Zwei Stunden Theater sind möglich

3. März 2021. Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) Monika Grütters spricht sich für eine Öffnung von Kultureinrichtungen aus. In einer Pressemitteilung erklärt Grütters: "Kunst ist unverzichtbar, sie ist Quelle von Inspiration und Irritation, Reflexion und Innovation. Kultur holt die Menschen endlich wieder heraus aus ihrer häuslichen Isolation. Deshalb muss die Kultur bei allen Öffnungsdebatten von Anfang an mitgedacht werden. Kultureinrichtungen waren die ersten, die schließen mussten, sie dürfen jetzt nicht die letzten sein, die wieder aufmachen." Ein verantwortungsvoller Neustart sei möglich.

Ein Eckpunkte-Papier zur Wiedereröffnung des Kulturbetriebs unter Pandemiebedingungen unterstützt Grütters Forderung. Diesem  zufolge könnten Theater, Kinos, Konzerthäuser und andere Kultureinrichtungen mit sitzendem Publikum unter bestimmten Voraussetzungen auch in der Pandemie so geöffnet werden, dass das Infektionsrisiko dort minimal sei. Heinz-Jörn Moriske, Direktor und Professor im Umweltbundesamt, fasst das unter seiner Federführung verfasste Papier so zusammen: "Eine Öffnung während der Pandemie ist nur möglich, wenn die Einrichtungen über eine ausreichend leistungsfähige Lüftungsanlage verfügen. Auch das Tragen medizinischer Masken ist weiter nötig, und die Besucherinnen und Besucher sollten mit ausreichend Abstand im Schachbrettmuster sitzen. Dann sind selbst bei einem 7-Tage-Inzidenzwert von um die 50 Personen pro 100.000 Einwohnern Veranstaltungen mit 2 bis 2,5 Stunden Dauer möglich – egal, ob im Kino, Theater oder Konzerthaus."

Bundeskanzlerin Angela Merkel verhandelt zur Stunde mit den deutschen Ministerpräsident*innen das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. In den letzten Tagen sind immer wieder Forderungen nach Lockerungen der Maßnahmen laut geworden. 

(BKM / miwo)

 

 

 

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