19. Januar 2018: Rest of Europe von Nicoleta Esinencu in Graz

Die Zeitungskritiker*innen sind verschiedener Meinung, einer hat sich gelangweilt in Nina Gühlstorffs Uraufführungsinszenierung des Auftragsstücks im Schauspielhaus Graz, ein*e andere*r fand's vielversprechend – so wie auch wir.

19. Januar 2018: Malina am Konzert Theater Bern

Die Zeitungskritiker*innen beurteilen Mizgin Bilmens Ingeborg-Bachmann-Adaption unterschiedlich: Einer sieht formale Stärken und eine tolle Hauptdarstellerin, eine andere fühlt sich ermüdet – auch wir sahen eine langweilige Lesart.

19. Januar 2018: Horváths Glaube Liebe Hoffnung am Berliner Gorki

Hakan Savaş Micans Inszenierung hat die Kolleg*innen zwar nicht gänzlich überzeugt, aber teils sentimental gestimmt – auch heute wieder. Uns erging es nicht anders.

18. Januar 2018: Der Tag, als ich nicht ich mehr war von Roland Schimmelpfennig

Anne Lenks Uraufführungsinszenierung in den Kammerspielen des Berliner Deutschen Theaters scheidet die Geister der Kolleg*innen, wir wurden sehr deutlich.

17. Januar 2018: Marivaux' Der Streit am Münchner Residenztheater

Regisseur und Puppenspieler Nikolaus Habjan entzweit die Kritiker*innen. Angetan und trotzdem etwas enttäuscht waren wir.

16. Januar 2018: Weltzustand Davos von Rimini Protokoll

Die Kolleg*innen loben Recherche und Setting der Arbeit, es treten aber teils auch Ermüdungserscheinungen auf. Wir waren etwas gelangweilt von den Routinen.

16. Januar 2018: Kafkas Schloss von Robert Borgmann in Frankfurt

Robert Borgmanns Adaption des Fragments kommt bei der Mehrzahl der Kritiker*innen gut an, wie auch bei uns.

16. Januar 2018: Bettina Brunier mit Ravenhills Wir sind die Guten in Saarbrücken

Eine der beiden Kritiker*innen vor Ort spricht von einem zweifelhaften Abend. Wir sind komplett gegenteiliger Ansicht.

15. Januar 2018: Antje Thoms zeigt Das Kind träumt von Hanoch Levin in Augsburg

Ein erster Augsburger Kritiker vergleicht den jung verstorbenen israelischen Dramatiker mit Heiner Müller und bescheinigt auch der Inszenierung des 1993 entstandenen Stücks Eindringlichkeit. Die uns ebenfalls beeindruckte.

15. Januar 2018: Alexander Eisenach mit Thomas Manns Zauberberg in Graz

Die östereichische Kritik ist ziemlich aus dem Häuschen über diesen Zauberberg ohne Liegestuhl- und Alpenpanorama-Romantik. Auch wir verziehen dem Abend manche Schwäche.

15. Januar 2018: Marco Štorman mit Tankred Dorsts Merlin in Kassel

Eine Kollegin sah ein weitgehend logikfreies Spektakel. Wir wurden grundsätzlich.

15. Januar 2018: Julia Hölscher inszeniert Kleists Amphitryon in Basel

Die Kolleg*innen äußerten sich teils begeistert, teils etwas angeödet. Wir glauben: Da wäre mehr drin gewesen.

15. Januar 2018: Friedrich Glausers Roman Matto regiert in St. Gallen

Der Kritik vor Ort ist hochzufrieden mit diesem berühmten, von Christina Rast inszenierten Stoff. Wir sind's auch.

15. Januar 2018: Feuer aus den Kesseln nach Ernst Toller in Wilhelmshaven

Überzeugt ist die Kritik vor Ort von Michael Uhls Adaption des historischen Stoffes. Überzeugt waren auch wir.

15. Januar 2018: Florian Fiedlers Volksfeind-Überarbeitung in Oberhausen

Reserviert ist ein Onliner, doch die Zeitungskolleg*innen sind hin und weg. Wir sahen mehr Licht als Schatten.

14. Januar 2018: Julia Hölscher inszeniert in Basel Amphitryon

Die eine Zeitungskritikerin lobt den analytischen Tiefgang dieser Kleist-Inszenierung am Theater Basel, der für die andere zu Langeweile führt. Wir befinden uns dazwischen.

13. Januar 2018: Fux' Granteloper am Berliner HAU

Zwei Kollegen beschweren sich über den Abend, zwei andere wirken leicht inspiriert. Wir waren enttäuscht.

12. Januar 2018: Antje Schupps Pink Mon€y in der Kaserne Basel

Wummernder Bass, crazy Outfits, viel Haut und was folgt, sei klug und unterhaltsam, so eine Baseler Kritik. Gefreut haben auch wir uns.

