24. November 2017: Philipp Preuss' König Ubu # Am Königsweg am Theater an der Ruhr

Die lokalen Kritiken finden Glamour hinterm Lametta-Vorhang, auch die Kritikerin der überregionalen Zeitung ließ sich von der Mülheimer Jarry/Jelinek-Kombination faszinieren. Wir dagegen sahen einen Text, den es nicht unbedingt gebraucht hätte. 

22. November 2017: Jette Steckels Volksfeind mit Joachim Meyerhoff an der Wiener Burg

Die Kritiken finden Jette Steckels hyperökologische Volksfeind-Neuausrichtung zwar liebenswürdig gemacht, aber nicht fruchtend. Wie auch wir.

21. November 2017: Peter Wittenbergs Willkommen bei den Hartmanns in Wien

Uneins sind die Kritiker*innen: Werden hier rassistische Stereotype perpetuiert oder ist die Bühnenfassung von Verhoevens Film eine grandiose Nummernshow? Wir finden sie politisch zugespitzt, wenn auch nicht ganz rund.

21. November 2017: Teresa Doplers Was wir wollen in Innsbruck

Die regionale Zeitung schätzt den Text wie auch seine Aufführung durch Verena Schopper. Wir lobten mit kleinen Einschränkungen.

21. November 2017: Lisa Nielebocks Gerichtsverhandlungs-Orestie in Bochum

Trotz gelegentlicher Sprödigkeit zeigen sich die meisten regionalen Stimmen angetan von Lisa Nielebocks Bochumer Orestie-Inszenierung. Schroffe Gegenstimmen gibt es allerdings auch.  Wir konnten uns für die kühle analytische Unternehmung erwärmen.

20. November 2017: Der goldene Handschuh von Heinz Strunk in Hamburg

Studio Brauns Romanadaption am Deutschen Schauspielhaus wird – vor allem wegen ihres Hauptdarstellers Charly Hübner – wohlwollend aufgenommen von den Kolleg*innen; wir blieben reserviert.

20. November 2017: András Dömötör Grazer Joseph-Roth-Adaption Hiob

Die Zeitungskolleg*innen sehen den Abend in zwei unterschiedlich gute Hälften zerfallen, sind dementsprechend in ihrem Urteil ähnlich zwiegespalten wie wir.

20. November 2017: Versetzung von Thomas Melle am DT Berlin uraufgeführt

Den Zeitungskolleg*innen ging Brit Bartkowiaks Uraufführungsinszenierung in den DT-Kammerspielen unterschiedlich nah. Wir blieben reserviert.

20. November 2017: Hermann Schmidt-Rahmer inszeniert 1984 am Wiener Volkstheater

Vernichtend fällt das Urteil der Wiener Zeitungskritiker aus zu diesem Orwell-Update, das uns verblüffte.

20. November 2017: Juli Zehs Roman Unterleuten, uraufgeführt in Weimar

Unterhaltsam, aber oberflächlich lautet das Urteil der Kolleg*innen. Ähnlich urteilten wir.

18. November 2017 Signa in Hamburg mit Das halbe Leid

Die Kollegen von Zeitungen und Radio schildern ihre Erfahrungen und sind insgesamt ähnlich beeindruckt und empathisiert von der immersiven 12-Stunden-Performance wie wir.

18. November 2017:Der unzerbrochene Krug von Bram Jansen in Luzern

Geradezu hingerissen ist die Zeitungskritikerin von dieser Fake-News-Recherche mit Kleist, die auch wir (klein, aber) fein fanden.

17. November 2017: Jo Fabians Einstand mit Onkel Wanja als Schauspielleiter in Cottbus

Amüsant war's, aber es bleiben Fragen offen, so die Kritiker*innen über Jo Fabians Onkel Wanja in Cottbus. Wir waren angetan.

17. November 2017: Das No Limits Festival in Berlin

Die Kritiker*innen entdecken beeindruckende Inszenierungen inklusiver Theater. Wir lernten: Gebärdensprache kann Freiheit bedeuten.

