Minichmayr, Jung, Jelinek, Kusej

13. Oktober 2009. In Wien wurden gestern Abend zum zehnten Mal die österreichischen Nestroy-Theaterpreise vergeben. Die großen Sieger des Abends waren, wie die Salzburger Festspiele mitteilen, Birgit Minichmayr, André Jung und Elfriede Jelinek, die je zwei mal ausgezeichnet wurden: Minichmayr als "Beste Darstellerin" für ihre Rolle in Martin Kusejs Inszenierung Der Weibsteufel und mit dem erstmals vergebenen Publikumspreis; André Jung als "Bester Darsteller" für seinen Krapp in Jossi Wielers Beckett/Handke-Abend bei den Salzburger Festspielen und als Mitwirkender in der "Besten deutschsprachigen Aufführung" Rechnitz (Der Würgeengel) von Elfriede Jelinek.

Von Elfriede Jelinek ist auch die als "Beste Off-Produktion" gekürte Open Air-Stadtraum-Performance "Bambiland" des Wiener Theaterkombinats. Der diesjährige Autorenpreis ging an Roland Schimmelpfennig für sein Stück Besuch bei dem Vater. Martin Kusej und Martin Zehetgruber wurden für die "Beste Regie" bzw. die "Beste Ausstattung" ausgezeichnet, womit die Produktion "Der Weibsteufel" des Akademietheaters insgesamt drei Preise bekam.

Den "Nestroy" für die beste Nebenrolle erhielt Sona MacDonald für ihre Darstellung der Constantia in "Der Talisman" (von Johann Nestroy) im Theater in der Josefstadt. Als "Bester Nachwuchs" wurde Gerrit Jansen, für sein Lebenswerk der 1922 geborene Schauspieler und Regisseur Otto Tausig ausgezeichnet. Den Nestroy-Spezialpreis bekam das Wiener Koproduktionshaus brut.

www.nestroypreis.at

(sle)

 

 

 
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