Medienschau: taz – Sabine Leucht sichtet aktuelles Klimatheater

Und das Publikum schaltet ab

Und das Publikum schaltet ab

18. Januar 2022. "Die Klimakrise ist omnipräsent – aber wird nur selten künstlerisch gewinnbringend erzählt", schreibt Sabine Leucht in einem großen Bericht über aktuelle Inszenierungen, die das Thema "Klimakrise" verhandeln.

Entweder kollabieren die Abende aus ihrer Sicht fast "unter dem unbedingten Willen, dem schweren Thema zum Trotz verspieltes, optisch überbordendes Theater zu machen." Das sei etwa bei Jan-Christoph Gockels "im übrigen sehenswerte(r) Frankfurter Ausgrabungsarbeit in Sachen fossiler Brennstoffe mit Upton Sin­clairs 'Öl'" der Fall – oder über weite Strecken in Marie Bues' Inszenierung der der "Klimatrilogie" in Hannover, "die einen immer dann überraschend packt, wenn sie auf Thomas Köcks kunstvolle Sprache und die Präsenz der Schau­spie­le­r*in­nen setzt." An anderen Abenden werde schlicht doziert. "Frontaltheater! Und das Publikum schaltet ab."

(sle)

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