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22. September 2018: Kay Voges' Die Parallelwelt in Dortmund und Berlin

Die Hauptstadt-Kritiker*innen stehen diesem Parallelabend an BE und Schauspiel Dortmund deutlich reservierter gegenüber als die Kolleg*innen in NRW, ein Schweizer Kollege schlägt sich heute noch auf die Berliner Seite. Wir würdigen das Experiment, haben aber auch Einwände.

20. September 2018: Axel Ranischs Roman Nackt über Berlin in der Oper Halle

Die Kritiker*innen können der rasanten Inszenierung von Henriette Hörnigk einiges abgewinnen. Wir drehten Runden auf der Drehbühne, mit abnehmendem Vergnügen.

20. September 2018: Anne Teresa De Keersmaekers Brandenburgische Konzerte

Weitgehend begeistert von Anne Teresa De Keersmaekers Durchlässigkeit atmendem Meisterwerk sind die Kritiker*innen. Verhaltener reagierten wir.

20. September 2018: Christoph Fricks Uraufführung von Das weiße Band

Das Gros der Zeitungskritiker*innen lässt sich überzeugen. Wir schließen uns an.

20. September 2018: Sönke Wortmann mit Vicki Baums Menschen in Hotel in Ddorf

Mäkelig reagiert das Gros der Kritik vor Ort auf Sönke Wortmanns Theateradaption des berühmten Romans. Mit der wir auch nicht ganz glücklich wurden.

20. September 2018: Justizmord des Jakob Mohr von Eva Kotátková in Heidelberg

Die  Kritiker*innen betrachten diesen surrealen Bilderbogen skeptisch. Auch wir haben Einwände.

20. September 2018: Antú Romero Nunes' Orpheus am Thalia Hamburg

Die Kolleg*innen ließen sich gern verzaubern, erheben allerdings auch Einwände. Wir wendeten weniger ein und genossen mehr.

19. September 2018: No President vom Nature Theatre of Oklahoma, Ruhrtriennale

Es loben die Lokalkritiker und und es staunt eine überregionale Zeitung. Wir ließen uns begeistern.

19. September 2018: Stephan Kimmigs + Ewald Palmetshofers Basler König Arthur

Widersprüchliche Meinungen in den Kritiken vor Ort: es gibt hochlobendende Stimmen zu dieser genreübergreifende Henry-Purcell-Adaption, aber auch abmoderierende. Wir lobten.

19. September 2018: Karen Breeces Auf der Straße am Berliner Ensemble

Mit größeren Einwänden begegnet die Mehrzahl der Kritiker*innen diesem Doku-Abend. Wir fanden den Ansatz verdienstvoll, aber...

18. September 2018: Thom Luz mit Thomas Bernhards Alte Meister am DT Berlin

Von den Kolleg*innen ließen sich zwei berühren, eine weitere fand's zu lieblich. Wir sahen das Treffen zweier, die sich nicht kannten, und sich nicht kennenlernten.

18. September 2018: Kölner Uraufführung von Daniel Kehlmanns Tyll

Viele Kolleg*innen sind begeistert – mehrere machen aber auch größere Einschränkungen. Uns blieb Stefan Bachmanns opulente, wasserreiche Inszenierung des Romans eher fremd.

17. September 2018: Katharina Kreuzhage mit David Mamets Oleanna

Die Kritikerin vor Ort lobt den Abend, hat aber auch leise Einwände. Unser Lob war ungetrübt. uneingeschränkt.

17. September 2018: Claudia Bauer bringt PeterLichts Tartuffe in Basel heraus

Nicht alle Kritiker*innen sind von dieser dadaistischen, "flachsinnigen", wilden Molière-Überschreibung so überzeugt wie wir.

17. September 2018: Barbara Freys Hamlet am Schauspielhaus Zürich

Diesen Hamlet werde man so schnell nicht vergessen. Längen und Schwächen habe der Abend allerdings auch, so die Kritiker. Wir sahen im besten Sinne ausgelotete Schmerzgrenzen.

17. September 2018: Roland Schimmelpfennigs Odyssee-Überschreibung in Dresden

Schimmelpfennigs Stück wie auch die Uraufführungsinszenierung von Tilmann Köhler hat die Zeitungskolleg*innen überzeugt – uns auch.

17. September 2018: Joshua Sobols Marx' Bankett zum Intendanzstart in Trier

Eine je nach Sichtweise etwas trockene, oder etwas zu unterhaltsame Geschichtsstunde erlebte die lokale Kritik im Trierer Theater. Wir fanden den Stoff nicht wirklich bühnentauglich.

