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11. Dezember 2018: Philipp Preuss' Macbeth in Nürnberg

Zwei von vier Kollege*innen sind enttäuscht bis entnervt. Die anderen sind positiver gestimmt. Wir vermissten Handlung.

 

11. Dezember 2018: Hape Kerkelings Ich bin dann mal weg in Castrop-Rauxel adaptiert

Eine lokale Kritik mag es sehr, wie Regisseur Urs Alexander Schleiff mit Hape Kerkelings Ich bin dann mal weg umgeht. Die andere nicht. Auch wir waren weniger begeistert.

10. Dezember 2018: Amir Reza Koohestanis Münchner Meta-Macbeth

Der Mehrzahl der Kolleg*innen war der Abend zu insiderisch. Wir sahen den Sieg der Realität über die Kunst.

10. Dezember 2018: Heiner Müllers Hamletmaschine in Krefeld

Die Lokalkritiker*innen sind sehr angetan von Nava Zukermans Inszenierung. Wir fühlten uns angesprochen.

10. Dezember 2018: Evgeny Titov mit Der eingebildete Kranke in Wiesbaden

Die Lokalkritiker*innen sind überrascht von Titovs eigenwilligem Zugriff auf Molière. Wir sind überzeugt.

10. Dezember 2018: Begehren von Gesine Schmidt am Wiener Kosmostheater

Ein Kritiker ist angetan, aber nicht umgehauen, eine andere Kritikerin meint, man könne sich Sara Ostertags Inszenierung nur schwer entziehen. Uns ist es gelungen.

10. Dezember 2018: Nicolas Charaux mit Hoffmanns Sandmann in Luzern

Die Lokalkritiker*innen erkannten "Exzess" beziehungsweise "Wahnsinn" in der Aufführung. Wir mochten den Schluss.

8. Dezember 2018: Christoph Marthalers 44 Harmonies … am Zürcher Schiffbau

Die Kolleg*innen rästeln an diesem Abend herum, sind mal mehr mal weniger angetan. Wir erlebten Glück.

6. Dezember 2018: Marie Bues & Nicki Liszta mit Sivan Ben Yishais Die tonight … in Lübeck

Die Lokalkritiker*innen sind ratlos. "Laut, wild und schnell", fanden wir den Abend.

5. Dezember 2018: Oliver Reese inszeniert Tracey Letts' Wheeler am Berliner Ensemble

Schaumschlägerei und Langeweile sahen die Kolleg*innen an diesem Abend im Berliner Ensemble – uns ging's ähnlich.

5. Dezember 2018: Ersan Mondtags Salome am Berliner Gorki Theater

Benny Claessens ist Salome, und die Meinungen der Kollegen gehen weit auseinander. Wir sahen einen Abend sich in den Wahnsinn steigern.

4. Dezember 2018: Heiligabend-Sause Schöne Bescherungen in großer Burg-Besetzung

Die Spitzenmimen sind toll, aber dennoch sehen die Kritiker, wie es in Barbara Freys Inszenierung von Schöne Bescherungen lahmt. Wie wir auch.

4. Dezember 2018:  Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs in Tübingen

Der regionale Kritiker wägt distanziert ab. Wir fanden die Arbeit überzeugend.

4. Dezember 2018: Neunzehnachtzehn von Andrea Paluch und Robert Habeck in Kiel

Die Zeitungskritik fand diesen die Stadt durchwandernden Abend ähnlich stark wie wir.

4. Dezember 2018: Stefan Ottenis Findet uns das Glück? in Mannheim

Weit auseinander gehen die lokalen Stimmen zu Stefan Ottenis theatraler Versuchsanordnung Findet uns das Glück?. Die wir absolut ermüdend fanden.

 

4. Dezember 2018: Jonas Hassen Khemiris ≈ [ungefähr gleich] in Essen

Magz Barrawasser bekommt Applaus von der großen Regionalzeitung. Wir waren von der Ernsthaftigkeit der Sache auch beeindruckt.

4. Dezember 2018: Volksvernichtung oder Meine Leber ist sinnlos mit Puppen in Wien

Einige Kritiker haben sich sehr mitteißen lassen von Nikolaus Habjans Puppenspiel-unterstütztem Debüt mit Werner Schwab im Akademietheater in Wien. Aber nicht alle. Und wir nur ein bisschen.

3. Dezember 2018: Luk Percevals Mut und Gnade am Schauspiel Frankfurt

Perceval gebe sich alle Mühe, in Mut und Gnade die Realität der Krankheit Krebs zu transzendieren, und das würdigen die Kritiker teils mehr, teils sehen sie zuviel Theatermitteleinsatz. Wir waren begeistert.

