Angekündigter Abschied

12. Februar 2021. Maike Lex, die Leiterin des Schlachthaus Theater Bern, hat angekündigt, das Haus zum Ende der Spielzeit 2021/22 zu verlassen. Das gab das Theater gestern in einer Pressemitteilung bekannt.

Maike Lex hatte im Januar 2010 gemeinsam mit Myriam Prongué die Ko-Leitung des Schlachthaus Theater übernommen. 2014 wurde sie mit dem Abschied von Myriam Prongué die alleinige Geschäftsführung und Künstlerische Leitung des Theaters.

Maike Lex SchlachthausTheaterBern 2021 kl 280 YoshikoKusano uMaike Lex © Yoshiko KusanoIn den elf Jahren als Künstlerische Leiterin habe Maike Lex das Schlachthaus Theater "in mehreren Bereichen weiterentwickelt und profiliert", heißt es in der Pressemitteilung. Kontinuierlich habe sie mit Gruppen der lokalen Theaterszene zusammengearbeitet, das Theater im öffentlichen Raum verankert, die Sparte Theater für Junges Publikum gefördert sowie Teilhabe und Transnationalität, Feminismus und Antirassismus als Schwerpunkte des Schlachthaus Theater gestärkt.

Mit internationalen Koproduktionen habe Lex "über Bern hinaus Akzente" gesetzt, heißt es weiter. Die vom Schlachthaus Theater Bern koproduzierte Inszenierung "Show Me A Good Time" von Gob Squad ist zum Theatertreffen 2021 eingeladen.

Gründe für ihr Ausscheiden gab Maike Lex nicht bekannt. Der Vereinsvorstand des Schlachthaus Theater nimmt ihre Entscheidung "mit Bedauern zur Kenntnis". Die Ausschreibung für die neue Theaterleitung soll im Frühjahr 2021 erfolgen.

(Schlachthaus Theater Bern / eph)

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#1 Maike Lex: Ein großer VerlustNachtrag 2021-02-12 15:01
Das Maike Lex dass Schlachthaus Bern verlässt, könnte sich als kaum zu ersetzender Verlaust herausstellen. Was dieses kleine Theater, weit besser, spannender, ästhetisch anregender, innovativer, also letztlich zeitgemäßer als das immer noch und weiterhin nur Provinz spielende, langweilige Stadttheater Bern auf die Beine bzw. Bühne stellte, war in den letzten Jahren immens. Insbesondere auch das Angebot an Theater für Kinder war durchgehend beglückend. Da kann man nur hoffen, das sich das hohe Niveau durch die Bleibenden weiter erhält und keine neue Leitung alles nach unten zieht.

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