17. September 2018: Love You, Dragonfly von Armin Petras/Fritz Kater in Bremen

Ein Kritiker ist verwirrt, ein weiterer begeistert ob dieser überfordernd anspielungsreichen Geschichtstour von Fritz Kater alias Armin Petras. Auch wir ließen uns gern von Katers schillerndem Literaturverschnitt verführen.

17. September 2018: Ann Liv Young mit Antigone an der Gessnerallee Zürich

Der lokale Kritiker erlebte den Ann-Liv-Young-Effekt: Es war ein Desaster, aber man will es sofort noch einmal sehen. Auch wir konnten uns dem Reiz des Hardcore-Theaters nicht entziehen.

13. September 2018: Bastian Krafts Mephisto-Inszenierung am Burgtheater Wien

Mitreißendes Ensemble, ästhetisch überzeugend, aber dennoch verzettele sich die Inszenierung in den Tiefen des Romans, sind sich die Kritiker einig. Für uns lag die Schönheit des Abends im körperbetonten Spiel. 

13. September 2018: René Polleschs Debüt am DT Berlin mit Cry Baby

Amüsiert haben sich eigentlich alle Kritiker*innen, die in großer Schar zu Pollesch ins DT pilgerten. Manche jubeln auch richtig laut. Wir sahen, wie das absolute Minimum, das für einen Erfolg notwendig ist, erwischt wurde.

11. September 2018: Yes but No von Yael Ronen und Ensemble am Berliner Gorki Theater

Die meisten Berliner Stimmen sind angetan. Wir lernten im zweiten Teil das Nein-Sagen neu.

10. September 2018: David Bösch zeigt Palmetshofers räuber.schuldenreich in Frankfurt

Zwei Kolleg*innen sind überaus angetan von dieser düsteren Ewald-Palmetshofer-Umsetzung. Zwei weitere sind so verhalten wie wir.

10. September 2018: Anna Badoras Kaufmann von Venedig am Volkstheater Wien

Die Publikumsabstimmung über die Besetzung des Juden Shylock stößt bei den Kritiker*innen auf Unverständnis. Uns überzeugte der Kniff auch nicht.

10. September 2018: Marcus Lobbes' Der zerbrochne Krug in Wuppertal

Angetan ist die erste Lokalkritikerin von Marcus Lobbes' Der zerbrochne Krug. Wir fanden, gegen die Langeweile des analytischen Gerichtsdramas kämpfte die Wuppertaler Inszenierung heldenhaft.

10. September 2018: Kommt ein Pferd in die Bar von Pařízek in Wien angekommen

Samuel Finzi ist großartig, aber die existenzielle Dimension des Romans spart Dušan David Pařízeks Adaption des David-Großman-Romans Kommt ein Pferd in die Bar bei den Salzburger Festspielen aus Kritikersicht in Salzburg leider aus. So sah es nun auch der erste Wiener Kritiker, wo die Inszenierung am koproduzierenden Burgtheater ankam – und wir.

5. September 2018: Die Wiederholung von Milo Rau an der Schaubühne Berlin

Die Meinungen der Zeitungskritikerinnen über diese Kriminalstudie gehen weit auseinander. Bei ihrer Premiere im Mai in Lausanne faszinierte sie uns durchaus.

4. September 2018: Luise Voigt mit dem George-Orwell-Stoff 1984 in Oldenburg

Die Kritiker vor Ort sind hochzufrieden mit Luise Voigts eben so düsterer wie aktueller Verhandlung des Stoffs am Staatstheater Oldenburg. Die auch uns absolut überzeugte.

3. September 2018: Paradise Now (1968-2018) von Michiel Vandevelde bei Tanz im August

Die Zeitungskritikerinnen sind fasziniert von dieser Wiederentdeckung einer Performance des Living Theatre mit jugendlichen Darsteller*innen – auch wir entdeckten interessante Zwiespältigkeit.

3. September 2018: Laura Linnenbaum mit Kafkas Haus in Saarbrücken

Ein erster Kritiker ist hin- und hergerissen. "Herausragend" finden wir die Arbeit.

3. September 2018: Thomas Bockelmann inszeniert Lucy Kirkwoods Moskitos in Kassel

Die Kolleg*innen werden sich nicht einig. Wir sahen "ein Monstrum von Stück".