3. Dezember 2018: Anna Bergmanns schwedisch-deutsche Bergman-Inszenierung Persona

Die Zeitungskolleg*innen schütteln den Kopf über diesen Abend im Deutschen Theater Berlin, dem wir durchaus etwas abgewinnen konnten.

3. Dezember 2018: Gordon Kämmerers Dortmunder Tartuffe

Die Zeitungskritiker*innen fanden den Abend rasant, scharfsinnig, witzig – für uns hatte dieser Molière-Abend nicht die Kraft zur Satire.

1. Dezember 2018: Hier bin ich von Jonathan Safran Foer in Bremen

Ziemlich überzeugt ist ein erster Radiomensch von Felix Rothenhäuslers Adaption des Romans. Was man von uns nicht behaupten kann.

1. Dezember 2018: Michael Thalheimers Macbeth am Berliner Ensemble

Die Kritiker*innen sind höchst unterschiedlicher Meinung über Michael Thalheimers Inszenierung von Heiner Müllers Shakespeare-Adaption – die für uns in einer blutigen Kunstwelt stecken blieb.

29. November 2018: Oliver Frljićs Stuttgarter Romeo und Julia

Die berühmteste Liebesgeschichte des Theaters von einem anderen Ende her erzählt – die Kritiker*innen sind interessiert, aber auch befremdet. Wir sahen interessante Ansätze und ein homogen agierendes Ensemble.

29. November 2018: Horváths Italienische Nacht an der Berliner Schaubühne

Die Kolleg*innen sind unterschiedlichster Meinung zu Thomas Ostermeiers Inszenierung: von Jubel bis zu herben Verrissen ist alles dabei. Wir fanden die Botschaft des Abends bedenklich.

29. November 2018: Des Menschen Unterhaltsprozess ... an der Berliner Volksbühne

Geradezu fassungslos zeigt sich eine Stimme von Christian Filips Inszenierung des Zimmermann-Funk-Oratoriums, zwei weitere können dem Abend einiges abgewinnen. Wir auch.

28. November 2018: Die Revolution frisst ihre Kinder! von Jan-Christoph Gockel in Graz

Die Zeitungskolleginen sind angetan von dieser postkolonialistischen Selbstreflektion, die uns fremd blieb.

26. November 2018: Ein Sommernachtstraum inszeniert von Friederike Heller

Zu klamaukig fanden die Kollegen diesen Shakespeare-Abend in Dresden – uns hat das nicht so sehr gestört.

26. November 2018: The Sequel von Nora Abdel-Maksoud in Berlin

Der Radiokollege hat sich köstlich amüsiert, uns blieb der Abend zu sehr in der Maxim Gorki Theater-Blase.

26. November 2018: Rheinische Rebellen von Sebastian Baumgarten in Köln inszeniert

Eine erste Radiokritik sieht das Imposante in Bronnens Rheinische Rebellen von Sebastian Baumgarten inszeniert vor allem im Bühnenbild. Wir sahen viel Hintergrundflimmern, das uns auch nicht so recht begeisterte.

26. November 2018: Blanka Rádóczys Polanski-Inszenierung Der Mieter in München

Der Zeitungskollege ist begeistert von dieser edel besetzten Film-Adaption im Marstall des Residenztheaters – in der sich für uns zuwenig psychischer Druck aufbaute.

26. November 2018: Pink Floyd & Ray Bradbury: Kaleidoskop

Die Kritiker*innen ließen sich diesen musiktheatralischen Abend von Bielfelds Theaterleiter Michael Heicks bestens gefallen. Auch wir groovten mit.

24. November 2018: Jan Bosses Hamburger Frankenstein / Homo Deus

Die Kritiker*innen finden, der Abend werde seinem Thema nicht gerecht. Wir sahen ein heilloses, nicht zu Ende gedachtes Wollen.

24. November 2018: Falk Richter mit Lazarus am Schauspielhaus Hamburg

Das David-Bowie-Musical selbst taugt als Stück womöglich nicht viel, der Regie sind rechtlich die Hände gebunden, aber zum Glück spielt Alexander Scheer die Hauptrolle. So sah das Gros der Kritiker*innen den Abend. "Gut gemacht Unterhaltung" genossen wir.

Diese und ältere Kritikenrundschauen finden Sie immer auch angehängt an die jeweilige Nachtkritik.