16. November 2017: Die Volksbühne Berlin eröffnet mit Samuel Beckett / Tino Sehgal

Das Gros der Kolleg*innen winkt mehr oder weniger heftig ab, heute noch mal sehr heftig. Einige suchen auch das Konzept des Abends aufzudröseln. Wir lobten Gesänge zwischen Gregorianik und Lagerfeuer.

15. November 2017: Der Liederabend Anna Karenina von Sienknecht/Bürk in Hamburg

Die Kritiker*innen genossen diesen Abend. Auch uns erfreute die Liebeserklärung an den theatralen Seitensprung.

14. November 2017: Tracy Letts' neues Lebensstück Eine Frau am Berliner Ensemble

Die Kolleg*innen zeigen sich skeptischer ob der Qualitäten des Stückes und der Inszenierung als wir.

14. November 2017:Portrait of myself as my father beim Spielart-Festival München

Afrika und Asien sind Schwerpunkte beim Spielart-Festival München, und eine lokale Kritik berichtet auch über Portrait of myself as my Father, das wir im Sommer bei Theaterformen besprachen.

13. November 2017: Jakob Fedler zeigt Genets Die Zofen in Wuppertal

Die regionale Kritikerin ist überaus angetan von diesem Schauspielerinnenabend. Wir sind's nicht minder.

13. November 2017: P. Wengenroth mit Nachdenken über Christa T. in Schwerin

Einen Abend voll Schmerz und Lebenslust hat der lokale Kritiker im Schweriner E-Werk genossen. Wir sagten: Eher was für hartgesottene Fans von Christa Wolf.

13. November 2017: Oliver Bukowskis Birkenbiegen in Bautzen

Stück und Inszenierung lobt der regionale Kritiker. Wir loben auch.

11. November 2017: Thomas Köcks Die Zukunft reicht uns nicht in Wien

Denkanregend und sinnlich-amüsant fanden die Kritikerinnen Köcks Kapitalismuskritik. Uns rettete der grandiose Jugendchor vor zeitkritischem Frontalunterricht.

10. November 2017: Das Münchner Spielart-Festival

Mit Lob für den performativen Drive und die Reflexionen auf kulturelle Identitätsstiftung und etwas Kritik an den Dramaturgien und der Verstehbarkeit der eingeladenen Arbeiten kommen die Pressekolleg*innen vom diesjährigen Spielart-Festival zurück. Erkenntnisreich war der Besuch auch für uns.

7. November 2017: Lukas Linders Revisor in Basel von Cilli Drexel inszeniert

Lukas Linder "übertreibt und überschreibt Nikolai Gogols 'Revisor'", so die Kritiker, die bei dem ganzen aber intellektuelle Fallhöhe vermissen. Wir waren auch nicht überzeugt.

7. November 2017: Rabih Mroués Sand in the Eyes von ihm performt in Wiesbaden

Eine kluge Performance, so eine lokale Kritikerstimme über Rabih Mroués jüngste Arbeit. Und auch wir fanden es klug, wie er hier den Blickkontakt sucht.

7. November 2017: Klaus Gehres Spiel mir das Lied vom Tod in Braunschweig

Klaus Gehres Western-Adaption verschiebe den Fokus, so die lokale Kritik, und das gehe halt nicht ohne ein paar Überzeichnungen, Albernheiten und schräge Modernismen. Wir sahen einen ungewöhnlichen Vorstoß ins Herz eines US-amerikanischen Mythos.

7. November 2017: Stefano Massinis 7 Minuten / Betriebsrat am Staatstheater Mainz

Carole Lorang Inszenierung von 7 Minuten / Betriebsrat - für die Kritiker ein solides Lehrstück. Auch wir waren grundsätzlich angetan.