3. September 2018: Kornél Mundruczó inszeniert das Henze-Oratorium Floß der Medusa

Die Meinungen der Zeitungskritiker über diese Hans-Werner-Henze-Inszenierung gehen stark auseinander – wir sahen bei der Ruhrtriennale ein halbszenisches Konzert mit Kitsch-Überhang.

3. September 2018: Johnny Breitwieser von Thomas Arzt in Gießen

Eine Kollegin lobt Malte C. Lachmanns Inszenierung in höchsten Tönen, ein anderer zeigt sich enttäuscht. Wir waren angetan.

3. September 2018: Sommer in Brandenburg in Paretz

Einen großen Theaterabend sah der Kritiker der Märkischen Allgemeinen. Wir erlebten die Inszenierung anders.

2. September 2018: Lars-Ole Walburg mit Remarques Der schwarze Obelisk in Hannover

Etwas spröde finden zwei Kritiker*innen diese Remarque-Adaption zum Auftakt der letzten Spielzeit von Lars-Ole Walburg in Hannover. Ein weiterer findet sie so gut in die Gegenwart eingehängt wie wir.

31. August 2018: Das letzte Parlament (Ghost Story) von Björn Bicker in Mainz

Die meisten Zeitungskritiker*innen sympathisieren mit dieser von Brit Bartkowiak inszenierten Dystopie der parlamentarischen Demokratie – heute kommt noch einer nach, dem es, wie uns, von allem etwas zuviel war.

30. August 2018: Hört, hört! von Suse Wächter beim Kunstfest Weimar

Unfertig fand's der Zeitungskritiker, lobt aber Details. Wir sahen es ähnlich.

30. August 2018: Dariusch Yazdkhasti mit Maria Stuart in Mainz

Ziemlich begeistert sind sämtliche Zeitungskolleg*innen von diesem "Schiller-Schocker" – der uns überladen vorkam.

28. August 2018: Exodos von Sasha Waltz im Radialsystem Berlin

Das Gros der Kritiker*innen ließ sich mitreißen von Sasha Waltz' Exodos. Aber es gibt auch Zweifel und Widerspruch. Wir gerieten in einen Sog.

27. August 2018: Mariano Pensottis Diamante bei der Ruhrtriennale

Ein Ereignis ist diese immersive Installation für einen der Kritiker. Über den Ertrag der zuschauenden Puzzelarbeit sind die Kritiker geteilter Meinung. Uns war er bei allem Respekt zu gering.

27. August 2018: Big Bears Cry Too von Miet Warlop beim Internationalen Sommerfestival

Gelungen und speziell fanden die Zeitungskolleg*innen den Abend auf Kampnagel in Hamburg – uns ging's ähnlich.

27. August 2018: 17c vom Big Dance Theater bei "Tanz im August" in Berlin

Es gibt noch keine weiteren Berichte vom Gastspiel des Big Dance Theaters in Berlin, aber zwei ältere Stimmen zur New Yorker Premiere der Produktion. Wir erlebten Beliebigkeit der Mittel und fehlende Übertitelung.

22. August 2018: Ulrich Rasches Die Perser bei den Salzburger Festspielen

Lob für die Chor- und Schauspielkunst, für das Gesamtkunstwerk und für die politische Dringlichkeit der Inszenierung schenken die Kritiker aus. Machen aber auch kleine Abstriche. Auch wir sahen einen eindringlichen, hochpolitischen Abend.

22. August 2018: Christoph Marthalers Universe, Incomplete auf der Ruhrtriennale

Die Stimmen von nah und fern huldigen Christoph Marthaler und künden von einem herausragenden Abend der Ruhrtriennale. Wir priesen die Überzeugungskraft der Musik.

22. August 2018: Christian Weises Macbeth zur Eröffnung des Kunstfests Weimar

Die lokalen Kritiker sahen einen Macbeth, bestbesetzt mit Corinna Harfouch und Susanne Wolff, der der Schreckensfarce mehr als gerecht werde. Wir sahen die beiden Schauspielerinnen mehr in den Kostümem versteckt.

20. August 2018: Antje Thoms' Tiefgaragen-Hinterzimmer-Bespielung In Alice Welt

Genau wie Alice müssen die Zuschauer sich auf diese Inszenierungs-Welt einlassen, dann funktioniere dieser Abend, so die Kritiker über Antje Thoms' Tiefgaragen-Bespielung In Alice Welt. Was auch wir fanden.

14. August 2018: Mohammad Al Attars The Factory bei der Ruhrtriennale

Stück und Inszenierung (Omar Abusaada) beurteilen die Kritiker*innen zwiespältig: ein starker Abend oder ein ermüdender? Wir waren bewegt, aber nicht überzeugt.

