Dauernde Erneuerung

Venedig, 22. März 2010. Der Choreograph William Forsythe wird für sein Lebenswerk mit dem Goldenen Löwe der Biennale von Venedig ausgezeichnet. Verliehen wird ihm dieser innerhalb des 7. Internationalen Festivals für zeitgenössischen Tanz, das vom 26. Mai bis zum 12. Juni im Rahmen der Biennale stattfindet. Forsythe, der im vergangenen Jahr erstmals auf der Kunstausstellung der Biennale vertreten war, wurde von Ismael Ivo, Choreograph und Direktor des Festivals, für die Ehrung vorgeschlagen. Zum ersten Mal war Forsythe 2005 mit seiner Tanz-Installation "You Made Me a Monster" auf der Biennale in Venedig zu Gast. Im vergangenen Jahr wurde er mit "The Fact of Matter/Choreographic Object" von Biennale-Direktor Daniel Birnbaum zur Kunstausstellung eingeladen.

"A total artist, William Forsythe has revolutionised the world of dance", heißt es in der Begründung, "regenerating classical language, of which he has reconstructed and deconstructed the forms from within, becoming a point of reference for younger generations, and contributing to shape new talents in that incubator of new talents that is the Ballet Frankfurt, for the past 20 years and now at the Forsythe Company". Forsythe "is an artist who undergoes constant renewal, and is able to surprise his audience with projects revealing continuous changes, which explore the explorable, cross the thresholds of theatre to draw in other disciplines and reaffirm the role of dance in the development of contemporary art".

In den vergangenen Jahren war der Tanz-Preis u.a. an Merce Cunningham (1995), Carolyn Carlson (2006), Pina Bausch (2007) and Jirí Kylián (2008) vergeben worden.

(La Biennale / ape)

Mehr zu William Forsythe lesen Sie in den Nachtkritiken zu seinen Stücken Angoloscuro/Camerascura (Frankfurt am Main, Mai 2007), The Defenders (Zürich, November 2007) und I don't believe in outer space (Frankfurt am Main, November 2008).

 

 

 
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