7. November 2017: Hauptaktions Versuch über das Turnen bei Spielart in München

Eher unbefriedigt sind die Münchner Kritiker aus Hauptaktions/Oliver Zahns Versuch über das Turnen gegangen. Auch für uns hätte es mehr in die Tiefe gehen können.

6. November 2017: Milo Raus Berliner Weltparlament General Assembly

Die Radio- und Zeitungskritik ist tief beeindruckt von dieser dreitägigen Veranstaltung zur Verhandlung der Weltlage – die auch bei uns gute Fragen aufwarf.

6. November 2017: Die Fremden / Der Kaufmann von Venedig in Münster

Angeregt ist die Zeitungskritik von Stefan Ottenis Shakespeare-Doppel mit inszenierter Provo-Aktion. Wir auch.

4. November 2017: Die Juden-Monologe am Berliner Gorki Theater

Die Meinungen der Kolleg*innen vor Ort zum Doppelabend mit Texten von Sivan Ben Yishai und Max Czollek, die die "Radikalen Jüdischen Kulturtage" eröffneten, gehen ziemlich auseinander. Uns gefiel die Sache auch nicht durchweg.

3. November 2017: Amir Reza Koohestanis Freiburger Kirschgarten

Unsere Kolleg*innen sahen eine stimmige Eröffnung der Intendanz von Peter Carp. Wir kamen zum gleichen Ergebnis.

3. November 2017: Elfriede Jelineks Am Königsweg am Schauspielhaus Hamburg

Die Kritiker*innen fühlen sich erschlagen von Falk Richters Inszenierung. Wir loben den Regisseur für seine Konsequenz.

2. November 2017: Start des Spielart-Festivals in München

Eine erste lokale Kritik sieht mit Lola Arias Minefield die Messlatte hochgehängt. So sahen wir es. 

2. November 2017: Das Mädchen mit dem Fingerhut jetzt am DT Berlin

Alexander Riemenschneiders Das Mädchen mit dem Fingerhut läuft jetzt am DT Berlin und eine erste lokale Kritik ist davon berührt. Wie wir es auch waren.

30. Oktober 2017: René Pollesch mit Was hält uns zusammen ... in Stuttgart


Ein Kritiker sah eins der schwächsten Stücke Polleschs in Stuttgart. Wir haben uns gut amüsiert.

30. Oktober 2017: Anselm Weber inszeniert Anna Seghers' Das siebte Kreuz in Frankfurt

Erste Kritiker*innen entdecken Brechts Episches Theater in der Inszenierung aber vermissen Leben. Wir fanden sie streng und bemüht.

30. Oktober 2017: The Ocean is Closed von She She Pop und zeitkratzer am HAU

"Laut und lustvoll, aber auch etwas lang", so ein erste Lokalkritik. Wie auch wir fanden.

28. Oktober 2017: Leonce und Lena von Thom Luz am Basler Schauspielhaus

Aura und Zauber, ja, aber Büchners Text werde der "Stimmungsmager Luz" nicht gerecht, finden die Kritiker. Ähnlich sahen wir's.

26. Oktober 2017: Hundesöhne nach Ágota Kristóf am Gorki Berlin

Die fast vierstündige Inszenierung Nurkan Erpulats fordert den Kolleg*innen Geduld ab. Am Ende zeigen sie Viele, wenn auch nicht alle, jedoch angetan. Wir hingegen waren enttäuscht.

26. Oktober 2017: Alvis Hermanis mit Schlechte Partie an der Wiener Burg

Das Gros der Kolleg*innen scheint sich von Hermanis' Inszenierung des Stücks von Alexander Ostrowski hat langweilen lassen. Wir misstrauten dem Regisseur.

25. Oktober 2017: Kirill Serebrennikovs Hänsel und Gretel in Stuttgart

Ein wirklich schlüssiger Abend war nicht zu erwarten, sitzt der Regisseur doch im Hausarrest fest und konnte die Inszenierung in Stuttgart nicht beenden. Das Fragment, das nun an der Oper zu sehen ist, kommt bei den Kritiker*innen unterschiedlich an. Bei uns ganz gut.

