Mehr Geld für die Zeit bis 2025

25. Februar 2021. Die Wiener Theaterjury hat ihre Empfehlungen zur Konzeptförderung der Freien Gruppen ab 2022 bekannt gegeben. 6,97 Millionen Euro werden vergeben, fast eine Million Euro mehr als bei der letzten großen Förderrrunde. Ingesamt werden 25 Gruppen und Spielstätten gefördert, die meisten mit höheren Beträgen.

Das Theater Nestroyhof Hamakom etwa erhält 600.000 statt bisher 440.000 Euro jährlich, der Rabenhof 1,1 statt 0,9 Milllionen, das Theater Drachengasse erhält 700.000 statt bisher 650.000 Euro und WUK performing arts 250.000 Euro und damit fast doppelt soviel wie bisher. Erstmals aus den Mitteln der Konzeptförderung erhält das Kosmos Theater 740.000 Euro.

Dass die Konzeptförderung Gruppen und Spielorte einschließt sieht die Jury kritisch und empfiehlt, Häuser/Institutionen zukünftig aus der Konzeptförderung zu nehmen und anders zu fördern, eventuell zu evaluieren, Fördersummen anzupassen oder Häuser gegebenenfalls neu auszuschreiben. "In diesen Fällen geht es auch um permanente Strukturen, die weiter erhalten werden sollen oder eben nicht", heißt es im Jury-Gutachten (Link zum pdf auf wien.giv.at hier).

"Wir stehen eigentlich vor einer Reform der Theaterreform", zitiert der Kurier Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler, die sagte, dass sie den Empfehlungen folgen werde.

Zur Jury gehörten Constance Cauers, Sven Hartberger, Liz King, Wolfgang Kralicek und Haiko Pfost. Gekürzt hat die Jury im Musiktheaterbereich, wo man "niedrige Standards und eine besorgniserregende Tendenz zur Stagnation" feststellte. Hier die Webseite der Stadt Wien mit der kompletten Liste der Empfehlungen.

(kurier.at / wien.gv.at / sik)

 
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