für das Rettungs- und Zukunftsprogramm "Neustart Kultur" in Höhe von einer weiteren Milliarde Euro aufgelegt.

Das Programm "Neustart Kultur" zielt auf einen Neustart des kulturellen Lebens in Deutschland in Zeiten von Corona und danach, "indem Kultureinrichtungen und -akteure zur Wiedereröffnung ihrer Häuser, Programme und Aktivitäten ertüchtigt werden", heißt es auf der Homepage der Bundesregierung. Das Programm soll Wiedereröffnungsszenarien unterstützen und  Erwerbsperspektive für Kulturschaffende schaffen.

"Im Fokus stehen dabei vor allem Kultureinrichtungen, die überwiegend privat finanziert werden", so die Homepage. "Sie sollen in die Lage versetzt werden, ihre Häuser erneut zu öffnen und Programme wieder aufzunehmen, um Künstlerinnen, Künstlern und Kreativen eine Erwerbs- und Zukunftsperspektive zu bieten."

(tagesschau.de / geka)


Update vom 29.03.2021: Kulturstaatsministerin Monika Grütters gibt Neuerungen zu "Neustart Kultur" bekannt, so eine Pressemitteilung des Kulturrats NRW (26.03.2021). Von der vorhergesehenen weiteren Milliarde Euro, die als Corona-Hilfe für das Kulturleben zur Verfügung steht, wird ein Viertel in Stipendienprogramme fließen. "250 Millionen für die Individuelle Künstlerförderung – das ist ein wichtiges Signal."

Weiter wird angekündigt, dass die Gelder auch in 2021 überwiegend "mit Unterstützung der Bundeskulturverbände und -fonds in die Szenen gebracht werden." Das wird damit begründet, dass die Verbände und Fonds "nah an der Klientel" seien.
Außerdem soll "Neustart Kultur" um 15 neue Programme ergänzt werden, die sich unter anderem an Theater, Festivals, Kinos, Verlage, Galerien und Clubs richten.

Monika Grütters kündigt weiter an, das Förderprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums "zur Umrüstung von Lüftungsanlagen" zusätzlich mit eigenen Programmen ergänzen zu wollen, "die tiefgreifendere Maßnahmen als den bloßen Austausch von Filtern ermöglichen."

(Pressemitteilung Kulturrat NRW vom 26.03.2021 / joma)

 

 

 
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