25. Oktober 2017: Ersan Mondtag inszeniert Die Orestie am Thalia Hamburg

Während die SZ eine große Emanzipationsgeschichte des Künstlers sah, rätseln die Kolleg*innen an Ersan Mondtags Botschaft herum. Dann sinkt die Zeit doch noch vor dem Abend auf die Knie. Wir nicht.

24. Oktober 2017: Anta Helena Reckes Münchner Schwarzkopie von Mittelreich

Die Kolleg*innen weigern sich, sich auf den aktivistischen Impetus von Anta Helena Reckes Re-Inszenierung von Anna-Sophie Mahlers Bierbichler-Abend mit ausschließlich schwarzen Darsteller*innen einzulassen. Heute kritisiert Spiegel online, dass die Kritiker*innen weder verstehen können noch wollen. Auch uns leuchtete das "Prinzip Schwarzkopie" nicht ganz ein.

24. Oktober 2017: Martin Laberenz hat in Hannover Der Entertainer inszeniert

Menschen im Medienwandel haben die Kollegen gesehen. Auch für uns transportierte Martin Laberenz’ Entertainer ein diffuses Gefühl von Auflösung.

24. Oktober 2017: Barbara Frey inszeniert Kleists Zerbrochnen Krug in Zürich

Die Kolleg*innen erlebten den Abend düster bis hinreißend. Wir fanden ihn besserwisserisch.

24. Oktober 2017: Gloria von Branden Jacobs-Jenkins am Münchner Residenztheater

Die Süddeutsche Zeitung vermisst an Amélie Niermeyers Inszenierung Empathie und Emotion. Wir sahen es ähnlich.

24. Oktober 2017: Das Duo Kühnel / Kuttner mit Feminista, Baby! am DT Berlin

Ein wenig zu wohlfühltheaterig ist der Abend nach dem Manifest von Valeria Solanas aus Sicht der Kritikerinnen vor Ort ausgefallen. Eine Sicht, die unsere Kritkerin teilt.

24. Oktober 2017: Milo Rau mit Lenin an der Berliner Schaubühne

Die meisten Kritiker sahen einen zähen, drögen Abend. Wir fragen uns, was hier gespielt wurde.

23. Oktober 2017: Die Entführung Europas am Berliner Ensemble


Die ersten Kritikerinnen sind sich uneins über Alexander Eisenachs Abend. Wir sahen eine schwache Castorf-Kopie.

23. Oktober 2017: Der Mann ohne Vergangenheit in Bochum

Die Kritiken vor Ort sind uneins über Christian Breys klamaukige Inszenierung des poetischen Aki-Kaurismäki-Stoffs. Uns war der Klamauk zu viel.

19. Oktober 2017: Bernadette Sonnenbichler mit Kästners Fabian in Düsseldorf

Weitgehend gelungen fanden es die regionalen Kritikerinnen in der rheinischen Kapitale, die überregionalen machen Einschränkungen. Wir auch, aber andere.

19. Oktober 2017: Jonathan Meeses Wiener Mondparsifal bei der Berlin-Premiere

Ähnlich polarisiert wie schon die Presse nach der Wiener Uraufführung dieses Werks im Juni 2017 sind auch die Berliner Stimmen. Wir sagten: "Je länger Meese auf die Meta-Kacke haut, umso stärker wird der Eindruck, dass hier zusammenkommt, was zusammengehört."

17. Oktober 2017: Johanna Schall mit Labiches Das Sparschwein in Rostock

Zu viel Schrilles und erwartbares Schenkelklopf-Theater bot aus Sicht des Printkollegen Johanna Schalls Inszenierung am Volkstheater Rostock. Wir konnten dem hochtourigen Slapstick mehr abgewinnen.

