Bella, Boss und Bulli

3. bis 5. September 2021. Die siebenjährige Bella ist mit ihrer Mutter umgezogen in eine neue Stadt. Niemand hat sie gefragt. Bei ihrem ersten Rundgang durch die neue Nachbarschaft lernt sie zwei Jungs kennen, alle finden sich eigentlich blöd. Aber gemeinsam werden sie in eine Erpressungsgeschichte verwickelt. Volker Ludwigs Stück Bella, Boss und Bulli stammt ursprünglich aus dem Jahr 1995, handelt von Freundschaft, Aufwachsen mit einer alleinerziehenden Mutter und im weitesten Sinn auch von Gentrifizierung und gesellschaftlicher Verwahrlosung. Im Mai 2020 hat der Regisseur Robert Neumann das Stück neu am Grips Theater Berlin inszeniert. Wir zeigen den in der Pandemie parallel konzipierten Video-Mitschnitt im nachtkritikstream von Freitag, 3.9., 18 Uhr, für 48 Stunden bis Sonntag, 5.9., 18 Uhr.


21 NAC Stream BellaBoss und Bulli Instagram 1

 

Auf der website des Grips Theaters heißt es über die Arbeit:

BELLA, BOSS UND BULLI handelt von Selbstbestimmung in Zeiten großer Veränderungen, von Erpressung auf dem Schulhof, Angst, Sehnsucht und wilder Anarchie. Es erzählt aber auch von der Kraft neu geschlossener Freundschaften.

Die siebenjährige Bella musste mit ihrer Mutter umziehen. Und niemand hat gefragt, ob sie das überhaupt will. Sie mag die neue Wohnung nicht, sie mag die neue Schule nicht, und ihre Freunde sind auch nicht da. Ihre Mutter muss viel arbeiten und Dauergast Valentin nervt als bissiger Hausmeister sowieso, zumal der mit Kindern so gar nichts anfangen kann. Bei Bellas erstem Rundgang durch die Nachbarschaft trifft sie auf den gleichaltrigen Victor, genannt Boss, den seine Eltern vergessen haben, von der Schule abzuholen. Bulli wiederum scheint gar kein richtiges Zuhause zu haben. Die drei Kinder finden sich zunächst ziemlich bescheuert. Aber Bella erkennt schnell, dass hinter dem großmäuligen Verhalten der beiden Jungs noch mehr steckt, werden sie doch von einem älteren Jungen aus der Schule erpresst. Der weiß zum Beispiel, dass Bulli mal was gestohlen hat, und verlangt Geld. Ehe sich Bella versieht, ist sie in eine mehr als aufregende Erpressungsgeschichte verwickelt.

 

Bella, Boss und Bulli
Theaterstück und Liedtexte von Volker Ludwig, Komposition von Caspar Hachfeld und Birger Heymann
Regie: Robert Neumann, Bühne und Kostüme: Silke Pielsticker, Choreographie: Nadja Raszewski, Dramaturgie: Tobias Diekmann, Musikalische Leitung: Thomas Keller, Konzeption, Kamera und Schnitt des Mitschnitts: Katharina Tress, Kamera: Mario Cordero.
Mit: Ludwig Brix, Christian Giese, Marcel Herrnsdorf, Katja Hiller, Jens Mondalski, Alina Strähler, musikalisch begleitet von Michael Brandt, Martin Fonfara, Christian Giese und Jens Mondalski.
Analoge Premiere am Grips Theater Berlin im Mai 2021
Dauer: 1 Stunde 28 Minuten

www.grips-theater.de

 

 

 
Kommentar schreiben