8. Januar 2018: Ein Sommernachtstraum von Ewelina Marciniak in Freiburg

Die Zeitungskolleg*innen von nah und fern feiern diese bildmächtige Shakespeare-Inszenierung mit feministischer Message – die auch uns beeindruckte.

8. Januar 2018: Die lächerliche Finsternis von Wolfram Lotz in Ulm

Eindrucksvoll, konzentriert und an den richtigen Stellen auch überdreht findet die Presse im Südwesten diese Abschiedsinszenierung des Ulmer Intendanten Andreas von Studnitz. Wir waren ihr auch gewogen.

8. Januar 2018: Heimwärts von Ibrahim Amir am Volkstheater Wien

Die Wiener Kritik guckt mit reserviertem Wohlwollen auf diesen Abend, dessen Gehalt für uns mitunter im Klamauk verpuffte.

5. Januar 2018: Elektra von Suske/Cotten am Schauspielhaus Wien

Die Wiener Kritiker können mit diesem Silvesterspaß noch weniger anfangen als wir.

5. Januar 2018: Outland von Anne Habermehl am Theater Rampe Stuttgart

Anne Habermehls neues Stück, in Eigenregie aufgeführt, wird nach seiner Stuttgarter Premiere wohlwollender angeschaut als bei uns im Dezember in Berlin.

3. Januar 2018: The Humans von Leonard Beck in Bochum inszeniert

Mit Sinn für die komischen Momente inszeniere Leonard Beck The Humans, die lokalen und überregionalen Kritiker sind dennoch nicht zufrieden. Wir auch nur bedingt.

27. Dezember 2017: Andorra von Max Frisch am Theater Münster

Laura Linnenbaums Inszenierung punktet aus Sicht der Kritik vor Ort mit ästhetischer Stringenz, auch wenn sie nicht durchweg überzeugt. Auch uns nicht.

27. Dezember 2017: Der Hauptmann von Köpenick im Deutschen Theater Berlin

Die Zeitungskritiker*innen sind mehr oder weniger überzeugt von Jan Bosses Inszenierung des berühmten Zuckmayer-Stoffs. Das Gefühl der Bedrohung des Einzelnen durch die profitorientierte Gesellschaft vermittelt sich den meisten trotz inszenatorischer Schwächen. So auch uns.

27. Dezember 2017: Vor Sonnenaufgang von Palmetshofer & Parizek in Wien

Die meisten Kritiken sind voller Überschwang. Nur eine Stimme zweifelt. Wir nicht.

25. Dezember 2017: Versetzung von Thomas Melle am DT Berlin uraufgeführt

Den Zeitungskolleg*innen ging Brit Bartkowiaks Uraufführungsinszenierung in den DT-Kammerspielen (unterschiedlich) nah, heute kommt eine überregionale Gegenstimme dazu, die das Unterfangen scheitern sah. Wir blieben reserviert.

23. Dezember 2017: Die Toten nach Christian Kracht am Konzert Theater Bern

Den meisten Zeitungskritiker*innen fehlt eine klare Haltung in Claudia Meyers Uraufführung, nur eine ist deutlich angetan – wie wir.

23. Dezember 2017: Christian Weise inszeniert Alles Schwindel am Gorki Berlin

Weises Inszenierung der Revue von Mischa Spoliansky und Marcellus Schiffer hat die Kolleg*innen gut unterhalten. Nicht nur wir fühlten uns an Herbert Fritsch erinnert

21. Dezember 2017: Thomas Köcks paradies spielen in Mannheim

Recht zufrieden scheint die Kritik angesichts der Bues'schen Umsetzung des Köck'schen Texts. Wir zogen unseren Hut.

21. Dezember 2017: Mir nämeds uf öis von Christoph Marthaler in Zürich

Die Kollega, die den Abend groß aufmachen, sind meistenteils begeistert, entweder ehrlich begeistert oder ob der Begeisterung der Zürcher mitbegeistert. Wir waren auch schwer angetan, wenn nicht begeistert

20. Dezember 2017: Die letzte Station von Ersan Mondtag am Berliner Ensemble

Begeistert ist eine, genervt sind die meisten Zeitungskolleg*innen von diesem Abend übers Sterben, so auch wir.

20. Dezember 2017: Trommeln in der Nacht von Christopher Rüping in München

Die Zeitungskolleg*innen finden den Abend mehrheitlich stark, auch wir sahen eine smarte Brecht-Inszenierung mit Happy Happy End.

20. Dezember 2017: Die Wiedervereinigung der beiden Koreas in Nürnberg

Mit Joël Pommerats Erfolgsstück verabschiedet sich Klaus Kusenberg nach 18 Jahren aus Nürnberg. Ein würdiger Abschied, meinen die Lokalkritiker, während die Süddeutsche Zeitung hart mit dem scheidenden Schauspieldirektor ins Gericht geht. Wir bemerkten dessen Hingabe für "den Schatten hinter dem Irrwitz".