16. Oktober 2017: Pinar Karubuluts Romeo und Julia-Inszenierung in Köln

Ziemlich begeistert die rheinischen Kolleginnen, speziell vom Liebespaar, der Darstellerin der Julia insbesondere. "Exceptionell!", riefen wir und klatschten vor Freude in die Hände.

16. Oktober 2017: Kleists Käthchen von Heilbronn verzaubert Memmingen

Die regionale Kritik ließ sich Kathrin Mädlers Kleist-Inszenierung verzaubern. Uns ging's nicht anders.

16. Oktober 2017: Hasko Webers Homo Faber-Inszenierung in Chemnitz

Der Kritikerin des Boulevardblatts gefällt es, uns hat es auch gut gefallen.

16. Oktober 2017: Pursuit of Happiness beim steirischen herbst in Graz

Der Hauptstadtkritiker war vom Schwung des burlesken Klamauks recht hingerissen, wir liebten - unter anderem - die Kritik am Tanz.

16. Oktober 2017: Das Faustexperiment in Aalen

Roboter spielen und erwecken Gefühle. Der Hammer. Ein regionaler Kritiker ist schon ziemlich beeindruckt. Wir fanden die Unternehmung ebenfalls sehr lohnend.

16. Oktober 2017: Die Theaterversion von Der Verdingbub in Bern

Ein wichtiger Text, ein wichtiger Abend, nicht rundum befriedigend, aber eindrücklich, so die Schweizer Kritikerinnen. Spannend fanden wir es auch, wenn auch zu konventionell.

16. Oktober 2017: Hannes Weilers Prometheus-Neuschreibung in Jena

Absolut sehenswert!, ruft die Lokalpresse aus. Die Spielfreude läuft ins Leere, sagten wir.

16. Oktober 2017: Das Bernhard Ensemble spielt Taxi.Speiber

Sehr gut der Verschnitt von Taxi Driver mit dem Herrn Karl, urteilt die Wiener Kritkerin. Ja und nein, sagten wir auf die Frage, ob die Verschmelzung gelungen sei.

12. Oktober 2017: Cosmopolis von Johan Simons bei der Ruhrtriennale

"Brechtisch brüchig" findet ein Kritiker Simons’ Abend. Für uns zerfiel er ihn viele nicht vereinbare Einzelteile.

12. Oktober 2017: Für immer schön von Noah Haidle in Mannheim uraufgeführt

Die Zeitungskolleg*innen finden Mängel im Spiel der prominenten Hauptdarstellerin Ulrike Folkerts, aber auch in Burkhard C. Kosminskis Regie. Uns ging's ähnlich.

12. Oktober 2017: André Bückers Augsburger Einstand mit Peer Gynt

Ein weiterer Kritiker bestaunt André Bückers mediengesättigter Ibsen-Inszenierung. Wir waren reservierter in unserem Urteil.

12. Oktober 2017: Florian Fiedlers Auftakt in Oberhausen mit Schimmelmanns

Selten ist sich die Kritik so einig: Mario Salazars Stück fällt durch. Auch bei uns.

10. Oktober 2017: Uraufführung in Bamberg – Normalverdiener von Kathrin Röggla

Unheimlich und komisch fand's der Rundfunkkritiker, wohingegen wir vor allem Leopold von Verschuers Regie nicht so viel abgewinnen konnten.

10. Oktober 2017: Babett Grube krempelt Antigone im Oberhausen um

Einen Abend ohne Erkenntnisgewinn oder eine berührende Inszenierung? Die regionalen Kritiker sind sich uneins. Wir sahen die Selbstaufgabe des Theaters.

10. Oktober 2017: Donald Berkenhoff mit Der Fall der Götter in Ingolstadt

Schwindel, Anregung, ja Begeisterung, aber auch gemischte Gefühle gibt die Kritik vor Ort angesichts der rasanten Einstandsinszenierung von Donald Berkenhoff mit einem berühmten Visconi-Stoff zu Protokoll. Wir waren beeindruckt.

