Theatermann und christlicher Verfechter der Religionsfreiheit

15. März 2021. Piero Bordin, der Leiter des Theaterfestivals Art Carnuntum, ist am vergangenen Freitag im Alter von 73 Jahren in Wien gestorben. Das meldet unter anderen die Wiener Zeitung Die Presse.

Als Sohn eines griechisch-italienischen Paares am 24. Juli 1947 in Wien geboren, studierte Bordin an der Wiener Universität für Angewandte Kunst und arbeitete zunächst mit Peter Weibel als bildender Künstler. 1989 gründete Bordin das Festival Art Carnuntum, im eine Zugstunde von Wien entfernten Amphitheater Petronell-Carnuntum. Es war dem orthodoxen Christen ein Anliegen damit die Erinnerung an die historisch bedeutende Stätte zu bewahren, wo 308 bei der Kaiserkonferenz das Römische Reich neu geordnet und nach Bordins Auffassung der Weg für die Ausrufung der Religionsfreiheit im Jahre 313 frei gemacht worden war. Bei der Art Carnuntum, einem Theaterfestival, mit dem Bordin an die antiken Theaterfeste anknüpfen wollte, gastierten internationale Theater und Theatergruppen wie das La MaMa Theater New York, das Piccolo Teatro di Milano, das Taganka Theater Moskau, das Roma Theater Pralipe, Shakespeare's Globe Theatre London in Niederösterreich. 2007 erhielt Bordin den Niederösterreichischen Kulturpreis in der Sparte "Darstellende Kunst", 2018 überreichte ihm Kardinal Christoph Schönborn einen päpstlichen Orden.

(jnm / wikipedia /www.diepresse.com / www.artcarnuntum.at/Welt-Theater-Festival.html / https://hephaestuswien.com)

 
Kommentar schreiben