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Die junge Generation, ihre Themen und Vorlieben

München, 5. März 2010. Das Festival Radikal jung, das vom 9. bis 16. April 2010 am Münchner Volkstheater stattfindet, wird in diesem Jahr mit einem Gastspiel des Schauspiel Frankfurt eröffnet: Hedda Gabler von Henrik Ibsen in einer Inszenierung von Alice Buddeberg, wie das Theater in einer Presseerklärung bekannt gab. Bereits zum dritten Mal eingeladen ist Simon Solberg mit seiner Adaption von Romeo und Julia.

Der jüngste Regisseur Antú Romero Nunes kommt vom Maxim Gorki Theater Berlin und zeigt eine Studioproduktion: Schillers Der Geisterseher. Das Thalia Theater Hamburg ist zweimal zu Gast, Anna Bergmann kommt mit Ernst ist das Leben (Bunbury) von Oscar Wilde in der Übersetzung von Elfriede Jelinek. Bastian Kraft zeigt Amerika, nach dem Roman von Franz Kafka.

Als Uraufführungen werden zu sehen sein: Himmelangst von Daniela Dröscher in der Regie von Lilli-Hannah Hoepner vom Schauspielhaus Bochum und Im Pelz, eine Auftragsarbeit der Leipziger Skala von der Lenz-Preisträgerin Katharina Schmitt. Regie wird Johannes Schmit führen. Das Münchner Volkstheater wird Eros, eine Romanadaption nach Helmut Krausser zeigen, in der Regie von Christine Eder.

Die Jury, bestehend aus dem Chefdramaturgen und Festivalleiter Kilian Engels, dem Theaterkritiker C. Bernd Sucher und der Schauspielerin Annette Paulmann, hat aus 40 gesichteten Arbeiten die herausragendsten eingeladen. Ziel des Festivals sei, wie es in der Mitteilung heißt, die neue Generation der Theatermacher im deutschsprachigen Raum zu fördern, ihre thematischen und ästhetischen Vorlieben aufzuzeigen und sowohl einem Fachpublikum als auch einer breiten Öffentlichkeit Perspektiven einer möglichen Theaterlandschaft von morgen aufzuzeigen.

(sik)