10. Oktober 2017: Der Sinclair-Lewis-Stoff It Can't Happen Here am DT Berlin

Die Kolleg*innen bewerten Christopher Rüpings Inszenierung im Deutschen Theater höchst unterschiedlich. Wir sahen einen drastischen Abend.

9. Oktober 2017: Stephan Kimmig modernisiert Goethes Faust in Stuttgart

Die regionale Kritik mag die Modernität dieses "Faust"-Verschnitts mit Jelinek-Texten, die überregionale weniger. Wir genossen Leichtigkeit und spielerischen Glanz.

9. Oktober 2017: Luther von Zaimoglu/Senkel in Kiel

Die Zeitungs- und Rundfunkkolleg*innen sind fast ebenso angetan von dieser differenzierten wie sprachlich eigenen Annäherung an die Spätreformationszeit wie wir.

9. Oktober 2017: Bacchae – Prelude to a Purge beim Steirischen Herbst Graz

Die Zeitungskollegen finden Marlene Monteiro Freitas' Bildertheater tolldreist und stark. Wir fanden es an- und aufregend.

7. Oktober 2017: Dogville nach Lars von Trier in Ulm

Für die eine Kollegin war in Andreas von Studnitz' Inszenierung weniger mehr, für die andere weniger. Wir dankten einer konzentrierten Regie.

7. Oktober 2017: Richard III. am Schauspiel Frankfurt

Die Kolleg*innen sind ganz aus dem Häuschen über Wolfram Koch in der Titelrolle der Inszenierung von Jan Bosse. Wir sahen einen aufregenden Abend.

7. Oktober 2017: Das hässliche Universum von Laura Naumann in Frankfurt

Die Zeitungskolleg*innen rümpfen größtenteils die Nase über Stück und Uraufführungs-Inszenierung von Julia Hölscher, wir sahen Weltenbrand (Stück) als Rauchfeuer (Inszenierung).

7. Oktober 2017: Gewonnene Illusionen von Jörg Albrecht und copywaste in Leipzig

eine gewisse Verwirrung oder große Kürze bei den Zeitungskolleg*innen, gelungene Einzelheiten sahen wir.

6. Oktober 2017: Faust :: Mein Brustkorb : Mein Helm in Graz


Die Kolleg*innen staunen über Werner Schwabs versaute Sprachmächtigkeit und honorieren Claudia Bauers gewitzte Inszenierung. Wir sahen ein "vielleicht zu Unrecht vernachlässigtes Stück".

5. Oktober 2017: Frank Castorf mit Dostojewskis Die fremde Frau ... in Zürich

Die Kolleg*innen schildern trunken ihre Erlebnisse. Wir wären fast abgesoffen.

5. Oktober 2017: Wie kann ich dich finden...? von Hilling/Heller in Mannheim

Die Zeitungskolleg*innen empfinden eine vage Zuneigung für den Abend über Liebe, Sex und Leidenschaft. Wir machen Schluss.

5. Oktober 2017: Jack Kerouacs On the Road an den Münchner Kammerspielen

Das Gros der Kritiker*innen kann mit David Martons Inszenierung nicht so viel anfangen. Wir verfielen in Katerstimmung.

5. Oktober 2017: Iphigenie – Schauspiel-Auftakt an der Berliner Volksbühne

Die Kolleg*innen ringen damit, die Kooperation Mohammad Al Attars mit Regisseur Omar Abusaada und geflüchteten Syrerinnen ästhetisch zu bewerten. Wir glauben: Der Abend entzieht sich der Kritik.

4. Oktober 2017: Das Schlangenei nach Ingmar Bergman im Residenztheater

Klug finden dier Zeitungskollegen die Inszenierung von Anne Lenk, die es auch uns angetan hat.

3. Oktober 2017: Clemens Setz' Vereinte Nationen in Graz

Die Kollegen gehen mit Regisseur Mathias Schönsee hart ins Gericht. Uns nerven außerdem Setz' Figuren.

