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"Isola" von Philipp Löhle

20. März 2021. Wie viele geplante Arbeiten fiel auch die Nürnberger Uraufführung von Philipp Löhles Stück Isola dem zweiten Lockdown zum Opfer. Dennoch probte Regisseur Jan Philipp Gloger die Inszenierung zu Ende – und Videokünstler Sami Bill machte aus dem analog Geprobten einen bildgewaltigen Theaterfilm, der die Inszenierung in eine eigene Sprache übersetzt. In Zusammenarbeit mit dem Staatstheater Nürnberg zeigen wir diese Filmversion von "Isola" ab Samstag 20. März 2021 um 19:30 Uhr für 24 Stunden im nachtkritikstream.

 

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Aus der Nachtkritik zu "Isola" von Steffen Becker vom 26. Februar 2021:

"Ganz den Prinzipien der Romantik verpflichtet belässt es Löhle bei Allegorien. Auch die Bühne folgt diesem Gestaltungsprinzip. Ein paar wenige Biedermeiermöbel, die kaum ablenken von einer grauen Wand aus Türen. Auf dieser sorgen Schattenspiele und Projektionsschlieren für eine permanente, aber selten angesprochene Unruhe. So entsteht eine bedrohliche 'Etwas stimmt nicht'-Atmosphäre, die zugleich als neue Normalität erscheint, die die Figuren hinnehmen." 
hier die ganze Nachtkritik mit Kritikenrundschau.

Auf der Webseite des Staatstheaters Nürnberg heißt es über "Isola":

"1838: Auf der Burg des Grafen Friedrich Wilhelm von Munk feiert man ausgelassen, als plötzlich einer der Gäste tot umfällt. Die Angst geht um, und während sich die Gesellschaft in den Ballsaal einschließt, fordert das Unbekannte draußen weitere Opfer. Inspiriert von Schauerromantik und Horrorfilmen skizziert Philipp Löhle in seinem neuen Stück eine übersatte Gesellschaft, die am Rand des Abgrunds tanzend dessen Tiefe leugnet. In der Filmregie von Sami Bill wird aus der von Jan Philipp Gloger während des Lockdowns inszenierten Produktion ein ganz eigenes Werk, das einen Besuch der Inszenierung im Schauspielhaus zu einem späteren Zeitpunkt nicht ersetzen will. "

Isola
von Philipp Löhle
Theaterfilm nach einer Inszenierung von Jan Philipp Gloger
Regie: Jan Philipp Gloger, Filmregie, Kamera & Schnitt: Sami Bill, Bühne: Franziska Bornkamm, Kostüme: Uta Meenen.
Mit: Maximilian Pulst, Tjark Bernau, Stephanie Leue, Justus Pfankuch, Annette Büschelberger, Lou Strenger, Janning Kahnert, Raphael Rubino.
Premiere am 26. Februar 2021
Dauer: 1 Stunde 45 Minuten, keine Pause

www.staatstheater-nuernberg.de