19. Dezember 2017: Stephan Kimmigs Die Zehn Gebote am Volkstheater Wien

Ein Zeitungskritiker erfindet verzückt ein neues Gebot: 'Du sollst dir das anschauen!" Wir beobachteten ein spannendes Experiment.

19. Dezember 2017: Children of Tomorrow am Münchner Volkstheater

Eine erste Kritik sah einen tragikomischen Kindergeburtstag in dem Abend von Tina Müller und Corinne Maier. Wir fanden ihn frisch und cool.

19. Dezember 2017: Radetzkymarsch nach Joseph Roth, in Wien mit Luftballons

Die Zeitungskolleg*innen ziehen sehr unterschiedliche Schlussfolgerungen aus der Inszenierung von Johan Simons. Wir sahen viel Luft(ballon).

19. Dezember 2017: Laika von Kollektiv Eins in Rostock

Der ersten Lokalkritiker sah eine schrillige und spaßige Produktion. Wir fanden den Abend "im besten Sinne originell".

19. Dezember 2017: Totentanz von August Strindberg in Freiburg

Ein dichtes Kammerspiel sah eine Lokalkritikerin in Liliane Brakemas Inszenierung. Wir glauben, dieser Abend sei genau richtig für das Freiburger Publikum.

18. Dezember 2017: Biedermann und die Brandstifter / Fahrenheit 451

Die Kritik vor Ort ist beeindruckt, wie sich am Schauspiel Dortmund in Gordon Kämmers Zusammenschnitt des Max-Frisch-Stücks und des Ray-Bradbury-Stoffs die ganze Magie des Theaters entfaltet und gleichzeitig den Bürgern die Leviten gelesen werden. Wir entdeckten viel Ehrgeiz an falscher Stelle.

18. Dezember 2017: Moby Dick nach Herman Melville in Rendsburg

Die Kritikerin aus der Landeshaupstadt findet, die Inszenierung habe sich zu auf Melvilles große Fragen eingelassen. Wir waren auch nicht rundum zufrieden.

18. Dezember 2017: Hool nach Philipp Winklers Roman in Köln

Der Zeitungskollege lobt Nuran David Calis' Konzept, sieht aber eine Schwäche des Romans reproduziert. Wir gerieten in einen Sog.

18. Dezember 2017: Die Bürgerbühne spielt Frühlings Erwachen in Düsseldorf

Voller Sympathie besprechen die Kolleginnen aus dem Rheinland die Unternehmung. Der Radiomann vom Deutschlandfunk fand's anrührend, aber bei alldem handelt es sich nicht um Kritik. Wir waren ein wenig  zweiflerischer.

18. Dezember 2017: Oedipus von Seneca in Mainz

Die Zeitungskollega fragen sich auch nach Marcus Lobbes' Inszenierung, ist Seneca eigentlich spielbar. Wir antworteten auf diese Frage mit einem klaren Ja.

15. Dezember 2017: Mette Ingvartsens Red Pieces in der Volksbühne Berlin

Das Gros der Kritiker*innen vermisst eine klare Haltung der Choreographin. Uns befremdete der Abend.

15. Dezember 2017: Super Collider am HAU Berlin

 Quälend bis launig-ehrlich finden zwei Kritiker den Abend, unbestechlich realistisch eine andere. Wir diagnostizieren Showcase Beat Le Mot eine Formschwäche.

15. Dezember 2017: Michael Thalheimers Richard III am Münchner Resi

Düster fanden die Kritiker*innen den Abend, teils aber auch unfreiwillig komisch. Wir sahen großes Schauspiel im Geiste des grotesken Puppentheaters.

13. Dezember 2017: Ruf der Wildnis nach Jack London in Hannover

Clara Weydes Inszenierung von Soeren Voimas Bearbeitung des Jugendliteratur-Klassikers spaltet die Zeitungskollegen, einen spannenden Abend erlebten wir.

12. Dezember 2017: Who moves?! von Swoosh Lieu in Frankfurt

Die Zeitungskollegin beklagt: "Wenig Inhalt ist hier ansprechend verpackt worden." Wir entdeckten einen "Theatersaal als großes Suchbild".

12. Dezember 2017: André Kubiczeks Skizze eines Sommers in Potsdam

Die Kolleg*innen zeigen sich großteils angetan von Niklas Ritters Inszenierung. Wir entdeckten Schauspiel-Talente.

12. Dezember 2017: Den Schlächtern ist kalt … am Schauspielhaus Zürich

Ein "Sprachfeuerwerk" erlebten die Kolleg*innen, ließen sich aber dennoch nicht ganz überzeugen von Barbara Falters Uraufführung des neuen Stücks von Katja Brunner. Uns wurde mulmig zumute.

Diese und ältere Kritikenrundschauen finden Sie immer auch angehängt an die jeweilige Nachtkritik.