3. Oktober 2017: Jeremias Gotthelfs Schwarze Spinne in Luzern

Zwei von vier Kritikerinnen sind begeistert von Barbara-David Brüeschs Inszenierung. Wir werfen ihr Aktionismus vor.

2. Oktober 2017: Antigone und Ödipus in Magdeburg

Die Volksstimme lobt Cornelia Crombholz' feinfühligen Umgang mit den drei bearbeiteten Stücken. Wir haben unsere Probleme mit den Kostümen.

2. Oktober 2017: Die Räuber – das Theater RambaZamba Berlin mit neuem Intendanten

Beeindruckend düster fand die Zeitungskollegin Jacob Höhnes inklusive Inszenierung mit Stargästen – auch wir sahen einen kraftvollen Schiller.

2. Oktober 2017: Sibylle Bergs Nach uns das All am Gorki Berlin

Sebastian Nüblings Uraufführung polarisiert. Die einen bringt der Abend zum Lachen, andere zur Weißglut. Wir werden grundsätzlich.

2. Oktober 2017: Kafkas Amerika am Deutschen Theater Berlin

Die Kolleg*innen sind größtenteils enttäuscht von Dušan David Pařízeks Inszenierung. Wir wundern uns über den lauen Abend.

2. Oktober 2017: Brechts Der Gute Mensch von Sezuan in Heidelberg

Eine runde Sache sei Victor Bodos Inszenierung findet der erste Kritiker. Dem schließen wir uns an.

30. September 2017: Thomas Ostermeier mit Rückkehr nach Reims in Berlin

Als mittelschichtig-mitfühlige Projektionen bewertet die Berliner Kritik Thomas Ostermeiers Adaption der Selbstreflexion des französischen Soziologen Didier Eribon in der Berliner Schaubühne. Die wir schon bei der Uraufführung in Manchester sahen.

27. September 2017: Stefan Bachmanns Peer Gynt in Köln

Stefan Bachmanns reiner Männer-Cast kommt bei den Kritikern unterschiedlich an. Wir fanden, dass Bachmann das Stück gut in den Griff bekommt.

27. September 2017: Schnitzlers Professor Bernhardi in Dresden

Daniela Löffners Inszenierung fällt bei den Kollegen durch. Wir fanden den Abend "fast lähmend".

26. September 2017: Michael Thalheimers Der kaukasische Kreidekreis am BE

Wuchtig sei Thalheimers Der kaukasische Kreidekreis, so die Kritiker, die allen voran Stefanie Reinsperger loben und im Großen und Ganzen zufrieden sind mit dem Abend und mit der Eröffnung von Oliver Reeses Intendanz. Wir sahen sehr viel Theaterblut. 

 {slider=25. September 2017: Albert Camus' Caligula am Berliner Ensemble |closed} Die Kritiker fragen sich, ob das Stück denn die richtige Wahl für Antú Romero Nunes Eröffnungsinszenierung der Intendanz Reese war. Wir sagen: Nein, ganz sicher nicht.

25. September 2017: David Böschs Kinder der Sonne am Resi München

Karikatur, aber auch bräsig-Komisches sahen die Kritiker bei der Saison-Eröffnung am Resi mit Kinder der Sonne von David Bösch inszeniert. Wir waren auch nicht recht begeistert.

25. September 2017: Saša Stanišić' Vor dem Fest von Martin Nimz in Schwerin inszeniert

Das Erzählte nehme wunderlich Gestalt an, die Phantasie pulsiere, ist die Kritik begeistert von Martin Nimz Vor dem Fest in Schwerin. Wie auch wir.

25. September 2017: Johan Nestroys Höllenangst am Wiener Volkstheater

Die Wiener Kritikerin bleibt reserviert, sah nur Gustostückerln der Schauspieler*innen. Wir waren genausowenig überzeugt.