14. August 2018: William Kentridges Ruhrtriennalen-Eröffnung The Head and the Load

Die meisten Kritiker*innen fühlen sich von Kentridges überbordenden Bilderreigen The Head and the Load positiv überfordert. Wir waren begeistert.

13. August 2018: Musical-Persiflage König der Möwen beim Sommerfestival Kampnagel

Der Idee passt schon, der Titel des Abends ist spitze, aber alles auch überironisiert und auf der Bremse stehend, so die Kritiken zu König der Möwen von Andreas Dorau, Gereon Klug und Patrick Wengenroth. Wir sahen müde Anspielungen.

9. August 2018: Frank Castorfs Hamsun-Abend Hunger bei den Salzburger Festspielen

Volksbühnennostalgische Castorf-Völlerei mit All-Star-Ensemble hat das Gros der Kritiker*innen gesehen. Von denen manche*r trotzdem hungrig blieb. Wie wir.

9. August 2018: Johan Simons mit Kleists Penthesilea bei den Salzburger Festspielen

Die überregionalen wie die regionalen Kritiker*innen jubeln (auch heute noch einmal) über diese auf ein Schauspieler*innenduett konzentrierte Version der berühmten Tragödie. Wir jubelten auch.

4. August 2018: Maslans Frau/Tiefer als der Tag bei Thalhof Festival

Anna Maria Krassniggs Doppelabend zu Marie von Ebner-Eschenbach bei Thalhof Festival kann den ersten Kritiker nur in Teilen überzeugen. Wie auch uns.

30. Juli 2018: Siegfrieds Erben bei den Nibelungenfestspielen Worms

Die Kolleg*innen sind mal mehr mal weniger angetan von Roger Vontobels Inszenierung der Neufassung der Sage durch Feridun Zaimoglu und Günter Senkel. Wir empfehlen den Besuch.

27. Juli 2018: Yuval Sharon mit Lohengrin in Bayreuth

Es gibt zwar Enttäuschte, aber das Gros der Kolleg*innen ist vor allem von Bühne und Musik angetan. So auch wir.

17. Juli 2018: Paulus Mankers Großspektakel Die letzten Tage der Menschheit in Wien

Beeindruckt hat die immersive Erste-Weltkriegs-Chose das Gros der Kritiker*innen. Wir fanden's ebenfalls sehenswert, hatten aber auch Einwände.

11. Juli 2018: Christian Stückl mit Schillers Wilhelm Tell in Oberammergau

Als Casting für die Passionsspiele in zwei Jahren sehen die Kolleg*innen dieses Schiller-Spektakel und finden es immerhin kurzweilig – wir sahen "Theater mit Haltung".

10. Juli 2018: Peer Gynt von Henrik Ibsen und Robert Schuster in Bad Hersfeld

Die Eröffnung der Bad Hersfelder Festspiele begeistert nur einige Kolleginnen, vielen ist sie zu kunstwillig – wir sahen sie driften.

8. Juli 2018: Das Vermächtnis und Cella bei den Festspielen Reichenau

Lob von der konservativeren Kritik, gehobene Augenbraue bei der liberalen Zeitung, so könnte man die Wiener Reaktionen vielleicht beschreiben. Bei uns kam alles zusammen.

4. Juli 2018: Nora oder ihr anderer Name beim Boat People Projekt Göttingen

Lob ernten das Stück von Ayham Abu Shaqra, die Regie von Wessam Talhouq und die Darsteller*innen bei den Lokalzeitungskolleginnen, bei uns punktete vor allem das Stück.

3. Juli 2018: Frank Castorf mit Don Juan am Residenztheater München

Erstaunlich zahm finden die Kritiker*innen Castorf mit seinem Abgesang auf den männlichen Verführer. Auch wir sahen, wie Castorf klugerweise auf die Verteidigung eines plumpen Don Juanismus verzichtet.

3. Juli 2018: Der Berliner Benny-Claessens-Abend The Last Goodbye / Vibrant Matter

Die Kollegas von den anderen Medien versuchen zu retten, was nicht zu retten war. Wir wohl genauso, aber genauso war wohl eben nichts zu retten.

3. Juli 2018: Peter Turrinis Alpenglühen ausgegraben in Wuppertal

Die Kollegen im Westen sind mehr und etwas weniger angetan, wir fanden es auch sehr passabel.

Diese und ältere Kritikenrundschauen finden Sie immer auch angehängt an die jeweilige Nachtkritik.