"Feeeeeed-v2.1" von NewfrontEars & Oozing Gloop

27. März 2021. Vom 22. bis 28. März läuft am HAU4, der digitalen Bühne des HAU Hebbel am Ufer in Berlin, die dritte Ausgabe des Festivals "Spy on Me". Unter dem Titel New Communities will das Festival nach der Nähe ohne Körper und nach neuen Formen der Zusammenkunft im pandemischen Zeitalter fragen. Aus dem laufenden Programm des Festivals zeigen wir heute um 20 Uhr die Live-Zoom-Performance Feeeeeed-v2.1 von NewfrontEars & Oozing Gloop, die sich vier Stunden lang der Kommunikation zwischen menschlichen und KI-Wesen widmen will. Mit einem Klick auf die folgende Grafik öffnet sich ab 20 Uhr das Zoom-Fenster.

21 NAC Stream FEEEEEED 2.1 Instagram

 

Auf der Website des HAU Hebbel am Ufer heißt es über "Feeeeeed-v2.1":

"Wohin wird die Erfahrung unserer Beziehung mit bisher fremden nichtmenschlichen Wesen führen? Der neue Livestream von NewfrontEars in Kooperation mit der:dem grünen autistischen Drag-Performer:innen Oozing Gloop verwendet Musikelemente und Texte, die von KI-Algorithmen irgendwo in den Weiten des unterirdischen Glasfaserkabelnetzes zwischen UK und Berlin produziert werden.

Oozing Gloop agiert in einer sich ständig veränderten und technisch störanfälligen simultanen Interaktion mit Künstlicher Intelligenz. Dabei entsteht zwischen beiden künstlerischen Partner:innen ein Feedback-Loop: Texte werden in einer Endlosschleife eingespeist und wiedergegeben. In dieser fabulierenden Echokammer entstehen neue Mythen und Rituale unserer aktuellen digitalen Weltverbundenheit, wobei es ebenso auch zu Nonsens kommen kann. Was für Formen von audiovisuellen Artefakten wird die Online-Zusammenkunft von Menschen mit Algorithmen darüber hinaus erschaffen?

Dieses Online-Live-Happening sucht durch den Filter in die Performance integrierter neuronaler Netzwerke nach kollektiven Formen der gemeinschaftlichen Partizipation. Ist es möglich, eine gemeinsame Sprache zu entwickeln und in die Black Boxes des KI-Bewusstseins zu schauen, um die Vorgänge darin zu verstehen?

Nachdem NewfrontEars bereits 2020 mit „Feeeeeed“ die Vorgänger-Produktion für das HAU Hebbel am Ufer produzierte, spürt das Künstler:innenduo gemeinsam mit Oozing Gloop aus Berlin nun erneut die Wechselwirkungen zwischen menschenlichen und nichtmenschlichen Wesen und Bewusstseinformen auf.

Anmerkung der Künstler:innen:

'Hallo. Am Samstag, den 27. März, um 20 Uhr, präsentieren NewfrontEars und Ooozing Gloop ihr Projekt ‘FEEEEEED-v2.1’ auf Zoom als Teil des Festivals ‘Spy on Me #3’ auf HAU4. Wenn du teilnehmen möchtest, musst du Zoom auf deinem Endgerät installiert haben. Vielleicht möchtest du auch Kopfhörer für eine direkteres Erlebnis tragen. Es dauert vier Stunden, aber es handelt sich um eine durational performance und unsere Beziehung mit dir ist unsichtbar, sodass du in Anwesenheit und in Abwesenheit teilnehmen kannst. Komme und gehe… Mach‘ ein Schläfchen, wenn du willst… Diese neuen Formen des Zusammenseins können anstrengend sein!'"

Hinweis

"Für die Teilnahme muss Zoom auf dem Endgerät installiert sein und Kopfhörer sind empfohlen.
Diese Performance zeigt Nacktheit und sexuell explizite Inhalte."

 

Feeeeeed-v2.1
Durational Performance von NewfrontEars & Oozing Gloop
Konzept: NewfrontEars (Liane Sommers and Alex Large) / Zusammenarbeit: Oozing Gloop und KI / Beratung digitale Realisierung: Alla Popp.
Online-Premiere am 27. März 2021
Dauer: ca. 4 Stunden

www.hebbel-am-ufer.de

 

 
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