25. September 2017: Frühlings Erwachen von Evgeny Titov in Linz inszeniert

Starke Momente habe diese Inszenierung, fesseln könne sie nicht, so eine lokale Kritik über Titovs Inszenierung von Frühlings Erwachen. Wir fanden es auch durchwachsen, wenn auch im Einzelnen anschaulich und gut gedacht.

21. September 2017: Herbert Fritsch lässt in Berlin den Zeppelin steigen

Zwar voller Verve und Komik, aber unrund, ja geradezu konisch außer Form, fanden die Kritiker*innen Herbert Fritschs Schaubühnen-Debüt. Eine sah den Nonsens-Meister sogar auf der Suche nach "etwas Neuem: Sinn." Wir eigneten uns das dadaistisch Ungefähre lustvoll an.

21. September 2017: Haus der gebrochenen Herzen in Braunschweig

Die Braunschweiger Lokalzeitungs-Kollegen fanden Dagmar Schlingmanns Regie-Einstand als neue Intendantin beide sperrig, finden das aber unterschiedlich schlimm. Wir sahen ein interessantes Stück auf zu großer Bühne absaufen.

21. September 2017: Grootbooms Die Nacht von St. Valentin am Schauspielhaus HH

Die Kolleg*innen vermissen das Abgründige, Gesellschaftskritische in Die Nacht von St. Valentin des südafrikanischen Autors und Regisseurs Mpumelelo Paul Grootboom. Wie wir auch.

19. September 2017: In Hamburg serviert Karin Beier Tartare Noir

Die Kritiker*innen graust's vor Geistlosigkeit oder zumindest Erkenntnisarmut. Wir versuchen zu verstehen.

19. September 2017: Enrico Lübbes Kasimir und Karoline in Leipzig

Die Sprache, die Bühne, die Schauspieler kommen gut zusammen in Enrico Lübbes Inszenierung, so die lokalen Kritiker. Auch wir sahen in die Verzweiflung gesteigerte melancholische Stimmung.

19. September 2017: Bettina Bruiniers Nathan-Variation zum Auftakt in Saarbrücken

Einen gelungenen Einstand sah die lokale Kritik. Den wir nur teils gelungen fanden.

18. September 2017: Ulrich Rasche gibt Woyzeck in Basel einen Dreh

Überwiegend berauscht fühlen sich die Kritiker*innen, die Ulrich Rasches eigenwillige "Woyzeck"-Inszenierung ebenso fasziniert wie mit leisen Fragezeichen hinterlässt. Wir fanden, sie dreht sich im Leeren.

18. September 2017: Koltès In der Einsamkeit der Baumwollfelder in Hamburg

Klug konzipiert findet eine erste Hamburger Kritik diesen Abend von Christiane Jatahy. Klug und radikal finden wir ihn.

18. September 2017: Alia Luques strenger Büchner Dantons Tod ins St. Pölten

Die Hauptstadtpresse würdigt diesen Büchner-Abend vor den Toren Wiens als kühl. Uns ließ er kalt.

18. September 2017: Fatma Aydemirs Romanstoff Ellbogen in Düsseldorf

Etwas zu brav mutet diese Adaption einer post-migrantischen Milieustudie durch Jan Gehler zwei von drei NRW-Kritiker*innen an. Wir sahen ein Theater ohne Mätzchen.

18. September 2017: Yael Ronen mit Roma Armee am Berliner Gorki-Theater

Die Kolleg*innen sind vom neuen Ronen-Abend angetan – mit Einschränkungen. In der taz gibt's heute einen herben Verriss. Wir ließen uns mitreißen.

18. September 2017: Tina Lanik mit Die Dreigroschenoper in Zürich

Nicht alles sei Brecht, was unter seiner Flagge segle, und nicht alles mitreißend, finden die Kritiker*innen. Wir aber meinen, dem epischen Humoristen hätte dieser Abend gefallen.

Diese und ältere Kritikenrundschauen finden Sie immer auch angehängt an die jeweilige Nachtkritik.