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Osnabrücker Dramatiker:innenpreis 2022

12. Oktober 2022. Der 5. Osnabrücker Dramatiker:innenpreis geht an das Duo Anaïs Clerc und Yazan Melhem für ihr Stück "die gegangen sind". Das gibt das Theater Osnabrück bekannt, das die Auszeichnung zusammen mit dem Theaterverein Osnabrück vergibt.

Der Preis wurde erstmals international ausgeschrieben. Auf Grundlage der eingesandten Konzeptionen und Entwürfe wählte eine vierköpfige Jury fünf Bewerbungen aus, die am 11. Oktober im Rahmen der Preisverleihung präsentiert wurden. Auf der Shortlist standen neben Anaïs Clerc & Yazan Melhem die Autor:innen Tincuța Horonceanu Bernevic, Nicolas Geibel, Jan Müller und Rachel Müller.

Zur Begründung der Jury-Entscheidung heißt es in der Laudatio: "In einer leisen, klaren und poetischen Sprache, atmosphärisch und dicht, erzählen Anaïs Clerc und Yazan Melhem von Erinnerungen an eine unbeschwerte Kindheit, von den Grausamkeiten des Krieges, von der Flucht und der Ankunft in einer vermeintlichen Sicherheit. Detaillierte Beschreibungen, die in ihrer Klarheit fast dokumentarisch anmuten, lösen sich ab mit berührenden Innensichten der Menschen." Der Osnabrücker Dramatiker:innenpreis ist mit 6000 Euro dotiert und einer Uraufführung im April 2023 verbunden. 

Anaïs Clerc, Jahrgang 1992, studiert Szenisches Schreiben an der Universität der Künste und am Schweizerischen Literaturinstitut.

Yazan Melhem, Jahrgang 1993, musste sein Schauspielstudium in Damaskus aufgrund des Krieges abbrechen. Seit 2015 lebt er als freischaffender Schauspieler und Integrationscoach in Berlin.

Der Osnabrücker Dramatiker:innenpreis wird seit 2013 in der Regel alle zwei Jahre vergeben. Bisherige Gewinner  sind Mario Wurmitzer, Stefan Hornbach, Thomas Köck und Julian Mahid Carly-Hossain.

Der Jury gehörten in diesem Jahr an: Jürgen Berger (Kritiker und Kurator), Henrieke Beuthner (Lektorin Rowohlt Theater Verlag), Selen Kara (Regisseurin) und Claudia Lowin (Leiterin Schauspielsparte Osnabrück).

(theater-osnabrueck.de / miwo)

 

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