Es wird wieder gewerkstattet

Wien, 4. Oktober 2010. Nachdem im letzten Jahr die Aussetzung der Wiener Werkstatttage ob des "Mangels an qualifizierten Bewerbungen" in der Theaterszene für Aufsehen gesorgt hatte, findet die vom Deutschen Literaturfonds in Zusammenarbeit mit dem Wiener Burgtheater veranstaltete Autorenwerkstatt diesmal wie anberaumt statt. Acht AutorInnen hat die sechsköpfige Jury aus den fünfzig Bewerbungen ausgewählt: Roman Ehrlich, Anne Jentsch, Christiane Kalss, Oliver Kluck, Wolfram Lotz, Mario Salazar, Philipp Weiß und Julia Wolf.

Die jungen DramatikerInnen werden ab heute für zwei Wochen gemeinsam mit Schauspielern, Dramaturgen und Regisseuren, an ihren noch unfertigen Stücken arbeiten.

Die für die Auswahl verantwortliche Jury bestand aus Plinio Bachmann (Dramaturg, Burgtheater Wien), Britta Kampert (Dramaturgin, Neumarkt-Theater, Zürich), Gunther Nickel (Deutscher Literaturfonds e.V., Darmstadt), Andres Müry (Journalist, Mitglied der Jury des Berliner Theatertreffens), Philipp Löhle (Autor). Mit Ausnahme von Andres Müry arbeiten alle Juroren während der Werkstatttage als Mentoren mit den eingeladenen AutorInnen. Zur Mentorenriege gehören weiterhin Stefan Bläske (Theaterwissenschaftler und -kritiker, nachtkritik.de) und Philip Jenkins (Regisseur).

Am 17. Oktober wird zum Abschluss der Werkstatttage im Kasino am Schwarzenbergplatz ein Stückefest gefeiert, bei dem "in Form kleiner Inszenierungen" mit Burgtheaterschauspielern "Schlüsselszenen" aus den acht Stücken präsentiert werden. Im Anschluss soll die Bühne für "unentdeckte Talente" unter 30 geöffnet werden, die ihr Stück drei Minuten lang am Open Mic "ohne jedes Auswahlprozedere" präsentieren können. Angenommen werden die ersten zwanzig Anmeldungen (per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

In der nächsten Spielzeit soll zum ersten Mal ein Stück eines Teilnehmers der Werkstatt-Tage im Burgtheater uraufgeführt werden.

(Burgtheater / ape)

 

Einen Überblick zu den Debatten um Neue Dramatik finden Sie im nachtkritik-Lexikon.

 

Kommentar schreiben